Gemeinsame Geschichte Heilige Krieger
Seit 1.300 Jahren gehört der Islam zu Europa. Dennoch begegneten sich Muslime und Christen immer wieder in erbitterter Feindschaft.
© Santiago Barrio/Cover/Getty Images

Der Patio de los Arrayanes in der Alhambra in Granada: Spuren der islamischen Kultur in Spanien
Menschen erklären sich die Welt, die sie nicht kennen, nach dem Vorbild der Welt, die ihnen bekannt ist. In der Beurteilung des Anderen, des Fremden folgt jeder den Vorgaben seiner »mentalen Festplatte«, auf der seine persönlichen Wahrnehmungen und Erfahrungen gespeichert sind, auf der seine Herkunft verzeichnet ist und auf der sich – oft nach dem Zufallsprinzip – Wissen und Meinungen ablagern und miteinander verknüpfen. Das Bild, das eine Gesellschaft von anderen Völkern, Kulturen, Religionen und Menschen in sich trägt, ist nichts anderes als die Summe solcher mentalen Muster. Das gilt auch für das europäische Bild vom Islam.
Im Lauf der Jahrhunderte hat es sich immer wieder rasant gewandelt. Anlass waren dabei oft weniger Veränderungen im Orient als vielmehr in Europa selbst. So schlug Faszination in Angst um, Angst in romantische Verklärung und romantische Verklärung in eine vorurteilsverzerrte, abwertende Sicht, wie sie vielerorts auch heute wieder vorherrscht.
Das tatsächliche Wissen über die Geschichte des Islams ist indes gering. Den meisten ist nicht bewusst, wie viele Errungenschaften und Techniken unseres heutigen Lebens – die Rechenprozesse in unseren Computern, die Prognoseverfahren von Wirtschaftsexperten, das Wissen von Ärzten, Chemikern, Mathematikern, Geografen und Astronomen – auf den Leistungen muslimischer Gelehrter beruhen.
Nach dem Zerfall der antiken Welt erlebten die Wissenschaften unter der Herrschaft des Islams vom 9. bis zum 14. Jahrhundert im Nahen Osten und in Teilen Europas eine neue Blüte. Durch Übersetzungen aus dem Griechischen ins Arabische und schließlich ins Lateinische fand damals auch das Wissen der griechischen Antike wieder Eingang in die westliche Kultur. Es wäre sonst wohl zu großen Teilen verloren gegangen und in Vergessenheit geraten.
»Im Jahr 632, als Mohammed gerade gestorben war und die große arabische Expansion noch nicht begonnen hatte, waren die Araber ein relativ primitives Volk mit geringem materiellen Besitz und einer Literatur, die nicht viel mehr umfasste als einen überlieferten Schatz von Dichtungen und Reden sowie das heilige Buch des Koran«, schreibt der Brite William Montgomery Watt, einer der großen Orientalisten des 20. Jahrhunderts. Noch 80 Jahre später, als die Araber in Spanien einfielen, sei ihr kulturelles Niveau kaum höher gewesen. Mit der Expansion nach Mesopotamien, Syrien und Ägypten während des 7. und 8. Jahrhunderts aber kamen einige der großen geistigen Zentren des Nahen Ostens unter arabische Herrschaft. »Viele Träger der früheren Kulturen«, schreibt Watt, »traten zum Islam über, und es begann ein geistiger Gärungsprozess, der noch Jahrhunderte andauern sollte. [So] sammelten sich die jahrtausendealten Erfahrungen von städtischen Zivilisationen, die bis auf Sumer, Akkad und das Ägypten der Pharaonen zurückgingen, und alles, was in diesen Jahrtausenden wertvoll gewesen war, fand jetzt im Arabischen neuen Ausdruck.«
Zentren der frühen islamischen Hochkultur waren Bagdad, Isfahan im Iran, Buchara und Samarkand in Zentralasien, Damaskus, Kairo, Kairouan in Tunesien und Fes in Marokko. Dass der Islam in den folgenden Jahrhunderten einen so großen Einfluss auf Europa ausüben konnte, war aber hauptsächlich eine Folge der muslimischen Eroberung Spaniens und Siziliens.
Jahrgang 1959, war viele Jahre Nahostkorrespondent der ZEIT und lebt heute als Politik- und Wirtschaftsberater, Publizist und Autor in Berlin.
Das islamische Spanien, Al-Andalus genannt, umfasste zu seiner Hochzeit fast die gesamte Iberische Halbinsel mit Ausnahme eines Grenzstreifens entlang der Pyrenäen. Die Eroberung begann im Jahr 711, vier Jahre später hatten die Muslime – Araber und nordafrikanische Berber – alle wichtigen Städte Spaniens und Portugals besetzt.
Viele Spanier waren darüber keineswegs unglücklich. Die Muslime beendeten die Fremdherrschaft der Westgoten, und auch die jüdische Bevölkerung, die bisher unter dem Druck der Kirche gelitten hatte, war erleichtert: Sie konnte unter dem Halbmond freier leben als zuvor.
Bis zum Jahr 1492, in dem Granada als letzte islamische Provinz durch die Reconquista (»Rückeroberung«) wieder unter christliche Herrschaft kam, galten Spanien und Portugal im übrigen Europa als islamische Länder. Nach dem Fall Granadas wurden dann fast alle Juden und sämtliche Muslime vertrieben, sofern sie nicht zum Christentum konvertierten. Viele starben auf dem Scheiterhaufen.
- Datum 24.05.2012 - 07:54 Uhr
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"Der Islam ist im Grunde genommen sehr tolerant."
Dies wird keine Grundsatzdiskussion über den Islam, denn das würde den Rahmen sprengen. Legen wir jedoch mal kurz gutmenschliche Augenwischerei beiseite und betrachten die aktuelle Situation in islamischen Ländern, so ist ihre Aussage ein Schlag ins Gesicht aller verfolgten Christen, aller anderen religiösen Minderheiten und beschnittenen oder rechtlosen Frauen in diesen Ländern.
Wie kann eine monotheistische Religion tolerant sein? Das ist ein Widerspruch in sich und kann nur durch eine Reformation und reflektierte Auseinandersetzung mit der eigenen Religion und Gläubigen anderer Religionen gelöst werden. Etwas, dass dem Christentum in Ansätzen gelungen ist.
Gehen Sie bitte in den Südosten der Türkei.
Erzählen Sie mir dann, wie viele Kirchen Sie gesehen haben und ob Sie das Glocken der Kirche gehört haben.
Dann fragen Sie, wie lange diese Christe dort leben.
Wenn Sie das getan haben, revidieren Sie Ihren Kommentar.
Gruß Seyid
Der Islam als Religion ist tolerant - nur leider sind viele Menschen, die sich als Muslime bezeichnen, es nicht; ebenso gibt es viele Menschen, die sich Christen nennen, aber für die Vergebung und Nächstenliebe nicht allgemein, sondern sehr selektiv gelten. Der Koran - in einem geschichtlichen Kontext gelesen - lehnt Gewalt tendenziell ab, begreift es jedoch als Mittel der letzten Wahl. Viele Christen in islamischen Staaten werden kausal nicht wegen ihres Christentums verfolgt, sondern weil sie unter prekären wirtschaftlichen Rahmenbedingungen eine verwundbare Minderheit darstellen. Der Koran lehnt die Verfolgung von Christen - einem Volk der Schrift - ausdrücklich ab. Ähnliches gilt für die Bahai, etc.
Die Beschneidung der Frau verstößt gegen die Lehre des Islam, denn im Islam gilt der Körper als Geschenk Allahs und darf nicht willkürlich verstümmelt werden. Die Stellung der Frau im Islam ist relativ betrachtet schlecht; doch der Islam schreibt nirgends vor, dass eine Frau schlecht behandelt werden muss.
Gerade Christentum, Judentum und Islam hätten eigentlich Potenzial zur gegenseitigen Toleranz, da sie an den gleichen Gott - wenn auch verschiedene historische Gestalten eben dieses Gottes - glauben. Nicht umsonst baut das Christentum (selbstverständlich) auf den Propheten des Judentums auf und der Islam auf den "Propheten" des Judentums und des Christentums.
Mehr Toleranz und mehr Offenheit gegenüber anderen Religionen bitte!
Gehen Sie bitte in den Südosten der Türkei.
Erzählen Sie mir dann, wie viele Kirchen Sie gesehen haben und ob Sie das Glocken der Kirche gehört haben.
Dann fragen Sie, wie lange diese Christe dort leben.
Wenn Sie das getan haben, revidieren Sie Ihren Kommentar.
Gruß Seyid
Der Islam als Religion ist tolerant - nur leider sind viele Menschen, die sich als Muslime bezeichnen, es nicht; ebenso gibt es viele Menschen, die sich Christen nennen, aber für die Vergebung und Nächstenliebe nicht allgemein, sondern sehr selektiv gelten. Der Koran - in einem geschichtlichen Kontext gelesen - lehnt Gewalt tendenziell ab, begreift es jedoch als Mittel der letzten Wahl. Viele Christen in islamischen Staaten werden kausal nicht wegen ihres Christentums verfolgt, sondern weil sie unter prekären wirtschaftlichen Rahmenbedingungen eine verwundbare Minderheit darstellen. Der Koran lehnt die Verfolgung von Christen - einem Volk der Schrift - ausdrücklich ab. Ähnliches gilt für die Bahai, etc.
Die Beschneidung der Frau verstößt gegen die Lehre des Islam, denn im Islam gilt der Körper als Geschenk Allahs und darf nicht willkürlich verstümmelt werden. Die Stellung der Frau im Islam ist relativ betrachtet schlecht; doch der Islam schreibt nirgends vor, dass eine Frau schlecht behandelt werden muss.
Gerade Christentum, Judentum und Islam hätten eigentlich Potenzial zur gegenseitigen Toleranz, da sie an den gleichen Gott - wenn auch verschiedene historische Gestalten eben dieses Gottes - glauben. Nicht umsonst baut das Christentum (selbstverständlich) auf den Propheten des Judentums auf und der Islam auf den "Propheten" des Judentums und des Christentums.
Mehr Toleranz und mehr Offenheit gegenüber anderen Religionen bitte!
Bis zum Abschnitt "Heute". Ab dann beginnt eine völlig undifferenzierte Einschätzung, die selbst Michael Lüder zu plakativ ist, wenn er von "oberflächlich" schreibt. Es sind auch nicht die inneren Krisen, die eine Abneigung zum Islam hervorrufen, sondern es ist die Betrachtung der Reislamisierung dr Arabischen Welt, die im Gegensatz zur Entchristianisierung des Westens steht. Bei einer objektiven Betrachtung findet allerdings auch eine Entislamisierung im Westen statt, viele, die pauschal als Muslime bezeichnet werden, haben mit Religion genau so wenig am Hut wie der durschnittliche Westbüger, wenn überhaupt, dann als Folklorebestandteil. Der Kurzschluß, der Islam gehört zu Deutschland weil Muslime in Deutschland leben ist einerseits eine Binsenweisheit und beliebig ausdehnbar auf Shintoisten und Scientologen, auf der andere Seite ist die Prägung der deutschen Kultur durch den Islam trotz Hinweis auf historische Errungenschaften marginal. Hinzu kommt, dass eine solche Prägung auch nicht als erstrebenswert erachtet wird, von einigen wenigen Ideologen und Kulturrelativisten abgesehen.
Wo Lüders abrupt abbricht in seiner romantisch verklärten Darstellung beginnt aber der islam in seiner heutigen Form.
"..In der gesellschaftlichen Hierarchie des hispanischen Maurenreichs standen die eingewanderten Muslime ganz oben,.."
--
´Eingewandert` ist doch wohl ein Euphemismus, ´militärische Eroberung der iberischen Halbinsel´ ist angemessener.
Was unweigerlich zu der Frage führt, weshalb der Autor zu Euphemismen greift ?
Bei meiner Studienreise nach Santiago di Compostella hatten wir einen sehr guten Reiseleiter, der eine sehr profunde Kenntnis der Historie der iberischen Halbinsel hatte. Er sagte, die maurischen Kalifen seien nur zeitweilig tolerant gewesen - nämlich nur solange, als sie sich nicht bedroht gefühlt hätten. Allerdings fühlten sie sich häufig bedroht - und holten äußerst intolerante muslimische Berberstämme aus Nordafrika zu Hilfe. Dann war es aus mit der Toleranz.
Es hing also schon sehr vom Herrscher ab.
Nicht-muslimische "Schutzbefohlene" hatten einen demütigenden Dhimmi-Status in islamischen Ländern inne; sie waren nicht wehrfähig, durften keine Waffen tragen und mussten als "Schutzbefohlene" eine besonderen Steuer zahlen; sie galten als "Zu Tadelnde", weil sie angeblich nicht die "richtige" Religion hatten.
Anm.: Bitte belegen Sie Ihre Behauptungen mit seriösen Quellen. Danke. Die Redaktion/vn
Da Rechtspopulisten oft Verständnisschwierigkeiten haben (das kann man wunderbar auch an den Sarrazin-Jüngern erkennen, die meist gar nicht wissen, welche kruden Theorien in seinem Werk enthalten sind), helfe ich gerne aus..
Der Autor spricht nämlich davon, dass "Araber in Spanien einfielen" und von einer "muslimischen Eroberung Spaniens".
Übrigends schreibt der Autor auch, dass "viele Spanier darüber keineswegs unglücklich waren".
Der angedichtete Euphemismus hat lediglich mit der banalen Erkenntnis zu tun, dass nach der Eroberung zahlreiche Muslime nach Spanien "eingewandert" sind.
Bei meiner Studienreise nach Santiago di Compostella hatten wir einen sehr guten Reiseleiter, der eine sehr profunde Kenntnis der Historie der iberischen Halbinsel hatte. Er sagte, die maurischen Kalifen seien nur zeitweilig tolerant gewesen - nämlich nur solange, als sie sich nicht bedroht gefühlt hätten. Allerdings fühlten sie sich häufig bedroht - und holten äußerst intolerante muslimische Berberstämme aus Nordafrika zu Hilfe. Dann war es aus mit der Toleranz.
Es hing also schon sehr vom Herrscher ab.
Nicht-muslimische "Schutzbefohlene" hatten einen demütigenden Dhimmi-Status in islamischen Ländern inne; sie waren nicht wehrfähig, durften keine Waffen tragen und mussten als "Schutzbefohlene" eine besonderen Steuer zahlen; sie galten als "Zu Tadelnde", weil sie angeblich nicht die "richtige" Religion hatten.
Anm.: Bitte belegen Sie Ihre Behauptungen mit seriösen Quellen. Danke. Die Redaktion/vn
Da Rechtspopulisten oft Verständnisschwierigkeiten haben (das kann man wunderbar auch an den Sarrazin-Jüngern erkennen, die meist gar nicht wissen, welche kruden Theorien in seinem Werk enthalten sind), helfe ich gerne aus..
Der Autor spricht nämlich davon, dass "Araber in Spanien einfielen" und von einer "muslimischen Eroberung Spaniens".
Übrigends schreibt der Autor auch, dass "viele Spanier darüber keineswegs unglücklich waren".
Der angedichtete Euphemismus hat lediglich mit der banalen Erkenntnis zu tun, dass nach der Eroberung zahlreiche Muslime nach Spanien "eingewandert" sind.
die Pakistani und viele andere gefallen lassen, wenn es heisst: der Amerikanismus gehört zu ihnen.
Der Islam kam vor 1.300 Jahren als Eroberer und Plünderer, dann Besatzer und Plünderer und wurde, als die europäische Kriegstechnik der islamischen dann überlegen wurde, wieder hinausgeworfen.
Das er wie alle Besatzer seine Spuren hinterließ, ist doch klar - die werden seit Jahrhunderten aber schon wieder christlich/jüdisch ausgewaschen und erneuert - es bleiben Spuren, aber verwaschene, nicht mehr rein islamische.
Islamisches Leben finden Sie in Europa; auf dem Balkan, Türkei.
Wenn die Amerikaner und Verbündete dann abziehen, wollen Sie also gelten lassen: Afghanistan gehört zum Amerikanismus der westlichen Welt, der Amerikanismus gehört zu Afghanistan?
[...]
Gekürzt. Bitte bleiben Sie sachlich. Die Redaktion/ag
Es gab einen Sketch von und mit Dieter Krebs und Beatrice Richter über "Toleranz" - leider finde ich den nicht mehr.
Da wird zuerst ganz cool und brüderlich dem Sohn verucht nahezubringen, doch mit zum Musical Hair zu gehen; voll peace und make love allover the world.
Als der Sohn nachhaltig keinen Bock zeigt sich diese Liebe Brüderlichkeit anzutun artet das in den gebrüllten Anschrei aus "Wir werden Dir schon beibringen was Toleranz ist".
Sehen Sie - das ist die ZEIT im Zusammenhang mit dem Islam. Ob man will oder nicht - man wird jeden Tag weichgekocht damit man doch endlich einsieht und nachgibt: Der Islam ist unser Heil. Wer nicht will, der muss halt!
Und genau hier beginnt meiner Meinung nach die Grauzone zwischen Meinungsfreiheit und Diktatur (Meinungsdiktatur).
Und genau hier beginnt meiner Meinung nach die Grauzone zwischen Meinungsfreiheit und Diktatur (Meinungsdiktatur).
In dem weltoffenen al-Andalus war es kein Zuckerschlecken, Christ oder Jude zu sein. So mussten so hohe Sondersteuern entrichtet werden, dass viele allein deswegen zum Islam konvertierten. Auch durften nur Moslems Waffen tragen. Juden und Christen mussten oft farbige Flecken auf der Kleidung tragen was als Demütigung gedacht war.
Moslems fielen oft in Südfrankreich bis zum Rhonetal ein um zu Plündern und ganze Landstriche zu verwüsten. Moslemische Piraten machten das Mittelmeer unsicher.
Damit soll aber keinesfalls das Verhalten der katholischen Kirche in Spanien nach 1492 entschuldigt werden. Wenn man aber auf die Untaten einer Gruppe hinweist, sollte man die der anderen nicht verschweigen.
In dem Artikel von Francisco Garcia Fitz "Auf dem Weg zum Djihad - Die Toleranz im islamischen Spanien ist nur ein multikultureller Mythos", veröffentlicht auf Welt Online am 01.06.2006 ist das ganz gut beschrieben.
Und mit der Wissenschaft ist das so eine Sache. Unbestritten ist es ein Verdienst der Moslems, dass sie antike Schriften und Wissenschaften wieder ausgruben, die zuvor von der Kirche unterdrückt waren. Aber es wurden auch viele Schriften von Moslems vernichtet, ganz besonders in Alexandria.
Bis jetzt ist mir auch keine wirklich wichtige Erfindung von Moslems bekannt. Selbst die Kanonen die Konstantinopel zu Fall brachten, wurden in Ungarn gegossen. Auch in der Mathematik wurde mehr kopiert als neu entwickelt, die "Null" gab es schon lange vor Mohammed in Indien.
"Den meisten ist nicht bewusst, wie viele Errungenschaften und Techniken unseres heutigen Lebens [... ]auf den Leistungen muslimischer Gelehrter beruhen."
Wollen wir mal sehen:
"die Rechenprozesse in unseren Computern": Babbage, Turing, Zuse.
"die Prognoseverfahren von Wirtschaftsexperten": Methode der kleinsten Quadrate als Grundlage der Regression: Carl Friedrich Gauss
"das Wissen von Ärzten": bis zum Mittelalter ja, ab dann waren italienische Unis führend
"Chemikern": Das Wort Chemie stammt wohl aus dem Arabischen. Ansonsten nichts.
"Mathematikern, Geografen und Astronomen": Leider auch schon ein paar Hundert Jahre her.
Welche Errungenschaften des heutigen Lebens meinen Sie denn jetzt?
"Dass sich das Feindbild Islam in Europa auf so groteske Weise neu belebt hat, dafür gibt es, oberflächlich betrachtet, zwei Gründe: das Ende des Kalten Krieges und die Anschläge vom 11.September 2001."
Das ist eine Nebelbombe über die wahren Gründe der Ablehnung des Islam.
Wir leben hier - noch nicht sehr lange, zugegeben - in einer wenigstens teilweise aufgeklärten Gesellschaft und das sollte für viele auch so bleiben.
Der Islam ist atavistisch. Warum?
Wie beantwortet der heutige Islam folgende Fragen
1. Was sagt der Islam zu Apostaten?
2. Was sagt der Islam zur Blasphemie?
3. Wie werden Atheisten im Islam gesehen?
Was mir dazu vom Islam in unserer Zeit bekannt ist, das kann ich nur mit religiösen Rassismus der schlimmsten Art bezeichnen. Aber entkräften Sie bitte meinen Eindruck.
Der Islam, da er offensichtlich nicht der Aufklärung zugänglich ist, wird in unserer Gesellschaft nur als Parallelgesellschaft existieren können. Sollte er aber einmal nahe an die 50% kommen, dann werden wir eine islamisch theokratische Gesellschaft bekommen - garantiert.
Wenn wir das wollen? OK. Ich will es aber nicht, dass wir unsere Gesellschaft aufgeben und ins blumig islamische Mittelalter abtrifften.
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