© Illustration: Fengel

Harald Martenstein Über Fehlbarkeit und den Kampf für das Gute

ZEITmagazin Nr. 6/2015

Von

Pro Jahr schreibe ich etwa 120 Kolumnen, in der ZEIT und im Tagesspiegel. Das ist viel, aber ich schreibe halt gern. Hin und wieder, zum Glück nur selten, steht ein Fehler in der Kolumne. Der Mensch ist unvollkommen. Ach, was rede ich – sogar Maschinen sind unvollkommen. Wäre ich ein Flugzeug, dann würde ich alle paar Milliarden Kilometer abstürzen.

Seit ein paar Jahren stellt jedes Mal, wenn ich einen Fehler mache, ein Journalist namens Stefan Niggemeier eine Hasspredigt über meine Inkompetenz ins Internet. Dieser Junge hat echt einen Narren an mir gefressen. 2011 hat er damit angefangen. Seitdem habe ich, seiner Meinung nach und falls er den Menschen nichts verheimlicht, vier Fehler gemacht, das heißt, meine Fehlerquote liegt unter einem Prozent. Das ist eigentlich super, offenbar bin ich zuverlässiger als die Encyclopædia Britannica. Na gut, ich will ehrlich sein: Einiges repariert auch Jürgen von Rutenberg, der Redakteur dieser Texte im ZEITmagazin. Jürgen, ohne Sie hätte ich nicht die Pannenquote eines Flugzeugs, sondern die eines Toyota, Baujahr 1995.

Im Lauf der Zeit hat mich Niggemeier unter anderem als dummstolz, ignorant, intolerant, normal, idiotisch, mitleiderregend, alt, weiß, heterosexuell sowie an den Befindlichkeiten der Menschen desinteressiert bezeichnet. Nicht in jedem dieser Punkte fühle ich mich korrekt beschrieben, da hätte ein bisschen Recherche nicht geschadet. Warum er auf den Hinweis verzichtet, dass ich ein kleines Gewichtsproblem habe, verstehe ich nicht. Vielleicht sind wir da Leidensgenossen.

Seit mir dieser Unhold im Nacken sitzt, denke ich beim Schreiben manchmal daran, wie Niggemeier ein paar Tage später über meinem Text brütet und den Fehler sucht. Er checkt sogar die entlegensten australischen Websites, von deren Existenz ich noch nie gehört habe. Ich spüre dann immer die Versuchung, komplizierte Gräzismen in den Text einzubauen, oder Informationen aus meinem Lexikon von 1902, an denen er sich die Zähne ausbeißt, oder die Kolumne auf Lateinisch zu verfassen. Ich könnte das hinkriegen, und dann wäre sein Wochenende kaputt. Aber ich muss auch an die Befindlichkeiten der anderen Leser denken.

2013 hat er stolz darauf hingewiesen, dass sein Blog in irgendeinem Zeitraum von Zigtausenden Menschen angeklickt worden sei, während ein Video, auf dem ich zu sehen bin, in der gleichen Zeit nur zweimal täglich angeschaut wurde. Jawohl, mein Freund, Sie sind der Größte. Sie sind für das Gute, zum Beispiel politische Korrektheit, ich bin für das Böse, zum Beispiel respektlose Witze. Sie sind ein strenger Volkserzieher, und ich bin eher der Lümmel von der letzten Bank.

Es sind nicht meine Fehler, die Sie wütend machen. Es ist die respektlose Haltung. Für eine bessere Welt machen Sie sich diese ganze Mühe, das Recherchieren, das Schimpfen auf dummstolze, mitleiderregende Idioten, wie ich einer bin. Sie kämpfen schimpfend für eine Welt des Respekts, in der niemand mehr beleidigt wird. Warum fangen Sie nicht selbst damit an, diese Welt zu bauen? Sie werfen mir sogar meine Hautfarbe und mein Alter vor, ich sei "weiß" und "alt". Die Begriffe "alt" und "weiß" werden immer nur abwertend verwendet, ist Ihnen das beim Recherchieren nie aufgefallen? Ich habe mir meinen Teint und die Falten nicht ausgesucht, ich würde lieber aussehen wie der junge Terence Trent D’Arby. Als guter Mensch sollten Sie mich in Zukunft "hell" und "reif" nennen. Ich – der reife, helle Mann, ein leckerer Camembert auf Beinen. Übrigens habe ich, speziell für Sie, in diesen Text einen schweren sachlichen Fehler eingebaut.

Harald Martenstein ist Redakteur des Tagesspiegels.

Diesen Artikel finden Sie als Audiodatei im Premiumbereich unter www.zeit.de/audio

82 Kommentare

Sie haben im „Tagesspiegel“ geschrieben:
„Dem 'Handelsblatt' entnehme ich die Information, dass britische Banken ihren jungen Kunden seit einiger Zeit keine Sparschweine mehr anbieten. Der Anblick der Schweine, die im Islam als unrein gelten, könne die Gefühle muslimischer Kunden verletzen“

Stefan Niggemeier hat darauf hingewiesen, dass es sich dabei um ein Gerücht handelt, das bereits seit vielen Jahren kursiert, aber immer wieder dementiert wurde. Die Reaktion des "Tagesspiegel". Er entfernt die Passage und entschuldigt sich bei den Lesern.

Ihre Reaktion: Sie schreiben, es sei doch grossartig von Ihnen, dass Sie nicht viel öfter Fehler machten – und finden es offenbar ein wenig kleinlich, jedes Mal korrigiert zu werden. Ist das Ihr Ernst?

Nein, verehrter José Raul, das nennt man "Selbstironie" - und die ist schon uralt und zudem definiert (vgl. Cicero über Sokrates: Der habe einen Stil von "detractatio sui", Herabsetzung seiner selbst, entwickelt - nachzuschlagen im Historischen Wörterbuch der Philosophie, Harald Weinrich, s.v. Ironie). Im weiteren Text gibt HM ja mit schöner Offenheit zu, es unterliefen ihm noch sehr viel mehr Fehler, aber die fischte sein Ressortchef heraus. Zur Sache selbst: Niggemeier hat selbstverständlich recht mit den Sparschweinen. Und HM hat semantisch korrekt darauf hingewiesen, daß er die Information einer zitierten Zeitung entnehme. Der folgende Satz gibt im Konjunktiv die Ansicht des "Handelsblattes" wieder. Aber das ist natürlich nur formal in Ordnung: Deshalb auch die Reaktion des "Tagesspiegels". Wollen wir wetten, daß der Sophist HM sich maßlos sich über selbst geärgert hat?! Andererseits war es eine wunderschöne Gelegenheit, angesichts seiner eigenen Schwäche dem aufmerksamsten Wuff-Wuff der Medienszene das nachzuweisen, was bei längerer Betrachtung auch Außenstehenden auffällt: Niggemeier ist nicht auf beiden Augen gleich scharfsichtig - anders gesagt, er hat seine Lieblingsfeinde. (Wenn er Kohler oder Altenbockum von der FAZ ernsthaft in die Hacken beißt, gebe ich einen aus ...).
P.S. Und ihr Namenspatron hatte auch einen Sinn für stattliche Selbstironie. Nachmachen!

nachdem ich mich jetzt durch kolumnen, glossen, repliken, gegen-repliken, gegen-gegen-repliken fast ad infinitum gefressen habe, meist zum thema neue deutsche pc, kann ich für mich ein vorläufiges fazit ziehen:
die genderdebatte nervt. sie ist in ihren grundzügen nicht liberal, fortschrittlich oder sonstwas. sie ist die zur schau gestellte spießigkeit der mediocren. da wurde vor 1/2 jh. entspannter und lustiger mit den themen umgegangen
mich nerven journalistische zweit- und drittverwerter, deren geschäftsmodell das anpinkeln von erst-und zweitverwertern ist.
sie sind für mich keine watchdogs, sondern wie es ein freund in einem seiner unzähligen luziden momente bemerkte: zaungäste des lebens.

In meinem Kommentar standen auch erläuternde Bemerkungen auf Deutsch. Damit der Leser weiß, woran die Redaktion Anstoß genommen haben könnte, seien diese wiederholt:
"Es wird Wochenende, lieber Vielschreiber (homo scribax). Sie sind uns doch noch was schuldig?! Zum Beispiel den 4. Absatz in Latein. Nein? "Befindlichkeiten der anderen Leser"?! Ach was ...
(folgt die Übersetzung des 4. Abschnitts der Martenstein'schen Klageschrift "Contra Maiorem Novum" neolatine)
Merke: Wo kein Krautreporter, so doch ein Rübenschwein aus der Herde Epikurs. Ausdrücklich sei darauf hingewiesen, daß der Verfasser dieser Zeilen nur sich allein - und wirklich nur sich selbst - meint ...

Fehler machen? Das ist verharmlosend. Wenn man zur mächtigen Mehrheit gehört und regelmäßig nicht lustige Kolumnen über Minderheiten schreibt, muss man sich schon mal die Wahrheit sagen lassen: homophob, islamfeindlich, frauenfeindlich, gefährlich.
Und da braucht Herr Martenstein sich gar nicht so wichtig nehmen: Er ist nicht der einzige, dem Stefan Niggemeier auf die Füße tritt.

Allein schon der erste Satz!!!!
Ich bin Martenstein, der pro Jahr 120 Kolumnen schreibt, in der ZEIT und im Tagesspiegel. „Du sollst dich nicht vor anderen Kolumnisten niederwerfen und dich nicht verpflichten, ihnen zu dienen. Denn ich, der Martenstein, dein Kolumnist, bin ein eifersüchtiger Kolumnist: Bei denen, die mir Feind sind, verfolge ich die Schuld der Väter an den Söhnen, an der dritten und vierten Generation; bei denen, die mich lieben und auf meine Gebote achten, erweise ich Tausenden meine Huld.“
Man kann einfach alles kritisieren, wenn man will.

Martenstein

Ist der Prototyp des privilegierten Ignoranten, der der Welt noch einreden möchte, er sei eine verfolgte Spezies. Studierter heterosexueller weißer Deutscher jammert darüber, dass die "Gendermafia" ihm schmierige Sexphantasien vorhält, Gutmenschen ihn nicht mehr "Neger" sagen lassen und einige sein Mario Barthsches Weltbild einfach nicht gut finden mögen. Das finden dann viele andere wenig reflektierte Priviligierte lustig (auch Mario Barth füllt Stadien mit Seinesgleichen) aber für viele andere hat es eher Fremdschämpotential.

via ZEIT ONLINE plus App

Können Sie mir mal bitte erklären, was an alten, weissen, studierten, privilegierten und heterosexuellen Frauen so viel besser ist? Vielleicht ihr Niggermeyer'sche Hang zum Paternalismus?
Der Frage liegt die haltlose Vermutung zugrunde, dass es diese Gruppe ist, die unter Gender-Professoren am meisten vorkommt.

Manchmal frage ich mich, was Niggemeier über Lessing, Kraus und Goethe (Xenien!) schreiben würde, wenn sie noch am Leben wären. Aber ein Mensch, der es nötig hat, Herrn Joffe die Benutzung des Wortes "Ostrakismos" als elitäre Bildungshuberei auszulegen, hat vermutlich ohnehin wenig Interesse an klassischer Bildung.

Jedenfalls freue ich mich, nach der böse verunglückten Niggemeier-Kritik Matusseks, eine gelungene "Abrechnung" mit dem selbstgerechten Biedermann gelesen zu haben, der von Textsorten und Satire wenig Ahnung zu haben scheint.

Nun, also lieber Hr. Martenstein,

zwar bin ich im Gegensatz zu Ihnen ein "junger Spund" mit meinen gerade 50 Jahren, dennoch kenne ich den Begriff von der "Weisheit des Alters"...

Die Anwürfe von N. erklären sich doch selbst und entblößen den Autor!
Wozu dann Ihre Weinerlichkeit - auch noch öffentlich!

Mensch Martenstein!
Erkennen sie denn nicht ein ganz klein wenig sich selbst in N.? Auch sie schreiben häufig provozierend und polarisierend und manches Mal mit der üblichen Hochnäsigkeit der "Gutmenschen", wenn auch - im Ausdruck! - nicht beleidigend

Jetzt haut mal einer kräftig zurück und das halten sie nicht souverän aus??
Die Weisheit des Alters hätte von Ihnen verlangt, auf solch einen Pöbler (seine inakzeptablen Äusserungen beleidigenden Inhalts sind nicht zu entschuldigen) GAR NICHT zu reagieren!! Abperlen lassen! Einfach weitermachen!

Haben Sie schon mal daran gedacht, dass N. sich köstlich über Ihre öffentliche(!) Reaktion amüsiert? Ebenso über die meisten Leserbriefe?

So eine Posse; Martenstein, regelt man entweder "unter Männern" indem man den Gegner mal in der dunklen Gasse abpasst - oder man hält den Mund.

Mein Bester, lassen Sie es sich von einem jungen Mann gesagt sein:
Sie müssen noch viiiiel ruhiger werden! Mensch Martenstein!

Ansonsten: Weitermachen.

Cäptn Ahab… Lieber Herr

Cäptn Ahab… Lieber Herr Martenstein, Sie benutzen via „Tagesspiegel“ und „Zeit-Magazin“ eine Reichweite von rund sechshunderttausend Lesern, um einen Kollegen anzubluffen, der auf seinem persönlichen Blog Ihre so großartigen Kolumnen im Laufe mehrerer Jahre nur fünf Mal erwähnt und sich über diese despektierlich geäußert hat.
So sehr Sie sich bemühen, sarkastisch und ironisch zu formulieren, so sehr missbrauchen Sie fünfhundertneunundneunzigtausend Leser für Ihre Rache: Cäptn Ahab durchpflügt die Meere auf der Suche nach Moby Dick, dem weißen Wal, der ihm das Bein ausgerissen hat …
Warum haben Sie nicht einfach Niggemeier eine Mail geschrieben und vorgeschlagen, eine Glosse über ihn auf seinem Blog zu schreiben? Dann hätten Sie dasselbe Publikum erreicht. Aber eben: Der tief gekränkte Narziss Ahab braucht den ganzen Ozean…
Ihre Kolumne sagt mehr über Sie und den Zustand des Journalismus, als Ihnen vielleicht bewusst ist.

Macht man sich die Mühe, Niggemeiers ganze SECHS Beiträge über Martenstein zu lesen, fällt schnell auf, dass es nicht um Nachlässigkeiten geht - Harald Martenstein neigt manchmal dazu, aus missverstandenem Hörensagen Argumentationsketten zu fabulieren, bei denen Ergebnis C nicht stimmen kann, weil schon die Grundlagen A und B nicht korrekt sind. So ist z.B. sein Text über "keine sexistische Werbung in Kreuzberg" ungefähr so plausibel wie die Pegida-Behauptung "Dresden wird von Moslems überschwemmt". Statt aber zu reflektieren, mit den eigenen Fehlern offen umzugehen und sie im Dialog mit seinen Lesern zu überarbeiten, tritt er nach dem Watchdog. Ist eine verständliche, aber nicht eben souveräne Reaktion, die man auch bei Matussek, Broder und Diekmann regelmäßig "bewundern" kann.

Ich persönlich finde es schade, wenn sich ein guter Autor nicht an seinen Fehlern, sondern an seinen "Fehlerteufeln" abarbeitet. Im Bestreben, ihn aufmerksam und kritisch zu halten, arbeitet Niggemeier nämlich eigentlich nict gegen Martenstein, sondern ihm zu.

Hallo Herr DonQuichotte;

Hallo Herr DonQuichotte;
Sie haben völlig recht! Der Leserbrief erspart den Analytiker (schön, dass Sie mein Bild verstanden haben) und wer will schon im Mittelpunkt des Interesses stehen, wenn man seit - wie sagten Sie? – 50 Jahren Leserbriefe schreiben kann.
Übrigens: „basal“ – ganz formidabel!, schön gefunden! – werde ich gleich meinem Schmockwortschatz (gleich rechts hinter „Chateau Petrus“) hinzufügen.
Kennse den basal eijentlich erst kürzlich oder schon länger?
Das okorn steht übrigens für Oliver Korn wenn Sie wollen, können sie das Neutrum okornx entsprechend verändern.
Wenn es aber für ein statement steht, lassen Sie es ruhig: es entspricht ihren Kommentaren: total süß

Liebster Martenstein, ich sag ja immer ,wenn ich nicht ne alte Weiße wäre, ich möcht' noch n' Kind von Ihnen. Naja, dann eben nicht :-) . Ich begnüge mich dann eben mit Ihren köstlichen Kolumnen, ein schöner Ersatz !
Ich stelle hier nur kurz fest, die Sache mit dem Gewichtsproblem vom Niggemeier, könnte ,nach in Augenscheinnahme der Photos des Herrn, absolut korrekt sein. Bravo mein Bester den Nagel, mit dieser Kolumne, mal wieder auf den Kopf getroffen. Weitermachen. Herzlichst
Jutta Hiepler
Haltern am See

Lieber Herr Martenstein,

Lieber Herr Martenstein,
danke für Ihre Kolumnen - ich finde alle sprachlich liebevoll und mag auch die allermeinsten davon inhaltlich.

Zu meiner VorForisten: Gender-Wissenschaften = "Genderstudies" bzw in dt. Übersetzung "Geschlechtswissenschaften". Einfach ein (nicht ganz korrektes) mixtum zwischen Deutsch und Englisch. Wenn Sie das nicht verstehen wollen sind Sie vielleicht politisch etwas überkorrekt. Wenn Sie das nicht verstehen können, täte etwas mehr sprachliches Abstraktionsvermögen Ihnen gut.

Ich persönlich finde das ganze Gender-XYZ-Zeug inzwischen auch als sehr übertrieben; sogar die deutsche und vor allem UK/US-Linke zerfleischt sich ja schon innerlich mit "das-gehört-verboten"-Selbstzensur (siehe zB Aufführungsverbot der +feministischen+ Vagina-Monologe...).

Herr Martenstein, machen Sie bitte so weiter!

Herr DonQuichotte,

Herr DonQuichotte,
Sie sind bestimmt ein Anhänger Herrn Martensteins? - Das merke ich gleich an Ihrem fein an Herrn Martenstein geschultem Stil, absichtlich misszuverstehen. Und wie Sie daraus eine sarkastische Replik basteln... Köstlich!
Ganz wunderbar.
Weiter so!

Liebes okornx, "Wir sind uns

Liebes okornx, "Wir sind uns nicht mal einig, uneinig zu sein" (G. Varofakis). Meinen Stil hatte ich schon entwickelt, als der junge Martenstein noch beim MSB Spartakus herumtobte - und zu Niggemeier bitte ich zu bedenken, daß mindestens zwei Seelen in seiner Brust wohnen. Na gut, sagen wir: Dr. Nigge und Mr. Meier. Ersterer kann exzellente Analysen (zuletzt zum erstarrten Verlautbarungsjournalismus der Tageschau) verfassen, letzterer ergeht sich immer mal wieder in Bezichtigungsorgien mit denunzierenden Epitheta. Liebligsattribut: "eklig" (hat er aber in letzter Zeit nicht mehr verwendet - werden hier also nur noch Geisterschlachten geschlagen?).

Oho, Herr DonQuichotte,

Oho, Herr DonQuichotte,
einen Stil haben Sie also? Und einen ganz eigenen, ja? Und noch viel länger als den von Martenstein seinem? Sind sie gar ein wenig neidisch auf die kleine Kolumne von Herrn Martenstein? Hätten Sie auch gern so eine Kolumne, nur ein wenig länger?
Und jetzt stellen Sie sich mal Herrn Martenstein vor, wenn der die Kolumne von Herrn Niggemeier sieht
Es ist ein Elend, nicht wahr?

Verblüffend, wie viele Kommentatoren hier von der Prämisse ausgehen, Herr Martenstein und Herr Niggemeier seien sich irgendwie ebenbürtig.
Das sind sie aber nicht. Das ist so, als wolle man einen Chateau Petrus mit einem Trollinger vergleichen. Man kann natürlich beide trinken – man muss, ja, man sollte! – es aber nicht tun.
Beide schreiben, soweit richtig. Hier enden aber die Gemeinsamkeiten. Denn:
Der eine schreibt gut, der andre schlecht. Das entspricht so ihren Anlagen und Fähigkeiten.
Das Grausame bei Herrn Martenstein ist, dass er in der Lage ist, die Überlegenheit in puncto Witz, Originalität und Grundwissen bei Herrn Niggemeier wohl zu sehen. Das ist seine Tragödie!
Ich glaube, Nurejew hat mal gesagt: „Leidenschaft zum Tanzen in einem unbegabten Körper – das muss die Hölle sein!“.
Das denke ich auch…

Schon witzig, wie hier einige Kommentaren meinen man könne Niggemeier in die VT-Ecke stellen. Einer hat es weiter unten besser beschrieben: Sowohl Niggemeier als auch Martenstein sind zwei von wenigen Journalisten in Deutschland die in der Lage sind auch mal originelle Gedanken zu fassen und sorgfältig zu analysieren (klar nicht immer). Ich finde beide sehr lesenswert, gerade weil sie unterschiedliche Weltanschauungen haben (im Grunde auch gar nicht so unterschiedlich). Also, allen die denken der Niggemeier sei irgendwie ein Spinner, sei ans Herz gelegt, mal ein paar Texte von ihm zu lesen (auch in der FAZ übrigens). Es könnte nämlich sein, dass Vorurteile nicht zutreffen (also Vorsicht, für Leute, die sich gerne bestätigt fühlen ist das dann nichts).

"Im Lauf der Zeit hat mich

"Im Lauf der Zeit hat mich Niggemeier unter anderem als dummstolz, ignorant, intolerant, normal, idiotisch, mitleiderregend, alt, weiß, heterosexuell sowie an den Befindlichkeiten der Menschen desinteressiert bezeichnet. Nicht in jedem dieser Punkte fühle ich mich korrekt beschrieben, [...] Als guter Mensch sollten Sie mich in Zukunft "hell" und "reif" nennen."
Na da drängt sich ja die Frage, in welchen Punkten sich Herr Martenstein richtig beschrieben fühlt, zum Glück nicht mehr auf. *Gnihihi*

Sie wissen schon weshalb Sie bei denen so verhasst sind? Es geht vor allem darum, dass Sie es gewagt haben etwas gegen die Gender-"Wissenschaften" zu schreiben. Da kennen die kein Pardon.
Doch so langsam wächst der Widerstand gegen die PC-Fanatiker. Etwas zu spät, aber immerhin. Vor 5 Jahren hätte dieser Kampf noch mühelos gewonnen werden können, jetzt wird es viele Opfer und viele Verlierer geben. Blöd nur dass die Sache immer erst eskalieren muss, bevor der Kampf angenommen wird. Aber so sind wir Menschen anscheinend, nicht zu ändern.
Ich denke echte progressive Menschen haben diesen Wahnsin etwas früher kommen sehen. Mit diesen totalitären Idioten wollen wir nicht in einem Boot.

Übrigens, auch Ihr Hausblatt ist voll von diesen Typen. Fragt sich nur wieso Sie noch nicht gefeuert wurden. Oder haben Sie ein unkündbaren Vertrag unterschrieben? Mich freuts jedenfalls, wir brauchen zurzeit Stimmen die gegen diesen totalitären Schwachsinn vorgehen, Sie alter weißer Mann.
Die letzten drei Wörter sind besonders schlimm.
"alt"=schlimm, "weiß"=schlimmer, "Mann"= ruft die Polizei!

a) Ich weiß nichtmal genau, worauf Sie mit dem Term "Gender-"Wissenschaften"" abzielen?! Auf Gender-Mainstreaming? Auf Gender Studies? Oder irgendwas ganz anderes?
Ich versteh ja, dass es oft leichter ist, sich einfach nen Begriff auszudenken, gegen den man dann anschreiben kann - aber wirklich durchdacht ist das nicht. Genauso, wie diese "PC-Fanatiker" alles böse unter den Begriffen "weiß, heterosexuell, männlich" subsummieren, erschaffen Sie die Feinbilder "Gender"-irgendwas und "PC".
Ist Ihnen klar, dass Sie mit dieser Praxis nur selbst "den Kampf" befeuern, als dessen Opfer Sie sich stilisieren?

b) "Mit diesen totalitären Idioten wollen wir nicht in einem Boot."
Mit "totalitären Idioten" will man nie in einem Boot (vmtl. sitzen?). Allerdings hört sich in meinen Ohren Ihr Bravo auch leicht nach totalitärer Idiotie an... ;)

c) ""alt"=schlimm, "weiß"=schlimmer, "Mann"= ruft die Polizei!"
Ich denke, dass es kontraproduktiv ist, Menschen etwas vorzuwerfen, dass sie nicht beeinflussen konnten/ können.
Ich mach das lieber ganz individuell vom persönlich Ignoranz-Faktor abhängig.

Sie versuchen so verzweifelt clever zu erscheinen, da will ich Sie dann nicht enttäuschen. Also bin ich ganz nett.

Die Gender-Studies-Menschen möchten ja gern als Wissenschaftler gesehen werden. Da ich das für lächerlich halte, schreibe ich den Begriff Gender-Wissenschaften in Anführungszeichen.
Ich glaube nicht dass ich mir Feinbilder erschaffe. Die PC-Fanatiker geben offen zu was sie möchten. Und "Fanatiker" ist dort kein abwertender Begriff.
Sie sehen, ich erschaffe mir keine Feindbilder, diese Menschen existieren und ich bekämpfe sie bzw. deren Vorhaben. Und natürlich will ich den Kampf befeuern. Dieser Kampf ist sehr nötig.

Mein Bravo für Martensteins Kampf gegen diese PC-Fanatiker ist auch "totalitäre Idiotie"? Nun ja, wenn wir dieser Logik folgen, darf man schon bald nichts mehr machen. Wenn man Verbrecher und Gewalttäter bekämpfen will, wird man auch zum Verbrecher und Gewalttäter, nach dieser Logik.
Wobei ich Ihnen da zum Stück sogar folgen kann, doch ich warte auf eine bessere Herangehensweise. Vielleicht können Sie mir da behilflich sein?

Der letzte Absatz war für mich? Vermutlich nicht.

"Sie versuchen so verzweifelt

"Sie versuchen so verzweifelt clever zu erscheinen, da will ich Sie dann nicht enttäuschen. Also bin ich ganz nett."
Worin drückt sich meine Verzweiflung denn aus, worin meine Cleverness? Wieso glauben Sie mich nicht zu enttäuschen?

"Die Gender-Studies-Menschen möchten ja gern als Wissenschaftler gesehen werden."
Wieso genau stellt Gender-Studies keine Wissenschaft dar? Was glauben Sie denn macht ein Mensch, der in Gender-Studies graduiert hat?

"Die PC-Fanatiker geben offen zu was sie möchten. "
Und bereits das macht sie zu Fanatikern und damit zu Ihrem Feindbild? Aha.

"Nun ja, wenn wir dieser Logik folgen, darf man schon bald nichts mehr machen."
Witzig das Sie in diesem Zusammenhang von "Logik" reden: Wenn ich behaupte, dass man Ihre Position -wie folgt zusammengefasst: " Und natürlich will ich den Kampf [gegen PC-Fanatiker A/N] befeuern. Dieser Kampf ist sehr nötig."-, als totalitäre Idiotie verstehen kann, dann heißt das doch nicht, dass Sie die nicht vertreten dürfen, sondern bloß, dass Sie sich damit halt zum Idioten machen. Der Weg bestimmt das Ziel - das ist keine Magic.

"Der letzte Absatz war für mich?"
Den letzten Absatz dürfen Sie beziehen, auf wen Sie wollen :D

Ach, Herr Martenstein,

Ach, Herr Martenstein,
natürlich wissen Sie, weshalb Herr Niggemeier – oder auch die Titanic – nicht jeden Ihrer Texte kommentiert. Sie (die Texte) sind einfach zu wertlos. Sie haben nicht genügend Substanz, um auch nur einigermaßen intelligent und unterhaltsam darauf zu antworten.
Nur das ist der Grund. Ich glaube, auch die von Ihnen angesprochenen 4 Repliken von Herrn Niggemeier haben ihm erst großes Kopfzerbrechen bereitet, ob es denn am Ende den Aufwand wert sei. Um witzig und intelligent zu polemisieren, muss der Gegner geistig satisfaktionsfähig sein.
Normalerweise würde ich sagen: Schön, dass Sie es trotzdem immer wieder versuchen, eine Kolumne zu schreiben. Ich habe nur Mitleid mit Herrn Niggemeier, der diese trostlosen Zeilen lesen muss und sich fragen muss, ob er Zeit und Energie verschwenden soll, auf so ein eingeschnapptes Primanerbriefchen zu antworten.
Machen sie es doch mal anders: schreiben Sie doch mal etwas Frisches, Spritzig-Intelligentes, auf das es sich zu antworten lohnt! Dann schauen Sie mal, wie oft der Herr Niggemeier antwortet!
Viel Erfolg –
Und immer dranbleiben! Sie schaffen es schon irgendwann mal!

Sehr geehrter Herr Martenstein,

ich merke, dass es Ihnen Spass bereitet, solche Texte zu schreiben. Ich glaube, wenn es Herrn Niggemeier nicht gäbe, dann sollte man ihn auf jeden Fall für Sie erfinden. Das gibt einem so viel Schub beim Schreiben. Da läuft der Text fast wie von selbst. Das ist das, was ich an Ihren Texten schätze, dass sie mir eigentlich weniger Inhalt, als die Bestätigung eines Lebensgefühls übermitteln. Wieder aber gilt, so meine ich, ohne den Widerpart ist das Leben nur halb so erregend.

Lieber Herr Martenstein, jeden Donnerstag bekomme ich die ZEIT (Abo).
Und fast jedes Mal schaue ich zuerst ins ZEITMagazin. Und fast jedes Mal
lese ich zuerst Ihre Kolumne. Und fast jedes Mal bin ich d'accord, manchmal entzückt. Ich freue mich auch oft bei dem Gedanken, wie viele der grünen (im doppelten Sinn) gutmenschlichen Schreiber sich wieder über Sie ärgern. Herrn Niggemeier freilich hätten Sie nicht die Ehre erweisen sollen … Wie schrieb ein "Vorredner" doch so treffend über die "Eiche" …? Na, Sie wissen schon.
So, und jetzt zum Briefkasten, denn gerade ist die neue ZEIT angekommen. Und Sie wissen, was ich jetzt tu …
Mit dem Ausdruck hoher Wertschätzung und freundlichen Grüßen!

"Volkserzieher" vs. "Lümmel

"Volkserzieher" vs. "Lümmel von der letzten Bank"?! "Traurig, traurig, traurig" ... sagte wer? Richtig, Oberstudiendirektor Dr. Gottlieb Taft, das Abziehbild eines Juppiter tonans (hinreißend verkörpert vom großen Grabscher Theo Lingen) - personifizierte Karikatur eines christlich-konservativ-humanistischen traditionell abgenagten Gymnasialknochens (an dem Generationen von Schülern gelitten haben, Niggemeier inclusive, am Osnabrücker Carolinum) - aber hagerer Asket am Mommsen-G., in der Patronage des linksliberalen Freigeistes Theodor M., jedenfalls physiognomisch das eckige Gegenteil. Wenn man den kleinen St.N. vielleicht etwas freisinniger behandelt hätte ...? So aber imitiert er eigentlich immer schon das, was Sie, lieber Muxx Martenstein, gern verkörpern möchten, den rundlichen "Hansi Kraus" (auch das noch!), den "Lümmel von der ersten Bank" (denn was ein rechter Lümmel war, gehörte natürlich in die vorderste Sitzreihe - zwecks besser Beaufsichtigung). Und so wurde der jugendliche Müpfer zum selbsternannten Chef des Blocks der Unreifen, tonangebend für seine hochtrabenden TrabantInnen - und wer sich nicht einordnete in die Schar des Pepe Nietnagel, der wurde behandelt wie vom Fledermaus-Prinzen Orlofsky - oder doch nach den Manieren des Hausmeisters vom Carolinum?!

Ich kann ihren Kollegen verstehen, ich finde ich es auch ärgerlich, wenn Sie mit so einer Nachlässigkeit der "Das wird man ja wohl noch sagen dürfen!"-Pegida-Fraktion in die Karten spielen. Ich finde, von jemandem, der Dinge für die Öffentlichkeit aufschreibt, kann man erwarten, dass er vorher die vermeintlichen Fakten überprüft. Wenigstens wenn es nicht um Leggings bei Frauen über 40 oder verwandte Themen geht.

Na klar! Und Sarrazin behauptet auch bis heute steif und felsenfest, dass ihn noch keiner widerlegt hätte. Dabei waren seine Thesen schon vor Veröffentlichung hoffnungslos veraltet.

Und auch Sarrazin ist weiß, alt, heterosexuell, selbstverliebt sowie an den Befindlichkeiten... ach, Sie wissen schon selbst.

Aber eine Frage habe ich doch noch, Herr Martenstein: Wie kommen Sie darauf, dass Sie "respektlos witzig" seien? Habe ich da etwas überlesen?

"Es gibt nichts Neues unter

"Es gibt nichts Neues unter der Sonne - alles schon mal dagewesen" (Ben Akiba). Und schon greife ich resignierend hinter mich zu meinem alten Reclam-Heft "Karl Kraus, Heine und die Folgen" - und lese auf S. 99 die wütende Replik Alfred Kerrs: "Dem kleinen Kraus (welcher kein Polemiker ist, sondern eine Klette) soll im übrigen gelassen werden, was er nicht hat. Blieb ihm die Gabe des Schreibens auch verwehrt (caccatum non est dictum), so weiß er doch, Reportermeldungen auf der fünften Seite des Wochenblatts für Leitomischl und Umgebung mit vernichtender Schärfe zu beleuchten". Und wer dann bis S. 106 weiterliest, weiß sofort: Da geht noch einiges ... die Herren sind noch längst nicht am Ende. Zu Niggemeier fällt mir nur Paradoxes ein: Wenn es Niggemeier nicht gäbe, müßte man ihn erfinden. Aber mußte es ausgerechnet Niggemeier sein?

Ich habe jetzt mal in die Artikel des Kollegen geschaut und kann nur ganz klar sagen: Rudern Sie mal ein Stück zurück, Herr Martenstein! Wer von einem Ross gewisser Höhe aus Menschen und ihr Verhalten be- und häufig genug verurteilt, sollte in der Lage sein, Kritik nicht nur wegzustecken, sondern da, wo sie angebracht ist, auch darüber zu reflektieren!

Diese Weinerlichkeit, die Sie hier in diesem Artikel an den Tag legen in diesem Punkt, sollte Ihnen eigentlich nicht würdig sein!

Anstatt sich mal sachlich einzugestehen, inhaltlich nicht nur den ein oder anderen Bock geschossen zu haben, sondern damit auch Kampagne in eine Richtung betrieben zu haben, die vielleicht nicht ganz in Ordnung ist, pulen Sie nun in des Gegners Artikel, um bei dem irgendetwas zu finden.

Wie dumm. Wie unnötig!

So gerne ich oft genug Ihre Kolumnen lese, so oft fällt mir bei einigen Artikeln auf, dass Sie dem Sparschweinfehler öfter anheim fallen. Man könnte also sachlich berechtigt öfter diese schlechte Recherche gepaart mit einer Überheblichkeit kritisieren! Ist Ihnen das eigentlich bewusst? Und wie gehen Sie mit solchen durchaus ernsten Fehlern um? Kokettierend-bagatellisierend, wie hier, oder mal ernsthaft? Wäre allemal besser.

Lieber Harald

Lieber Harald

ich mag deine Kolumnen ziemlich, aber manchmal bist du einfach nur ein eitler Gockel. Niggemeier mag phasenweise wie ein penetranter Pingel rüberkommen, aber "Hasspredigen" sind was anderes. Wahrscheinlich ist er sich sogar darüber im klaren, dass er ähnlich "hell" und "reif" ist wie Du. Ich glaub, im Kern seid ihr euch gar nicht so unähnlich. Das mit dem gefressenen Narren scheint mir zumindest keine einseitige Angelegenheit zu sein. Oder schickt er dir seine Blogeinträge persönlich zu?

Lieber Herr Martenstein, aus lauter Empörung über die armseligen Äußerungen des Herrn N. habe ich mich jetzt hier angemeldet, obwohl das sonst nicht meine Art ist. Lange schon lese ich Ihre Herz und Verstand erfrischenden Texte voller Freude und ich bin mir sicher, daß Sie solch hustende Flöhe ganz lässig von sich abstreifen. Bitte genau so weitermachen - wir brauchen Sie!

Lieber Herr Martenstein,

Lieber Herr Martenstein,

auch ich bin nicht mit jeder Ihrer Analysen einverstanden. Manches erscheint mir zu arg verkürzt, wo Sie noch einen Satz hinzugefügt haben sollten, mitunter ist manches zu hart und plakativ ausgedrückt...für MEINEN Geschmack nun gut, ist nicht schlimm, ehrlich nicht - ich lese Ihre Beiträge auch weiterhin als Ersten Artikel der betreffenden Tsp-Seite.

Als ich kürzlich die dreist-dümmlich-frechen Anwürfe von Niggemeier las, glaubte ich angesichts der Heftigkeit an - ich schwöre! - einen verspäteten Aprilscherz, als eine augenzwinkernde heftige "Frotzelei unter Kollegen"!
Ich dachte:
Was hat Martenstein denn nun wieder angestellt? Hat er Niggemeiers Auto angeditscht? Die Frau ausgespannt? Ihn um Geld angepumpt??

Um es kurz zu machen: Angeblich soll dieser Mann mal einen Universitätsabschluß hingelegt haben. Damit sollte er gemäß seinem Status einen gewißen Umgangsstil haben - dem ist offensichtlich nicht so, und das ist ein heftiger Euphemismus! Universitätsabschluß ist leider KEIN "Qualitätsstempel", was wir spätestens seit einem gewissen J.G. aus Rheydt wissen... dessen Stil - m.E. - Niggemeier recht erfolgreich kopiert.

Lieber Herr Martenstein, zwar bin ich nicht Ihr bester Fan (siehe oben) aber kennen Sie nicht den Spruch: "Ich lebe so, dass ich nicht nur auf meine Freunde stolz sein kann, sondern auch auf meine Feinde!"??

Seien Sie stolz darauf, einen solchen Wadenb... zu solchen Anwürfen "angestiftet" zu haben. Solange Sie weiterhin von N. so beharkt werden, haben sie alles richtig gemacht!
MfG

Lieber Herr Martenstein, hätte ich auch gerne, eine bessere Welt, eine Welt des Respekts. Wenn ich so am Morgen die news anklicke, gehen meine Mundwinkel nach und nach immer weiter runter. Das ist nicht gut, vor allem wegen der Falten, die das macht. Ich habe schon einige. Dann sehe ich, es gibt mal wieder ein Kolumne von Ihnen, wie schön, denn an deren Ende muss ich meistens - grinsen!
Sie sind sozusagen mein Antimiesepetrichkeitsfaltenprogramm. Danke dafür.

Obwohl ich ihn sehr gern lese, habe mich über die Jahre auch hin und wieder an einigen Stellen, über eine gewisse Verbissenheit bei Herrn Niggemeier gewundert - nehme sie mittlerweile jedoch als normale ( http://bit.ly/1nL4g1k ) menschliche Schwäche zur Kenntnis. Auch von Ihren Kolumnen bin ich nicht jedesmal überzeugt. Insgesamt gehören sie allerdings für mich in der Regel, alle beide zu den wenigen, auch mal querdenkenden und somit gerngelesenen deutschen Journalisten ...

Ich bin ja so ein bisschen verknallt in den Martenstein. Der Mann strahlt so ein ruhiges Vertrauen mit seiner Schreibe aus. Als würde man im warmen Sonnenschein auf einer Parkbank sitzen und ein wenig plaudern.

So wie in der Matrix als der Architekt und das Orakel die Server neu durchstarten. Und sich herausstellt das das Gemetzel, Hysterie und Aufregung von 3 Filmen nichts weiter als ein Baustein eines zu Ende gehenden Zyklus war, der die Parameter für den Neuen definiert. Eine sehr Kindische aber serh beruhigende Vorstellung. Fast wie Religion.

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