Chinas GeschichteFeuer und Papier
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Mao stirbt – und die Trübsal verschwand

Dann, am 9. September 1976, starb Mao. Ich erinnere mich noch genau. Ich war an diesem Tag im Eisenbahnministerium und recherchierte dort für meine Arbeit. Da hörte ich plötzlich im Flur jemanden weinen, und ich wusste: Er ist tot.

Maos Tod war abzusehen, die Zeitungen versuchten zwar, zu verheimlichen, wie krank er war, aber alle wussten: Seine Tage sind gezählt. Ich ließ meine Arbeit liegen, rannte aus dem Gebäude und sah den strahlenden Himmel. Die Trübsal, die so lange auf mir gelastet hatte, verschwand. Dieser Tag war der glücklichste in meinem Leben. Endlich gab es wieder Hoffnung. Wir armen Chinesen waren nicht in der Lage gewesen, unser Schicksal selbst zu ändern.

Nach Maos Tod versuchte die Regierung, die Verbrechen, die er und seine Anhänger begangen haben, zu leugnen. Aber man kann Feuer nicht in Papier verpacken. 2011 veröffentlichte ich einen Artikel mit dem Titel Judging Mao as a Man (»Mao als Menschen beurteilen«). Darin habe ich die Kulturrevolution die »Maximierung des Leidens des chinesischen Volks« genannt. Aber das Foto dieses Menschen hängt noch immer am Tor des Himmlischen Friedens. Es wird noch gewaltige Anstrengungen kosten, bis China sich ganz auf dem richtigen Weg befindet. Aber dieser Tag wird kommen.

Aus dem Chinesischen von Zhu Yi

 
Leserkommentare
  1. Bis heute hat sich die VRChina, eine kommunistische Dikatatur, nicht für die Greuel der Kulturrevolution entschuldigt. Die koloniale Besetzung Tibets und die Unterdrückung der Tibeter wie auch der Uiguren geht permanent weiter. Die VRChina ist und bleibt halt eine imperiale Diktatur.

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