Einkaufen in der Region Hofläden und Wochenmärkte gesucht

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ZEITmagazin Nr. 11/2015

Der Schwarzwälder Schinken muss nicht aus dem Schwarzwald kommen: Er muss nur da geräuchert worden sein. Für viele Lebensmittel wie Wurst, Käse und Milch ist die Herkunftsangabe keine Pflicht. Das Regionalsiegel auf der Milchtüte hilft nicht weiter: Es gibt viele solcher Gütezeichen – alle mit unterschiedlichen Standards. "Region" ist ein dehnbarer Begriff. Licht ins Siegel-Dickicht bringen will das vom Agrarministerium 2014 eingeführte "Regionalfenster" – Ilse Aigner sprach schon 2012 von einer "Renaissance des Regionalen".

Flächendeckend etabliert hat das Siegel sich nicht. Dabei interessiert es die Käufer, woher ihre Lebensmittel stammen. Darum bitten wir Sie: Verraten Sie uns, wo Sie Lebensmittel direkt vom Erzeuger kaufen, dort, wo kein Siegel nötig ist.

In welchem Hofladen, auf welchem Wochenmarkt erwerben Sie Obst, Gemüse, Fleisch, Milch, Eier und Honig? Bis zum 19. März sammeln wir hier Ihre Empfehlungen. Damit die "Renaissance des Regionalen" keine Politikerfloskel bleibt. 


Die Ergebnisse veröffentlichen wir am 16. April im ZEITmagazin Genießen-Heft und auf zeitmagazin.de

Kommentare

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Folgende Höfe kann ich empfehlen:
1) den Siebengiebelhof (http://www.siebengiebelho...) in
Drenkow in der Nähe der A 24, zwischen Hamburg nach Berlin, Abfahrt Suckow
Demeterprodukte: Milch, Käse, Quark, Joghurt, Fleisch vom Rind und Fleisch
Verkauf auch auf Wochenmärkten in der Region so z.B. immer Donnerstags in Perleberg

2) in Strigleben bei Perleberg gibt's einen kleinen Hofladen, in dem man verschiedenste Sorten Bio-Schafskäse (hart oder weich mit oder ohne Kräuter etc.) kaufen kann. Weiterhin im Sortiment Wurst und Strümpfe ;-)

3) in Baek bei Perleberg gibt es einen Bio-Milchbauern, der die Milch direkt ab Hof verkauft.

[...]
kaum einer wird seinen Samstag damit verbringen km über km von Hof zu Hof zu pendeln. Wenn man diese Höfe aber schätzt, dann kann man bei allen anderen Fahrten überlegen..."Hmm... da komm ich ja fast beim Hof XY vorbei." Und schon ist die extra Fahrt auf ein Minimum reduziert.
Das Geld landet dann auch nicht bei den großen Disountern sondern direkt beim Erzeuger. Der kann damit ordentlich, Artgerecht produzieren usw.
Es macht also durchaus Sinn. Ist u.U. voll Bio, gesund und nachhaltig. Auch wenn es mit nen Cayenne eingekauft wird.
Außerdem wird der von Ihnen herangeführte Cayenne ja sonst auch für die Einkaufstour zur nächsten Giga-Super-Mall benutzt. Oder fahren Sie mit Fahrrad zum Einkaufen?

Gekürzt. Ja, die Redaktion fasst dies als Beleidigung auf. Die Redaktion/lh

Liebe ZEIT Redaktion,

Liebe ZEIT Redaktion,
der vom Filmemacher und Food-Aktivisten Valentin Thurn ("Taste the Waste" u.a.) gegründete gemeinnützige Verein Taste of Heimat e.V. setzt sich für die strukturelle Stärkung einer regionalen Lebensmittelversorgung ein. Zu unseren Aktivitäten gehört u.a. der Ausbau der gleichnamigen Online-Plattform www.tasteofheimat.de, über die Erzeuger, Verarbeiter und Händler regionaler Lebensmittel sowie Restaurants gefunden werden können. Zur Zeit befindet sich die Seite im Umbau, ab Anfang April - zeitgleich mit dem Start von Valentin Thurns neuem Kinodokumentarfilm über die Welternährung ("10 Millarden") - wird sie dann aber voll funktionsfähig und mit massiv erweiterter Datenbank online gehen.
Mehr Informationen gibt es auf http://harte-kost.de/ oder https://www.facebook.com/...
Sie können sich auch gerne direkt mit uns in Verbindung setzen!
Viele Grüße,
das Taste of Heimat-Team