© Silvio Knezevic

Wochenmarkt Gulasch vegetarisch

Von
ZEITmagazin Nr. 12/2015

Das Gulasch wurde in Ungarn erfunden, aber das Szegediner Gulasch kommt nicht aus Szegedin: Angeblich wurde es nach dem Schriftsteller József Székely benannt, von dem wohl die Idee stammt, Sauerkraut ins Gulasch zu geben. Gulasch ist ein Schmorgericht, und Gulasch bedeutet: Fleisch. Viel Fleisch. Und danach Schnaps. Dieses eherne Gesetz bricht Manuel Schmuck vom Berliner Restaurant Martha’s. In seinem vegetarischen Gulaschrezept ersetzt Schmuck das Fleisch durch den mediterranen Grillkäse Halloumi.

Die Butter in einer Pfanne braun werden lassen, Zwiebelwürfel darin anschmoren. Eine der beiden Paprikaschoten (fein gewürfelt), Paprikapulver, Chili, Kümmel und das Lorbeerblatt hinzugeben, mit Rotwein ablöschen, reduzieren. Mit etwas Wasser aufgießen, Sauerkraut dazugeben, mit Salz, Pfeffer, geriebener Zitronenschale und Majoran würzen. 15 Minuten lang köcheln lassen. Die zweite Paprikaschote halbieren und entkernen, beide Hälften im Ofen bei 250 Grad (Ober- und Unterhitze) zehn Minuten lang grillen, bis die Schale schwarz ist, herausnehmen und Alufolie darüberlegen. Zehn Minuten lang stehen lassen, dann die schwarze Haut abziehen, Paprika in Streifen schneiden. Zur Paprika eine halbe fein gehackte Knoblauchzehe geben und mit Essig, Olivenöl, Salz und Pfeffer verrühren. Eine Stunde marinieren. Joghurt mit Salz, gemörsertem Kreuzkümmel und der anderen Hälfte der gehackten Knoblauchzehe würzen. Den Halloumi in Würfel schneiden und in der Pfanne knusprig anbraten. Lasagneblätter al dente kochen, längs durchschneiden und eine Minute in der Olivenölmarinade ziehen lassen. Alles zusammen anrichten.

Szegediner Gulasch ohne Fleisch (für 2 Personen)

Zutaten – 50 g Butter, ½ Zwiebel, 2 Spitzpaprika, süßes Paprikapulver, Chilipulver, Kümmelsamen, Lorbeerblatt, 50 ml Rotwein, 300 g Sauerkraut, Salz, Pfeffer, Zitronenschale, frischer Majoran, 1 Knoblauchzehe, 1 EL Essig (weißer Balsamico oder Weißweinessig), 2 EL Olivenöl, 100 g griechischer Joghurt, etwas Kreuzkümmel, 200 g Halloumikäse, 2 Lasagneblätter

Kommentare

10 Kommentare Seite 1 von 2 Kommentieren

Wenn ich schon "vegetarisch"

Wenn ich schon "vegetarisch" essen will, dann will ich auch nichts was "Gulasch"erstaz ist oder mit "Fleisch"ersatz gemacht ist.
Wenn ich auf Autos verzichten will kaufe ich mir ja auch nicht ein "Auto"ersatzvehikel (z.B einen Holzvergaser oder ein "Segel"auto).
Wenn ich kein Handy will kaufe ich mir kein Walky-Talky auf dem ein Programm laeuft das ein Handy simuliert...

Falls ich aber zur Mehrheit gehoere, die Fleisch mag, will ich Fleisch, nicht "Gulasch"ersatz.

Was soll das Ganze, ausser an Fasching oder am 1. April wenn ich meine Gaeste/innen reinlegen will?

Irgend was ist da sehr faul mit "vegetarisch" und "vegan".