"Blut und Eisen"
Preußens Staatsräson war auch die leitende Idee, unter der er nach 1866 das Ziel der Gründung eines kleindeutsch-großpreußischen Nationalstaats betrieb. Dabei war, wie er wohl erkannte, das taktische Bündnis mit der liberalen Nationalbewegung unumgänglich, weil nur so die gesellschaftliche Schubkraft mobilisiert werden konnte, deren es bedurfte, um die angestrebte Vereinigung des Norddeutschen Bundes mit den süddeutschen Staaten zu verwirklichen.
Allerdings rechnete er zunächst noch mit längeren Fristen. »Erreicht Deutschland sein nationales Ziel noch im neunzehnten Jahrhundert, so erscheint mir das als etwas Großes, und wäre es in zehn oder fünf Jahren, so wäre das etwas Außerordentliches, ein unverhofftes Gnadengeschenk von Gott«, hat er noch 1868 geäußert. Als sich dann aber mit der spanischen Thronkandidatur 1869/70 unverhofft eine Möglichkeit bot, Frankreich in einen Konflikt hineinzuziehen, der sich zu einem Nationalkrieg unter Mitwirkung der süddeutschen Staaten eskalieren ließ, da hat Bismarck diese Gelegenheit entschlossen beim Schopf ergriffen. Und wieder – wie 1864 und 1866 – gelang es ihm, den Gegner in die Rolle des vermeintlichen Aggressors zu manövrieren, obwohl die eigentliche Kriegsprovokation – im Falle Frankreich die Emser Depesche – von ihm selbst ausging.
Nicht auf friedlichem Wege, sondern durch »Blut und Eisen«, wie von Bismarck angekündigt, wurde also der erste deutsche Nationalstaat aus der Taufe gehoben, und das war für die weitere deutsche Geschichte höchst folgenreich. Durch die siegreichen drei Einigungskriege hatte das preußische Offizierskorps einen enormen Prestigezuwachs erfahren. Die exklusive Sonderstellung des Militärs im Kaiserreich und, damit korrespondierend, die Schwäche der Zivilgewalten – sie waren auch das Werk des »Reichsgründers«.
Allerdings blieb sich Bismarck der Zerbrechlichkeit seiner Schöpfung stets bewusst. »Wir balancieren auf der Spitze eines Blitzableiters; verlieren wir das Gleichgewicht [...], so liegen wir unten«, erklärte er im Dezember 1870, nachdem er die deutsche Einheit unter Dach und Fach gebracht hatte. Dieses Gefühl für die Gefährdung des neuen Nationalstaats in der Mitte Europas sollte seinen Nachfolgern verloren gehen, und darin lag eine wesentliche Ursache für den Untergang des Kaiserreichs im Jahre 1918.
Volker Ullrich , Jahrgang 1943, hat viele Jahre das Ressort Politisches Buch bei der ZEIT geleitet und ist Herausgeber von ZEIT Geschichte
- Datum 24.08.2010 - 15:58 Uhr
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- Quelle ZEIT Geschichte, 24.08.2010 Nr. 03
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"Nicht auf friedlichem Wege, sondern durch »Blut und Eisen«, wie von Bismarck angekündigt, wurde also der erste deutsche Nationalstaat aus der Taufe gehoben, und das war für die weitere deutsche Geschichte höchst folgenreich."
Wer weiß ob ohne "Blut und Eisen" überhaupt ein lebensfähiges geeintes Deutschland zustandegekommen wäre. Ich zumindest glaube es nicht.
Insgesamt finde ich den Artikel zwar gelungen, allerdings würde ich mir wünschen, dass wenn man Menschen aus vergangenen Epochen darstellt, diese am Maßstab Ihrer Zeit misst. Alles andere ist unfair. So darf man beispielsweise nicht vergessen, dass Krieg zu dieser Zeit als legitimes Mittel der Aussenpolitik galt.
ps: die sogenannten 1848er waren keinesfalls die friedlichen Demokraten als diese sie hier zwischen den Zeilen dargestellt werden. Bismarck wollte den deutsch-französischen Krieg aus strategischen Gründen, die 1848 wollten ihn aus patriotischen Gründen.
Ja, mag sein.
An der Stelle möchte ich ein Buch empfehlen, das ostpreußische Geschichte auch weniger mythenreich erzählt:
http://www.amazon.de/Ostpreußen-Geschichte-Mythos-Andreas-Kossert/dp/3570550206/ref=sr_1_4?s=books&ie=UTF8&qid=1282715047&sr=1-4
»Es gibt viele Gründe, Andreas Kosserts Buch über Ostpreußen ausgiebig zu loben. Eine derart vielschichtige Darstellung möchte man einem erst fünfunddreißigjährigen Historiker gar nicht zutrauen. Über seine eigentliche Profession hinaus beweist Kossert auch Fähigkeiten als Gedächtnistheoretiker, Erinnerungsforscher, historischer Semantiker, Literaturhistoriker, vor allem aber als Dekonstrukteur von Mythen und Ideologien. Frei von den Ideologisierungen der Nachkriegszeit zeigt der Antitotalitarismus dieses Buches die Ankunft einer viel versprechenden neuen Historikergeneration.« (Süddeutsche Zeitung )
Desweiteren nehme ich an, und das geht implizit aus dem Beitrag hervor, dass Bismarck Schuld an dem 1. und 2. Weltkrieg ist, womit ich dem letzten Absatz widerspreche.
Von einem Bismarck, der abtritt, und einem bis dahin größenwahnsinnig gewordenen - auch wenn schon immer seltsamen - Wilhelm II., war der Weg nicht weit. Bismarck ist der Vater der nachfolgenden Weltkriege, weil er doch einen preußisch-ideologischen Weg für halb Europa geebnet hat. Anders sind die Rekursionen auf ihn, welche die Konservativen, Nationalisten und Faschisten ihrer Zeit vornahmen, nicht möglich.
Ja, mag sein.
An der Stelle möchte ich ein Buch empfehlen, das ostpreußische Geschichte auch weniger mythenreich erzählt:
http://www.amazon.de/Ostpreußen-Geschichte-Mythos-Andreas-Kossert/dp/3570550206/ref=sr_1_4?s=books&ie=UTF8&qid=1282715047&sr=1-4
»Es gibt viele Gründe, Andreas Kosserts Buch über Ostpreußen ausgiebig zu loben. Eine derart vielschichtige Darstellung möchte man einem erst fünfunddreißigjährigen Historiker gar nicht zutrauen. Über seine eigentliche Profession hinaus beweist Kossert auch Fähigkeiten als Gedächtnistheoretiker, Erinnerungsforscher, historischer Semantiker, Literaturhistoriker, vor allem aber als Dekonstrukteur von Mythen und Ideologien. Frei von den Ideologisierungen der Nachkriegszeit zeigt der Antitotalitarismus dieses Buches die Ankunft einer viel versprechenden neuen Historikergeneration.« (Süddeutsche Zeitung )
Desweiteren nehme ich an, und das geht implizit aus dem Beitrag hervor, dass Bismarck Schuld an dem 1. und 2. Weltkrieg ist, womit ich dem letzten Absatz widerspreche.
Von einem Bismarck, der abtritt, und einem bis dahin größenwahnsinnig gewordenen - auch wenn schon immer seltsamen - Wilhelm II., war der Weg nicht weit. Bismarck ist der Vater der nachfolgenden Weltkriege, weil er doch einen preußisch-ideologischen Weg für halb Europa geebnet hat. Anders sind die Rekursionen auf ihn, welche die Konservativen, Nationalisten und Faschisten ihrer Zeit vornahmen, nicht möglich.
bismarck war ein herausragender politischer denker. die einigung deutschlands, sei sie auch mit dem zweifelhaften mittel des militaerischen konflikts zustande gekommen sein, war ein strategisches glanzstueck. unterstuetzt wurde er dabei von zwei grandiosen feldherren, deren ruhm den wandel des zeitgeistes nicht ueberlebt hat.
bismarcks politischer weitblick wurde in folge des sieges ueber frankreich von nationalistisch-ueberschwaenglichem groessenwahn ueberrollt. bereits bei der reichsgruendung 1871 war deutschland dem untergang geweiht. mit dem unerlaubten griff nach elsass-lothringen erschuf sich das neue reich in frankreich einen wuetenden feind, vor dessen blinder rache schon zeitgenossen eindringlich warnten. die franzoesische revanche folgte 1914-1918, und man darf getrost behaupten, dass sie gnadenlos war.
Immerhin war die Region erst gegen Ende des 17. Jahrhunderts an Frankreich gefallen. Für mich und auch objektiv betrachtet, war das der unerlaubte Griff.
Neben vielen anderen französischen Übergriffen aus der Zeit als Frankreich stark und Deutschland uneins war. Wenn die Franzosen nicht verkraften konnten, dass es einmal andersherum lief, war das ihr Problem.
Dass es taktisch klüger gewesen wäre, darauf zu verzichten, mag sein und steht auf einem anderen Blatt.
Aber bemerkenswert, wie man in dieser Frage immer so viel Verständnis für den verletzten Stolz der anderen hat. Wo mit Deutschland nach dem 1. Weltkrieg ganz andere Dinge passiert sind.
war ja ursprünglich deutsches Land und wurde von Louis XIV, dem Sonnenkönig, dem nach dem 30-jährigen Krieg schwächlichen Hl. Römischen Reich Deutscher Nation, geraubt.
Ein Konstruktionsfehler war allerdings, dass Elsaß-Lothringen nicht als gleichberechtigter Landesteil im Bundesrat (so hiess der damals wirklich) vertreten war, sonder als "Reichsland" eine undefinierte Position hatte, was dazu führte, dass sich die Elsäßer und Lothringer als Deutsche zweiter Klasse fühlen mussten - weshalb sie nach dem 1.Weltkrieg dann auch lieber wieder zu Frankreich gehören wollten.
Weiterhin erwies sich der Ausschluss Österreichs aus dem Deutschen Reich als verhängnisvoll; schliesslich war es ein Österreicher, der 72 Jahre später unter dem Jubel der Bevölkerung Österreich wieder "heim ins Reich" holen sollte.
Immerhin war die Region erst gegen Ende des 17. Jahrhunderts an Frankreich gefallen. Für mich und auch objektiv betrachtet, war das der unerlaubte Griff.
Neben vielen anderen französischen Übergriffen aus der Zeit als Frankreich stark und Deutschland uneins war. Wenn die Franzosen nicht verkraften konnten, dass es einmal andersherum lief, war das ihr Problem.
Dass es taktisch klüger gewesen wäre, darauf zu verzichten, mag sein und steht auf einem anderen Blatt.
Aber bemerkenswert, wie man in dieser Frage immer so viel Verständnis für den verletzten Stolz der anderen hat. Wo mit Deutschland nach dem 1. Weltkrieg ganz andere Dinge passiert sind.
war ja ursprünglich deutsches Land und wurde von Louis XIV, dem Sonnenkönig, dem nach dem 30-jährigen Krieg schwächlichen Hl. Römischen Reich Deutscher Nation, geraubt.
Ein Konstruktionsfehler war allerdings, dass Elsaß-Lothringen nicht als gleichberechtigter Landesteil im Bundesrat (so hiess der damals wirklich) vertreten war, sonder als "Reichsland" eine undefinierte Position hatte, was dazu führte, dass sich die Elsäßer und Lothringer als Deutsche zweiter Klasse fühlen mussten - weshalb sie nach dem 1.Weltkrieg dann auch lieber wieder zu Frankreich gehören wollten.
Weiterhin erwies sich der Ausschluss Österreichs aus dem Deutschen Reich als verhängnisvoll; schliesslich war es ein Österreicher, der 72 Jahre später unter dem Jubel der Bevölkerung Österreich wieder "heim ins Reich" holen sollte.
Erfolgreich hintertrieb er den Versuch Wiens, während des Krimkrieges 1854 bis 1856 die Bundestruppen gegen Russland zu mobilisieren.<
Deutschland aus dem Krimkrieg herauszuhalten, war eine der größten Leistungen Bismarcks.
Die Gründung des Kleindeutschen Reiches und der Ausschluss Österreichs aus dem Deutschen Bund war eine der dümmsten Ideen Bismarcks.
Resultat, heute wissen die Österreicher gar nicht mehr, dass sie mal Deutsche waren.
Erstens sind sie Deutsche, mit einer miserablen Sprache.
Zweitens, war gerade das herrausdrängen der kuk-Monarchie das Fundament, dass Deutschland als "Nationalstaat" existieren konnte.
wilhelm II. hat den größten Fehler begangen als er dieses zerfallene Kaiserreich zum Verbündeten machte, denn wer hätte dieses massive Vielvölkergemisch zum Ausgleich bringen können?
An dem andere Groß- und Mittelmächte ständig gezerrt haben.
Sie schreiben: "Die Gründung des Kleindeutschen Reiches und der Ausschluss Österreichs aus dem Deutschen Bund war eine der dümmsten Ideen Bismarcks.
Resultat, heute wissen die Österreicher gar nicht mehr, dass sie mal Deutsche waren." Immer schön sachlich und bei den Fakten bleiben! Deutschland war das letzte Land in Europa, das noch kein Nationalstaat war. Unser Land war damit weit hinter dem Zustand anderer Länder zurück. Auch der Verfasser V. Ullrich unterliegt der Versuchung, Bismark klein zu machen, weil er zu denen gehört, die aus ideologischen es nicht zulassen wollen, dass diejenigen zu ihrem Recht kommen, die für die Sache der eigenen Nation eintreten. So wird in diesen Kreisen es nicht gern gesehen, dass es in Deutschland auch große Staatsmänner gegeben hat, eben wie Bismarck. Der Nationalstaat war damals überfällig. Wer außer Bismarck hätte dies schaffen können? Es war schwer genug, wie die drei Kriege zeigen, auch wenn wir einiges dafür spricht, dass Deutschland mit Österreich den bekannten verhängnisvollen Weg wohl nicht gegangen wäre. Aber anders als Hitler, dem es überwiegend um seinen "Ruhm" in der Geschichte ging, den er sich natürlich anders ausmalte, ging es Bismarck v.a. um Preußen - was kein Widerspruch sein muss - und Deutschland. Wenn die Österreichen nicht mehr wissen sollten, dass sie mal Deutsche waren, hat das weniger mit Bismarck als mit Hitler zu tun. Aber man kann sich in der Geschichte nicht immer nur die Rosinen herauspicken.
Erstens sind sie Deutsche, mit einer miserablen Sprache.
Zweitens, war gerade das herrausdrängen der kuk-Monarchie das Fundament, dass Deutschland als "Nationalstaat" existieren konnte.
wilhelm II. hat den größten Fehler begangen als er dieses zerfallene Kaiserreich zum Verbündeten machte, denn wer hätte dieses massive Vielvölkergemisch zum Ausgleich bringen können?
An dem andere Groß- und Mittelmächte ständig gezerrt haben.
Sie schreiben: "Die Gründung des Kleindeutschen Reiches und der Ausschluss Österreichs aus dem Deutschen Bund war eine der dümmsten Ideen Bismarcks.
Resultat, heute wissen die Österreicher gar nicht mehr, dass sie mal Deutsche waren." Immer schön sachlich und bei den Fakten bleiben! Deutschland war das letzte Land in Europa, das noch kein Nationalstaat war. Unser Land war damit weit hinter dem Zustand anderer Länder zurück. Auch der Verfasser V. Ullrich unterliegt der Versuchung, Bismark klein zu machen, weil er zu denen gehört, die aus ideologischen es nicht zulassen wollen, dass diejenigen zu ihrem Recht kommen, die für die Sache der eigenen Nation eintreten. So wird in diesen Kreisen es nicht gern gesehen, dass es in Deutschland auch große Staatsmänner gegeben hat, eben wie Bismarck. Der Nationalstaat war damals überfällig. Wer außer Bismarck hätte dies schaffen können? Es war schwer genug, wie die drei Kriege zeigen, auch wenn wir einiges dafür spricht, dass Deutschland mit Österreich den bekannten verhängnisvollen Weg wohl nicht gegangen wäre. Aber anders als Hitler, dem es überwiegend um seinen "Ruhm" in der Geschichte ging, den er sich natürlich anders ausmalte, ging es Bismarck v.a. um Preußen - was kein Widerspruch sein muss - und Deutschland. Wenn die Österreichen nicht mehr wissen sollten, dass sie mal Deutsche waren, hat das weniger mit Bismarck als mit Hitler zu tun. Aber man kann sich in der Geschichte nicht immer nur die Rosinen herauspicken.
Immerhin war die Region erst gegen Ende des 17. Jahrhunderts an Frankreich gefallen. Für mich und auch objektiv betrachtet, war das der unerlaubte Griff.
Neben vielen anderen französischen Übergriffen aus der Zeit als Frankreich stark und Deutschland uneins war. Wenn die Franzosen nicht verkraften konnten, dass es einmal andersherum lief, war das ihr Problem.
Dass es taktisch klüger gewesen wäre, darauf zu verzichten, mag sein und steht auf einem anderen Blatt.
Aber bemerkenswert, wie man in dieser Frage immer so viel Verständnis für den verletzten Stolz der anderen hat. Wo mit Deutschland nach dem 1. Weltkrieg ganz andere Dinge passiert sind.
Diese ach so schlimme Emser Depesche war doch gar nichts. Da hieß es doch nur, dass der preußische König den französischen Botschafter nicht mehr empfangen werde, oder so. Was ja auch nicht verwunderlich ist, wenn Preußen schon auf die spanische Thronkandidatur verzichtet und Frankreich anschließend meint, mit Forderungen nachlegen zu müssen.
Möchte nicht wissen, wem die Kriegsschuld gegeben werden würde, wenn es umgekehrt war. Irgendwie werde ich nämlich den Verdacht nicht los, die neuere Geschichte wird immer so dargestellt, dass Preußen/Deutschland selbst am Krieg schuld war. Egal wie operettenhaft das Verhalten der anderen war.
Außerdem war Frankreich die eindeutig stärkere Macht und der deutsche Sieg eher eine Überraschung. Der Krieg wäre ein viel zu großes Risiko gewesen, nur um einen Hintergrund für die deutsche Einigung zu schaffen. Hinzu kommt, dass es Frankereich war, das Preußen immer wieder angeboten hatte, die dazwischen liegenden Gebiete aufzuteilen, was Bismarck aber abgelehnt hatte. Frankreich wollte mit dem Krieg klare Verhältnisse schaffen und hat sich verkalkuliert.
Erstens sind sie Deutsche, mit einer miserablen Sprache.
Zweitens, war gerade das herrausdrängen der kuk-Monarchie das Fundament, dass Deutschland als "Nationalstaat" existieren konnte.
wilhelm II. hat den größten Fehler begangen als er dieses zerfallene Kaiserreich zum Verbündeten machte, denn wer hätte dieses massive Vielvölkergemisch zum Ausgleich bringen können?
An dem andere Groß- und Mittelmächte ständig gezerrt haben.
Wie oben schon erklärt, aus nichtigem Anlaß hat Frankreich Preußen den Krieg erklärt.
Preußen war zu stark geworden, da suchte man einen Anlaß zum Krieg, um Preußen wieder zu schwächen.
Dass der Schuss nach hinten losging, war Pech für die Franzosen und ihren Kaiser Napoleon den III, die die Intelligenz Bismarcks unterschätzte.
Zum Elasß unmd Lothringen, immerhin mussten die Preußen den Elsässern 1871 nicht die deutsche Sprache beibringen, die konnten sie schon.
Da hatten es die Franzosen 1918 und 1945 viel schwerer, als man den Elsässern das Deutsche austreiben und durch Französisch ersetzen musste.
Das Verhältnis von Macht und Recht war bei Bismarck doch etwas anders als Herr Ullrich meint. In keinem der drei Kriege ist der Bruch des Friedens von Bismarck bzw. der preußischen Regierung ausgegangen, hat diese sich vielmehr strikt an die Normen des internationalen Rechts gehalten. Und was Bismarcks "Provokationen" betrifft, so gehören zum provozieren immer zwei: einer der provoziert und einer der sich provozieren läßt.
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