Nacktheit Das Paradies wird abgeschafft

© Fred Morley/Fox Photos/Getty Images

Eltern und Erzieher fragen sich, ob sie Kinder noch nackt spielen lassen dürfen. Was ist passiert? Von

ZEITmagazin Nr. 30/2015

Es war ein warmer Sommerabend, ich saß mit einer Nachbarin auf der Wiese unseres gemeinsamen Gartens. Die andern Nachbarn grillten auf ihren Terrassen oder saßen auf dem Balkon, der Rasensprenger lief, und unsere Kinder, zwei, fünf und sieben Jahre alt, sprangen nackt unter dem Wasserstrahl hindurch. Sie quietschten vor Freude, wir sahen ihnen lächelnd zu, und doch drängte sich uns ein eigenartiger Gedanke auf. "Manchmal frage ich mich, ob wir ihnen lieber was anziehen sollten", sagte meine Nachbarin. Ich hatte mich das auch schon gefragt.

Sie erzählte mir von einem alten Video, das sie gefunden hatte, einem Film von der Kinderladenreise ihres älteren Sohnes, aufgenommen im Sommer vor zehn Jahren. Als sie sich die CD jetzt wieder angesehen hat, kam es ihr so vor, als habe sie ein Dokument aus einer anderen Zeit vor sich. Auf dem Film war eine Bande glücklicher Drei- bis Fünfjähriger zu sehen, die sich mit Schaumküssen bewarfen. Die ungewöhnlichen Wurfgeschosse überraschten meine Nachbarin nicht so sehr wie die Tatsache, dass die kleinen Kinder alle nackt waren.

Vor zehn Jahren fand sie den Film nicht ungewöhnlich. Die Erzieherin hatte den Eltern eine Freude gemacht und einen Moment der Unbeschwertheit auf Video gebannt. Heute würde sich kaum noch eine Erzieherin trauen, kleine Kinder nackt zu filmen. Falls es ihr die Statuten ihres Kindergartens nicht ohnehin untersagten, würden sich vermutlich gleich nach der Weitergabe des Videos alarmierte Eltern beschweren, die befürchten, der Film könnte in falsche Hände geraten.

Der Sohn meiner Nachbarin wurde vor 15 Jahren geboren, ihre Tochter vor sieben – in den acht Jahren dazwischen, so schien es uns an jenem Abend, hat sich einiges verändert im einst so liberalen Deutschland. Warum sehen wir in unseren Kindern nicht mehr einfach nur das, was sie sind: Kinder – sondern potenzielle Sexualobjekte Pädophiler? Warum lassen wir uns so verunsichern und sind auf dem besten Weg, eine Gesellschaft von Bedenkenträgern und Spaßverderbern zu werden?

"Darf ich mein Kind nackt im Garten herumlaufen lassen?" ist eine oft gestellte Frage in Elternforen im Internet – im Privatgarten wohlgemerkt. Die Meinungen darüber gehen weit auseinander. Was sich aus den Beiträgen allerdings herauslesen lässt: Im Osten Deutschlands, wo es eine breite FKK-Kultur gab, empfinden viele Eltern die Nacktheit ihrer Kinder zum Glück noch als etwas Natürliches.

Ich wohne in einem Block neu gebauter Mehrfamilienhäuser. Als meine vierjährige Tochter letzten Sommer zum ersten Mal im Garten in ihr Planschbecken wollte, brachte ich ihr eine Badehose. Weil ich dachte: Vielleicht finden einige der Nachbarn, dass ich das tun sollte. Ehrlich gesagt verunsicherte mich ihre Nacktheit auch, meine Tochter kam mir in dem Moment so schutzlos vor. Aber sie wollte keine Badehose und verstand auch nicht, warum sie eine anziehen sollte. "Die wird doch nur nass", sagte sie. Also legte ich sie wieder weg. Ich hätte ihr sagen können: Man zeigt sich anderen Leuten nicht nackt. Aber sie war ja erst vier, sie hatte noch kein Schamgefühl. Sollte ich ihr jetzt schon eins einreden?

© Aubrey Hart/Getty Images

Nackte Kleinkinder, die vergnügt in der Sonne spielen, das ist ein Sinnbild für Sorglosigkeit, für Freiheit. Wahrscheinlich hat jeder der in den siebziger und achtziger Jahren Geborenen mindestens ein Foto im Kinderalbum, auf dem er nackt ist. Am Strand, im Planschbecken, beim Picknick, auf einer Gartenparty. Auch in der Werbung sah man früher nackte Babypopos. Heute ist selbst auf Videos mit Wickelanleitungen für junge Eltern der Unterleib der Babys gepixelt. Seit Anfang der neunziger Jahre ist das Thema Kindesmissbrauch immer präsenter geworden in den Medien, wir sind wachsamer geworden. Aber auch ein bisschen paranoid.

Voriges Jahr hat es in Deutschland einen weiteren wichtigen Einschnitt gegeben: Der Fall des Politikers Sebastian Edathy war wochenlang Gesprächsthema Nummer eins. Er hatte sich in einem Onlineshop Filme und Fotos unbekleideter Jungen bestellt. Eine der Besonderheiten daran: Diese Darstellungen waren laut Ermittlungsbehörden nicht unbedingt illegal. Für Eltern ist die Vorstellung ein Albtraum, dass jemand ihre nackten Kinder im Garten fotografieren könnte und die Bilder als Onaniervorlage benutzt oder gar ins Netz stellt – und sich damit womöglich nicht einmal strafbar macht. Später wurde Edathy dann doch angeklagt. Er hatte noch anderes, nach Rechtslage tatsächlich kinderpornografisches Material über seinen Laptop abgerufen. Das Verfahren wurde gegen Zahlung einer Geldbuße eingestellt.

Als Reaktion auf den Fall Edathy beschloss das Parlament eine Verschärfung des Sexualstrafrechts. Nun macht sich unter anderem strafbar, wer Kinder und Jugendliche nackt fotografiert, um die Aufnahmen zu verkaufen oder zu tauschen. Die gesellschaftlichen Auswirkungen dieses Falls lassen sich schwer bemessen. Aber wenn man sich umhört unter Eltern und Erziehern, merkt man, dass sie in den letzten anderthalb Jahren noch vorsichtiger geworden sind.

In einem Kindergarten in Berlin-Kreuzberg, in den die Kinder einer Bekannten gehen, wurden voriges Jahr die Hausregeln verschärft. Die Einrichtung hat einen eigenen Garten mit Wasserspielplatz, und obwohl es ein Privatgrundstück ist, dürfen die Kinder dort seit letztem Jahr nicht mehr ohne Windel oder Unterhose planschen. Die Erzieherinnen hatten eine Fortbildung zum Thema Kinderschutz absolviert, dort wurde ihnen geraten, den Kindern etwas anzuziehen. "Es könnte ja jemand von den umliegenden Balkonen Fotos machen", sagt die Leiterin der Kita. Seit 1989, als die Kita gegründet wurde, war es okay gewesen, die Kinder nackt spielen zu lassen, wenn sie das wollten. "Wir sind zu dem Schluss gekommen, dass das nicht mehr zeitgemäß ist", sagt die Leiterin. Keiner wolle doch später ein Foto von sich im Internet finden, auf dem er als Kind entblößt zu sehen ist.

Es stimmt, jemand könnte fotografieren. Aus der Sicht eines Kindergartens, der Beschwerden von Eltern abzuwehren hat, ist so eine Regelung verständlich. Sie macht aber deutlich, dass ein neues Klima herrscht: Wir wähnen überall Gefahren. Und der Alltag unserer Kinder wird immer weiter reguliert.

In unserem Kinderladen werden die Kinder seit Jahren beim Basteln, Spielen oder auf Feiern fotografiert. Die Erzieherinnen kleben die Bilder zusammen mit den Kindern in deren persönliche Ordner. Immer mal wieder zeigen uns unsere beiden Kinder stolz ihre Ordner, und so erfahren wir, was sie alles erlebt haben. Unbekleidet wird kein Kind fotografiert, diese Regel gilt in unserem Kinderladen schon seit Jahren.

Vorigen September mussten wir Eltern dann plötzlich eine Einverständniserklärung unterschreiben, dass unsere Kinder überhaupt noch fotografiert werden dürfen – denn ein Kind könnte auf gemeinsamen Fotos auch im Ordner eines anderen zu sehen sein. Ich verstand erst gar nicht, wozu ich das unterschreiben sollte. Worin liegt die Gefahr, wenn andere Eltern mein Kind mit ihrem beim Pflaumenpflücken sehen? Ist nicht genau das die Idee eines Albums, dass man sich später an schöne Momente mit Freunden erinnern kann?

Die Leitung des Kinderladens sagte mir, man sei aus Datenschutzgründen zu dieser Einverständniserklärung gezwungen, Eltern könnten die Fotos ja auch ins Netz stellen. In unserer Kita sind nur 15 Kinder, alle Eltern haben unterschrieben. Aber man muss auch weiterdenken, was es bedeutet, wenn Kinder nur noch mit schriftlicher Erlaubnis aller betroffenen Eltern fotografiert werden dürfen. In Großbritannien und den USA kann man sein Kind bei Schulaufführungen und Fußballspielen oft gar nicht mehr ablichten. Der britische Soziologe Frank Furedi schreibt in einem Essay über Kindererziehung, er besitze kein einziges Bild seines Sohnes bei einem Spiel seines Fußballvereins. "Für mich symbolisieren die leeren Seiten im Familienalbum, welch absurde Ausmaße die derzeitige Vorstellung von Kinderschutz angenommen hat."

Dieser Artikel stammt aus dem ZEITmagazin Nr. 30 vom 23.07.2015. Hier können Sie die aktuelle Ausgabe lesen.

Furedi ist emeritierter Professor der University of Kent, er schrieb 2001 das populäre Buch Paranoid Parenting (Die Elternparanoia) über die wachsende Tendenz, jeden Aspekt des Lebens seines Kindes zu überwachen. "Unsere Kinder sind uns heilig", sagt Furedi, "die Kehrseite ist: Wir sehen sie ständig bedroht." Die Eingriffe in die kindliche Freiheit hätten in den letzten Jahren hysterische Züge angenommen. "Immer mit dem Hinweis, die Gesundheit des Kindes sei in Gefahr."

Wir erlebten einen neuen Puritanismus, sagt er, ausgelöst von der Übersexualisierung: Das Internet sei voll mit nackten Körpern, Pornos seien jederzeit abrufbar. Damit komme es auch zu einer Übersexualisierung unserer Kinder – der Körper einer Zweijährigen werde unter dem gleichen Blickwinkel betrachtet wie der einer 15-Jährigen und müsse folglich bedeckt sein. "Erwachsene wenden ihre eigenen sexuellen Normen auf Kinder an, und plötzlich bekommt etwa das kindliche Doktorspiel eine sexuelle Konnotation, die es gar nicht hat." Zugleich setze sich immer mehr der Verdacht durch, Pädophile seien überall. "In unserer Vorstellung lauern sie hinter jeder Ecke – das verkennt die Realität bei Weitem." Es gibt nicht mehr Fälle von Kindesmissbrauch, wir haben nur mehr Angst davor.

Furedi, der ungarischer Herkunft ist, hat vor allem über den angloamerikanischen Raum geforscht. Dort sind nackte Kinder ein Tabu. An keinem Strand – mit Ausnahme vielleicht von Kalifornien – begegnen sie einem dort. Es ist zwar nicht illegal, sein Kind unbekleidet planschen zu lassen, aber wer Pech hat, wird von den Nachbarn angezeigt. So wie Freunde einer Bekannten, die vorübergehend in den USA lebten und ihre nackten Kinder beim Spielen im privaten Garten fotografiert hatten. Die Eltern mussten nach der Anzeige den Jugendbehörden erst einmal beweisen, dass sie ihre Kinder nicht missbrauchten.

Die deutsche Gesellschaft ist anders als die amerikanische, aber die Tendenzen, die sich dort zeigen, sind mit Verzögerung auch bei uns zu beobachten. Männliche Erzieher und Praktikanten stehen heute unter dem Generalverdacht, Kinderschänder zu sein. Wenn sie auf dem Spielplatz ein Kind in den Arm nehmen, werfen ihnen Eltern komische Blicke zu. In vielen Kindergärten gilt die eigenartige Regel, dass Männer keine Windeln wechseln dürfen – man stellt sie zwar ein, weil jeder weiß, wie wichtig es ist, dass Kinder auch von Männern erzogen werden, misstraut ihnen aber.

David, der Sohn einer Bekannten, hat gerade seine fünfjährige Ausbildung zum Heilerzieher abgeschlossen. Er ist ein groß gewachsener 23-Jähriger, den Kinder lieben, weil man mit ihm so gut toben kann und auf seinen Schultern so hoch oben sitzt. Er erzählte mir, wie sehr ihn dieses Misstrauen zeitweise gehemmt hat. "Darf ich das Kind überhaupt auf den Schoß nehmen?", fragte er sich. "Wenn der Junge so vor mir steht und an meinem Hosenbein zieht, ist er dann nicht verdächtig nah an meinem Unterleib?" Als Reaktion darauf mied er zunehmend den Körperkontakt zu den Kindern – was die natürlich nicht verstanden und was auch seinen Ausbildern auffiel. Es hat lange Gespräche gebraucht, bis er wieder Selbstsicherheit im Umgang mit den Kindern bekam. Aber er weiß, dass er jederzeit in eine Situation geraten kann wie jener Praktikant eines anderen Berliner Kinderladens.

Der junge Mann, im ersten Ausbildungsjahr zum Erzieher, erlebte als Praktikant einen einzigen sorglosen Tag. Am nächsten Tag alarmierten Eltern eines dreijährigen Mädchens den Kinderladen, es habe einen Übergriff gegeben, der Praktikant habe ihre Tochter geküsst. Der Vater ist Deutscher, die Mutter Amerikanerin. Die Erzieherinnen konnten sich den Vorwurf nicht erklären, weil der Praktikant mit dem Mädchen gar nicht allein gewesen war und niemand einen Kuss beobachtet hatte. Er hatte die Kleine lediglich auf den Schultern zur Kita zurückgetragen, weil sie nicht mehr laufen wollte. Dennoch musste sofort der Vorstand der Kita einberufen und der Dachverband der Kitas informiert werden. Über Wochen herrschte Ausnahmezustand. Nach langer Recherche und vielen Befragungen stellte sich heraus, was geschehen war: Die Mutter hatte in den USA gelernt, man solle den Kindern zur Feststellung eines möglichen Missbrauchs bestimmte Fragen stellen. Gleich bei der Abholung ihrer Tochter ging sie den Fragenkatalog durch, darunter: "Magst du den Mann?", "Kuschelt er mit dir?", "Küsst er dich?". Diese Fragen hatte die Dreijährige bejaht. Schon setzte sich eine Maschinerie in Gang, die einen ziemlich verunsicherten jungen Mann zurückließ, der sein Praktikum nur nach Zureden der anderen Eltern weiterführte.

Die Abscheu gegen Pädophile und Kinderschänder ist etwas, das uns fast alle eint. Sie ist so etwas wie der letzte gemeinsame Nenner der pluralistischen Gesellschaft. Weil es gleichzeitig so einfach geworden ist, Bilder im Internet zu verbreiten, sind wir übersensibel geworden.

Aber vielleicht muss man einen Schritt weiter gehen und sich die Frage stellen: Selbst wenn jemand heimlich meine Kinder nackt im Garten fotografieren sollte, was würde passieren? Natürlich will ich nicht, dass sie zur Onaniervorlage eines sexuell Gestörten werden. Aber ich will mir auch keine Angst einreden lassen vor etwas, von dem ich – im unwahrscheinlichen Fall, dass es passieren würde – noch nicht einmal etwas mitbekäme. Erst recht nicht meine Kinder.

Ich würde nie Fotos meiner Kinder bei Facebook hochladen, weil ich sie nicht zur Schau stellen will. Und weil mir meine Privatsphäre lieb ist. Genau deshalb will ich auf meiner Terrasse den Beobachter von außen nicht immer mitdenken. Denn was ist dann noch privat?

Ich finde, meine Kinder sollen den paradiesischen Zustand der Nacktheit im Garten oder am Badesee noch ein paar Jahre genießen dürfen. Eigentlich dachte ich immer, dass das in Deutschland noch lange möglich sei, ohne dass Eltern dabei das Gefühl haben müssten, sie verhielten sich verantwortungslos.

Letzte Woche erzählte mir eine Bekannte, sie sei mit ihren Kindern in Berlin auf dem Tempelhofer Feld gewesen, einem riesigen Areal, auf dem das Auge bis zum Horizont schweifen kann und man sich so frei fühlt wie am Meer. Die Kinder, zwischen zwei und fünf, spielten nackt im Gras. Ein Aufseher kam und sprach die Mutter an: Sie solle den Kindern doch etwas anziehen. Zu deren eigenem Schutz.

129 Kommentare

Ich sehe ja ein, dass die Kitas sich ggf. absichern wollen, und auf öffentlichen Spielplätzen lieber etwas anlassen. Wer weiß schon, wer da filmt oder Fotos macht?

Wenn ich selber mit meiner Tochter unterwegs bin, entscheidet sie, was sie auszieht. Sollte jemand filmen oder Fotos machen, würde ich denjenigen darauf ansprechen oder wenn ich unsicher bin, auch mal einfach die Polizei rufen (oder zumindest damit drohen). So einfach ist das.

Der Artikel beschreibt den Irrsinn ganz gut. Eltern wollen ihre Kinder schützen (vor was eigentlich) und betrachten sie deswegen als potentielles Sexualobjekt. Dauernd und ständig. Sie haben also ständig einen Pädophilen im Kopf, sich selbst.
Das ist das Ergebnis der Hysterisierung der Gesellschaft bei diesem Thema. Die Gesellschaft wurde für das Thema nicht sensibilisiert, sondern hysterisiert. Mit Horrorzahlen zu angeblichen Missbrauchsfällen, Dunkelziffern und Märchen von endlosen Traumata. Dabei bewegt sich in Deutschland die Zahl der angezeigten Fälle seit Jahrzehnten auf einem ähnlichen Niveau. Aber die Geister, die man rief wird man eben nicht los, auch weil sich damit herrlich Geld verdienen lässt. Für die Medien sind es die Schlagzeilen, für die Therapeuten sind es Opfertherapien und Prozessgutachten, für Anwälte lukrative Nebenklagevertretungen. Bei der Polizei neue Stellen und Ermittlungsmethoden und nicht zuletzt jede Menge mehr oder weniger seriöse Vereine vom Kinderschutzbund bis hin zu "Innocence in Danger", die Institutionen beraten, Fortbildungen für Richter, Staatsanwälte und Polizisten durchführen, Missbrauchskurse anbieten und natürlich Bücher, Bücher, Bücher verkaufen.
Wahrscheinlich verdient man damit sogar mehr Geld als mit Kinderpornografie. Aber die Ergebnisse dieser ständigen Aufdeckungen sind in dem Artikel ja genannt. Totale Verunsicherung und ein Pädophiler im Kopf.
Nicht schön.

Im Jahr 1974 wurde das Bilderbuch für Kinder und Eltern von Will MCBride "Zeig mal! " in den USA mit einem Importverbot belegt - heute wäre es wohl auch hier auf dem Index.

Die USA kolonialisieren die Welt nicht nur mit ihrer Wirtschaft, sondern auch mit ihren Moralvorstellungen und agressivem religiösem evangelikalem Fundamentalismus.Demnach sind Nacktheit, Abtreibung und Homosexualität des Satans, aber Waffenbesitz gut.

Billy Graham, ist einer der grossen Weltbekehrer und Distributor dieser Moralvorstellungen. In Deutschland veranstaltete er zwischen 1954 und 1993 fünf Großevangelisationen um auch die Deutschen zu bekehren.

In einem aufgezeichneten vertraulichen Gespräch mit Richard Nixon sagte er über die Juden: “A lot of the Jews are great friends of mine, they swarm around me and are friendly to me because they know that I'm friendly with Israel. But they don't know how I really feel about what they are doing to this country. And I have no power, no way to handle them, but I would stand up if under proper circumstances.”

Wie sehr wir auch heute von "amerikanischen" Moralvorstellungen domestiziert und gegängelt werden zeigt sich auch auf Facebook: Brüste sind des Satans - Nazi-Parolen aber Meinungsfreiheit.

Europa sollte die eigene gewachsene Kultur dieser moralinsauren Kulturlosigkeit entgegenhalten und zwar nicht nur mit (weiblichen) Brüsten in der deutschen Playboyausgabe und was ist von dem "Prinzip Summerhill" in der Erziehung noch geblieben?

bedauerlicherweise ist auch bei diesem Artikel etwas bei den Begrifflichkeiten schief gelaufen. Der Großteil der pädophil empfindenden Menschen (ja ich bin selber Betroffen, und ja ich würde mein Leben geben damit weiterhin nichts passiert) begehen keine Übergriffe. Ich würde mir wünschen, dass diese Tatsache mal von unserer "humanistischen" Gesellschat mal zur Kenntnis genommen wird. Pädophile sind nun mal, so hart es auch klingen mag, auf dieser Welt vorhanden und lassen sich nicht weghexen.. Ja, ich bin pädophil, aber es würde mir gar nicht in den Sinn kommen, irgendwelche Kinder nackt zu fotografieren und damit Grenzen massiv zu überschreiten... P.S., ich war ein Jahr bei "kein Täter werden und habe 8 Monate Androcur Spritzen bekommen.. Ich würde in der Tat mein L E B E N geben um Kinder (vor mir) zu schützen.

Da gab es doch mal den Nacktläufer Dr. Niehenke.

Als er nach vielen Ordnungsstrafen (in Deutschland werden unabhängig von der grösse des Geschlechtsteils 14 qcm Stoff benötigt!) in die Schweiz auswanderte und dort nackt radelte...:
Eine Frau: "Um gottes Willen. Im Namen Gottes ziehen Sie sich etwas an!!".
Nein, nicht in ihrem Namen, ihr war es egal aber es ging ihr nur um andere.

Erklärbar ist das alles nicht wirklich.

Wenn ich das hier so lese: Angst vor Phädophilie.

4000 EUR Geldstrafe für einen Jungen, der nackt ist, ist nichts.
Das entblösste Glied kann Ekel, Abscheu und Schrecken beim Betrachter auslösen, so ein OLG.

Inwieweit das bei Kindern auch so ist sei der Rechtssprechung überlassen mit der hier anscheinend einige noch Kontakt haben müssen.
blog.justizfreund.de

Als meine Tochter knapp zwei war, waren wir in den USA, lange Autofahrt von Chicago runter nach Florida, unterwegs Übernachtung im Holiday Inn, dankenswerterweise mit Whirlpool. Wir sitzen so gemütlich mit den Kids, junges amerikanisches Pärchen kommt dazu. "Oh, you are doing the french thing?"

Wir - meine Frau ist Amerikanerin und dort aufgewachsen, wohlgemerkt - haben wohl einen Moment verständnislos geguckt, bis die Frage kam, ob wir keine Angst vor Pädophilen hätten. "The french thing", das ist Baden ohne Bikinioberteil. Nein, fand ich bei einer knapp Zweijährigen echt überflüssig.

Und in der Tat - und das gilt auch für nackt Toben im Garten oder sonstwas - ich hätte meinen Kindern doch nicht ihren Spaß verboten, aus lauter Paranoia vor irgendwelchen Pädophilen. Solange sie sich darauf beschränken, ihre Gedanken und Hände bei sich zu behalten, haben die überhauot kein Problem mit mir.

Man muss sich von irgendwelchen bescheuerten Ängsten doch nicht regieren lassen, man kann ihnen auch ins Gesicht lachen. Und vor allem Kinder haben ein Recht auf Lachen, finde ich...

Und übrigens auch darauf, von ihrem Erzieher in den Arm genommen und geknuddelt zu werden, wenn's mit dem Lachen mal nicht auf Anhieb klappt.

zur Überschrift möchte ich anmerken: genau dieses "Paradies" macht es doch völlig normal, dass man sich - ohne jede sexuelle Erregung - an kleinen rumtobenden nackten Kindern erfreut, seelisch erfreut. Das Bild oben über dem Artikel ist ein Beispiel. Es ist einfach die Erinnerung oder Illusion (?) einer Zeit, in der man noch wenig Druck verspürte, neugierig auf die Welt sah, ohne im Fremden eine Gefahr zu sehen.
Dass es leider Fremde sind, die eine solche Gefahr darstellen, sollte nicht dazu führen, dass man dieses Paradies zerstört. Es reicht, es zu bewachen.

DANKE! Mein Sohn (2) spielt im Garten fast nur nackt. Er liebt es und es gibt unzählige Fotos davon. Er läuft sogar manchmal nackt den Bürgersteig entlang, wenn die Müllabfuhr kommt.
Ich versuche ihn zu schützen, ihn aber eben auch Kind sein zu lassen.
Ein gesundes Körper- und Selbstwertgefühl ist auch ein Schutz.

Erst a: Männer in Kindergärten etc. sind meist pädophil, denen kann man nicht trauen.
Darauf b: Wieso arbeiten fast ausschließlich Frauen in diesem schlecht bezahlten und undankbaren Job?

-> Die Gesellschaft ist dann wohl doch mal wieder nicht so modern, wie sie sich selbst sieht. Spießbürgerliche Vorurteile und Propagenda treffen aufgeklärte Gleichberechtigung, nicht. Das passiert, wenn man sich überall die Überzeugungsrosinen so herauspickt wie sie einem selbst gerade nützen. Dann entsteht eine Ansammlung von Überzeugung die zwar irgendwie gleichzeitig existieren, aber nicht koexistieren oder gar erst harmonisieren.

Schade eigentlich.

... anschneidet. Ich hab darauf nix geantwortet, wußte auch nicht, was ich darauf antworten und das Gespräch weiterführen sollte, außerdem hatte mich genau in dem Moment ein Kind gerufen.
Im nachhinein wurde mir klar, daß das wohl ein Shittest war.
2 Wochen später hat mich die Leiterin zum Gespräch gerufen. Der Vater hatte sich über mich beschwert und entsprechende Befürchtungen ausgesprochen, "weil ich ich dabei nicht meinen Abscheu ausgedrückt habe und mich abgewendet habe". Ich bin aus allen Wolken gefallen. Zu meinem Glück hat die Leiterin zu mir gehalten und die Sache ist nicht weiter ausgeartet.
Erst danach fiel mir auf, daß besagtes Mädchen seit og Tag keinen Kontakt mehr zu mir gesucht hat und hat es auch das ganze restliche Jahr nicht mehr. Ich will nicht wissen, wie der Vater die Kleine bearbeitet hat und vor mir Angst gemacht hat.

Zur Erziehersache habe ich auch noch eine persönliche Geschichte beizutragen.

Ich habe 2007 Abi gemacht und mußte damals noch Zivildienst leisten. Ich wollte eigentlich in ne andere Stadt, aber habe keine Stelle gefunden. Die meisten solcher Stellen mit Unterkunft sind Fahrdienste, die ich nicht machen wollte. Das Bundesamt hat mir dann mit der Zeit gedroht, mir zwangsweise eine Stelle zuzuweisen.
Ich hab dann kurzfristig im Nachbardorf eine FSJ-Stelle im Kindergarten gefunden.
Ich schreibe diese Einleitung, um zu zeigen, daß der Kindergarten nicht mein ursprüngliches Ziel gewesen war. Es war aber ein sehr schönes Jahr, aber ich habe auch eine sehr unangenehme Erfahrung gemacht.

Entgegen der Annahme, sind es vor allem die Mädchen, die sich über eine männliche Bezugsperson freuen, zumindest war es bei mir so.
Ein Mädchen hing ganz besonders an mir, wollte viel und ausschließlich mit mir was machen und dagegen protestiert, wenn ich versucht habe, andere Kinder mit einzubinden ("Aber ich will doch mit dir spielen!") Auch hing sie wortwörtlich an mir, zog und kletterte an mir, daß ich mir ihr teils erwehren mußte und es eher unangehnem war.
Einmal war ich draußen und hatte Aufsicht, als besagtes Mädchen von ihrem Vater abgeholt wurde. Der fing ein Gespräch an, über einen deutschen Pädokriminellen, der damals in Thailand (?) festgenommen wurde und wie verabscheuungswürdig das sei. Ich hab mich über den Vater damals nur gewundert, was er denn für Themen beim Small Talk...

Hier in Frankreich dürfen Kinder in Kindergarten und Schule auch nur mit dem schriftlichen Einverständnis beider Eltern, auch wenn sie geschieden sind und einer in Australien wohnt, fotografiert werden. Und dann darf man das Bild ausschließlich für einen Zweck verwenden, z.B. eine Schülerzeitung, danach muss es gelöscht werden. Es geht dabei nicht um Nacktheit sondern um das Recht am eigenen Bild. An den Stränden sieht man fast nie mehr nackte Kinder, aber auch keine oben-ohne Frauen mehr.

Problematisches Thema. Vieles von der Verunsicherung wurde ja in den vergangenen Jahrzehnten (Kirchen-, Internats, Parteienmißbrauch) verursacht. Oder möchte heute noch jemand seinen Jungen einem katholischen Grünen, der Schulleiter ist, anvertrauen?
Inhaltlich will ich mich im Moment gar nicht darüber äussern ob das richtig oder falsch ist. Könnte ja sein, dass ich sofort als Phädophiler in Verdacht geraten würde, wenn ich das differenziert beargumentiere. Wenn ich mich dann noch über die Auswirkung der vielen Flüchtlinge bei uns kritisch äussere... Mann, Mann, Mann, dann kriege ich das Menetekel des rechten Phädophilen nie wieder los „frown“-Emoticon
ABER:
1) Wie fundamental sind die Veränderungen, die hiermit in userer Gesellschaft eingeläutet werden. Wenn das natürliche Verhalten von Kindern (Ist doch naürlich, bin da schon verunsichert) so früh so maßgeblich verändert wird...
2) Wieviel Brennholz liefert sich hier die Gesellschaft, um wieder zur HEXENJAGD zu blasen.
Also irgendwie denke ich mir, dass wir das Mittelalter nicht wirklich hinter uns gelassen haben mit unserem Generalverdachtsverhalten.
Oh je, irgendjemand schreit bestimmt gleich "Aha! Er ist also auch noch eine Hexe."
Eine letzte Frage habe ich noch: Warum geht mir gerade die Szene aus 'Life of Brian' durch den Kopf, als die Frauen mit falschen Bärten den Ankläger steinigen, weil er selbst das blasphemische Wort verlesen hat?
"Steinigt ihn! Steinigt ihn!"

Gefördert durch sensationelle Berichterstattung der Medien wird unsere Welt immer perverser. Nacktheit ist etwas natürliches. Hier bei uns dürfen a8uch Siebenjährige noch nackt im Garten herumspringen Mädchen und Jungens zusammen. Niemand, vor allem Kinder findet etwas dabei. Es sind die Gedanken der Erwachsenen, die vergiftet werden. Wer nackte Kinder anstößig findet ist nicht normal; und Religionen, die das verteufeln, sind widernatürlich.

Abscheu gegen Pädophilie ist nix anderes als Abscheu gegen Homosexualität. Diese Aussage über die Abscheu kann man auch nicht als Lapsus durchgehen lassen, weil sie Kern des Problems ist.

Man weiß inzwischen, dass Pädophile durchaus in der Lage sind, das Problem ihrer Sexualität zu erkennen: Sie werden sie nie sozialverträglich ausleben können. Sie werden ein Mittel finden müssen, diesen Trieb zu kanalisieren oder ohne Leidensdruck zu unterdrücken. Dabei sollte man sie unterstützen. Der erste Schritt dazu wäre die Enttabuisierung dieser ungünstigen Anlage, die leider zum Leben gehört wie die omnipräsente Gier, die weitaus mehr Unheil anrichtet. Es muss irgendwann möglich sein, dass ein pädophiler Mensch seine Neigung offenbart, ohne dass er an die Wand gestellt wird. Jeder Tag, der mit Abscheu verschwendet wird, ist ein Verbrechen an den Kindern. Den Geschundenen, den Toten ist nicht damit geholfen, dass die Angehörigen ihre Empörung steigern.

Die Angehörigen sind oft erstaunlich friedlich. Es sind die paternalistischen Agitatoren, die nur auf eine solche Gelegenheit warten, deren Trieb die Repression ist. Vorbeugung würde Triebstau bedeuten. Es muss Schuldige geben, auf denen man ordentlich herumhacken kann. Am besten Boot Camp oder Guantanamo. Laut Tagesspiegel ist der Folterknast ja nur ein „umstrittenes“ Lager. So findet man Genossen.

Wir haben hier ein Paradoxon: Je stärker Nacktheit gesellschaftlich tabuisiert ist, um so größer ist der empfundene "Schaden" durch Nacktfotos und fremde Blicke. Und die van Frau Wahba zurecht beklagten übermotivierten Maßnahmen tragen eben zu einer immer stärkeren Tabuisierung von Nacktheit bei. Wo mag diese Spirale enden? Ich habe hier in der Nähe ein Hallenbad, dass gerade seine "Frauenbadezeiten" ausweitet. Das sind Zeiten, in denen (bekleidete!) Frauen vor den Blicken von Männern geschützt schwimmen können... Ich glaube, wir sind auf dem Weg zurück in Kaisers Zeiten.

Übrigens bin ich selbst Vater und bin für mich zu dem Schluss gekommen, dass es keine Rolle spielt, was in den Köpfen anderer betreffend mein Kind vorgeht - einschließlich sexueller Fantasien. Etwas völlig anderes wären gezielte verbale oder manuelle Einwirkungen/Übergriffe.

Die Frauenbadezeiten richten sich vor allem an streng gläubige Musliminnen, die sonst keine Möglichkeit hätten, überhaupt Schwimmen gehen zu "dürfen". Muss man nicht gut finden, is aber bei manchen so. Des weiteren, so habe ich das zumindest in meinem Schwimmbad beobachtet, bevorzugen Frauen mit deutlich sichtbaren Makeln (z.B. großflächige Verbrennungsnarben über dem ganzen Körper, Brustamputationen) diese Zeiten, weil ihnen dann Gafferei und blöde Sprüche von Jugendlichen erspart bleiben. Frauen untereinander sind da vermutlich etwas sensibler :-)

Und wenn ich mir so manchen "Bier formte diesen schönen Körper"-Mann anschaue, dann wünschte ich mir glatt auch spezielle Männerbadezeiten. Oder Männerbadeanzüge. War vielleicht nicht alles schlecht zu Kaisers Zeiten...

Ich bin froh dass ich so etwas wie der im Artikel erwähnte Erzieher noch nicht erlebt habe. Ich bin auch Erzieher und ich nehme die Kinder wie ganz selbstverständlich auf den Schoß oder lass sie mit mir kuscheln - wenn sie von selbst zu mir kommen, genau wie sie auch zu meinen weiblichen Kolleginnen gehen und Körperkontakt suchen. Kinder haben nicht das was ein Erwachsener unter Sexualtrieb verstehen würde, aber Körperkontakt ist dennoch sehr wichtig für sie - er schafft ein Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit und stärkt die Bindung zum Kind, und deswegen sehe ich auch nicht ein zu den Kindern "Nein" zu sagen wenn sie zu mir kommen und anfangen an mir herumklettern oder ähnliches. Ich wüsste auch gar nicht wie ich ihnen verklickern könnte warum das jetzt plötzlich etwas "Schlechtes" ist, etwas dass sie nicht mehr tun dürfen, zumindest nicht ohne ihnen völlig falsche Botschaften, auch in Bezug auf die Geschlechterrollen, einzuimpfen.

Erstaunlicherweise hatte ich bisher noch keine Probleme damit, weder seitens der Kolleginnen noch seitens der Eltern. Und das obwohl wir 75% Muslime in der Einrichtung haben, welche (tatsächlich) nochmal strengere Vorstellung von der Trennung Mädchen/Jungs haben.

Aber ein gewisses Gefühl von Unbehagen bleibt, zum einen weil man selbst sich natürlich fragt "Ist das eigentlich in Ordnung so?" und auch weil natürlich jederzeit irgendwer sowas in den falschen Hals kriegen kann.

Das ist ein Teufelskreis. Wenn man Pädokriminelle und sexuelle Gewalttäter konsequent verfolgen würde, wenn es weniger Kriminalität und Grenzverletzungen gäbe, müsste man sich nicht soviel Gedanken um den Schutz der Kinder machen.

Wenn man z.B. bei Edathy gleich gesagt hätte, dass das Kinderporno wäre und nicht in Ordnung, und dass er sich Gedanken um sein Verhalten machen sollte, dann müsste man nicht nach schärferem Gesetz schauen müssen. Aber nein, es gilt dann die Unschuldsvermutung, und das war nur moralisch ein bißchen naja.

So werden konkrete Täter geschützt und stattdessen Generalverdacht geschürt.

Das ist dasselbe Problem wie beim Umarmen. Umarmen ist an sich was Schönes und Natürliches, wenn das Kind es will. Wenn Missbrauchstäter aber davon kommen kann, mit dem Argument, dass er das Kind ja nur etwas doll umarmt hätte, dann müsste man auch das Umarmen an sich verbieten.

Wer Kindern eine unbeschwerte Kindheit lassen will, sollte Taten verurteilen!

Nein.

Der Grund ist das es fast jedem passiert ist.

Oder fast jeder wird retrospektiv an Menschen denken die er in seiner Kindheit erlebt hat und die vielleicht isshandelt wurden, durch ihr verhalten.

und die dann einfach verschwunden sind. Sie sind durch die Gesellschaft gefallen.

Und genau das ist der Grund.

Es gibt keinen Oert der Erneuerung mehr.

Man kann sich nicht erneurn wenn so etwas passiert ist.

Denn überall wird gehackt, überall wird getreten und gemobbt und runtergetreten. Und wenn dann jemand so etwas erlebt hat, so etwas ihn runtergedrückt hat und ihn vferunsichert, dann wird er sich nicht mehr berappeln.

Dioe Missshandlung ist ein Nachteil im Kapitalismus. Man kann sich nciht behaupten.

Und das spüren die Menschen. Diese beiden Dinge passen nciht zusammen.

Menschliche Nähe um das abzuarbeiten existiert in dieser Welt nicht mehr in einem so zufriedenstellenden Maße, das die Welt das aufnehmen könnte.

Man wird auf sich zurückgeworfen. Durch den Materialismus bleibt man stehen.

Man ist zum funktionieren verdammt.

Und genau das ist das Problem.

Das ist was Menschen sehen.

Was sie fühlen wenn sie ihrte Kinder sehen.

Sie sehen Angst, denn wenn ihre Kinder emotional zurückbleiben, etwss mitnehmen das sie verunsichern lässt, zurückbleiben lässt, dann werden sie es nicht mehr aufholen können oder ablegen können.

Sie werden darin hängen bleiben und darin stagnieren. Und diese Komplexe so durchleben, das sie in ihrer eingeschalteten Welt weiter existie

Seitdem Weltanschauung Geld und Macht geriert für den Staat, Verbände und Medien sollte man immer schauen, wem Restriktionen nützen. Und seitdem Wirtschaft und Staat zusammenarbeiten wie nie zuvor erst recht.
Denn überall wird Besorgnis geschürt (Einmal Heiss, Vorsicht Sonnenbrand), die uns ausgetrieben werden muss mit Vorschriften, Verbraucherschutz, Studien und privater Beraterliteratur und Internet.

Die mächtigen Frauenverbände in USA waren immer prüde und gegen die lief nicht viel. Jetzt können sie unter dem Deckmantel Emanzipation noch einen drauf legen und Macht ausüben. Da alles von da irgendwann zu uns kommt, begrüßen wir jetzt schon unsere Bevormundung, aber auch die daraus folgende Absicherung in allen Lebenslagen.

Sicherheit macht frei.

Wenn ich ganz ehrlich bin… "Keiner wolle doch später ein Foto von sich im Internet finden, auf dem er als Kind entblößt zu sehen ist."

Klar, schön ist das nicht. Aber es gibt Schlimmeres, z.B. ein aktuelles Nackt/Sex-Foto. Und das kommt heute wohl leider relativ oft vor.

Wenn ich pleite wäre und dringend Geld bräuchte: Ich glaube, ich wäre nicht total abgeneigt, meine eigenen (also wo ich drauf zu sehen bin) Kinder-Nacktfotos zu verkaufen. Dagegen spricht eigentlich nur das Gesetz. Abgesehen davon: Kaum jemand kann mich auf den Bildern erkennen, es gibt bestimmt mehr Geld (hohe Nachfrage!) als für aktuelle Bilder von mir, und letztlich stammt das Bild aus einer "ganz anderen Welt", an die ich mich heute kaum noch erinnere. Besser als Prostitution ist das allemal. :-)

Natürlich sollte das nur die abgebildete Person entscheiden können, wenn sie alt genug dafür geworden ist. Und professionelle Shootings mit Kindern (auf Veranlassung der Eltern, die mit dem Erreichen der Volljährigkeit des Kindes dann das Geld für sich einfordern) dürfen keinesfalls gestattet werden… Womöglich würde so eine Möglichkeit furchtbare Geschäftsideen wecken, also ist es wohl gut, dass es nicht gestattet ist.

Naja, kurz: Ich fände es nicht extrem schlimm, wenn jemand Bilder aus meiner Kindheit als Vorlage für die Selbstbefriedigung verwendet. (Außer wenn wissenschaftlich vermutet wird, dass dadurch die Neigung zu echtem Missbrauch verstärkt wird.)

Sie sagen: (…) „Es gibt nicht mehr Fälle von Kindesmissbrauch, wir haben nur mehr Angst davor“. (…)
Meine Meinung dazu:
Solange diese „Paranoia“ sich nicht auf den Lebenspartner ( den biologischen Vater der gemeinsamen Kinder oder nicht ) fixiert,
bleibe die Familienidylle intakt.
Aber WEH, wenn „die Paranoia um die Unversehrtheit der eigenen Kinder“ sich auch noch in dem Familienleben ausbreitet. Dann ist mit dem idyllischen Familien-Garten, dem harmlosen Familien-Planschen und dem sirupsüßen Familien-Schmusen endgültig vorbei: Ab jetzt hat der Scheidungsrichter das letzte Wort. ( Ich kenne persönlich so einen dramatischen Fall ).

ANDERERSEITS: es gibt auch (junge) Mütter, die sich an den Liebes/Lebenspartner festklammern, um nicht allein sein zu müssen, wohl wissend, der Partner ist für die kleinen Kinder alles andere als ein Schutzengel. ( Auch sehr tragisch. )

Vielleicht liegt die Einstellung der Eltern auch an der allgemeinen Prüderie unserer Zeit.Was ist übrig geblieben von der Sehnsucht der Frau nach " oben ohne" ? Es ist das Paradox unserer Zeit, dass einerseits überall nackte Frauenkörper locken, die Jugendlichen sich selbstverständlich Pornofilme anschauen, Prostitution erlaubt wird- andererseits ein lächerliches Schamgefühl an allen Badeseen herrscht. Man bekommt empörte Blicke, wenn beim Umziehen zuviel zu sehen ist.Es würde mich nicht wundern, wenn demnächst Frauen in Burkinis an unserem Baggersee erschienen!

Sie haben ein sehr interessantes und komplexes Thema angerissen. Ein toller Beitrag. Glückwunsch! Das Hinterfragen von scheinbar festgelegten Denkmustern kommt selten vor in unserer Zeit. Besonders wenn Kinder, oder sagen wir besser, die Gefahren, denen Kinder in unserer Gesellschaft ausgesetzt sind, thematisiert werden, wird einem oft Angst und Bange, liest man, was vermeintlich hochgebildete Menschen auch in dieser Zeit so vom Stapel lassen. In einigen Bereichen erkennen Sie jedoch nicht so ganz die Tragweite, die unser (gar nicht so) neues Verhältnis zur Nacktheit - speziell der Nacktheit von Kindern - und unseren Umgang damit zeitigt. In Verbindung mit dem Thema Pädophilie dient selbiges als Totschlagargument für jeglichen sachlichen Ansatz. Alternativlos wird dann die Kindheit restlos verpackt, in Klamotten, auslaufsicheren Windeln, in Schutzräume, Hochsicherheitsautositzen, in Spielzeug und in Stundenpläne von morgens bis abends. Man sollte das gespaltene Verhältnis zur Nacktheit und den Schutzbegriff auf symbolischer Ebene analysieren - Abgründe tun sich auf!

Ob die Mißbrauchsthematik wirklich so staatstragend unseren Alltag durchzieht, ist unklar. Für mich wird der sexuelle Mißbrauch erst dann zu einem gesellschaftlichen Problem, wenn die ersten Versicherungsgesellschaften ein Produkt anbieten, mit dem die Folgen von einem sex. Mißbauch abgesichert werden.

So lange ich denken, mich erinnern kann, bin ich Freitags, meist öfter, ..

...mit der Familie, Freunden , Bekannten und Kindern nackt im "Bad" gewesen. Wir haben gemeinsam "gebadet" (na ja Sauna hiess das Bad) sind nackt über die Wiese in den See gerannt, im Winter durch den Schnee... usw.
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Das tuen mal grob geschätzt viele Millionen Menschen zw. Norwegen und der Beringstrasse nördlich der Linie Stockholm Moskau Wladiwostok!
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Als Draufgabe haben wir uns dann noch gegenseitig mit Brikenruten verhauen:-) und sogar den Rücken und mehr geschruppt! So ein wenig Sadomaso muss ja sein ;-)
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Alles übersexualisierte, unmoralische, aus den Regeln fallende mit pädophilen "Gedanken" umgehende Kinderschänder?
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Auch hier in DE ist meine Wohnung unbewohnbar ohne Sauna. Die nutz ich, Familie Verwandte, Freunde mit und ohne Kinder. Einschränkung: Die Kinder bekommen Saft kein Lapin Kulta (Bier) zu trinken!
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Da gibt es auch Fotos, bestimmt auch welche die ins Internet entwischt sind.
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Wann kommt die "Sittenpolizei" und hebt diese Lsterhöhle bei mir aus?
Bekomm ich mildernde Umstände weil "frühkindliche Prägung" (ich bin in der Sauna geboren, weil das früher bei uns, auf dem Land der einzige wirklich heizbare saubere Raum war)
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Immer wieder erscheckt über solche , wie ich annehme wirklich "ernst gemeinten" Diskurse. Sind wir schon wieder in so einer mit "Zwängen und Ängsten" besetzten Welt angekommen.
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Komsch, gegen "Burka, Tschador" haben alle was, aber gegen nichts anhaben auch.

nun ja, klar ist das Thema sehr sensibel und angstbeladen, und wie kitten246 schon gesagt hat "... daß der Mißbrauch meist in der Familie oder im Freundeskreis stattfindet und selten von Fremden ...", kommt die Gefahr ja meist aus dem privaten Umfeld. Bedauerlicherweise ist doch der tragische Kollateralschaden an der ganzen Situation, dass wir niemand mehr trauen und alle unter Generalverdacht stellen. Uns selbst eingeschlossen. Ob Badehose/Badeanzug/Bikini an oder nicht, macht für einen Pädophilen wahrscheinlich gar kein so großen Unterschied. Diese Diskussion wird doch dem eigentlichen Thema gar nicht gerecht. Und das "Recht am eigenen Bild" gilt ja auch für Kinder. Wir erziehen uns selbst zu einer Gesellschaft in Angst. Das endet dann z.B. in solch absurden Situationen, dass mir die Klassenlehrerin, vor meiner Tochter, die Telefonnummer ihrer Klassenkameradin verweigert (Datenschutz !!!), obwohl meine Tochter diese auf ihrem Handy gespeichert hat. Die Einladung zur Geburtstagsfeier war dann auch kein Argument mehr. Müssen wir uns am Ende alle vor uns selbst schützen? Dann können wir uns auch gleich entmündigen lassen.

"Die Abscheu gegen Pädophile und Kinderschänder ist etwas, das uns fast alle eint. " Sie stellen also Pädophile, die nichts dafür können, dass sie pädophil sind, genauso wie Sie, Frau Wahba nichts dafür können, dass Sie nicht pädophil sind - außer dass Sie Glück gehabt haben - auf eine Stufe mit Kinderschändern, mit kriminellen Menschen, die Gewalt gegenüber Kindern ausüben und die meisten von denen nicht einmal pädophil sind. Ach, haben Sie das etwa nicht gewusst? Nun, Recherche hilft auch dann - und insbesondere - wenn es an Bildung und Unvoreingenommenheit hapert. Liebe Zeit-Redaktion, an welchen Stammtischen rekrutieren Sie Ihre Autoren noch einmal? Und seit wann?

Sie schreibt von Abscheu gegenüber Pädophilen als von etwas ganz normalem, etwas, was "alle eint" und sozusagen ethische Norm ist. Sie sagt damit: es ist nicht nur normal sondern auch richtig, Abscheu gegenüber Pädophilen zu haben. Gegenüber Menschen also, die nicht nur nichts dafür können, dass sie von Kinderkörpern sexuell angezogen werden, sondern auch daran LEIDEN. Damit macht sie mit bei der populistischen Hetze gegen eine beträchtliche Bevölkerungsgruppe, eine der letzten, auf die man in der modernen aufgeklärten Gesellschaft seinen Hass projizieren kann, ohne in Konflikte mit gesellschaftlichen Normen zu geraten.

Wenn Sie Ihre eigene Kinder im Garten nackt spielen lassen, ist das nur natürlich und gut.

Wenn Erzieher oder Nachbarn Ihre nackten Kinder fotografieren und die Fotos ins Netz stellen, und wenn die Fotos noch in 30 Jahren im Netz stehen, per Google für alle auffindbar, weiß ich nicht, ob Sie oder Ihrer Kinder es toll finden würden. Und wenn Pädophile die Fotos angucken oder gar kaufen, müsste man ziemlich naiv sein, um zu sagen, dass es einem egal ist. Mir wäre es nicht egal.

Nacktbilder gehören ins Familienalbum und nicht auf Youtube oder Facebook.

Glückliche nackte Vierjährige wollen nur unbeschwert ihre Leben genießen, sie wollen nicht Fotoobjekte für Pädokriminelle werden.

@recht und gerechtigkeit:....Glückliche nackte Vierjährige wollen nur unbeschwert ihre Leben genießen, sie wollen nicht Fotoobjekte für Pädokriminelle werden.
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Komm ich jetzt in den Knast, weil ich Nacktfotos von der Geburt bis Heute von meinen Enkeln, eigenen Kindern usw. bei Spielen, in der Sauna, usw. auf meinen Smartphone, Laptop. Server gespeichert habe,
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Fotoalbum ist so unbequem, aber ich weiss, das ich diese Bilder wenn ich ins "Heimatland der Demokratie. Freiheit & Menschenrechte" fliege, besser nicht bei mir habe. Da gibt es in der Tat Leute in Uniform die "Kinder- und auch Ewachsenennacktheit" mit Verbrechen gleich setzen!
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Ist das in userem aufgeklärten, freien und überlegten Mittel-Europa auch schon so.
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Ich habe dich bestimmt missverstanden, oder???
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Meint
Sikasuu

Wir lassen unsere Kinder (meine Tochter und die Kinder meiner Cousins) nackt bei uns im Pool oder im Garten spielen. Allerdings ist unser Grundstück hier auch so abgelegen, daß keiner hier reinschauen kann, der nicht dazu berechtigt ist und zur Familie gehört. Wir ziehen uns auch alle vor den Kindern ganz natürlich um und machen keine Verrenkungen mit riesen Badetüchern, wenn wir die Badeklamotten wechseln. Unsere Kinder sollen Nacktheit als etwas natürliches erleben, aber auch als etwas, was i.d.R. in einen geschützteren Rahmen gehört. Sind wir unten am Strand, dann tragen die Kinder Badesachen, auch wenn der Strand recht ruhig ist. Es sind ab und an Fremde da und da finde ich einfach, man muß dann die Kinder nicht nackt rumlaufen lassen.

Ich bin für das Thema Kindesmißbrauch sensibilisert, weil ich als Psychologin mit Frauen arbeite, die an einer BPD erkrankt sind und einige in der Kindheit auch mißbraucht wurden. Mir ist auch bewußt, daß der Mißbrauch meist in der Familie oder im Freundeskreis stattfindet und selten von Fremden, trotzdem möchte ich eben nicht, daß meine Tochter nackt von irgendwem fotografiert wird.

Generell ist es aber gut, daß wir sensibilisiert sind für das Thema und auch mehr für die Gefahren, denen Kinder ausgesetzt sind. Keiner würde es als Überfürsorge ansehen, weil wir unsere Kinder im Auto im Kindersitz haben oder sie beim Fahrradfahren eine Helm aufhaben. Warum wird der Verzicht auf Nacktsein in der Öffentlichkeit als Überfürsorge angesehen?

"Generell ist es aber gut, daß wir sensibilisiert sind für das Thema und auch mehr für die Gefahren, denen Kinder ausgesetzt sind. Keiner würde es als Überfürsorge ansehen, weil wir unsere Kinder im Auto im Kindersitz haben oder sie beim Fahrradfahren eine Helm aufhaben. Warum wird der Verzicht auf Nacktsein in der Öffentlichkeit als Überfürsorge angesehen?"

Weil es hier um keine reelle Gefahr für Leib und Leben der Kinder geht, außer, wenn Sie davon ausgehen, dass nackte Kinder pädophile Vergewaltiger anlocken. Insofern hinkt der Vergleich mit Fahradhelmen und Kindersitzen.
Es geht hier um das Missverhältnis von Kosten zu Nutzen, von Freiheit zu Sicherheit, enstanden aus einer - positiv ausgedrückt - wachsenden Sensibilisierung oder - negativ ausgedrückt - Hysterie vor Pädophilie. Der Nutzen ist die Sicherheit vor dem unwahrscheinlichen Fall, dass Fotos von nackten Kindern gemacht werden. Was wahrscheinlich niemals einen Einfluss auf das eigene Leben hätte. Die Kosten sind ein Stück Unbeschwertheit, Kindsein, Freiheit.

Wir lassen unsere Kinder (meine Tochter und die Kinder meiner Cousins) nackt bei uns im Pool oder im Garten spielen. Allerdings ist unser Grundstück hier auch so abgelegen, daß keiner hier reinschauen kann, der nicht dazu berechtigt ist und zur Familie gehört. Wir ziehen uns auch alle vor den Kindern ganz natürlich um und machen keine Verrenkungen mit riesen Badetüchern, wenn wir die Badeklamotten wechseln. Unsere Kinder sollen Nacktheit als etwas natürliches erleben, aber auch als etwas, was i.d.R. in einen geschützteren Rahmen gehört. Sind wir unten am Strand, dann tragen die Kinder Badesachen, auch wenn der Strand recht ruhig ist. Es sind ab und an Fremde da und da finde ich einfach, man muß dann die Kinder nicht nackt rumlaufen lassen.

Ich bin für das Thema Kindesmißbrauch sensibilisert, weil ich als Psychologin mit Frauen arbeite, die an einer BPD erkrankt sind und einige in der Kindheit auch mißbraucht wurden. Mir ist auch bewußt, daß der Mißbrauch meist in der Familie oder im Freundeskreis stattfindet und selten von Fremden, trotzdem möchte ich eben nicht, daß meine Tochter nackt von irgendwem fotografiert wird.

Generell ist es aber gut, daß wir sensibilisiert sind für das Thema und auch mehr für die Gefahren, denen Kinder ausgesetzt sind. Keiner würde es als Überfürsorge ansehen, weil wir unsere Kinder im Auto im Kindersitz haben oder sie beim Fahrradfahren eine Helm aufhaben. Warum wird der Verzicht auf Nacktsein in der Öffentlichkeit als Überfürsorge angesehen?

Wenn einem Kleinkind Badehose und Mädchen zuweilen sogar noch ein Bikinioberteil angezogen wird, wird das Kind überhaupt nicht, wie sich dass die Eltern wohl vorstellen, „entsexualisiert“. Das ist an sich auch gar nicht nötig ist, weil es schon von Natur aus noch „sexuell inaktiv“ ist.
Erst durch die Verhüllung wird es zu einem Pseudosexualobjekt gemacht, weil erst durch die gezielt punktuelle Verhüllung ein sexueller Aspekt ins Bewusstsein hoch geholt wird.
Eine Bikinischönheit wirkt meist attraktiver als eine nackte Frau (das gilt umgekehrt für einen Mann auch). FKK-Anhänger heben ja auch immer hervor, dass dort sexuelle Aspekte keine Rolle spielen. Ich kann mir das als FKK-Unerfahrener zwar schwer vorstellen, kann mir das nur durch Gewohnheit und eine Art Abstumpfung erklären.

Wenn also beim Anblick eines nackten mit allen äußeren sexuellen Attributen ausgestatteter Mensch niemanden „in Wallung“ versetzt, warum befürchtet man das dann bei nackten Kleinkindern.

Menschen mit Selbstbewusstsein und gesunder Selbstliebe, ohne neurotischem Verhältnis zur eigenen Sexualität und zu der des potentiellen Partners, benehmen und kleiden sich entsprechend, sind ganz entspannt und wissen um die Wirkung ihres wirken und locken sollenden Outfits.

Wer das weiß und verinnerlicht hat, zieht seinen Kleinkindern keine Badesachen an.

Habe selber Tochter und Sohn und mir war es eigentlich immer herzlich egal ob jemand meine Tochter nackt gesehen hat oder nicht. Niemand kann was für seine sexuelle Orientierung, das soll natürlich nicht heissen, daß ich Kinderschänder gutheiße, aber die überwiegende Mehrzahl der Pädophilen lebt ihre Sexualität in ihrer Phantasie aus, dagegen gibt es nichts auszusetzen. Falls jemand ein Foto meiner Tochter vom See zu Hause hat - so what!, von mir gibt es auch Nackfotos als ich klein war, dadurch habe ich keinen seelische Kummer. Solange es sich um keine sexuellen Handlungen handelt ist das vollkommen harmlos. Diese ganze Hysterie hat schon etwas mit dem Eingriff in persönliche Freiheiten zu tun. Z.B. die Diskussion um Fahrradhelme und ob sie gesetzlich verpflichtend sein sollten. Mein Vater war vor Jahren an der Nordsee, er meinte dort war ein meterlanges Schild mit Verboten, er meinte hätten sie doch nur aufgeschrieben was man darf, dann wäre das Schild erheblich kleiner. Risikiminimierungsgesellschaft wurde ja hier schon angesprochen - ich will mein Leben aber nicht risikolos führen, sonst wäre ich nicht verheiratet und hätte zwei Kinder. Ich will mögliche Gefahren selbst einschätzen und mir nicht von irgendwelchen Bürokraten vorschreiben lassen was sie für gefährlich halten. Kinder nackt spielen zu lassen gehört auf jeden Fall nicht zu einer Gefahr für die Kinder noch sonst für irgendwen in ihrer Nähe.

@ Vakit:...(1)Wenn es denn so gesund ist dann sollen doch die Erwachsenen nackt herumrennen....(2)die Kinder können das nicht selber entscheiden.
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(1) Kannst du uns den biologischen Unterschied für die Gesundheit zw. 10-20 cm² Stoff und nackt einmal erklären?
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(2) Kinder können sehr wohl entscheiden was sie brauchen, wollen. Wenn sie durstig und hungrig sind verlangen sie Essen&Trinken, wenn sie müde sind , legen sie sich in einer Ecke schlafen.... wenn sie schwitzen, frieren, ... könne sie Kleidung ablegen oder anziehen....
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Wir, die Erwachsenen, machen SIE passend für unsere Welt, unsere "Einsichten".... frei nach dem Motto: "So lange du die Füsse unter meinem Tisch..!"... Na. dämmert es.
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Das ist doch nicht "normal"! Immer wenn ich diesen Spruch höre muss ich mir einen Schreikrampf verbeissen. "Normal" die unbedacht gelebten selbstverständlichen Regeln hören im allgemeinen am Briefkasten, spätestens wenn man den "Kirchturm" nicht mehr sieht auf, werden zum "Unnormalen!"
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Z.B: Essen mit Messer und Gabel ist normal? Das wir einer ABSOLUTE Minderheit sind, das mehr als 2/3 auf dieser Welt mit Stäbchen, den Fingern essen, fällt erst dann auf wenn wir aus unserem Dorf raus sind! Trift für Kleidung uvam. auch zu.(1)
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Gruss
Sikasuu
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(1) Als die ersten U-SAmerikaner in Japan bekleidet ins öffentliche heisse Bad gingen sprangen alle Einheimischen aus dem Wasser! Grund: Sie vermuteten eine schlimme Hautkrankheit , die die verstecken wollten/musste! Das war nicht normal !

Als kindliches Opfer eines missbrauchenden Vaters habe ich meine Kinder Nie unbekleidet herumlaufen lassen. Ich war einfach zu sensibilisiert durch das Erlebte. Meine Kinder sind Ende der Achtziger Jahre geboren. Es gab noch kein Internet. Dennoch hatte ich immer ein ungutes Gefühl, wenn ich sah wie sorglos viele Eltern ihre Kinder nackt in Schwimmbädern oder auf Spielplätzen herumlaufen ließen. Man mag das Hysterie nennen aber mein Urvertrauen in Erwachsene wurde viel zu früh zerstört.

Ersteinmal: es tut mir leid, dass dir das passiert ist (ich bleibe beim du, es ist einfacher und in vielen Foren gängig, bitte nicht falsch verstehen). Was ich aber nicht verstehe, ist: inwiefern machst du die Nacktheit (mit)verantwortlich für das, was dir geschehen ist? Dein Vater hat dich ja sicherlich auch nicht sexueller GEwalt ausgesetzt weil du halt öfter nackt zu sehen warst.

Das was Ihnen passiert ist, ist tragisch. Ihre Reaktion darauf sehr verständlich und wohl kaum vorwerfbar. Hier geht es aber um einen anderen Aspekt, der Ihnen als Opfer eigentlich auch verständlich sein müsste.

Wer Kindern Nacktheit, die sie zur Entwicklung unbedingt brauchen, nimmt mit dem Argument eines eventuellen Missbrauchs, der betrachtet Kinder nicht mehr als Kinder sondern als potenzielle Missbrauchsopfer! Das ist aber ein tiefer Eingriff in deren Identität.

Wenn das Opfer eines Missbrauchs die Integration des Traumas nicht schafft und sich dauerhaft als Opfer fühlt, dann ist das im Rahmen einer Therapie Anlass zu handeln, diesen Zustand zu ändern. Weg von: "Ich bin Opfer" hin zu einem "Ich war Opfer". Damit ist die Opferrolle nicht mehr Identitätsbestimmend.

Genau den Schritt geht man aber, wenn man Kinder als Opfer betrachtet, lange bevor sie es geworden sind. Im Grunde ist das beinahe vergleichbar mit der Forderung, Frauen sollten keine kurzen Röcke tragen.

Es muss ganz klar sein: Die Schuld für einen Missbrauch liegt beim Täter! Und nur da! Die Schuld liegt nicht beim nackten Kind!

Da ist übrigens bei den Therapeuten noch Nachholbedarf, was das Opfersein angeht - ebenso bei den "Opferschutzverbänden", die einem entweder das Opfer oder das Überlebende dann aufstempeln. Zwei meiner Therapeuten waren der Meinung, dass ich denjenigen, der mir sexuelle Gewalt antat, nicht hassen wollte, würde ebenso für Verdrängung sprechen wie die Tasache, dass ich mich nicht als Opfer oder Überlebende sehen wollte, sondern einfach mein Leben als Ich leben wollte. Hat mir dann die Therapieresistenz-Diagnose eingebracht. Nervend.

Meine Kinder sind ganz selbstverständlich zuhause auch mit ihrem Vater in die Badewanne gegangen, wir waren beide als Eltern da ganz ungezwungen. Nur in der "Öffentlichkeit" haben sie halt ein Höschen getragen. Wir Erwachsenen haben uns ja auch nicht nackt auf dem Spielplatz oder Schwimmbad/strand aufgehalten. Daher haben unsere Kinder das auch gar nicht hinterfragt.
Ich wehre mich entschieden dagegen, dies als schweren Eingriff in die Kindliche Identität zu sehen.
Und klar liegt die Schuld beim Täter, das ist eine Binse.

Etwa seit den „68ern“, in geringerem Masse auch schon vorher, waren Kindernackedeis in Schwimmbad oder Strand nicht selten.
Pädophile gab schon immer. Dennoch sahen Eltern für ihre Kinder keine Gefahr. Auch störte sich niemand an den Nackedeis, viele fanden es modern und „pädagogisch wertvoll“.
Jetzt plötzlich, nach 40 Jahren, bricht die Keuschheit und Angst vor Pädophilen aus?

Nicht nur hier neige ich zu der Vermutung, dass es um etwas anderes geht, dass unseren zahlenmäßig zunehmenden Mitbürgern mit anderem kulturellen Hintergrund, bei dem „Keuschheit“ und „Reinheit“ einen hohen Stellewert haben, der Aufenthalt bei uns so angenehm wie möglich gemacht werden soll.
Ein in kleinen Schritten verleugnen unserer „Werte“, zu denen auch eine gesunde Einstellung zu natürlicher Nacktheit gehört.

Nach meiner Wahrnehmung wird scheinbar versucht, zu Gunsten einer anderen Kultur den Exodus unsere Kultur, unseres Lebensstils voranzutreiben. Das sogar auch von in unserer Kultur aufgewachsenen (Macht-) Menschen, denen aber unsere Kultur am Rücken vorbei geht, die unsere großen Dome noch nie von innen gesehen haben, aber fast alle Moscheen dieser Welt. Die hyperventilieren, wenn ihre „Traumkultur“ kritisiert wird.
Eine Art Landesverrat durch krankhaftes kulturelles Fernweh, das sie aber anderen aufzwingen wollen.
An den Schalthebeln des Einflusses und der Macht sitzen zu viele solcher m.E. seelisch ziemlich ungesunder und damit aber auch gefährlicher Leute.

Unheilige Allianz,
ich stimme Ihnen zu, jedoch nur zum Teil. Neulich machte ein Bericht über einen Elternbrief Furore, den der Direktor einer bayrischen Schule versandt hatte. In dem Brief wurden die Eltern dazu angehalten, auf eine nicht zu freizügige Kleidung (hotpants..) ihrer Töchter zu achten, da dies bei den in der Turnhalle der Schule untergebrachten Asylbewerbern "zu Mißverständnissen führen" könnte. Doch Prüderie und Puritanismus dringen auch über die Schiene der political correctness ein... und diese wiederum ist ein IS-Import. Die Unterdrückung der Sexualität war im übrigen seit jeher ein Signum repressiver System, gleich welcher couleur.

„… Jetzt plötzlich, nach 40 Jahren …“ Wird jetzt jede Entwicklung, die man persönlich als Rückschritt erachtet fremden Kulturen zugeschoben? Meinen Sie nicht, dass die technische Entwicklung entscheidende Faktor für das Aufkommen solcher Debatten ist? Nie zuvor wurden so viele persönliche Informationen verbreitet, jedes Foto wird archiviert in einem Speicher, der es nie wieder hergibt. Ihr Kommentar widmet sich in keiner Weise dem Thema, dem pro oder contra. Da wo Sie das Thema aufgreifen sprechen Sie von anderen Personen „Dennoch sahen Eltern für ihre Kinder keine Gefahr. Auch störte sich niemand an den Nackedeis …“ Sie tragen nicht zur Diskussion des Themas an sich bei, sondern nutzen sie, um Ihre Ablehnung gegenüber fremden Kulturen zu äußern. Das ist traurig und bedenklich. Die Tatsache, dass das Thema nicht nur in Deutschland sondern global z.B. in den USA oder Skandinavien (siehe Hintergründe zum Film „Die Jagd“) diskutiert wird, zeigt doch, dass die Ursachen andere sein müssen. Ich würde Sie ja noch verstehen, wenn es bei Ihrer Ablehnung nicht offensichtlich um die islamische Kultur gehen würde („ Moscheen“). Kritik von Ihrer Seite an dem US-amerikanischen Umgang mit dem Thema? Fehlanzeige, obwohl gerade das im Artikel betont wird. Und nur so by the way: wie viele Synagogen haben Sie schon besucht?

"Meinen Sie nicht, dass die technische Entwicklung entscheidende Faktor für das Aufkommen solcher Debatten ist? Nie zuvor wurden so viele persönliche Informationen verbreitet, jedes Foto wird archiviert in einem Speicher, der es nie wieder hergibt. "

Auch vor 40 Jahren hat man schon Fotos gemacht, aber man hatte wahrscheinlich noch "ernsthaftere Probleme" als sich in solche Schutzhysterie hineinzusteigern. Das sehe ich in unserer Gesellschaft sowohl bei Nacktheit als auch bei Themen wie Fahrad"Helm" und Handys.

Eltern muessen scheinbar ihre Kinder vor allen virtuellen Gefahren schuetzen (das verlangt die soziale Norm) und wenn wir uns weiter in die Richtung entwickeln, dann muss bald auch jeder Grundschueler am Schultor vom Lehrer an die Eltern uebergeben werden, morgens und Mittags.
(Das ist der Standardzustand in heute in Italien, war wohl frueher auch mal anders).

Ich moechte meine (4) Kinder lieber zu selbstaendigen Menschen erziehen. Ich hab keine Hemmungen wegen Nacktheit im Schwimmbad oder am Strand, das hatten meine Eltern ja auch nicht ... und Paedophile sind seitdem nicht mehr geworden.
Natuerlich gibt es im Leben Gefahren, aber wie sollen unsere Kinder LEBEN LERNEN, wenn wir versuchen alles von ihnen fernzuhalten.

Ich hab als Kind mit Feuer gespielt, bin am Fluss und am See rumgetollt, bin auf duennem Eis rumgelaufen und hab mir dabei nasse Fuesse geholt. Ich habs ueberlebt und verbrenn mir heute nur selten die Finger.

@fra.orolo: Nur wurden damals die Fotos nicht in Sekunden in der ganzen Welt verbreitet.
Ansonsten stimme ich Ihnen 100%ig zu! In meiner Heimatstadt stand Jahrzehnte lang eine Lokomotive auf einem Spielplatz, so weit ich weiß ist beim Spielen nie etwas ernstes passiert, dennoch wurde sie dann auf Druck einiger Eltern entfernt, da sie ja eine mögliche Gefahr darstellte …

Der Dreck ist in unseren ErwachsenenKöpfen. Zwei Gedanken dazu: Wer auf ein Foto wichst, entpersönlicht den abgebildeten Menschen. Er nimmt nicht das "wer" wahr, sondern nur das "wie" bzw. taucht ab in seine eigenen Fantasien und Projektionen. Nacktheit kann dabei, muss aber nicht, der Aufhänger sein. Die Vorstellung der Entkleidung des bekleideten Objektes kann auch ein Teil der Wichsvorlage sein. ... ... ... In einer derart hochgeschlossen bekleidet Gesellschaft wie dem Iran hatte ich das Gefühl, dass sich alles nur um Sex dreht. Gerade das Gebot der Bekleidung regte anscheinend die Fantasie des Entkleidens vehement an.

Das kann man auch etwas gelassener, pragmatischer sehen. Was ich nicht weiss , macht mich nicht heiss, wenn jemand ein Photo von mir als "Wichsvorlage" benutzt und ich es nicht weiss, dann ist es mir weder egal noch peinlich da ich es nicht weiss. Wenn ich es weiss, dann ist es mir solange es privat geschieht auch egal. Ein Photo von mir bin nicht ich. Und wenn ich wüsste, dass jemand Photos meiner Kinder als Vorlage benützt ginge die Welt auch nicht unter. Ich stelle lediglich kaum jemals Photos von mir oder meinen Kindern ins Netz. Sofern jemand Photos von mir ins Netz stellen würde, hätte ich en Problem damit.

Wir schaffen es noch, unser gesamtes Leben so zu pervertieren, das es sinn-, freud- und genusslos wird.(1)
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Kinder immer angezogen, Veränderung zu unmöglichen Straftatbeständen des Sexualstrafrechts, (Einvernehmlichkeit) jeder Körperkontakt wird zum "Eiertanz". mit der Frage: Ist das "Sozialverhalten" oder Anmache usw.
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Demnächst machen wir im Bad das Licht aus oder hängen den Spiegel zu:-((
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Auf der anderen Seite eine übersexualisierte Welt (Werbung, Pornos, Intimrasur, - piercing, -tatos, Aufmachnung von M/W als Sex-Objekt, das man aber nicht anschauen darf ;-)), hinterherpfeifen erst recht nicht ....)
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Das Kleidung mal auschlieslich dem Schutz vor Umwelteinflüssen gedient hat, bei vielen Gruppen auch heute noch dient, haben wir vergessen bzw. wolen wir nicht mehr wahr haben. Was die Kirche RKK mit ihre verkniffenen Moralvorstellung (die denken immer nur an das eine, warum wohl) nicht geschafft hat, schaffen heute "Gruppen" (m/w) die Menschen, ausser als Sexulabojekte , gar nicht mehr wahrnehmen können.
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"Schöne neune Welt" (Huxley) in dem sich "denkende Menschen" (gibt es die den wirklich?) Verhalten wie pubertietende Halbstarke "He Alter was guckse!" und ihre eigenen "Missbrauchs- und Sexphantasiene" ohne Beleg in andere Köpfe hinein interpretieren!
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Brummt
Sikasuu
(Der auf den Tag wartet, wo zu Hause (FI) die Familensauna als "Gefährdung des Kindeswohl" verboten und abgeschafft wird:-))
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(1) Es gibt nicht schöneres als nackt zu schwimmen....;-))

Leider wurde bezüglich der Väter/Männer in den letzten Jahren auch in den Medien massiv an einem negativen Männerbild gearbeitet. Vereinfacht einen Generalverdacht. Als Vater mit mehreren Kindern, auch Mädchen bin ich solche Beiträge leid. Dies spiegelt sich ja auch in Berichten über Vergewaltigungen wieder. Oft wird zuerst in einem Hype groß berichtet, und nicht selten bestehen am Ende sehr große Zweifel am Wahrheitsgehalt (z.B. Fall Kachelmann, oder über Massenvergwaltigungen an US-Unis).
Auch wenn natürlich ein Teil der Pädophilen als "Gefahr" zu sehen und ernst zu nehemn ist, wurde weit übers Ziel geschossen und es gibt schon eine Art "Bürgerwehr", "Pranger" (Medien) und viele, viele selbsternannte Experten. Für mich u.a die nüchternen Konsequenzen: Mein Sohn wird, soweit ich Ihn irgendwie beeinflussen kann, keinen Beruf wählen, der nur irgendwie mit Kindern zu tun hat. Das ist absolut hochriskant, im Zweifel genügt da z.B. eine etwas " neidische" oder "eifersüchtige" Frau, die einen Verdacht in die Welt setzt und aus ist die Maus. Und ich selber habe wirklich keine Lust mich schrägen Blicken oder Fragen und ggf. Andeutungen aussetzen zu müssen und hole deshalb unsere Mädchen z.B. nicht mehr vom Sportunterricht oder Schwimmen ab. (Gehen Sie da heute als Mann nur mal in die Nähe einer Umkleidekabine, wenn sich die Tochter verspätet oder sie nicht wissen, wo sie verbleiben ist, dann wissen Sie genau was ich meine.

Was passiert ist?
Der Mensch -besonders männlichen Geschlechts (trotz Rosa v. Praunheims letzten Films)- degradiert kleine Kinder zum Objekt seiner oft perversen Sehnsüchte, und das nicht nur und ausschließlich in seiner Fantasie, wie Mediziner und Familienämter bezeugen können. Das ist passiert.
Die Frage ist nur, ob das Verboten von Kindernackedeien beim Plantschen die aktiven Pädophilen WENIGER AKTIV machen wird. Ich glaube es kaum.
Die Gefahren lauern eher in den Schlafzimmerchen.

Bei jungen Katzen, Hunden, Kücken, Tieren rufen alle "Wie süsse!" und fressen (mit Verlaub mod) die dann im jugenlichen Alter auf (Wer zieht nicht Hähnchen altem Suppenhuhn, oder Ferkel alter Sau, Kalb alter Kuh, junges Gemüse altem holzigem , VEGIS sollen auch nicht vergessen werden, VOR?
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Unsere eigene "Nachzucht" stecken wir vom 1 Tag an in eine ideologischen Käfig der mMn. mit geistiger Massenteirhaltung zu tun hat.
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Last Tiere artgerecht leben! Ich kanns nicht mejr hören, weil die gleichen Leute die EIGENE Art ,selbst den Nachwuchs, in eine Zwangsjacke ihrer "Kranken" ne, soll nicht so hart klingen "schrägen" Phantasien zwingen ohne auch nur den geringsten Beleg dafür zu haben. Frei, ungezwungen, einfach ausprobieren.... NEE, die Kids werden vom 1. Tag an in Regeln und Normen der Ewachselen gepresst!
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Nach solchen Denkfiguren müssten wir zum Kinderschutz den Autoverkehr abschaffen, jedes Kind mit Vollschutz und Helm nur noch unter Aufsicht ... usw.
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Komisch, das diese "ach so schlechte Welt" erst in den letzen Jahrzehnten entstanden sein muss, weil wir haben es trotz "Gedankenkontrolle" (Kirchen usw) Jahrhundertelang geschafft, ohne eine Welt von "gestörten Missbrauchopfern" zu schaffen, relativ locker miteiander um zu gehen.
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Erinnert mich an "Ladys" die in "Bombay" im "Tea-room" mit dem Zeis sassen, "Shocking, wie die Nativs sich hier benehmen!" sagten, aber den Einheimischen jungen Männern am Ufer mit dem 12x70 beim Baden zuschauten:-((
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Brummig
Sikasuu

Vielen Dank für diesen Artikel . Nach den geschilderten Vorfällen mit hysterischen Eltern scheint das Thema ja ein ganz heisses Eisen zu sein . Hoffentlich trägt der Artikel zur Besinnung bei .
Wichtig in diesem Zusammenhang scheint mir noch zu erwähnen ,dass ,nach meiner Beobachtung Kinder viel zu sehr in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit gestellt werden . Sobald Eltern mit Kindern in einer Gruppe zusammen sind ,beschäftigt man sich nur noch mit den Kindern anstatt ihnen den gebührenden Freiraum zu geben .
Das Gespräch unter den Eltern dreht sich um die Kinder ,die Kinder werden gerufen ,gemassregelt usw.
Kinder sollten als ganz normaler Bestandteil der Gesellschaft betrachtet werden ,nicht als etwas das ständig kontrolliert und im Mittelpunkt des Interesses stehen muss .
Der Mangel an Geburten ,das Zerfallen familiärer Strukturen in der westlichen Welt weist Kindern eine Stellung zu, die weder für sie ,noch für die Gesellschaft gut ist .
Das heisst nicht ,dass Kinder keine Zuwendung bekommen sollten .Auf keinen Fall!
Aber es sollte in Maßen geschehen ,und dann wenn das Kind es will .
Wozu Überbehütung führen kann zeigt der Artikel ganz hervorragend.
Seltsame Menschen ,die sich am Anblick nackter Kinder ergötzen gab es immer und wird es auch immer geben. Durch argwöhnisches Beobachten der normalsten und natürlichsten zwischemenschlichen Kontakte und einem "vorsorglichen" Anschwärzen wird sich daran auch nichts ändern.

Nichts kann einen davor schützen, fotografiert und als Onaniervorlage benutzt zu werden. Ob nackt oder nicht, es gibt Schuh- und Haarfetischisten, die gar kein Nacktfoto benötigen. So ist die Welt, ich kann es weder ändern noch wirksam verbieten. Insofern ist die "Was ich nicht weiß..."-Haltung die gesündeste, und die versuche ich auch, meinen Kindern zu vermitteln. Unsere Kinder haben nackt im Garten gespielt, so lange sie das wollten. Ungefähr mit acht Jahren fingen sie an, lieber etwas anhaben zu wollen.

Hysterie ist als Krankheit anerkannt, man sollte sie behandeln statt sie zu fördern.

Auswüchse einer paranoiden und an amerikanisch-perversem Puritanismus, gewürzt mit diskriminierendem Gedankengut des Feminismus:
Ein Vater sitzt mit seiner 3jährigen Tochter wie jeden Abend gemeinsam im Schaumbad. Eines Tags flattert eine Anzeige wegen Kindesmißbrauchs herein.
Was war passiert? Er hatte sich scheiden lassen und als Besuchsvater wurde ihm dieses Ritual von der Mutter vorgeworfen/verboten, dass er 3 Jahre lang vorher in aufrechter Ehe mit seiner Tochter genossen hatte. Das Kind hat es nicht verstanden, warum Papi jetzt nicht mehr mit in die Wanne kommt....

Religionen waren immer schon Profis im Zurückdrängen, Verteufeln von natürlichen Bedürfnissen. Stillen in der Öffentlichkeit? Ein Unding!!! Nackt baden? Bei Erwachsenen ein Sodom-und Ghomorra, deshalb: wehret den Anfängen und lasst Kinder nicht sehen, dass es zweierlei Geschlechter gibt! Verbergt diese Tatsache so lange, wie es irgend möglich ist!

Es ist an der Zeit (höchste Zeit), diesen alten Männern in Röcken den Mittelfinger zu zeigen! Wer nicht mit der Zeit gehen kann, sie nicht für sich nutzen kann, ist in ihr nicht mehr akzeptabel.

Ich akzeptiere und respektiere die Kirchen, egal welcher Couleur, ABER: Sie sind nicht im Besitz der einzig-selig-machenden Wahrheit!
Wäre das so, gäbe es nicht ständig neue Horrormeldungen über Missbräuche in kirchlichen Einrichtungen.
Ich möchte den Pfaffen, Priestern, Schamanen, Gurus zurufen: kümmert Euch um Eure eigenen Dinge! (z.B. um die Verwaltung der riesigen Geld- und Vermögenswerte, die Euch jährlich von vorwiegend alten, einsamen Frauen vermacht werden).
Wenn jemand Eure Hilfe braucht, wird er/sie zu Euch kommen.

Bis dahin verschont den "vrdorbenen, missgeleiteten" Rest der Menschheit mit Euren Weisheiten!

Hysterische Risikominimierungs-Gesellschaft (2)

Wir sind froh, eine Kita gefunden zu haben, in der es auch einen männliche Erzieher gibt.
Doch meine Freundin hatte auch erst diese skeptischen Reflex gegenüber diesem Erzieher.
Des Weiteren diskutieren wir jetzt schon, ab welchem Alter wir unsere Tochter alleine durch Stadtparks gehen lassen können.
Ich vertrete hier einen liberalen Standpunkt.

Hysterische Eltern erziehen hysterische Kinder, und hysterische Kinder haben es schwer jemals glücklich zu sein.

Hysterische Risikominimierungs-Gesellschaft (1)

Zunächst mal

"Die Abscheu gegen Pädophile und Kinderschänder ist etwas, das uns fast alle eint"

Das ist auch absolut richtig so!

Doch

"Warum sehen wir in unseren Kindern nicht mehr einfach nur das, was sie sind: Kinder – sondern potenzielle Sexualobjekte Pädophiler? Warum lassen wir uns so verunsichern und sind auf dem besten Weg, eine Gesellschaft von Bedenkenträgern und Spaßverderbern zu werden? "

Weil wir in einer verängstigen Risikominimierungs- und Allesmussplanbarsein-Gesellschaft leben.

Weil uns Boulevardmedien ständig Angst vorm Schwarzen Mann machen, der nicht unter dem Bett sondern hinter dem Busch lauert.

Weil Unterschichtler bei Facebook ständig Bilder von vermeintlichen Kinderschändern posten

Teilweise beantwortet der Artikel auch selbst, was falsch läuft:

"Zugleich setze sich immer mehr der Verdacht durch, Pädophile seien überall."
"Die deutsche Gesellschaft ist anders als die amerikanische, aber die Tendenzen, die sich dort zeigen, sind mit Verzögerung auch bei uns zu beobachten"

"Männliche Erzieher und Praktikanten stehen heute unter dem Generalverdacht, Kinderschänder zu sein."

Das ist wohl eine unheilige Mischung aus der Tendenz, Männer unter Generalverdacht zu stehen und Resten des eines erz-konverativen Weltbildes, indem nur Frauen Kontakt zu Kindern haben dürfen.

Ein ganz prima Artikel und das Photo ist clever ausgesucht, nackte Kinder ohne dass man einen Popo oder noch Schlimmeres sieht. Ein Bild von einem Kinderpopo das traut sich heute keiner mehr. An einem Strand in Südfrankreich habe ich neulich bewusst nach nackten Kindern geguckt, an einem belebten Strand sah ich exakt eines.

Allerdings, und das ist durchaus ein Teil dieser Entwicklung, ist nicht so klar, ob das Artikelbild nicht eigentlich mittlerweile strafrechtlich relevant ist.
§201a (3)
Mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer eine Bildaufnahme, die die Nacktheit einer anderen Person unter achtzehn Jahren zum Gegenstand hat, 1. herstellt oder anbietet, um sie einer dritten Person gegen Entgelt zu verschaffen, oder 2. sich oder einer dritten Person gegen Entgelt verschafft.

Hat das Artikelbild "Nacktheit zum Gegenstand"? Sie wird nicht eindeutig gezeigt, aber das ist dafür nicht notwendig. Man könnte das schon so sehen, immerhin wurde das Bild wegen des Aspekts der Nacktheit für den Artikel ausgewählt.
"Unter achzehn Jahren" ist eindeutig. Zeit Online hat das Bild mit Sicherheit in irgend einer Weise gekauft und der Photograph in irgend einer Weise verkauft.
Ich weiß nicht, ob man diesen Artikel auch käuflich erwerben kann, aber wenn ja, sind hier auch noch Käufer der Zeitung betroffen.

Vermutlich würde ein Gericht das durchgehen lassen, aber auf die Anstrengungen der Gerichte, um das klar zu definieren, bin ich gespannt.

Die Angst vor den bösen, sich aufgeilenden Pädophilen ist ja gleich doppelt absurd. Zum einen wird sexuelle Gewalt ja sehr oft eben auch von Nichtpädophilen ausgeübt, zum nächsten weiß niemand, wer pädophil ist (könnte ja auch papa sein oder Mama oder Tante Irmgard, die immer auf die Wangen geküsstwerden will und die Kleine so lieb herzt usw.), zum weiteren nutzt dagegen auch kein Anziehen des Kindes.

Der Pädophile wünscht sich eine _Beziehung_ mit einem Kind, was auch eine sexuelle Komponente beinhaltet. Er verliebt sich nicht automatisch in jeden nackten Kinderkörper oder wird davon spitz, so wie auch beim Nichtpädophilen nicht jeder nackte Körper eine Erregung auslöst oder sexuelle Phantasien, wie aber auch manch angezogener Körper diese Gefühle auslösen kann. Liebe Eltern - es ist also völlig egal ob ihr die Kinder anzieht oder nicht, es kann immer sein, dass jemand euer Kind sieht und sich dann vorstellt, mit diesem Kind eine Beziehung zu haben - und sich ggf. an Bildern die er entweder selbst anfertigt oder im Netz findet, erregen kann. Es ist völlig egal ob der kleine Stefan da eine Badehose trägt, einen Matrosenanzug, ein Jeans und T-Shirt, ob die kleine Stefanie ein Kleid trägt oder nicht, ob sie geschminkt ist oder nicht usw. - denn die Geschmäcker von Pädophilen sind halt verschieden.

Hinzu kommt, dass die einzige Lösung tatsächlich wäre, Bilder von Kindern nicht mehr anzufertigen, keine Kinderdarsteller für nichts und gar nichts mehr einzustellen usw. Weiter T2

T2: Nicht nur das, den Kindern wäre gleichzeitig beizubringen, dass nicht nur ihre Nacktheit, sondern ihre bloße Anwesenheit schon ein Trigger sein kann, weshalb sie nicht nur vorsichtig, sondern geradezu paranoid agieren müssten, denn auch Onkel Franz und Oma Gretchen könnten ja heimlich doch auch erregt sein wenn sie Nichte oder Enkel/in knuddeln. Das heißt, das Körperliche zwischen Verwandten wäre genauso schon verdächtig wie jede Interaktion nach Art von "lass uns ein Photo machen, ein Video usw.", denn es könnte derjenige ja Hintergedanken haben. Das müsste dann logischerweise auch für Eltern gelten, was die Whnwitzigkeit des Ganzen aufzeigt.

Es ist sicherlich kein schöner, ein erschreckender Gedanke, dass jemand sich die Bilder des eigenen Kindes ansieht und darauf, pardon, einen von der Palme wedelt. Aber das _kann_ nicht verhindert werden, es sei denn, die ganze Wahnwizigkeit soll noch weiter gehen und den Kindern soll nicht nur beigebracht werden, dass Nacktheit gefährlich ist, sondern dass ihr bloßes Dasein schon quasi Trigger ist. Welche Welt ist das dann für die Kinder? Wenn man bedenkt, dass ziemlich viel sexuelle Gewalt in den eigenen vier Wänden bzw. bei Verwandten oder engen Bekannten geschieht, stellt sich auch die Frage: sollen sich Eltern jetzt abschotten um keinerlei Risiko einzugehen?

Was dabei auch nicht bedacht wird: ein bestimmter Mensch kann für einen anderen auch auf Grund seiner Äußerungen interessant werden, der Rest könnte erst dazukommen T3

T3: Was bedeuten würde, dass auch Meinungsäußerungen von Kindern schon gefährlich wären. Was bliebe dem Kind dann noch, was nicht gefährlich ist?

In anderen Ländern werden junge wie alte Frauen angehalten, sich in eine dunkle Kluft zu hüllen, die manchmal nur noch das Gesicht erahnen lässt, wenigstens jedoch sollen die Haare verdeckt sein - dies geschieht u.a. deshalb weil sonst Männer durch die Haare, Kleidung, Haut... erregt werden könnten. Während zu früherer Zeit mal die Burka auch als Zeichen dafür diente "diese Frau ist vergeben" (andere Debatte), ist sie heutzutage Schutz davor, dass Männer sich ggf. nicht beherrschen könnten. Diese Argumentation ähnelt imho der Argumentation "lauf nicht nackt herum, denn Männer oder Frauen (wird meist nicht beachtet) könnten sich dadurch aufgeilen und dann so erregt werden, dass sie dich ggf. dann entführen, dich sexueller Gewalt aussetzen usw." sehr.
"Nach Vers 33,59 sollen Muslimas „etwas von ihrem Überwurf über sich herabziehen“, wenn sie auf die Straße gehen, um nicht belästigt zu werden. Wie dieser „Überwurf“ auszusehen hat, wird nicht näher beschrieben. Die Verse 24,30-31 besagen, dass sowohl Frauen als auch Männer ihre Blicke senken und die Frauen zudem „ihren Schleier über den Kleiderausschnitt schlagen und ihren Schmuck nicht offenlegen“ sollen; die „Blöße“ der Frau darf nach dem Vers 31 nur im engsten Familienkreis, Männern ohne sexuelle Begierde und Kindern gezeigt werden."
Die Mormomen ähnliche Bekleidungsregeln :)

Ich sehe die Entwicklung genauso wie Annabel Wahba. Das ist schade. Die jungen Kerle in der Schwimmbaddusche mit den Badehosen an, in denen sie sich "untenrum" waschen - lächerlich und im Wortsinne komisch.

Was mich als Trennungsvater einer Tochter aber viel mehr besorgt, ist die Macht, die die (nicht wohlmeinende) Mutter über mich hat. Was soll ich machen, wenn meine Tochter sich vollgekackt hat? Meine eigene Mutter holen? Irgend eine Nachbarin als Zeugin hinzuziehen?

In dem Artikel heißt es: "Männliche Erzieher und Praktikanten stehen heute unter dem Generalverdacht, Kinderschänder zu sein. ... In vielen Kindergärten gilt die eigenartige Regel, dass Männer keine Windeln wechseln dürfen – man stellt sie zwar ein, weil jeder weiß, wie wichtig es ist, dass Kinder auch von Männern erzogen werden, misstraut ihnen aber."

Das gilt auch für Wochenendväter. Schauen Sie sich mal die Anklagen bei den Familien- und Strafgerichten an.

Schade für meine Tochter - ich kann ihr nicht unbefangen begegnen.

@Kathmandu

Leider, ja. Deshalb glaube ich auch nicht, dass es irgendeine der üblichen intellektuellen Moden ist, wenn man jetzt konstatiert, dass sich die geistige Verfassung unserer Gesellschaft in vielen Bereichen (nicht in allen) wieder in Richtung Mittelalter bewegt. Und das ausgerechnet vor dem Hintergrund, dass Bildung und Wissen für nahezu jedermann heute so frei verfügbar sind, wie niemals zuvor in der Geschichte.....

@James Juce
Ich gebe die Hoffnung nicht auf, daß das Pendel irgendwann auch wieder zurück schwingt, wie es bisher in der Geschichte immer der Fall war. Zugegeben, das kann noch einige Zeit dauern, weil die unheilsame Entwicklung immer noch dabei ist, Fahrt aufzunehmen. Vielleicht ist es ja auch gerade das Überangebot an Informationen, welches zur Ignoranz verführt. Wissen wird in schnell verdaulichen Häppchen angebauten, viele reagieren eher auf irgendwelche Triggerbegriffe und vorgefertigte Konzepte. Um dies in Frage stellen zu können, bedarf es jedoch tatsächlich der BILDUNG, die ein sehr langfristiger Prozess ist, nicht zu verwechseln mit dem hastigen Hinunterschlingen und zeitnahem Ausscheiden wohlfeiler Infohäppchen.

Ein ganz hervorragender Artikel! Was ist geblieben von den Freiheiten, welche die 68er mühsam gegen innere und äußere Widerstände errungen hatten?
Es sind doch immer wieder die Extremisten, die sich selbst keine Grenzen auferlegen wollen, und die dadurch die Freiheiten einer Gesellschaft zunichte machen. Uferlose Übersexualisierung auf der einen Seite, und paranoide Prüderie auf der anderen.
Mittlerweile braucht es fast schon Mut, einen Weg der "Normalheit" zu finden. Schlimm!

Ja, ein ganz hervorragender Artikel, volle Zustimmung. Ich frage mich allerdings, ob es nicht gerade die 68-er sind, die emsig dabei sind, den Tugendterror allgegenwärtiger political correctness zu verbreiten... - und somit durch die Hintertür kassieren, was sie einst erkämpft hatten.

Es ist ja nicht nur die Nacktheit die den Kindern genommen wird, auch das freie Spielen wird ihnen von überbehütenden Eltern genommen. Früher stürmte man nach dem Mittagessen aus dem Haus und kam wieder wenn die Laternen angingen. Die Eltern hatten nur eine ungefähre Vorstellung wo man sich aufhielt, da man ja selber noch nicht wusste, wo es einen mit den Freunden hinverschlug. Erst spielte man im Garten, dann wechselte man auf den Spielplatz um anschließend am Bach Staudämme zu bauen oder auf Bäume zu klettern.
Neben der Panikmache mancher Medien, ist meiner Meinung nach auch die Flut von Smartphones an der aktuellen Entwicklung mitschuld. Sie machen es den Eltern leicht ihre Kinder zu überwachen und zeitgleich wird heute viel häufiger fotographiert, als das früher der Fall war. Und da die Fotos heute nicht mehr auf Papier sind und in Alben landen, die dann in der heimischen Wohnzimmerwand stehen, werden sie Hin und Her geschickt und landen im Internet. Das kann man befürworten oder nicht, aber es sollte nicht dazu führen die Kinder einzuschränken, nur weil die Erwachsenen heutzutage überall Perversion und Verbrechen sehen.
Wir sollten alle einen Schritt zurück gehen und den heutigen Kindern genau die offene und freihe Kindheit ermöglichen, die noch vor 20 Jahren Normalität war. Denn nur so haben die Kinder die Chance zu selbständigen und selbstbewussten Individuen zu werden.

leider finde ich die quelle nicht mehr:
in einer landkarte war eingezeichnet, wie weit sich 8jährige kinder in einer familie in 4 generationen ohne elterliche aufsicht von zu hause enfernen durften. urgroßvater knapp 20 km zum nächsten weiher.
großvater weniger vater weniger, urenkel heute: 600 m bis zum ende der straße.
im drang alles perfekt zu machen und kinder von allen gefahren ( und damit erfahrungen) fernzuhalten, überbehütet man sie und sperrt sie in einen goldenen käfig. die meisten gefährdungen spielen sich im eigenen hirn ab.

wer sich nicht in gefahr begibt kommt darin um.

Paranoia, Hysterie und Heuchelei,

unversehens scheinen wir gewaltige Rückschritte in längst vergangen geglaube Epoche zu machen. Die christliche Körper- und Sexualfeindlichkeit erlebt - unter anderen Vorzeichen - einen ungeahnten Aufschwung. Der Anblick nackter Körper wird plötzlich zum Skandal, ebenso Körperkontakte, zumindest soweit Kinder involviert sind. Man kann sich das gar nicht mehr anders als sexuell pervertiert vorstellen. Erinnert irgendwie an den Hexenwahn des 16. und 17. Jahrhunderts: je mehr die Hexerei verfolgt wurde, desto mehr Phänomene von "Hexerei" tauchten auf... und als der Wahn abflaute, ging auch die "Hexerei" zurück. Christlicher Fundamentalismus, islamische Orthodoxie und political correctness gehen da eine unheilige Allianz ein, welche mühsam erworbene Freiheiten zunehmend gefährdet.

Kann Ihnen nur zustimmen - die neue Prüderie ist Teil eines allgemeinen gesellschaftlichen Roll-Back ("neue Bürgerlichkeit", "Rechristianisierung" Ostdeutschlands usw.) Wer einen Schritt zurücktreten und sich an seine eigene Kindheit erinnern kann, wird dies alles - vorausgesetzt, die Kindheit war in dieser Hinsicht unbeschwerter - lächerlich finden. Und als Vater oder Mutter nicht mitmachen. Gewiß um den Preis, angefeindet zu werden. Aber da kann man ja gegenhalten und sich wehren.

Oh nein, auch Kinder haben Rechte am eigenen Bild und nun auch noch Anspruch darauf, dass sich die Erwachsenen um sie herum auch damit auseinandersetzen.

Hach, das ist aber auch schlimm, jetzt muss man schon fragen, ob man anderer Leute Kinder fotografieren darf.

P.S.: Mit Nacktsein hat das im übrigen gar nichts zu tun.

Übrigens - das Verrenken im Handtuch, um aus der nassen Badehose in die trockene Unterhose zu kommen, kenne ich noch aus meiner Jugend.

Was waren wir froh, als man das endlich auch in Deutschland, wie in Dänemark, vergessen konnte.

Und jetzt sind wir also wieder zurück.
Da hat wer nicht aufgepasst, Freunde!

Der Praktikant der sich unversehens unter Verdacht sah ist haarscharf an der totalen Zerzörung seinens gesammten Lebens nvorbeigeschrammt.

Man stelle sich vor:
1) Eine Missgünstige Kollegin die den aufkeimenden Verdacht wenn auch nur passiv unterstützt.

2) Wäre das unverantwortilche Elternpaa das den Vorwurf in den Raum stellte in der Elternschaft gut vernetzt gewesen - es hätte sofort eine totale Panik unter der Elternschaft gegeben.

3) Wäre zufällig gerade ein entsprechender Fall in der Presse gewesen - der Vorstand hätte sicher nicht so umsichtig gehandelt.

Fazit: Als Mann den Erzieherberuf zu wählen ist fast schon Selbstmord!

Wie konnte es dazu kommen:
Wert - echte Werte und gesellschaftlicher Konsenz wurden durch political correctness ersetzt.

Ein unbedarfter Fehltritt der die völlig absurden Grenzen der Political corr. überschreitet - und du bist nah an der totalen gesellschaftlichen - und manchmal auch der exsistentiellen Zerstörung.

Ich kann den Vorpostern nicht zustimmen. Aus meiner Erfahrung heraus sind die Scheu vor kleinkindlicher Nacktheit kein Ausdruck von Prüderie, sondern vor der allgegenwärtigen Missbrauchsdiskussion, so wie es im Artikel ja auch geschildert wird:

- Kann ich als Vater mich einfach an der Freude meiner Kinder erfreuen, nackt im Wasser zu toben? Auch wenn deren Freunde dabei sind? Was denken deren Eltern von mir? Hab ich dann schon den Killerstempel "pädophil", trotz aller Unschuld?

- Könnte irgendjemand den Anblick nackter Kinder erotisch/sexuell ausnutzen?

- Könnte jemand Bilder der nackten Kinder machen und veröffentlichen?

Ob man diesen Ängsten oberhand gewähren sollte würde ich aber bezweifeln. Denn ein wunderbarer Teil Kindheit wäre damit der Pädokriminalität geopfert.

Nicht erst die Folgen der Edathy-Affäre haben eine Diskussion über das Nacktsein von Kindern losgetreten. Seit Jahren findet in Deutschland ein schleichender Prozess statt, von dem in den Medien bisher gar nicht zu lesen ist:
In öffentlichen Duschen, zB. beim Fußballverein oder im Fitnessclub duschen muslimische Männer immer in Unterhose. Und dort wo die Muslime in der Überzahl sind, zB. in Berlin-Wedding, da werden Sie schon ganz komisch angeschaut, wenn man wagt ohne Unterhose zu duschen. Die religiöse Prüderie ist da wieder voll im Vormarsch, so dass längst auch junge Nicht-Muslime (nicht nur Deutsche!) begonnen haben dem Druck nachzugeben und ebenfalls nur noch mit Unterhose zu duschen. Teilweise ist das völlig absurd, wenn in einer Herrendusche wo nur Jungs sind unglaubliche Turnübungen mit dem Handtuch um die Lenden veranstaltet werden, nur um die nasse Unterhose nach den Duschen auszuziehen und eine trockene Unterhose anzuziehen, ohne dass irgendjemand etwas sehen könnte.

Edathy ist jetzt nur ein kleiner Medien-Hype, das läßt sich wie bei allen gehypten Themen leicht voraussagen, die wahre Prüderie-Welle gegen jede Form von Nacktheit hat die Parallelgesellschaften bereits mit Macht verlassen und drängt sich in die öffentliche Kultur.

Die meisten Übergriffe auf Kinder finden innerhalb der Familie statt. Also in dem Umfeld, das Kinder eigentlich schützen sollte. Nacktheit wird hier zeitversetzt zu unseren anglo-amerikanischen Schrittmachern abgeschafft. Im Gegenzug werden dann wohl auch hier die schlimmsten Pornos gedreht. Bei jungen Leuten ist Nacktheit out. Die treffen sich im Freien via Handy mit einem Kasten Bier. Alt 68er oder Leute mit DDR Sozialisierung laufen noch vereinzelt nackt herum. Selbst im Englischen Garten in München kommt das kaum mehr vor. Irgendwann wird man die letzten wohl in Handschellen abführen.

"Die Abscheu gegen Pädophile und Kinderschänder"

Leider eint uns fast alle noch immer nicht die Abscheu gegen Generalkriminalisierung von Pädophilen und gegen NPD-Sprech wie "Kinderschänder".

Pädophilie =/= Pädokriminalität. Werden Pädophile unabhängig ihrer Handlungen kriminalisiert, spielt es keine Rolle mehr, ob sie zu Tätern werden oder nicht. Pädophile können nichts für ihr Begehren. Es gibt viele Pädophile, die niemals ein Kind anfassen. Für die Verbrechen sexualisierter Gewalt gegen Kinder sind zu 12-20% Pädophile verantwortlich, 80-88% werden von "Normalen" begangen, der Haupttatort heißt Familie.

Die Mehrheit der Verbrechen gegen Kinder wird so wirksam ausgeblendet. Die werden nicht aus sexuellem Begehren, sondern aus dem Drang nach maximaler Macht und Kontrolle begangen.

"Kinderschänder" schänden laut NPD und Annabel Wahba Kinder. Wird sexualisierte Gewalt gegen ein Kind verübt, gerät demnach das Kind in "Schande".

Das ist ein Tritt ins Gesicht jedes von sexualisierter Gewalt Betroffenen, es spiegelt allerdings den Umgang, den nicht nur NPD und Journalisten ihnen gegenüber an den Tag legen.

Jedes 3.-4. Mädchen, jeder 5.-7. Junge macht mindestens eine Erfahrung sexualisierter Gewalt vor dem 16. Lebensjahr. Würden ihnen Menschenrechte zugebilligt, z.B. jede notwendige Hilfe, wäre vermutlich auch die Hysterie um die Nacktheit von Kindern nicht so groß.

Beides entspringt nämlich den gleichen Sexualphantasien, den Phantasien von "Normalen".

Zur Beantwortung der Frage "Was ist passiert" sehe ich zwei Antworten. Eine banale: Im Zuge der uns eingeimpften transatlantischen Hörigkeit äffen wir auch die in den USA grassierende Prüderie nach.
Und eine "historische": Bis vor nicht allzu langer Zeit wurde die Einstellung zu Sexualität durch das jahrtausende alte kirchliche "Sex ist Sünde" Dogma geprägt. Das haben wir , allen Liberalisierungserfolgen zum Trotz, noch immer nicht ganz abgeschüttelt.

Es gibt kein "jahrtausende altes kirchlichges Dogma: Sex ist Sünde".
Was wir jetzt erfahren müssen in Bezug auf "Nacktheit" gehört zu einer moralischen Radikalisierung, die sich ganz unabhängig von der christlichen Kirche entwickelt. Oft gehören deren Agitatoren zu gesellschaftlichen Gruppierungen, die besonders stolz darauf sind, nicht zur Kirche zu gehören. gerade im nichtkirchlichen Raum scheint die Lust am Tugendwächteramt zu wachsen mit einer erschreckenden Intensität.

Ich teile Ihre Beobachtung, dass die sich ausbreitende moralinsaure Redikalisierung wesentlich von nicht-religiösen Agitatoren getragen wird; isbesondere von radikal-feministischen Fundamentalistinnen. Dennoch kann ich Ihre These zum "Sex ist Sünde " Dogma nicht unterstützen. Nehmen sie nur die Verwendung des Wortes "unschuldig" für eine Person ohne sexuelle Erfahrung oder Ambitionen als Indiz, wie tief diese Idee in unsere Sprache und Kultur eingebrannt ist. Oder gehen Sie zurück in der Geschichte in die Zeit, in der alle Positionen beim Verkehr ausser der sprichwörtlichen Missionarsstellung als Sodomie verboten war. "Sex ist Sünde" war / ist nicht nur irgendein kirchliches Dogma- es ist die Methode mit der die Religionen seit Urzeiten den Menschen Schuldgefühle aufzwingen- um sie so gefügiger zu machen für die Herrschaft der jeweils Mächtigen. Denn Menschen mit Schuldgefühlen mucken weniger auf und sind leichter zu beherrschen. Ein Schelm wer Böses dabei denkt, dass genau dieser Ansatz zur Zeit vehement von Feministinnen verfolgt wird, die durch ihre Propaganda Männer unter Generalverdacht stellen.

Kann denn Liebe Sünde sein?

Auf welche kirchlichen Verlautbarungen oder Dogmen oder biblischen Texte beziehen Sie sich mit den Behauptung: " "Sex ist Sünde" war / ist nicht nur irgendein kirchliches Dogma- es ist die Methode mit der die Religionen seit Urzeiten den Menschen Schuldgefühle aufzwingen"? Lesen Sie mal das "Hohelied Salominis" (Bibel).

Die Übersexualisierung der Gesellschaft betrifft nicht nur kleine Kinder, die fröhlich in der Sonne und mit Wasser spielen. Und sie entsteht nicht durch das Internet. Die (Über)sexualisierung entsteht in den Köpfen der Menschen. Sie hält Einzug in Lehrpläne, Geschlecht wird zum Förder- und Einstellungskriterium, zum wichtig(st)en Differenzierungsmerkmal. Vielen reichen zwei Geschlechter schon nicht mehr aus. In Berlin wurden gesonderte Toiletten eingerichtet für Menschen, die sich weder als weiblich noch als männlich definieren wollen. Bei facebook soll es möglich sein, sich aus einem Angebot von über sechzig Geschlechter(rolle)n die/das passende herauszusuchen. Gleichzeitig wächst die Verunsicherung über die eigene Identität und wie mit ihr umzugehen ist.

Warum sollte dieser gesellschaftlich geschärfte Blick auf das Geschlecht des Gegenüber vor Kindern halt machen?

kuestenwache

Hysterische Risikominimierungs-Gesellschaft (2)

Wir sind froh, eine Kita gefunden zu haben, in der es auch einen männliche Erzieher gibt.
Doch meine Freundin hatte auch erst diese skeptischen Reflex gegenüber diesem Erzieher.
Des Weiteren diskutieren wir jetzt schon, ab welchem Alter wir unsere Tochter alleine durch Stadtparks gehen lassen können.
Ich vertrete hier einen liberalen Standpunkt.

Hysterische Eltern erziehen hysterische Kinder, und hysterische Kinder haben es schwer jemals glücklich zu sein.

Hysterische Risikominimierungs-Gesellschaft (1)

Zunächst mal

"Die Abscheu gegen Pädophile und Kinderschänder ist etwas, das uns fast alle eint"

Das ist auch absolut richtig so!

Doch

"Warum sehen wir in unseren Kindern nicht mehr einfach nur das, was sie sind: Kinder – sondern potenzielle Sexualobjekte Pädophiler? Warum lassen wir uns so verunsichern und sind auf dem besten Weg, eine Gesellschaft von Bedenkenträgern und Spaßverderbern zu werden? "

Weil wir in einer verängstigen Risikominimierungs- und Allesmussplanbarsein-Gesellschaft leben.

Weil uns Boulevardmedien ständig Angst vorm Schwarzen Mann machen, der nicht unter dem Bett sondern hinter dem Busch lauert.

Weil Unterschichtler bei Facebook ständig Bilder von vermeintlichen Kinderschändern posten

Teilweise beantwortet der Artikel auch selbst, was falsch läuft:

"Zugleich setze sich immer mehr der Verdacht durch, Pädophile seien überall."
"Die deutsche Gesellschaft ist anders als die amerikanische, aber die Tendenzen, die sich dort zeigen, sind mit Verzögerung auch bei uns zu beobachten"

"Männliche Erzieher und Praktikanten stehen heute unter dem Generalverdacht, Kinderschänder zu sein."

Das ist wohl eine unheilige Mischung aus der Tendenz, Männer unter Generalverdacht zu stehen und Resten des eines erz-konverativen Weltbildes, indem nur Frauen Kontakt zu Kindern haben dürfen.

Die Angst vor den bösen, sich aufgeilenden Pädophilen ist ja gleich doppelt absurd. Zum einen wird sexuelle Gewalt ja sehr oft eben auch von Nichtpädophilen ausgeübt, zum nächsten weiß niemand, wer pädophil ist (könnte ja auch papa sein oder Mama oder Tante Irmgard, die immer auf die Wangen geküsstwerden will und die Kleine so lieb herzt usw.), zum weiteren nutzt dagegen auch kein Anziehen des Kindes.

Der Pädophile wünscht sich eine _Beziehung_ mit einem Kind, was auch eine sexuelle Komponente beinhaltet. Er verliebt sich nicht automatisch in jeden nackten Kinderkörper oder wird davon spitz, so wie auch beim Nichtpädophilen nicht jeder nackte Körper eine Erregung auslöst oder sexuelle Phantasien, wie aber auch manch angezogener Körper diese Gefühle auslösen kann. Liebe Eltern - es ist also völlig egal ob ihr die Kinder anzieht oder nicht, es kann immer sein, dass jemand euer Kind sieht und sich dann vorstellt, mit diesem Kind eine Beziehung zu haben - und sich ggf. an Bildern die er entweder selbst anfertigt oder im Netz findet, erregen kann. Es ist völlig egal ob der kleine Stefan da eine Badehose trägt, einen Matrosenanzug, ein Jeans und T-Shirt, ob die kleine Stefanie ein Kleid trägt oder nicht, ob sie geschminkt ist oder nicht usw. - denn die Geschmäcker von Pädophilen sind halt verschieden.

Hinzu kommt, dass die einzige Lösung tatsächlich wäre, Bilder von Kindern nicht mehr anzufertigen, keine Kinderdarsteller für nichts und gar nichts mehr einzustellen usw. Weiter T2

T2: Nicht nur das, den Kindern wäre gleichzeitig beizubringen, dass nicht nur ihre Nacktheit, sondern ihre bloße Anwesenheit schon ein Trigger sein kann, weshalb sie nicht nur vorsichtig, sondern geradezu paranoid agieren müssten, denn auch Onkel Franz und Oma Gretchen könnten ja heimlich doch auch erregt sein wenn sie Nichte oder Enkel/in knuddeln. Das heißt, das Körperliche zwischen Verwandten wäre genauso schon verdächtig wie jede Interaktion nach Art von "lass uns ein Photo machen, ein Video usw.", denn es könnte derjenige ja Hintergedanken haben. Das müsste dann logischerweise auch für Eltern gelten, was die Whnwitzigkeit des Ganzen aufzeigt.

Es ist sicherlich kein schöner, ein erschreckender Gedanke, dass jemand sich die Bilder des eigenen Kindes ansieht und darauf, pardon, einen von der Palme wedelt. Aber das _kann_ nicht verhindert werden, es sei denn, die ganze Wahnwizigkeit soll noch weiter gehen und den Kindern soll nicht nur beigebracht werden, dass Nacktheit gefährlich ist, sondern dass ihr bloßes Dasein schon quasi Trigger ist. Welche Welt ist das dann für die Kinder? Wenn man bedenkt, dass ziemlich viel sexuelle Gewalt in den eigenen vier Wänden bzw. bei Verwandten oder engen Bekannten geschieht, stellt sich auch die Frage: sollen sich Eltern jetzt abschotten um keinerlei Risiko einzugehen?

Was dabei auch nicht bedacht wird: ein bestimmter Mensch kann für einen anderen auch auf Grund seiner Äußerungen interessant werden, der Rest könnte erst dazukommen T3

Ich sehe die Entwicklung genauso wie Annabel Wahba. Das ist schade. Die jungen Kerle in der Schwimmbaddusche mit den Badehosen an, in denen sie sich "untenrum" waschen - lächerlich und im Wortsinne komisch.

Was mich als Trennungsvater einer Tochter aber viel mehr besorgt, ist die Macht, die die (nicht wohlmeinende) Mutter über mich hat. Was soll ich machen, wenn meine Tochter sich vollgekackt hat? Meine eigene Mutter holen? Irgend eine Nachbarin als Zeugin hinzuziehen?

In dem Artikel heißt es: "Männliche Erzieher und Praktikanten stehen heute unter dem Generalverdacht, Kinderschänder zu sein. ... In vielen Kindergärten gilt die eigenartige Regel, dass Männer keine Windeln wechseln dürfen – man stellt sie zwar ein, weil jeder weiß, wie wichtig es ist, dass Kinder auch von Männern erzogen werden, misstraut ihnen aber."

Das gilt auch für Wochenendväter. Schauen Sie sich mal die Anklagen bei den Familien- und Strafgerichten an.

Schade für meine Tochter - ich kann ihr nicht unbefangen begegnen.

Es ist ja nicht nur die Nacktheit die den Kindern genommen wird, auch das freie Spielen wird ihnen von überbehütenden Eltern genommen. Früher stürmte man nach dem Mittagessen aus dem Haus und kam wieder wenn die Laternen angingen. Die Eltern hatten nur eine ungefähre Vorstellung wo man sich aufhielt, da man ja selber noch nicht wusste, wo es einen mit den Freunden hinverschlug. Erst spielte man im Garten, dann wechselte man auf den Spielplatz um anschließend am Bach Staudämme zu bauen oder auf Bäume zu klettern.
Neben der Panikmache mancher Medien, ist meiner Meinung nach auch die Flut von Smartphones an der aktuellen Entwicklung mitschuld. Sie machen es den Eltern leicht ihre Kinder zu überwachen und zeitgleich wird heute viel häufiger fotographiert, als das früher der Fall war. Und da die Fotos heute nicht mehr auf Papier sind und in Alben landen, die dann in der heimischen Wohnzimmerwand stehen, werden sie Hin und Her geschickt und landen im Internet. Das kann man befürworten oder nicht, aber es sollte nicht dazu führen die Kinder einzuschränken, nur weil die Erwachsenen heutzutage überall Perversion und Verbrechen sehen.
Wir sollten alle einen Schritt zurück gehen und den heutigen Kindern genau die offene und freihe Kindheit ermöglichen, die noch vor 20 Jahren Normalität war. Denn nur so haben die Kinder die Chance zu selbständigen und selbstbewussten Individuen zu werden.

Paranoia, Hysterie und Heuchelei,

unversehens scheinen wir gewaltige Rückschritte in längst vergangen geglaube Epoche zu machen. Die christliche Körper- und Sexualfeindlichkeit erlebt - unter anderen Vorzeichen - einen ungeahnten Aufschwung. Der Anblick nackter Körper wird plötzlich zum Skandal, ebenso Körperkontakte, zumindest soweit Kinder involviert sind. Man kann sich das gar nicht mehr anders als sexuell pervertiert vorstellen. Erinnert irgendwie an den Hexenwahn des 16. und 17. Jahrhunderts: je mehr die Hexerei verfolgt wurde, desto mehr Phänomene von "Hexerei" tauchten auf... und als der Wahn abflaute, ging auch die "Hexerei" zurück. Christlicher Fundamentalismus, islamische Orthodoxie und political correctness gehen da eine unheilige Allianz ein, welche mühsam erworbene Freiheiten zunehmend gefährdet.

Ich kann den Vorpostern nicht zustimmen. Aus meiner Erfahrung heraus sind die Scheu vor kleinkindlicher Nacktheit kein Ausdruck von Prüderie, sondern vor der allgegenwärtigen Missbrauchsdiskussion, so wie es im Artikel ja auch geschildert wird:

- Kann ich als Vater mich einfach an der Freude meiner Kinder erfreuen, nackt im Wasser zu toben? Auch wenn deren Freunde dabei sind? Was denken deren Eltern von mir? Hab ich dann schon den Killerstempel "pädophil", trotz aller Unschuld?

- Könnte irgendjemand den Anblick nackter Kinder erotisch/sexuell ausnutzen?

- Könnte jemand Bilder der nackten Kinder machen und veröffentlichen?

Ob man diesen Ängsten oberhand gewähren sollte würde ich aber bezweifeln. Denn ein wunderbarer Teil Kindheit wäre damit der Pädokriminalität geopfert.

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