Deutschlandkarte Hochbetagte

ZEITmagazin Nr. 27/2014

Dass es immer mehr Hundertjährige gibt, erkennt man schon daran, dass der Bundespräsident inzwischen erst vom 105. Geburtstag an per Brief gratuliert. Ist nicht böse gemeint, er käme halt sonst nicht mehr zu viel anderem. Die Zahl der 100-und-mehr-Jährigen hat sich innerhalb der letzten 30 Jahre verzehnfacht. Dabei sind die Uralten im Norden viel häufiger anzutreffen als im Süden, bis zu viermal häufiger. Das verwundert, weil die Bayern und die Baden-Württemberger ja eigentlich dafür berühmt sind, älter als der Rest zu werden. Aber wenn es darum geht, uralt zu werden, schwächeln sie. Das hat vermutlich genetische Ursachen, bewiesen ist es aber nicht. Ein Indiz dafür könnte sein, dass die heute im Norden geborenen Babys schwerer und größer sind, also robuster als die im Süden. Ein Umzug von Niederbayern nach Hamburg wirkt deshalb vermutlich nicht lebensverlängernd. Im Alter von 104 Jahren ist so ein Umzug jedenfalls nicht mehr zu empfehlen.

Quelle: Max-Planck-Institut für Demografische Forschung (MPIDR)

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