Die Katastrophe überraschte viele Kolumbianer im Schlaf: Es war 22.30 Uhr als in Mocoa Alarm ausgelöst wurde. Nach extremen Regenfällen begrub eine Schlammlawine die 45.000-Einwohner-Stadt in der Nacht zu Samstag unter sich. Sie liegt an der Grenze zu Ecuador am Fuße der Anden auf 500 bis über 3.000 Metern. Einige Bewohner konnten sich auf Dächer und in Notunterkünfte retten. Knapp 300 kamen in den Geröllmassen ums Leben. Der heftige Regen hatte drei Flüsse der Stadt zu reißenden Strömen anwachsen lassen, 17 der 40 Wohnviertel wurden beschädigt.