ZEIT GeschichteHitlers Krieg im Osten

Ausgabe 2/2011

Hitlers Krieg im Osten

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Inhaltsverzeichnis

* Fundstück [Seite 3]

* Mörderischer Alltag [Seite 6]
Privatfotos von Wehrmachtsoldaten aus dem Krieg gegen die Sowjetunion

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* Sie wollten den totalen Krieg [Seite 16]
»Unternehmen Barbarossa«: Ursachen, Verlauf und Folgen des deutschen Vernichtungsfeldzugs Von Wolfram Wette

* Vaters Wahrheit [Seite 26]
Gegen Stalins Propaganda: Erinnerungen an den Großen Vaterländischen Krieg Von Irina Scherbakowa

* Der Weg in den Abgrund [Seite 34]
Moskau, Stalingrad und Kursk: Die Wendepunkte des Ostkrieges Von Christian Hartmann

* »Kein Problem für die Truppe« [Seite 42]
Der »Kommissarbefehl«: Wie die Wehrmacht die nationalsozialistische Vernichtungspolitik ins Werk setzte Von Felix Römer

* Hunger als Waffe [Seite 46]
Die Blockade Leningrads: Um »Lebensraum« zu schaffen, wollten die Deutschen ganze Städte entvölkern Von Jörg Ganzenmüller

* Ein organisiertes Verbrechen [Seite 54]
An der Ermordung der europäischen Juden waren alle Institutionen in den besetzten Gebieten beteiligt Von Dieter Pohl

* Siegen helfen [Seite 62]
Sie versorgten die Verwundeten, halfen in der Verwaltung und kämpften mit der Waffe: Frauen im Ostfeldzug Von Franka Maubach

* Tote Zonen [Seite 68]
Beim Kampf gegen Partisanen ermordeten die Deutschen vor allem Zivilisten Von Christian Gerlach

* Eigensinnige Komplizen [Seite 72]
Wie Einheimische mit den deutschen Besatzern zusammenarbeiteten: Das Beispiel Litauen Von Christoph Dieckmann

* Sklaven des Reichs [Seite 78]
Mehr als 13 Millionen Menschen mussten für die Deutschen Zwangsarbeit leisten Von Jens-Christian Wagner

* »Rücksichtslos! Rücksichtslos!« [Seite 84]
Abgehört: Die Gespräche hoher deutscher Militärs in britischer Gefangenschaft Von Volker Ullrich

* »Ungeheurer Spaß« [Seite ]
Was Wehrmachtsoldaten über den Krieg dachten Von Thomas Dierkes

* Ein Erlebnis absoluter Macht [Seite 88]
Wie wurden ganz normale Männer zu Massenmördern? Der Historiker Hannes Heer und der Sozialpsychologe Harald Welzer im Gespräch

* Relikte des Krieges [Seite 89-94]
Frostschutz, Mundharmonika und Erkennungsmarke: Was deutsche Soldaten bei sich trugen (S. 89–94)

* Läuse und Liebe [Seite 96]
Zu Besuch in Moskau: Russische Veteranen erinnern sich, wie sie vor siebzig Jahren in die Schlacht zogen Von Johannes Voswinkel

Menschen, Daten, Bücher [Seite 106]

* Chronik

* Hier spricht der Pädagoge

* Bibliografie

* Bildnachweise

* Impressum

* Arne Bellstorf

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Leserkommentare
  1. ...wohin die Reise geht.

    Im Zeit-Geschichte-Heft sind vielleicht mehr bislang unbekannte Bilder abgedruckt, aber was die Texte uns (wieder mal) beibringen wollen, geht wohl alles ziemlich in eine Richtung.

    Querdenken und interessante neue Standpunkte sind leider nicht zu erwarten. Da haben britische Historiker inzwischen mehr auf Lager, da weniger Ideologie-geleitet.

    Ich bin kein Freund von historischer Schwarz-Weiß-Malerei. Grau-Schattierungen sind näher an der Realität. Aber dazu ist die Zeit in Deutschland wohl noch nicht reif.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Dubliner:
    1. Was die Leistungen britischer Historiker angeht, schreiben Sie hier: "Da haben britische Historiker inzwischen mehr auf Lager, da weniger Ideologie-geleitet."
    In einem anderen Forum haben Sie heute britischen Historikern mal ganz pauschal die Fähigkeit abgesprochen, über deutsche Geschichte jenseits der NS-Zeit zu forschen. Wie passt das zusammen.
    2. Zudem: Sie erheben hier im Grunde den Vorwurf an deutsche Historiker, "ideologie-geleitet" zu sein. Das vermag ich nicht zu erkennen. Wie soll das gehen? Mein Eindruck ist: in Deutschland gibt es eine durchaus differenzierte Erforschung der NS-Zeit. Nur ist eben das Material so, dass man an manchen Aspekten nicht gut vorbei kommt.

  2. Ich bin sehr beeindruckt von der aktuellen Ausgabe der ZEIT Geschichte. Ihr Wert liegt vor allem darin, dass einer großen Leserschaft gesichertes Wissen anschaulich vorgelegt wird. Einen vergleichbaren Erkenntnisstand erreicht, wer das Deutsch-Russische Museum Berlin-Karlshorst und das Blockademuseum in St. Petersburg besucht und die im Magazin aufgeführte wissenschaftliche Literatur durcharbeitet. Diese Quellen werden aber nur sehr wenig wahrgenommen. Darum sind die Veröffentlichungen in ZEIT Geschichte eine wirkliche Chance.
    Dem ehemaligen Feind wird ein Gesicht gegeben. Dies geschieht nicht nur durch die Schwarz-Weiß-Fotografien, die mein Vorkommentator anspricht, sondern auch dadurch, dass, wenn auch in begrenztem Umfang, russische Autoren zu Wort kommen. Die von Deutschen und Russen gelebte Versöhnung wird erst dann möglich, wenn Geschichte auch emotional erlebt wird. Die Stimmen der Veteranen und die Gesichter der Hungernden in Leningrad sind wichtige Beiträge hierzu.
    Der Kalte Krieg hat die Geschichtsdeutung in beiden ideologischen Lagern bestimmt. Durch den Zusammenbruch des östlichen Lagers hat sich dessen Geschichtsbild erübrigt. Doch was ist seitdem im Westen geschehen? Das eigene Leid darf mittlerweile Thema der öffentlich rechtlichen Auseinandersetzung sein. Ich wünsche mir, dass wir unsere eigenen Verbrechen deutlicher benennen, sowohl in unseren Familien als auch in der öffentlichen Diskussion. Das setzt Kenntnisse voraus, für die dieses Magazin hilfreich ist.

  3. Dubliner:
    1. Was die Leistungen britischer Historiker angeht, schreiben Sie hier: "Da haben britische Historiker inzwischen mehr auf Lager, da weniger Ideologie-geleitet."
    In einem anderen Forum haben Sie heute britischen Historikern mal ganz pauschal die Fähigkeit abgesprochen, über deutsche Geschichte jenseits der NS-Zeit zu forschen. Wie passt das zusammen.
    2. Zudem: Sie erheben hier im Grunde den Vorwurf an deutsche Historiker, "ideologie-geleitet" zu sein. Das vermag ich nicht zu erkennen. Wie soll das gehen? Mein Eindruck ist: in Deutschland gibt es eine durchaus differenzierte Erforschung der NS-Zeit. Nur ist eben das Material so, dass man an manchen Aspekten nicht gut vorbei kommt.

  4. Was geschah mit den Millionen gefangengenommenen sowjetischen Soldaten? 3,3 Millionen von ihnen kamen um - erschossen, vergast, verhungert. Nach dem Massenmord an Juden das größte Einzelverbrechen in der an Untaten gewiss nicht armen Episode "Drittes Reich".
    Einer eigenen, ausführlichen Behandlung würdig, finde ich!

  5. Es war auch und in erster Linie der Krieg unserer Eltern und Großeltern - und sie wollten ihn. Das sollte man niemals vergessen. Wenn wir sagen, dass es Hitlers Krieg war, ist das eine Mystifikation. Ohne uns gibt es keinen Krieg. Niemand kann einen Krieg anzetteln, wenn wir nicht hingehen.

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  • Schlagworte Christoph Dieckmann | Chronik | Hannes Heer | Krieg | Veteran | Volker Ullrich
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