Das Phänomen Mobbing
Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ist das Thema Mobbing angesagter denn je. Die Angst um den eigenen Arbeitsplatz wächst und damit die Bereitschaft, Kollegen, die einem gefährlich werden könnten, aus dem Wege zu räumen. Etwa 44 Prozent der Betroffenen erkranken infolge des Mobbing, so eine Untersuchung der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin. Konzentrations-, Gedächtnis- und Schlafstörungen, Nervosität, depressive Verstimmungen und Angstreaktionen sind nur einige Symptome bei Mobbing-Opfern.

Aber nicht jeder Konflikt unter Kollegen oder Vorgesetzten muss gleich Mobbing sein. Wenn ein Kollege mal nicht grüßt, ist das noch kein Grund, sich als Mobbingopfer zu sehen. Mobbing zeichnet sich durch fortgesetzte, aufeinander aufbauende oder ineinander übergreifende Verhaltensweisen aus. Die gängigsten Mobbing-Techniken sind ständig unberechtigte Kritik, Gerüchte verbreiten, hinter dem Rücken reden oder jemanden wie Luft zu behandeln.

Einen Katalog von insgesamt 45 Mobbing-Handlungen hat der renommierte Mobbing-Forscher Heinz Leymann aufgestellt. Der Verlauf von Mobbing lässt sich nach Leymann in vier verschiedene Phasen einteilen:



1. Phase
Am Anfang steht meist ein ungelöster oder schlecht bearbeiteter Konflikt. Die Bereitschaft zu offener Kommunikation bricht beidseitig ab.

2. Phase
Die einzelne Person, die immer häufiger gekränkt wird, tritt an die Stelle des eigentlichen Konfliktes. Die Angriffe auf das Opfer werden massiver und persönlicher. Die Person gerät in die Rolle des Außenseiters. Die psychische und körperliche Verfassung des Opfers verschlechtert sich.

3. Phase
Durch die ständigen Demütigungen ist das Opfer so verunsichert, dass darunter die Arbeit leidet. Gespräche mit Personalverantwortlichen führen jetzt nur noch selten zum Ausweg. Die schlechte Verfassung des Opfers und seine geringere Leistungsfähigkeit wird als Vorwand für eine Versetzung oder Kündigung herangezogen.

4. Phase
In der letzten Phase kommt es für etwa fünf bis zehn Prozent der Betroffenen zum Verlust des Arbeitsplatzes.

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Autorin: Alexandra Krotz