Der Kremlchef hatte mit dem Feuer gespielt
Dass die Krise nicht eskalierte, lag auch, wenn nicht sogar in erster Linie an Nikita Chruschtschow – ein Aspekt, der gemeinhin nur unzureichend gewürdigt wird. Selbstverständlich hatte der Kremlchef mit dem Feuer gespielt. Als aber die USA sein Manöver wider Erwarten frühzeitig erkannt und die Seeblockade verhängt hatten, insistierte er auf äußerster Zurückhaltung. Im entscheidenden Moment brach er mit der Logik des Kalten Krieges: Statt Gleiches mit Gleichem zu vergelten, bemühte er sich um eine Entkrampfung der Situation.
So verzichteten die UdSSR und die Staaten des Warschauer Paktes auf jedwede militärische Mobilmachung. Weder wurden Reservisten einberufen noch Truppen verlegt, weder wurden Bomberstaffeln in Stellung gebracht noch Evakuierungspläne aktiviert. Auch klärte Chruschtschow umgehend die Befugnisse über die auf Kuba stationierten Waffen, indem er verfügte, dass die Mittelstreckenraketen und atomaren Gefechtsfeldwaffen unter keinen Umständen ohne seine Erlaubnis eingesetzt werden dürften – nicht einmal im Falle einer durch Kampfhandlungen gestörten oder blockierten Kommunikation mit Moskau. Alle mit Raketen oder mit Sprengköpfen beladenen Frachter wurden sofort zurückgerufen. Seit dem frühen Morgen des 23. Oktober, 28 Stunden vor dem Inkrafttreten der Blockade, steuerten nur noch Schiffe mit ziviler Ladung Kuba an. Schließlich untersagte Chruschtschow jedwede Provokation an anderen Brennpunkten des Kalten Krieges. Insbesondere West-Berlin wurde von möglichen Repressalien ausgenommen.
Auch der entscheidende Schritt zur Beendigung der Krise wurde in Moskau getan, nachdem Chruschtschow – abweichend von seiner bis dahin gezeigten Zurückhaltung – am 26. Oktober doch noch versucht hatte, den Preis einer Lösung nach oben zu treiben: Die USA sollten im Gegenzug zu einem Abbau der Kuba-Raketen ihre Mittelstreckenraketen vom Typ Jupiter aus der Türkei abziehen. Hätten sich die USA auf diesen Handel eingelassen, wäre die UdSSR als gleichberechtigte Weltmacht anerkannt worden – und der Kreml hätte als Sieger des Kräftemessens um Kuba dagestanden.
Im Gegensatz zur Mehrheit seiner Berater wollte John F. Kennedy die Forderung nicht in Bausch und Bogen ablehnen und fädelte deshalb hinter dem Rücken des eigenen Krisenstabes ein Geheimtreffen seines Bruders mit dem sowjetischen Botschafter in Washington ein. Einen offiziellen »Raketentausch«, so die Mitteilung, lehnte der Präsident rigoros ab. Sollten die Sowjets aber binnen 24 Stunden den Rückzug ihrer Raketen ankündigen, würden die USA nach vier bis fünf Monaten auch die Jupiter-Raketen in der Türkei demontieren.
Chruschtschow zog die Notbremse
Dass Kennedy mit diesem geheimen Versprechen und der gleichzeitigen Drohung, Kuba zu besetzen, Chruschtschow zum Einlenken bewog, galt bis in jüngste Zeit als gesicherte Erkenntnis. In den neunziger Jahren zur Verfügung gestellte sowjetische Dokumente rücken den Ablauf jedoch in ein gänzlich anderes Licht: Sie belegen, dass Nikita Chruschtschow die Notbremse zog, ohne die amerikanische Reaktion auf seine Forderung nach einem »Raketenhandel« abzuwarten. Die UdSSR, kündigte er am Morgen des 28. Oktober an, werde die Raketen abbauen, wenn die USA von ihren Invasionsplänen öffentlich Abstand nähmen und Kubas Sicherheit garantierten. Chruschtschow diktierte dieses Schreiben mehrere Stunden bevor er über Kennedys Geheiminitiative unterrichtet wurde. Es hatte also mit den Winkelzügen des US-Präsidenten nicht das Mindeste zu tun.
Der Kremlchef gab nach, weil er die Gefahr eines galoppierenden Kontrollverlustes erkannte. Entgegen allen Instruktionen hatten noch kurz zuvor zwei sowjetische Offiziere den Abschuss eines amerikanischen Aufklärers vom Typ U-2 über Kuba befohlen. Und in der Nacht war Castros Schreiben mit der Forderung nach einem präventiven Atomschlag gegen die USA eingegangen – für den Kremlchef ein Beleg, dass der »Máximo Líder« wahnsinnig geworden war und die Situation aus dem Ruder zu laufen drohte.
Wie es scheint, wurde Nikita Chruschtschow an diesem Tag von seinen Erinnerungen an den Zweiten Weltkrieg eingeholt, vom Wissen um die Eigendynamik einmal getroffener Entscheidungen. Wer angefangen hat zu schießen, kann nicht mehr aufhören, hatte er seinen Mitarbeitern stets gepredigt. Mit poststalinistischer Machtvollkommenheit ausgestattet, konnte er die Konsequenz aus diesen Einsichten ziehen.
Nicht mehr zu vermeiden war, dass die Kubakrise in den folgenden Jahren auf verschiedenen Schauplätzen des Kalten Krieges wie ein Brandbeschleuniger wirkte. Nachdem Chruschtschow 1964 gestürzt worden war, setzte sein Nachfolger Leonid Breschnew unter Verweis auf den Oktober 1962 ein nukleares Crashprogramm in Gang. Nie wieder sollte die UdSSR aus einer Position strategischer Unterlegenheit heraus handeln und zum Opfer atomarer Erpressung werden. Anfang der siebziger Jahre hatte man tatsächlich mit den USA gleichgezogen – um den Preis einer beispiellosen Aufheizung des Wettrüstens.






Diese Waffen sind auch immernoch auf uns alle gerichtet, ein Konflikt und ein wenig zu viel Pokern oder Paranoia könnnte eines Tages wieder so eine Situation hervorbringen.
Manche werden sagen, dass Risiko sei gering. Aber können wir uns das leisten? Ein Atomschlag bedeutet das Ende. Diese Waffen sind menschenverachtet, sie töten alles und verseuchen das Land danach auch noch. Gibt es zu viele Explosionen, wird der ganze Planet unbewohnbar.
Dieses Risiko können wir uns nicht leisten. Schafft diese Dinger endlich ab! Wir können anfangen mit den Sprengköpfen in Deutschland und der De-Nuklearisierung des Mittleren Ostens.
Waren die russischen Raketen nicht nur eine Antwort auf die nuklearen Jupiterraketen, die die USA in den Türkei stationiert auf die UDSSR ausgerichtet haben (das ging schon 1959 los)?
Die Lösung zwischen den beiden Supermächten beinhaltete eine Zusage der USA, die Angriffe auf Kuba sein zu lassen und die Raketen aus Italien und der Türkei abzuziehen.
Es ist Geschichtskittung, wenn man den Russen hier Aggression vorwirft. Sie haben lediglich geantwortet. Aber Geschichte ist ja immer abhängig von Herkunft bzw. Standort, nicht wahr? Ist schon interessant wie unterschiedlich die gleiche Geschichte erzählt wird.
Deswegen gilt: Immer an die Fakten halten und keinen Raum für Interpretationen lassen:
http://de.wikipedia.org/w...
Die Kubakrise enstand nicht durch Raketenstationierung der Russen, diese war lediglich eine Wiederherstellung der gegenseitigen Möglichkeiten, das Territorium des jeweiligen Gegners in die Reichweite landgestützter Raketen zu bringen. Die Krise wurde erst zu einer solchen, in dem die US-Amerikaner ein solches Brimborium entfacht hatten.
Der Sieger schreibt die Geschichte, das war schon immer so. Mit Wahrheit oder zumindest Objektivität hat das meist nichts zu tun.
Den Artikel habt ihr aber schon gelesen oder? Sicher wird das oft so dargestellt wie ihr meint, aber eben nicht hier.
Selbst die Überschrift für lesfaule sagt schon: "Dass die Situation nicht eskalierte, ist vor allem einem zu verdanken: Nikita Chruschtschow"
Den Artikel habt ihr aber schon gelesen oder? Sicher wird das oft so dargestellt wie ihr meint, aber eben nicht hier.
Selbst die Überschrift für lesfaule sagt schon: "Dass die Situation nicht eskalierte, ist vor allem einem zu verdanken: Nikita Chruschtschow"
Den Artikel habt ihr aber schon gelesen oder? Sicher wird das oft so dargestellt wie ihr meint, aber eben nicht hier.
Selbst die Überschrift für lesfaule sagt schon: "Dass die Situation nicht eskalierte, ist vor allem einem zu verdanken: Nikita Chruschtschow"
Meiner Meinung nach ist das Fazit der Geschichte, dass es keinen krieg gibt wenn die Opfer zu groß sind. Der Status Quo. Das Gleichgewicht der Mächte. Das ist der Garant für Frieden. So bitter es klingt: Ohne starke Gegenspieler wie Russland oder China macht die USA was sie will.
Wäre Jelzin noch Präsident (oder ein anderer harmloser Säufer) oder hätte es den wirtschaftlichen Aufstieg Chinas nicht gegeben - wir würden vermutlich auch demnächst Obama oder Romney als Führer des Imperiums wählen.
Denn hätte es die SU nicht gegeben würden wir jetzt garniemanden wählen sondern in braunem Gewand im Stechschritt hinter einem Idioten hermarschieren.
Soviel zu Spekulationen über geschichtliche Ereignisse.
Denn hätte es die SU nicht gegeben würden wir jetzt garniemanden wählen sondern in braunem Gewand im Stechschritt hinter einem Idioten hermarschieren.
Soviel zu Spekulationen über geschichtliche Ereignisse.
Zu wenig, manchmal gar nicht wird darauf hingewiesen, dass die Sowjetunion bereits eingekreist war von amerikanischen, atomar bestückten Mittelstreckenraketen. Die "Hinterhöfe" der Sowjetunion standen voll davon. Nach der kubanischen Revolution bot sich für die Sowjets die einmalige Gelegeheit einen amerikanischen Hinterhof zu schaffen für ihre atomaren Gefechtsköpfe, und die Welt schreit auf ob dieser Aggression. Für Chruschtschow,der die Reaktion der Amerikaner nicht vorhersah, war ihre Stationierung nur eine Antwort auf die Stationierung amerikanischer Mittelstreckenraketen in Europa, ein Schritt in diesem Bedrohungsszenario, Gleiches mit Gleichem zu vergelten. Leider wird die sogenannte Kuba-Krise immer als Einzelereignis so referiert, dass aggressive Stationierungspläne der Sowjets durch Blockade und Kriegsandrohung der Amerikaner beantwortet wurden, nicht als eine Überreaktion der Amerikaner, die nicht zulassen wollten, dass man ihnen Gleiches tut.
Interessant übrigens das geheime Zusatzprotokoll, in dem das amerikanische Zugeständnis auftaucht, im Gegenzug die türkischen Mittelstreckenraketen abzuziehen. Geheim auf Wunsch der Amerikaner, die sich wohl vor Gesichtsverlust schützen wollten und nicht die Tatsache ins Bewußtsein der Weltöffentlichkeit dringen lassen wollten, dass amerikanische Atomraketen bereits an den Grenzen der Sowjetunion stationiert waren.
"Zu wenig, manchmal gar nicht wird darauf hingewiesen, dass die Sowjetunion bereits eingekreist war von amerikanischen, atomar bestückten Mittelstreckenraketen. Die "Hinterhöfe" der Sowjetunion standen voll davon. (...)Leider wird die sogenannte Kuba-Krise immer als Einzelereignis so referiert, dass aggressive Stationierungspläne der Sowjets durch Blockade und Kriegsandrohung der Amerikaner beantwortet wurden, nicht als eine Überreaktion der Amerikaner, die nicht zulassen wollten, dass man ihnen Gleiches tut."
Die arme UDSSR...
Ich verstehe eine Sache nicht: warum nur sind so viele Foristen gänzlich unkritisch gegenüber der UDSSR? Was war das eigentlich für ein Staa`? Ach so: eine barbarische Diktatur, mit GULAg, mit Zensur, mit psychiatrischen Krankenhäusern für Kritiker, ohne Freiheiten - und dieses Land hat sich post 1945 unter den Nagel gerissen: Polen, Tschecheslowakei, Ungarn, die baltischen Staaten, überhaupt ganz Mittel- und Osteuropa. Also: ich bin ganz froh, dass die UDSSR geschlagen wurde. Whatever the means.
"Zu wenig, manchmal gar nicht wird darauf hingewiesen, dass die Sowjetunion bereits eingekreist war von amerikanischen, atomar bestückten Mittelstreckenraketen. Die "Hinterhöfe" der Sowjetunion standen voll davon. (...)Leider wird die sogenannte Kuba-Krise immer als Einzelereignis so referiert, dass aggressive Stationierungspläne der Sowjets durch Blockade und Kriegsandrohung der Amerikaner beantwortet wurden, nicht als eine Überreaktion der Amerikaner, die nicht zulassen wollten, dass man ihnen Gleiches tut."
Die arme UDSSR...
Ich verstehe eine Sache nicht: warum nur sind so viele Foristen gänzlich unkritisch gegenüber der UDSSR? Was war das eigentlich für ein Staa`? Ach so: eine barbarische Diktatur, mit GULAg, mit Zensur, mit psychiatrischen Krankenhäusern für Kritiker, ohne Freiheiten - und dieses Land hat sich post 1945 unter den Nagel gerissen: Polen, Tschecheslowakei, Ungarn, die baltischen Staaten, überhaupt ganz Mittel- und Osteuropa. Also: ich bin ganz froh, dass die UDSSR geschlagen wurde. Whatever the means.
"Zu wenig, manchmal gar nicht wird darauf hingewiesen, dass die Sowjetunion bereits eingekreist war von amerikanischen, atomar bestückten Mittelstreckenraketen. Die "Hinterhöfe" der Sowjetunion standen voll davon. (...)Leider wird die sogenannte Kuba-Krise immer als Einzelereignis so referiert, dass aggressive Stationierungspläne der Sowjets durch Blockade und Kriegsandrohung der Amerikaner beantwortet wurden, nicht als eine Überreaktion der Amerikaner, die nicht zulassen wollten, dass man ihnen Gleiches tut."
Die arme UDSSR...
Ich verstehe eine Sache nicht: warum nur sind so viele Foristen gänzlich unkritisch gegenüber der UDSSR? Was war das eigentlich für ein Staa`? Ach so: eine barbarische Diktatur, mit GULAg, mit Zensur, mit psychiatrischen Krankenhäusern für Kritiker, ohne Freiheiten - und dieses Land hat sich post 1945 unter den Nagel gerissen: Polen, Tschecheslowakei, Ungarn, die baltischen Staaten, überhaupt ganz Mittel- und Osteuropa. Also: ich bin ganz froh, dass die UDSSR geschlagen wurde. Whatever the means.
Ich müsste all das nicht leugnen, was Sie - an der Sache vorbei - aufzählen, um dennoch nach einem objektiveren Geschichtsbild zu verlangen. Wie weit sind Sie mit Ihrer kritischen Haltung gegenüber der transatlantischen Sichtweise ?
Sie haben Recht mit Ihrer Kritik an der UDSSR. Aber berechtigen diese innenpolitischen Zustände die USA Massenvernichtungswaffen an den Grenzen aufzustellen? Nein!
Es ist einfach krank, sich das Recht zu nehmen ein anderes Land zu vernichten, selbst wenn es eine undemokratische Regierung hat! Souveränität der Staaten? Schon mal gehört?
Und bitte, vertrauen Sie NIEMALS auf die Geschichtsschreibung die man Ihnen vermittelt hat. Überprüfen Sie alles anhand der Fakten und alternativen Quellen. Oder hat man Ihnen erzählt, dass die Briten um 1950 mehrer Zehntausend Kenianer in Internierungslager eingesperrt, gefoltert, kastriert, vergewaltigt und getötet haben? Ja, auch der Westen hat seine Gulags gehabt. Nur erzählt hat Ihnen das keiner. Weil es ZENSIERT und VERTUSCHT wurde!
http://www.freitag.de/aut...
Oder hat Ihnen jemand erzählt, dass die USA in den 50ern Tausenden (hauptsächlich Schwarze und Mexikaner aus der Unterschicht oder Soldaten) heimlich Drogen wie LSD verabreicht hat ohne deren Wissen um Psychoexperimente zu machen für die CIA? Die Hälfte ist verrückt geworden oder hat sich umgebracht!
http://en.wikipedia.org/w...
Es gibt IMMER mehrere Versionen der Wahrheit!
Gut und Böse? Hah...eine Farce!
Ich müsste all das nicht leugnen, was Sie - an der Sache vorbei - aufzählen, um dennoch nach einem objektiveren Geschichtsbild zu verlangen. Wie weit sind Sie mit Ihrer kritischen Haltung gegenüber der transatlantischen Sichtweise ?
Sie haben Recht mit Ihrer Kritik an der UDSSR. Aber berechtigen diese innenpolitischen Zustände die USA Massenvernichtungswaffen an den Grenzen aufzustellen? Nein!
Es ist einfach krank, sich das Recht zu nehmen ein anderes Land zu vernichten, selbst wenn es eine undemokratische Regierung hat! Souveränität der Staaten? Schon mal gehört?
Und bitte, vertrauen Sie NIEMALS auf die Geschichtsschreibung die man Ihnen vermittelt hat. Überprüfen Sie alles anhand der Fakten und alternativen Quellen. Oder hat man Ihnen erzählt, dass die Briten um 1950 mehrer Zehntausend Kenianer in Internierungslager eingesperrt, gefoltert, kastriert, vergewaltigt und getötet haben? Ja, auch der Westen hat seine Gulags gehabt. Nur erzählt hat Ihnen das keiner. Weil es ZENSIERT und VERTUSCHT wurde!
http://www.freitag.de/aut...
Oder hat Ihnen jemand erzählt, dass die USA in den 50ern Tausenden (hauptsächlich Schwarze und Mexikaner aus der Unterschicht oder Soldaten) heimlich Drogen wie LSD verabreicht hat ohne deren Wissen um Psychoexperimente zu machen für die CIA? Die Hälfte ist verrückt geworden oder hat sich umgebracht!
http://en.wikipedia.org/w...
Es gibt IMMER mehrere Versionen der Wahrheit!
Gut und Böse? Hah...eine Farce!
Ich müsste all das nicht leugnen, was Sie - an der Sache vorbei - aufzählen, um dennoch nach einem objektiveren Geschichtsbild zu verlangen. Wie weit sind Sie mit Ihrer kritischen Haltung gegenüber der transatlantischen Sichtweise ?
Lieber Mitforist,
ich bin sehr (!) dafür, alles schonungslos aufzuarbeiten (gerade deshalb war/ist ja der Westen überlegen...).
Aber:
- Ich habe manchmal den Eindruck, als würde ein 100 % Maßstab angelegt: nach dem Motto: wenn es nicht perfekt ist, ist es eigentlich gar nicht mehr so wichtig, wie unperfekt es ist. Die USA/der Westen waren nicht vollkommen, deshalb kann man sie eigentlich nicht von der UDSSR unterscheiden. Das finde ich nicht. Die Bundesrepublik war/ist weiß Gott nicht vollkommen - aber die DDR`? Also: da wüsste ich schon, wofür/wogegen ich mich entscheide.
- Sie schreiben: "Zu wenig, manchmal gar nicht wird darauf hingewiesen, dass die Sowjetunion bereits eingekreist war von amerikanischen, atomar bestückten Mittelstreckenraketen. Die "Hinterhöfe" der Sowjetunion standen voll davon. (...) Leider wird die sogenannte Kuba-Krise immer als Einzelereignis so referiert, dass aggressive Stationierungspläne der Sowjets durch Blockade und Kriegsandrohung der Amerikaner beantwortet wurden, nicht als eine Überreaktion der Amerikaner, die nicht zulassen wollten, dass man ihnen Gleiches tut."
Wer war hier der Aggressor post 1945? Wieviele Polen wollten, dass die UDSSR ihr Land regoiert? Wieviele Ungarn? Wieviel Esten?
Lieber Mitforist,
ich bin sehr (!) dafür, alles schonungslos aufzuarbeiten (gerade deshalb war/ist ja der Westen überlegen...).
Aber:
- Ich habe manchmal den Eindruck, als würde ein 100 % Maßstab angelegt: nach dem Motto: wenn es nicht perfekt ist, ist es eigentlich gar nicht mehr so wichtig, wie unperfekt es ist. Die USA/der Westen waren nicht vollkommen, deshalb kann man sie eigentlich nicht von der UDSSR unterscheiden. Das finde ich nicht. Die Bundesrepublik war/ist weiß Gott nicht vollkommen - aber die DDR`? Also: da wüsste ich schon, wofür/wogegen ich mich entscheide.
- Sie schreiben: "Zu wenig, manchmal gar nicht wird darauf hingewiesen, dass die Sowjetunion bereits eingekreist war von amerikanischen, atomar bestückten Mittelstreckenraketen. Die "Hinterhöfe" der Sowjetunion standen voll davon. (...) Leider wird die sogenannte Kuba-Krise immer als Einzelereignis so referiert, dass aggressive Stationierungspläne der Sowjets durch Blockade und Kriegsandrohung der Amerikaner beantwortet wurden, nicht als eine Überreaktion der Amerikaner, die nicht zulassen wollten, dass man ihnen Gleiches tut."
Wer war hier der Aggressor post 1945? Wieviele Polen wollten, dass die UDSSR ihr Land regoiert? Wieviele Ungarn? Wieviel Esten?
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