In der Nacht zu Sonntag wird es Sternschnuppen regnen. Denn dann kreuzt die Erde den Strom der Perseiden. Ein guter Grund, die Nacht durchzumachen – oder sehr früh aufzustehen. Wie Caroline Liefke von der Vereinigung der Sternfreunde sagt, hätten Frühaufsteher oder aus der Nacht Heimkehrende den besten Blick. "Die müssen dann allerdings bereits gegen drei Uhr nach den Perseiden Ausschau halten."

In Großstädten erschwert das Licht von Straßenlaternen, Beleuchtung von Gebäuden und anderen Lichtquellen die Sicht. Im Alpenraum, wo es besonders wenig Lichtverschmutzung gibt, könnten wohl nur vereinzelt Wolken die Sicht versperren. In vielen anderen Regionen sind jedoch Wolken und etwas Regen angesagt, teilt der Deutsche Wetterdienst mit. In großen Teilen Norddeutschlands sowie auch mancherorts südlich der Donau soll die Wolkendecke aber auflockern. Problematisch könnte allerdings für Zuschauer der Mondschein sein: Nachdem am 7. August Vollmond war, erstrahlt der Mond dieser Tage noch ziemlich hell. 

Seinen Namen hat der Perseiden-Strom vom Sternbild Perseus. Von dort aus scheinen die Lichter auf die Erde zu zu strömen. In Wahrheit entsteht das Leuchten aber in der Erdatmosphäre. Die schnellen Teilchen aus dem All übertragen einen Teil ihrer Energie auf Luftmoleküle, die sich auf bis zu 3.000 Grad Celsius erhitzen und deshalb Licht aussenden. Mit einer Geschwindigkeit von 216.000 Kilometern pro Stunde gehören die Perseiden zu den schnellsten Sternschnuppen.

Für Sterngucker sind die Perseiden schon das zweite Großereignis diese Woche. Bereits am Montag konnten sie eine partielle Mondfinsternis bestaunen. Das Spektakel hielt sich jedoch in Grenzen, da die Finsternis bereits vor Mondaufgang begann und es später vielerorts noch nicht dunkel genug war, den Effekt gut zu erkennen. 

Im Juli 2018 folgt eine totale Mondfinsternis, die auch in Mitteleuropa beobachtet werden kann. Die nächste partielle Sonnenfinsternis, die von Deutschland aus zu sehen ist, wird im Oktober 2022 erwartet – die nächste totale Sonnenfinsternis über Deutschland jedoch erst 2081.