Die AufklärungChronik

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René Descartes Geschichte Aufklärung

Das Ölgemälde aus dem Louvre in Paris zeigt René Descartes im Jahr 1649  |  Abb.: Frans Hals

1641

»Cogito ergo sum«: René Descartes (1596–1650) veröffentlicht seine »Meditationes de prima philosophia« (Meditationen über die erste Philosophie), in denen er sein Prinzip des methodischen Zweifels entwickelt – ein Schlüsselwerk der frühen Aufklärung.

1648

Der Westfälische Friede beendet den Dreißigjährigen Krieg.

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1670

In seinem anonym publizierten »Tractatus theologico-politicus« fordert Baruch de Spinoza (1632–1677) die Säkularisierung von Staat und Gesellschaft und nimmt damit die Ideen vieler späterer Aufklärer vorweg.

1685

Pierre Bayle (1647–1706), einer der bedeutendsten französischen Frühaufklärer, prangert die Verquickung von Staat und Kirche an und fordert umfassende Religionsfreiheit, als nach der Aufhebung des Toleranzedikts von 1598 rund 200.000 Protestanten (Hugenotten) außer Landes fliehen müssen und vertrieben werden.

1687

Mit den »Philosophiae Naturalis Principia Mathematica« (Mathematische Prinzipien der Naturphilosophie) begründet Isaac Newton (1642–1727) die moderne experimentelle Physik.

1688

In England beginnt mit der Glorious Revolution das Aufklärungszeitalter: Die Gegner des Absolutismus entmachten Jakob II., führen die Bill of Rights ein und machen damit (im Rahmen einer konstitutionellen Monarchie) das Parlament zum höchsten Souverän.

1688

Der deutsche Frühaufklärer Christian Thomasius (1655–1728) gibt die satirisch-kritischen »Monatsgespräche« heraus, die erste Zeitschrift ihrer Art in Deutschland. Von 1690 an lehrt der Jurist und Philosoph in Halle. Thomasius wird durch seine Naturrechtslehre bekannt und kämpft für die Abschaffung der Hexenprozesse.

1689–1694

Die grundlegenden Schriften des britischen Philosophen John Locke (1632–1704) erscheinen, darunter, 1690, die berühmten »Two Treatises of Government« (Zwei Abhandlungen über die Regierung), in denen Locke das Prinzip der Gewaltenteilung entwickelt, das Montesquieu später mit den klassischen Begriffen ausformt. Im Mittelpunkt von Lockes erkenntnistheoretischen Schriften steht der Begriff der Erfahrung; Locke gilt als Begründer des englischen Empirismus.

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