Weil Erwachsene aber meistens in Sorge um ihre Kinder sind, wird auf viele turnerische Experimente, die eigentlich gern probiert würden, lieber gleich verzichtet. "Meine Mutter will nicht, dass ich da hochkletter", muss der wendige Kindergarten-Knirps dann zu seinen Freunden sagen - und den anderen dabei zusehen, wie sie bis in den obersten Wipfel hochsteigen.

"Es ist sehr traurig, dass viele Kinder sich heute nicht mehr richtig austoben und erproben können", so Dr. Dieter Breithecker von der Bundesarbeitsgemeinschaft für Haltungs- und Bewegungsförderung in Wiesbaden. "Denn nur Kinder, die das dürfen, können auch lernen Risiken richtig einzuschätzen. Wenn alles von vornherein verboten ist, nimmt die Risikobereitschaft rapide ab."



Die Angst vor einem Unfall - wenn beispielsweise in schwindelerregende Höhen geklettert wird - ist natürlich berechtigt. Aber Schritt für Schritt müssen Kinder lernen, mit gefährlichen Dingen und Situationen umzugehen. Denn: Je besser ein Kind sein Sicherheitsbewusstsein durch eigene Erfahrungen entwickelt, umso weniger beaufsichtigende Fürsorge braucht es. Eltern können ihre Augen nicht immer überall haben. Deshalb ist auf Dauer gesehen nur ein kontrolliert gelernter Umgang mit der Gefahr der sichere Weg.

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Die meisten Unfälle passieren im Haushalt - laut Statistik ist das schon seit vielen Jahren so. "

Wie meldet man eigentlich einen Unfall? Wer noch nie den Notruf 112 wählen musste, weiß womöglich gar nicht, worauf es den Rettern am anderen Ende der Leitung ankommt. Hier erfahren Sie, welche die vier wichtigsten W-Fragen sind und wie ein Notfall "vorschriftsmäßig" gemeldet wird "

Autorin: Britta Surholt-Rauer