Deutschlandkarte Bäckereien gesucht

Von
ZEITmagazin Nr. 21/2014
© Jörg Block

Bäckereien machen gemeinhin wenig Reklame für sich selbst, sie fristen oft ein im Stadtbild unauffälliges Dasein. So ist es leicht möglich, jahrelang in einer Straße zu wohnen, ohne zu wissen, dass es nur ein paar Ecken weiter einen richtig guten Bäcker gibt. Noch. Heute, da Bäckereien langsam aussterben, die nicht zu einer Kette gehören und mehr können, als gefrorene Teiglinge in den Ofen zu schieben, braucht man dringend ein Verzeichnis der guten Bäcker. Ein solches wollen wir schaffen. Und weil wir nicht selbst durch jede Straße fahren können (wir sind nicht Google Street View), braucht die Deutschlandkarte Ihr Wissen: Wo in Ihrer Nähe gibt es noch einen Bäcker, der richtig backt? Tragen Sie dieses Geschäft in die unten stehende Eingabemaske ein, damit sie hoffentlich bald schon anspruchsvolle Brötchenhungrige froh macht. Der Bäcker muss übrigens nicht unbedingt ein Biobäcker sein. Aufs Selberbacken kommt es uns an. Erst mal wollen wir nur die Bäckereien retten, nicht gleich die ganze Welt.



89 Kommentare

Ich war sehr auf die Karte gespannt. Nur was als Ergebnis heraus kam, entspricht für mich nicht dem Erwartetem. Wenn im Raum Ludwigsburg der Bäcker Katz, der über 50 Filialen betreibt, auftaucht, aber kleine Bäcker mit keiner oder einer Hand voll Filialen nicht dabei sind, verwundert das. An den Nennungen kann es nicht gelegen haben.

Die Eingabemaske ist noch nicht integriert, oder?

Deshalb auf diesem Wege meine Lieblings-Selbst-Bäcker:

Stuttgart:
Müller Bäckerei, Bebelstr. 21, 70193 Stuttgart (Macht sehr gute schwäbische Brezeln, ganz davon abgesehen natürlich der schon genannte und bekannte Bäcker Bosch)
Esslingen:
Bäckerei Mohr, Küferstraße, 73728 Esslingen

Ich bin auf die Deutschlandkarte gespannt

's Becke Bäckerei Hans

's Becke Bäckerei Hans Hornung
Brunnenstraße 61
76571 Gaggenau
sowie
Ebersteinburgerstraße 26 (Filiale)
76530 Baden-Baden

Traditionsreiche Bäckerei in Familienbesitz, bei der handwerkliches Backen großgeschrieben wird. Viele Produkte werden ohne Backmittel hergestellt, Sauerteige werden selbst geführt. Hervorragende Produkte sind zum Beispiel Seelen, Ciabatta, St. Mathinerbrot, Laugenbrezeln, Flûtes und Roggenbrot. Bäckerei erhält jedes Jahr sehr gute Auszeichnungen bei brot-test.de.

Nur zu empfehlen!

Biobäckerei Laumer
Möchshofstraße 5
94234 Viechtach

Bei den Laumers gibt es das beste Biovollkornbrot, das ich kenne!
Außerdem sehen die kleinen Quark-Fruchttörtchen dort nicht nur besonders lecker aus, sondern sie schmecken auch genau so! Ich bin begeistert, die machen das nämlich wirklich alles selbst! Fertigprodukte-Fehlanzeige! Sogar die Marmelade der Faschingskrapfen dort ist selbstgemacht! Hmmm,fantastisch!

Kirchzarten -Bäckerei Steimle
Freiburger Str. 1
79199 Kirchzarten
Telefon: 07661-4123
www.baeckerei-steimle.de
Die Bäckerei und Konditorei Steimle ist ein Familien geführtes Unternehmen welches sehr auf Handwerk und höchste Qualität Wert legt. Alle Produkte werden in der Hauseigenen Backstube und Konditorei hergestellt. An Auswahl gibt es alles was das Herz begehrt und keine Wünsche bleiben offen. Eine Auswahl an ca. 25 verschieden Kuchen und Torten als auch Pralinen und natürlich klassischen Bäckerei Erzeugnissen sowie auch ausgefallene Brotsorten stehen zur Auswahl. Auf wünsch werden Hochzeitstorten ,Festtagstoren usw. individuell in höchster Qualität hergestellt. Ich würde mich sehr freuen wenn diese Bäckerei aufgenommen wird da Sie für mich die beste Bäckerei im Dreisamtal ist.

Bäckerei Frisch
Krumme Strasse
Grünbach im Voigtland

Die meineswissens in 3. Generation als Familienbetrieb exsitieren und sehr gute Brote und Kuchen anbieten. Unteranderem wird dort auch Eis selbst hergestellt. Da ist für jeden etwas dabei!

Bäckerei Born
Brockhausstr.
04229 Leipzig

Dort gibt es wirklich leckere altdeutsche Brötchen und wie ich meine, die besten Zimtbuchteln in ganz Leipzig

Die Frist zur Einreichung von Vorschlägen war leider sehr kurz, deshalb auf diesem Wege eine Empfehlung:

'Ihr Finkenwerder Bäcker Körner'
Müggenburg 5 / Steendiek 13 / Nordmeertwiete 17
21129 Hamburg
http://www.baecker-jan.de

Ein klassischer Familienbetrieb, bei dem ALLE Brote, Brötchen & Konditorwaren noch selbst und von Hand hergestellt werden - und SEHR gut schmecken.
Aus meiner Sicht einer der besten Bäcker in Hamburg !

Magdeburg: • Bäckerei Schoch

Magdeburg:
• Bäckerei Schoch (M-Andersen-Nexö-Str, Magdeburg)
• Bäckerei Braune (Immermannstr., Magdeburg)
• Bäckerei Ebel (Arndtstraße, Magdeburg)

Sülzetal, OT Langenweddingen
• Bäckerei Metscher (Am Rennberg, Sülzetal, OT Langenweddingen)

Jena:
• Bäckerei Kwak (Karl-Liebknechtstr., Jena)
• Bäckerei „Das Bienchen“ (Schützenhofstraße, Jena)
• Bäckerei Feid (Saalbahnhofstraße, Jena)

Weimar:
• Bäckerei Heinemann (Carl-August-Allee, Weimar)
• Bäckerei Huschebeth (Carl-von-Ossietzky-Straße, Weimar)
• Bäckerei Preußel (Graben, Weimar)

Leider kommt mein Vorschlag auch auf den letzten Drücker. Aber besser zu spät als nie.
Die „Meisterbäckerei“ (Elberfelder Straße 2, 10555 Berlin) auf der Berliner Insel Moabit backt auf keinen Fall zu kleine Brötchen. Inhaber sind alt eingesessene Berliner, die ihre Liebe auch im konditern wiedergefunden haben. Ein echter Bäcker, mein persönlicher Tipp im geheimen moabiter Schlaraffenland!

Der tätowierte Bäcker
aus Wolfschlugen bäckt mit Bioland Getreide aus der Umgebung und verwendet belebtes Wasser. Vergleichbare Backwaren sind selten. Seine Zutatenliste ist streng. Dieser Bäcker versucht bestimmt nicht mit 300 Brotsorten gleichzeitig das Weltkulturerbe zu bemühen. Der ist schon dort.
NaturBackladen, Esslinger Straße 2, 72649 Wolfschlugen

@mischael: es gibt aber eben auch das Gegenteil: Handwerksbäcker, die zwar mit aktuellem Wissen und Geschick, aber mit tradionellen Methoden backen. Eine Vereinigung von solchen selbständigen örtlichen Bäckern ist die Organisation "Die Bäcker - Zeit für Geschmack" Ja und es funktioniert, gerade weil um 18:00 auch schon mal eine Sorte nicht mehr in der Auslage liegt. Und ich bin auch auf die Auswertung in der Karte gespannt.

Mittlerweile gibt es viele "freie" Bäcker, die neben dem eigenen Standardprogramm die (vom Verbraucher gewünschte) Auswahl erhöhen, indem Sie Aufbackbrötchen ins Angebot mit aufnehmen. Anders ist es für einen Bäcker mit 1-4 Verkaufsstellen wohl auch nicht möglich, neben anderen Sachen bis zu 25 verschiedene Brötchensorten vorzuhalten. Das stellt man dann fest, wenn man die Bäcker wechselt (gleiches Brötchen, aber anderer Name), oder der "Back&Frost"-LKW davor stehen bleibt. Da diese Bäckerei-Versorger auch Bioware im Angebot haben, hab ich es auch schon gesehen, dass es Biobackstuben gibt, die fast ihr ganzes Angebot an Brötchen entsprechend dort einkaufen. Wenn man Glück hat, sind dann noch der Kuchen und 2-3 Brot Sorten frisch (aber auch nur an bestimmten Tagen der Wochen, so wie das halt mal war). Da der Kunde das natürlich nicht aufs Brot geschmiert bekommt (haha), denkt der, er würde astrein handwerklich hergestellte Brötchen bekommen. Wobei, wie schon angemerkt, die Grenzen zwischen handwerklich und industriell hergestellt, schwer zu bestimmen sind und gerade bei solchen Massenwaren eher in der Vorstellung der Kunden existieren.
Ich habe nichts gegen diese professionellen Aufbackbrötchen, viele schmecken mir. Was Brötchen angeht, gehen die Meinungen was ein gutes Brötchen ist sowieso stark auseinander (imho stärker als bei Brot). Ich finde es nur schade, das dem Kunden das vielfach nicht klar ist und er immer noch von seiner heilen Welt ausgeht.
Bin mal gespannt wieviele von den Teils/Teils Bäckern hier in der Liste landen...

Backe selbst, kann das Brot beim Bäcker nicht mehr ausstehen. Man merkt erst wenn man selber backt, was der Bäcker alles falsch macht, bzw. was er aus Faulheit oder aus Zeitgründen unterlässt.

Keine Brotbackautomaten nutzen, keine Backmischungen, sebst eigenen Sauerteig anzüchten (z.B. über Roggenmehl, ohne zusätzliche Hefe, dann immer schön am Leben halten und "abernten"), sich auseinandersetzen mit Gluten (na, was passiert mit Gluten, wenn man Teig knetet? Wieso knetet man überhaupt?), verstehen, was Fermentierung ist und wie man sekundäre Fermentierung erreicht ("Proofing") --> das führt einen dann zu molekularem Kochen usw...

Man kann so vieles machen und lernen, man muss nur wollen... Dann würden solche Artikel / Studien überhaupt erst nicht nötig werden. Ich sehe da einfach ein allgemeines Desinteresse. Verstehen, was Brot(backen) eigentlich ist, will scheinbar keiner.

...sauerteig "abernten" ,

...sauerteig "abernten" , "proofing" , ???? der falsche gebrauch von fachbegriffen zeugt nicht von fundiertem fachwissen
"...was der bäcker alles falsch macht"......bitte keine verallgemeinerungen und pauschalurteile
im übrigen geschmackvoller brotteig lässt sich nur in grossen mengen herstellen sicher nicht mit 10kg mehl

Schöne Idee, ich bin schon gespannt ob da in meiner Ecke noch was existiert. Da war vor Kurzem eine Sendung über die ganzen nicht deklarationspflichtigen Zutaten (z.B. Enzyme) in Broten usw. Ob da nun was dran ist oder nicht - seither backen wir vermehrt selbst. Siehe da, es schmeckt ausgezeichnet.

Die Fragestellung ist anachronistisch. Den einen Bäcker, der selber backt, dürfte es nur noch in den seltensten Fällen in weit abgelegenen Landstrichen geben.

Neben dem Haus, in dem meine Eltern lebten, als ich geboren wurde, gab es eine Bäckerei. Damals hat wohl tatsächlich der Bäckemeister noch "selber gebacken". Heute ist daraus eine regionale Kette geworden (Grimminger im Rhein-Neckar-Raum).

Ist das Brot deswegen weniger gut, weil es heute "industrialisiert" gebacken und in zig Filialen verkauft wird? Ehrlich gesagt - soweit reicht meine Erinnerung nicht zurück. Aber auf das "Steinofenbrot" stehe ich heute noch.

Das finde ich nicht. Ich wohne in Berlin, wo sich (ohne es abwertend zu meinen) ein türkischer "Bäcker" an die nächste Bäckereikette reiht und man bei allen die gleichen Großmarkt-Produkte serviert bekommt. In diesem "Junk-Food-Meer" gibt es aber noch kleine Inseln von Individualbäckereien, die immer noch ihr eigenes Brot backen. Diese befinden sich zugegebener Maßen oft in "hippen" Gegenden wi Prenzlauer Berg oder Mitte, aber eben auch noch in abschüssigen Straßen und Gegenden, wie bei mir in der Nähe in Berlin-Friedrichshain, mitten umgeben von Plattenbauten. Die Autor hat mit dem Projekt "Bäckerei gesucht" finde ich ein absolut treffendes Thema aufgegriffen. Als ich meinem Nachbar neulich von meiner "Stammbäckerei" berichtete, war er ganz erstaunt, weil er die noch nicht kannte, obwohl sie nur zwei Straßen weiter und 5 Gehminuten entfernt liegt. Er kam da einfach noch nie lang...

@Zeit-Online

das soll ein konstruktiver Kommentar werden:
Warum integriert ihr maps.google.de nicht direkter? Allein bei der Eingabe "Bäckerei" in maps bekommt man fast jeden Bäcker in einer Stadt angezeigt. Es wäre dann viel einfacher, wenn man den eigenen Lieblingsbäcker einfach markieren könnte.
Alternativ ist natürlich auch eine Zusammenarbeit mit openstreetmap.org möglich.

Schwierig zu beurteilen, wo wirklich noch von der Zusammensetzung der Zutaten bis zum Verkauf im Laden alles selbst gemacht wird. Zwischenzeitlich wird ja auch mit "selbstgebacken" geworben, wo die Backlinge dann selbst aufgebacken werden. Mein absoluter Favorit sind die Produkte der Eselsmühle im Siebenmühlental bei Leinfelden (10 km von Stuttgart entfernt). Hier werden alle Produkte noch selbst hergestellt und über entsprechende Bäckereien in Bioläden vermarktet, ausserdem gibt es auch einen grossen Hofladen in der Eselsmühle selbst vermarktet

Wie ist denn nun die Frage? Wo kaufen Sie Ihre Brötchen? oder Wo gibts die süßesten kleinen Bäckereien?

Ich kaufe meine Brötchen beim Aldi um die Ecke. Immer frisch, schmecken hervorragend, günstig. Wer sie backt, weiß ich nicht, aber irgend jemand wird es schon tun, und er macht seinen Job gut.

@Geldkatze:
Die Frage war explizit "Wo ist Ihre Lieblingsbäckerei?".
Dass irgendwo im Text auch eine andere Frage gestellt wird, ist irrelevant. Über dem Formular steht die zitierte Frage.

Die andere Frage, wo es noch echtes Bäckereihandwerk gibt, kann der Kunde doch gar nicht beantworten.

@harek
also der Aldi ist bei dieser Frage sicher nicht gemeint. Denn weder Aldi noch die ganzen "Backshops" backen selbst.
Alles was die tun, sind vorgefertigte, tiefgekühlte und oftmals vorgebackene Teiglinge noch mal aufbacken. Das ist dasselbe, als ob der kunde sich diese Teiglinge aus dem kühlregal holt und zuhause aufbackt. Leider weiß offensichtlich kaum noch jemand, wie (bspw.) eine wirklich frisch gebackene Breze schmeckt. Eine solche ist nämlich auch mehrere Stunden nach dem Kauf noch genießbar, was man von dem aufgebackenen Zeug schon nach 50min kaum noch behaupten kann... das ist dann trocken und bröselig.

@dingensda: Kann der Kunde nicht fragen?? Einfach mal versuchen "Welche Backmischungen benutzen Sie?" oder noch einfacher "Benutzen Sie Backmischungen?" oder "Machen Sie den Sauerteig selbst?" oder "Woher beziehen Sie Ihr Mehl?" So schwierig kann das doch nicht sein. Belogen kann man natürlich immerwerden, überall. Irgendwann kommts aber heraus. Auf dem Markt werden öfter mal Eier von "freilaufenden Hühnern" verkauft, die aber in Wahrheit aus Batterien stammen. Und wenn die Verkäuferin es nicht weiß, kann sie einem sicher mit einer Telefonnr. weiterhelfen oder die Auskunft beim nächsten Einkauf nachreichen!
Und dass man nur die Überschrift liest, hatte ich eigentlich bezüglich anderer Zeitungen erwartet ...

@Drakenstein
Das wollte ich auch gerade anmerken: Was heißt „wirklich selber backen”? Viele kleinere Bäckereien werben mit „echter Handarbeit” o.ä. und nutzen doch Vorprodukte. Wo liegt also die Grenze? Und wie soll ich als Verbraucher das wissen?
Als bewusster Genießer finde ich eine solche „Rettet die Handwerksbäcker”-Aktion sehr gut, bin aber skeptisch und sehr gespannt auf die Ergebnisse.

Mit "selber backen" sollte

Mit "selber backen" sollte auch selbiges gemeint sein ;-). Bei der Bäckerei "Die Toellerei" in Aachen trifft das zu www.toellerei.de. Die Bio-Bäckerei gab es vor ca. 15 Jahren schon mit vielen Filialen, sie musste aber aus finanziellen Problemen schließen. Jetzt sind wir glücklich, dass wir dort wieder Brot bestellen können - ohne Filialen.

Leider ist diese Frage genauso schwierig und die Antwort ebenso undurchsichtig, wie die Frage des Kunden beim Fleischer seines Vertrauens nach der Herkunft des Filets und die Antwort des Verkäufers. Wer hat schon Einblick in die "Backstube" oder die "Wurstküche" und welcher Verkäufer gibt hier eine ehrliche Antwort? Jedenfalls dürften die "Ermittlungen" in einer Stadt wie Berlin sehr schwierig sein.

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