Nacktheit Das Paradies wird abgeschafft

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Eltern und Erzieher fragen sich, ob sie Kinder noch nackt spielen lassen dürfen. Was ist passiert? Von
ZEITmagazin Nr. 30/2015

Es war ein warmer Sommerabend, ich saß mit einer Nachbarin auf der Wiese unseres gemeinsamen Gartens. Die andern Nachbarn grillten auf ihren Terrassen oder saßen auf dem Balkon, der Rasensprenger lief, und unsere Kinder, zwei, fünf und sieben Jahre alt, sprangen nackt unter dem Wasserstrahl hindurch. Sie quietschten vor Freude, wir sahen ihnen lächelnd zu, und doch drängte sich uns ein eigenartiger Gedanke auf. "Manchmal frage ich mich, ob wir ihnen lieber was anziehen sollten", sagte meine Nachbarin. Ich hatte mich das auch schon gefragt.

Sie erzählte mir von einem alten Video, das sie gefunden hatte, einem Film von der Kinderladenreise ihres älteren Sohnes, aufgenommen im Sommer vor zehn Jahren. Als sie sich die CD jetzt wieder angesehen hat, kam es ihr so vor, als habe sie ein Dokument aus einer anderen Zeit vor sich. Auf dem Film war eine Bande glücklicher Drei- bis Fünfjähriger zu sehen, die sich mit Schaumküssen bewarfen. Die ungewöhnlichen Wurfgeschosse überraschten meine Nachbarin nicht so sehr wie die Tatsache, dass die kleinen Kinder alle nackt waren.

Vor zehn Jahren fand sie den Film nicht ungewöhnlich. Die Erzieherin hatte den Eltern eine Freude gemacht und einen Moment der Unbeschwertheit auf Video gebannt. Heute würde sich kaum noch eine Erzieherin trauen, kleine Kinder nackt zu filmen. Falls es ihr die Statuten ihres Kindergartens nicht ohnehin untersagten, würden sich vermutlich gleich nach der Weitergabe des Videos alarmierte Eltern beschweren, die befürchten, der Film könnte in falsche Hände geraten.

Der Sohn meiner Nachbarin wurde vor 15 Jahren geboren, ihre Tochter vor sieben – in den acht Jahren dazwischen, so schien es uns an jenem Abend, hat sich einiges verändert im einst so liberalen Deutschland. Warum sehen wir in unseren Kindern nicht mehr einfach nur das, was sie sind: Kinder – sondern potenzielle Sexualobjekte Pädophiler? Warum lassen wir uns so verunsichern und sind auf dem besten Weg, eine Gesellschaft von Bedenkenträgern und Spaßverderbern zu werden?

"Darf ich mein Kind nackt im Garten herumlaufen lassen?" ist eine oft gestellte Frage in Elternforen im Internet – im Privatgarten wohlgemerkt. Die Meinungen darüber gehen weit auseinander. Was sich aus den Beiträgen allerdings herauslesen lässt: Im Osten Deutschlands, wo es eine breite FKK-Kultur gab, empfinden viele Eltern die Nacktheit ihrer Kinder zum Glück noch als etwas Natürliches.

Ich wohne in einem Block neu gebauter Mehrfamilienhäuser. Als meine vierjährige Tochter letzten Sommer zum ersten Mal im Garten in ihr Planschbecken wollte, brachte ich ihr eine Badehose. Weil ich dachte: Vielleicht finden einige der Nachbarn, dass ich das tun sollte. Ehrlich gesagt verunsicherte mich ihre Nacktheit auch, meine Tochter kam mir in dem Moment so schutzlos vor. Aber sie wollte keine Badehose und verstand auch nicht, warum sie eine anziehen sollte. "Die wird doch nur nass", sagte sie. Also legte ich sie wieder weg. Ich hätte ihr sagen können: Man zeigt sich anderen Leuten nicht nackt. Aber sie war ja erst vier, sie hatte noch kein Schamgefühl. Sollte ich ihr jetzt schon eins einreden?

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Nackte Kleinkinder, die vergnügt in der Sonne spielen, das ist ein Sinnbild für Sorglosigkeit, für Freiheit. Wahrscheinlich hat jeder der in den siebziger und achtziger Jahren Geborenen mindestens ein Foto im Kinderalbum, auf dem er nackt ist. Am Strand, im Planschbecken, beim Picknick, auf einer Gartenparty. Auch in der Werbung sah man früher nackte Babypopos. Heute ist selbst auf Videos mit Wickelanleitungen für junge Eltern der Unterleib der Babys gepixelt. Seit Anfang der neunziger Jahre ist das Thema Kindesmissbrauch immer präsenter geworden in den Medien, wir sind wachsamer geworden. Aber auch ein bisschen paranoid.

Voriges Jahr hat es in Deutschland einen weiteren wichtigen Einschnitt gegeben: Der Fall des Politikers Sebastian Edathy war wochenlang Gesprächsthema Nummer eins. Er hatte sich in einem Onlineshop Filme und Fotos unbekleideter Jungen bestellt. Eine der Besonderheiten daran: Diese Darstellungen waren laut Ermittlungsbehörden nicht unbedingt illegal. Für Eltern ist die Vorstellung ein Albtraum, dass jemand ihre nackten Kinder im Garten fotografieren könnte und die Bilder als Onaniervorlage benutzt oder gar ins Netz stellt – und sich damit womöglich nicht einmal strafbar macht. Später wurde Edathy dann doch angeklagt. Er hatte noch anderes, nach Rechtslage tatsächlich kinderpornografisches Material über seinen Laptop abgerufen. Das Verfahren wurde gegen Zahlung einer Geldbuße eingestellt.

Als Reaktion auf den Fall Edathy beschloss das Parlament eine Verschärfung des Sexualstrafrechts. Nun macht sich unter anderem strafbar, wer Kinder und Jugendliche nackt fotografiert, um die Aufnahmen zu verkaufen oder zu tauschen. Die gesellschaftlichen Auswirkungen dieses Falls lassen sich schwer bemessen. Aber wenn man sich umhört unter Eltern und Erziehern, merkt man, dass sie in den letzten anderthalb Jahren noch vorsichtiger geworden sind.

In einem Kindergarten in Berlin-Kreuzberg, in den die Kinder einer Bekannten gehen, wurden voriges Jahr die Hausregeln verschärft. Die Einrichtung hat einen eigenen Garten mit Wasserspielplatz, und obwohl es ein Privatgrundstück ist, dürfen die Kinder dort seit letztem Jahr nicht mehr ohne Windel oder Unterhose planschen. Die Erzieherinnen hatten eine Fortbildung zum Thema Kinderschutz absolviert, dort wurde ihnen geraten, den Kindern etwas anzuziehen. "Es könnte ja jemand von den umliegenden Balkonen Fotos machen", sagt die Leiterin der Kita. Seit 1989, als die Kita gegründet wurde, war es okay gewesen, die Kinder nackt spielen zu lassen, wenn sie das wollten. "Wir sind zu dem Schluss gekommen, dass das nicht mehr zeitgemäß ist", sagt die Leiterin. Keiner wolle doch später ein Foto von sich im Internet finden, auf dem er als Kind entblößt zu sehen ist.

Es stimmt, jemand könnte fotografieren. Aus der Sicht eines Kindergartens, der Beschwerden von Eltern abzuwehren hat, ist so eine Regelung verständlich. Sie macht aber deutlich, dass ein neues Klima herrscht: Wir wähnen überall Gefahren. Und der Alltag unserer Kinder wird immer weiter reguliert.

In unserem Kinderladen werden die Kinder seit Jahren beim Basteln, Spielen oder auf Feiern fotografiert. Die Erzieherinnen kleben die Bilder zusammen mit den Kindern in deren persönliche Ordner. Immer mal wieder zeigen uns unsere beiden Kinder stolz ihre Ordner, und so erfahren wir, was sie alles erlebt haben. Unbekleidet wird kein Kind fotografiert, diese Regel gilt in unserem Kinderladen schon seit Jahren.

Vorigen September mussten wir Eltern dann plötzlich eine Einverständniserklärung unterschreiben, dass unsere Kinder überhaupt noch fotografiert werden dürfen – denn ein Kind könnte auf gemeinsamen Fotos auch im Ordner eines anderen zu sehen sein. Ich verstand erst gar nicht, wozu ich das unterschreiben sollte. Worin liegt die Gefahr, wenn andere Eltern mein Kind mit ihrem beim Pflaumenpflücken sehen? Ist nicht genau das die Idee eines Albums, dass man sich später an schöne Momente mit Freunden erinnern kann?

Die Leitung des Kinderladens sagte mir, man sei aus Datenschutzgründen zu dieser Einverständniserklärung gezwungen, Eltern könnten die Fotos ja auch ins Netz stellen. In unserer Kita sind nur 15 Kinder, alle Eltern haben unterschrieben. Aber man muss auch weiterdenken, was es bedeutet, wenn Kinder nur noch mit schriftlicher Erlaubnis aller betroffenen Eltern fotografiert werden dürfen. In Großbritannien und den USA kann man sein Kind bei Schulaufführungen und Fußballspielen oft gar nicht mehr ablichten. Der britische Soziologe Frank Furedi schreibt in einem Essay über Kindererziehung, er besitze kein einziges Bild seines Sohnes bei einem Spiel seines Fußballvereins. "Für mich symbolisieren die leeren Seiten im Familienalbum, welch absurde Ausmaße die derzeitige Vorstellung von Kinderschutz angenommen hat."

Dieser Artikel stammt aus dem ZEITmagazin Nr. 30 vom 23.07.2015.

Furedi ist emeritierter Professor der University of Kent, er schrieb 2001 das populäre Buch Paranoid Parenting (Die Elternparanoia) über die wachsende Tendenz, jeden Aspekt des Lebens seines Kindes zu überwachen. "Unsere Kinder sind uns heilig", sagt Furedi, "die Kehrseite ist: Wir sehen sie ständig bedroht." Die Eingriffe in die kindliche Freiheit hätten in den letzten Jahren hysterische Züge angenommen. "Immer mit dem Hinweis, die Gesundheit des Kindes sei in Gefahr."

Wir erlebten einen neuen Puritanismus, sagt er, ausgelöst von der Übersexualisierung: Das Internet sei voll mit nackten Körpern, Pornos seien jederzeit abrufbar. Damit komme es auch zu einer Übersexualisierung unserer Kinder – der Körper einer Zweijährigen werde unter dem gleichen Blickwinkel betrachtet wie der einer 15-Jährigen und müsse folglich bedeckt sein. "Erwachsene wenden ihre eigenen sexuellen Normen auf Kinder an, und plötzlich bekommt etwa das kindliche Doktorspiel eine sexuelle Konnotation, die es gar nicht hat." Zugleich setze sich immer mehr der Verdacht durch, Pädophile seien überall. "In unserer Vorstellung lauern sie hinter jeder Ecke – das verkennt die Realität bei Weitem." Es gibt nicht mehr Fälle von Kindesmissbrauch, wir haben nur mehr Angst davor.

Furedi, der ungarischer Herkunft ist, hat vor allem über den angloamerikanischen Raum geforscht. Dort sind nackte Kinder ein Tabu. An keinem Strand – mit Ausnahme vielleicht von Kalifornien – begegnen sie einem dort. Es ist zwar nicht illegal, sein Kind unbekleidet planschen zu lassen, aber wer Pech hat, wird von den Nachbarn angezeigt. So wie Freunde einer Bekannten, die vorübergehend in den USA lebten und ihre nackten Kinder beim Spielen im privaten Garten fotografiert hatten. Die Eltern mussten nach der Anzeige den Jugendbehörden erst einmal beweisen, dass sie ihre Kinder nicht missbrauchten.

Die deutsche Gesellschaft ist anders als die amerikanische, aber die Tendenzen, die sich dort zeigen, sind mit Verzögerung auch bei uns zu beobachten. Männliche Erzieher und Praktikanten stehen heute unter dem Generalverdacht, Kinderschänder zu sein. Wenn sie auf dem Spielplatz ein Kind in den Arm nehmen, werfen ihnen Eltern komische Blicke zu. In vielen Kindergärten gilt die eigenartige Regel, dass Männer keine Windeln wechseln dürfen – man stellt sie zwar ein, weil jeder weiß, wie wichtig es ist, dass Kinder auch von Männern erzogen werden, misstraut ihnen aber.

David, der Sohn einer Bekannten, hat gerade seine fünfjährige Ausbildung zum Heilerzieher abgeschlossen. Er ist ein groß gewachsener 23-Jähriger, den Kinder lieben, weil man mit ihm so gut toben kann und auf seinen Schultern so hoch oben sitzt. Er erzählte mir, wie sehr ihn dieses Misstrauen zeitweise gehemmt hat. "Darf ich das Kind überhaupt auf den Schoß nehmen?", fragte er sich. "Wenn der Junge so vor mir steht und an meinem Hosenbein zieht, ist er dann nicht verdächtig nah an meinem Unterleib?" Als Reaktion darauf mied er zunehmend den Körperkontakt zu den Kindern – was die natürlich nicht verstanden und was auch seinen Ausbildern auffiel. Es hat lange Gespräche gebraucht, bis er wieder Selbstsicherheit im Umgang mit den Kindern bekam. Aber er weiß, dass er jederzeit in eine Situation geraten kann wie jener Praktikant eines anderen Berliner Kinderladens.

Der junge Mann, im ersten Ausbildungsjahr zum Erzieher, erlebte als Praktikant einen einzigen sorglosen Tag. Am nächsten Tag alarmierten Eltern eines dreijährigen Mädchens den Kinderladen, es habe einen Übergriff gegeben, der Praktikant habe ihre Tochter geküsst. Der Vater ist Deutscher, die Mutter Amerikanerin. Die Erzieherinnen konnten sich den Vorwurf nicht erklären, weil der Praktikant mit dem Mädchen gar nicht allein gewesen war und niemand einen Kuss beobachtet hatte. Er hatte die Kleine lediglich auf den Schultern zur Kita zurückgetragen, weil sie nicht mehr laufen wollte. Dennoch musste sofort der Vorstand der Kita einberufen und der Dachverband der Kitas informiert werden. Über Wochen herrschte Ausnahmezustand. Nach langer Recherche und vielen Befragungen stellte sich heraus, was geschehen war: Die Mutter hatte in den USA gelernt, man solle den Kindern zur Feststellung eines möglichen Missbrauchs bestimmte Fragen stellen. Gleich bei der Abholung ihrer Tochter ging sie den Fragenkatalog durch, darunter: "Magst du den Mann?", "Kuschelt er mit dir?", "Küsst er dich?". Diese Fragen hatte die Dreijährige bejaht. Schon setzte sich eine Maschinerie in Gang, die einen ziemlich verunsicherten jungen Mann zurückließ, der sein Praktikum nur nach Zureden der anderen Eltern weiterführte.

Die Abscheu gegen Pädophile und Kinderschänder ist etwas, das uns fast alle eint. Sie ist so etwas wie der letzte gemeinsame Nenner der pluralistischen Gesellschaft. Weil es gleichzeitig so einfach geworden ist, Bilder im Internet zu verbreiten, sind wir übersensibel geworden.

Aber vielleicht muss man einen Schritt weiter gehen und sich die Frage stellen: Selbst wenn jemand heimlich meine Kinder nackt im Garten fotografieren sollte, was würde passieren? Natürlich will ich nicht, dass sie zur Onaniervorlage eines sexuell Gestörten werden. Aber ich will mir auch keine Angst einreden lassen vor etwas, von dem ich – im unwahrscheinlichen Fall, dass es passieren würde – noch nicht einmal etwas mitbekäme. Erst recht nicht meine Kinder.

Ich würde nie Fotos meiner Kinder bei Facebook hochladen, weil ich sie nicht zur Schau stellen will. Und weil mir meine Privatsphäre lieb ist. Genau deshalb will ich auf meiner Terrasse den Beobachter von außen nicht immer mitdenken. Denn was ist dann noch privat?

Ich finde, meine Kinder sollen den paradiesischen Zustand der Nacktheit im Garten oder am Badesee noch ein paar Jahre genießen dürfen. Eigentlich dachte ich immer, dass das in Deutschland noch lange möglich sei, ohne dass Eltern dabei das Gefühl haben müssten, sie verhielten sich verantwortungslos.

Letzte Woche erzählte mir eine Bekannte, sie sei mit ihren Kindern in Berlin auf dem Tempelhofer Feld gewesen, einem riesigen Areal, auf dem das Auge bis zum Horizont schweifen kann und man sich so frei fühlt wie am Meer. Die Kinder, zwischen zwei und fünf, spielten nackt im Gras. Ein Aufseher kam und sprach die Mutter an: Sie solle den Kindern doch etwas anziehen. Zu deren eigenem Schutz.

Kommentare

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Die Übersexualisierung der Gesellschaft betrifft nicht nur kleine Kinder, die fröhlich in der Sonne und mit Wasser spielen. Und sie entsteht nicht durch das Internet. Die (Über)sexualisierung entsteht in den Köpfen der Menschen. Sie hält Einzug in Lehrpläne, Geschlecht wird zum Förder- und Einstellungskriterium, zum wichtig(st)en Differenzierungsmerkmal. Vielen reichen zwei Geschlechter schon nicht mehr aus. In Berlin wurden gesonderte Toiletten eingerichtet für Menschen, die sich weder als weiblich noch als männlich definieren wollen. Bei facebook soll es möglich sein, sich aus einem Angebot von über sechzig Geschlechter(rolle)n die/das passende herauszusuchen. Gleichzeitig wächst die Verunsicherung über die eigene Identität und wie mit ihr umzugehen ist.

Warum sollte dieser gesellschaftlich geschärfte Blick auf das Geschlecht des Gegenüber vor Kindern halt machen?

kuestenwache

Zur Beantwortung der Frage "Was ist passiert" sehe ich zwei Antworten. Eine banale: Im Zuge der uns eingeimpften transatlantischen Hörigkeit äffen wir auch die in den USA grassierende Prüderie nach.
Und eine "historische": Bis vor nicht allzu langer Zeit wurde die Einstellung zu Sexualität durch das jahrtausende alte kirchliche "Sex ist Sünde" Dogma geprägt. Das haben wir , allen Liberalisierungserfolgen zum Trotz, noch immer nicht ganz abgeschüttelt.

Es gibt kein "jahrtausende altes kirchlichges Dogma: Sex ist Sünde".
Was wir jetzt erfahren müssen in Bezug auf "Nacktheit" gehört zu einer moralischen Radikalisierung, die sich ganz unabhängig von der christlichen Kirche entwickelt. Oft gehören deren Agitatoren zu gesellschaftlichen Gruppierungen, die besonders stolz darauf sind, nicht zur Kirche zu gehören. gerade im nichtkirchlichen Raum scheint die Lust am Tugendwächteramt zu wachsen mit einer erschreckenden Intensität.