Das war meine Rettung "Wenn’s geht, nicht aus Sachsen sein"

Die Autorin Juli Zeh fühlte sich in Leipzig nicht mehr wohl. Zufällig sah sie eine Immobilienanzeige. Ein Interview von

ZEITmagazin Nr. 33/2015

ZEITmagazin: Frau Zeh, Sie sind als Intellektuelle für Ihre Unerschrockenheit bekannt. Haben Sie eigentlich schon mal eine Niederlage erlitten?

Juli Zeh: Ich wurde durch eine Stadt besiegt. Leipzig hat mich kleingekriegt, nachdem ich dort über zehn Jahre lang glücklich lebte. Es war wie in einer gescheiterten Liebesbeziehung: Erst verliebte ich mich heiß und innig, ging 1995 von Passau aus in den Osten. Doch dann kam die große Enttäuschung. Also habe ich mir einen Liebhaber gesucht, der völlig anders war: Ich floh aufs Land.

ZEITmagazin: Womit hat Leipzig Sie denn enttäuscht?

Zeh: Am Anfang lockte mich die Stadt mit einem Freiheitsversprechen, denn man konnte im Osten ganz viel ausprobieren, auch ohne großes Geld. Aber am Ende fühlte ich mich eingesperrt. Plötzlich breiteten sich Regelwut und Sicherheitswahn aus: Du darfst hier nicht parken, du sollst auf dem Bürgersteig nicht Fahrrad fahren, dein Hund muss an die Leine, mach nicht solchen Lärm ... Einzeln klingen die Beispiele lächerlich, aber ich hatte irgendwann das Gefühl, in einem Polizeistaat zu leben.

ZEITmagazin: Sie hatten Probleme mit den Ostdeutschen?

Zeh: Nein, überhaupt nicht. Freiheit war damals im Osten ja noch ein Versprechen. Es gab dort nach der Wende viel mehr Offenheit, weniger Verwaltung, weniger Strukturen als im Westen. Doch dann, so um das Jahr 2001 herum, war die fröhliche Anarchie plötzlich weg. Ein Mentalitätswandel.

ZEITmagazin: Wie gelang es Ihnen, sich von Leipzig zu lösen?

Zeh: Zuerst habe ich mir das Problem nicht eingestanden. Mein Mann und ich suchten uns Auslandsstipendien in Polen, Bosnien, Österreich. Dann wollten wir nach Berlin ziehen, aber zufällig entdeckten wir im Immobilienteil einer Berliner Zeitung ein winziges Foto von diesem Haus in Brandenburg. Wir sahen uns das Haus spontan an und beschlossen noch am selben Abend, es zu kaufen.

ZEITmagazin: Was war daran denn so toll?

Zeh: Nichts. Es war eine Bruchbude. Aber wir verliebten uns Hals über Kopf. Eine Amour fou! Es gab dann noch eine kurze Besichtigung mit dem Besitzer. Erst später wurde uns klar, wie viele Fragen wir nicht gestellt hatten.

ZEITmagazin: Nämlich?

Zeh: Wie man heizt, ob das Licht funktioniert, das Wasser fließt. Und wie weit der nächste Bahnhof entfernt ist.

ZEITmagazin: Und?

Zeh: Glück gehabt: sechs Kilometer.

ZEITmagazin: Der nächste größere Laden?

Zeh: 30 Kilometer.

ZEITmagazin: Der Arzt?

Zeh: Wenn man Pech hat, 60 Kilometer. Aber dafür haben wir einen Kindergarten, den wir eigenhändig vor der Schließung bewahrt haben.

ZEITmagazin: Sie leben jetzt seit zehn Jahren im Havelland. Warum sind Sie in der Provinz geblieben?

Zeh: Man denkt ja immer, die soziale Kontrolle sei gerade auf dem Dorf stark, aber in unserer 300-Seelen-Gemeinde gilt das ungeschriebene Gesetz, dass jeder seinen Style fährt. Man tut, was man will, und achtet darauf, dem anderen so wenig wie möglich auf die Nerven zu gehen. Der Staat bleibt außen vor. Dieses Dorf war für mich eine Befreiung. Wäre ich in Leipzig geblieben, hätte ich garantiert eine Schreibkrise und eine Depression bekommen.

ZEITmagazin: Leben in Ihrem Dorf womöglich nur noch Städter wie Sie?

Zeh: Aus der Stadt sind hier nur wenige zugezogen. Trotzdem werden Neuankömmlinge sehr freundlich aufgenommen, sofern sie sich an die beiden wichtigsten Regeln halten: Nicht nerven. Und, wenn’s geht, nicht aus Sachsen sein.

ZEITmagazin: Ihr Mann und Sie sind tatsächlich kein bisschen angeeckt?

Zeh: Das Verrückteste an uns war am Anfang, dass wir als Freiberufler und Nachteulen gern bis 14 Uhr schliefen. Irgendwann erfuhren wir, dass ein Nachbar unseretwegen die Kreissäge nicht mehr am Vormittag benutzte. Da war ich total gerührt und habe begriffen, dass die Grundlage aller Freiheit Rücksichtnahme ist.

ZEITmagazin: Wie geht es da draußen mit Ihren drei Berufen: Juristin, Schriftstellerin, Netzspezialistin?

Zeh: Dank des Internets spielt Geografie ja keine Rolle mehr. Ob ich nun in Brandenburg, in Tokio oder auf dem Mond sitze: Die Welt steht mir offen. Ich schreibe, und das geht auf dem Dorf wunderbar: Ich schaffe viel mehr viel schneller als früher. Plötzlich habe ich einen Haufen Freizeit.

Juli Zeh, 41, wurde in Bonn geboren. Sie studierte Jura in Passau und Leipzig. Bekannt wurde sie 2001 mit ihrem Debütroman "Adler und Engel". Zeh äußert sich auch zu aktuellen politischen Fragen, etwa der NSA-Affäre. Sie hat zwei Kinder

Das Gespräch führte Evelyn Finger. Sie gehört neben der Fotografin Herlinde Koelbl, dem Psychologen Louis Lewitan und Ijoma Mangold zu den Interviewern unserer Gesprächsreihe

32 Kommentare

Fahrradfahrer, dass sind doch die, die noch Speed geben, wenn ein Fussgänger in der Fussgängerzone zu nahe kommt.
Hundebesitzer, dass sind doch die, die sagen: "Der tut nichs!" Und nicht begreifen wollen, dass ich von der Töle nicht beschnuppert werden möchte.

Die Zeh in Tokio: Das kann doch nicht gut gehen. Hier in Tokio wird ALLES reglementiert. Wer an privaten Orten, wie dem Sky Tree andere belästigt, fliegt raus! Steht so im Werbezettel. Telefonieren gilt als Belästigung! Hunde sind strikt verboten.
Dafür sind die Straßen sauber: Rauchen verboten! Die Züge fahren zuverlässig und pünktlich. Regelmäßig wird darauf hingewiesen, dass der Bahnbetreiber und die Polizei auf Hinweise zu Auffälligkeiten warten.
Zeh und Fischer haben sich gesucht und gefunden, scheint mir.

Was Frau Zeh mit 41 Jahren lernt, gehört eigentlich in die Vorschulentwicklung. Wenn da falsch bzw gar nicht erzogen wird, bleibt der frühkindliche Narzissmus bestehen. Und die soziale Kompatibilität läßt lebenslang sehr zu wünschen übrig.

@sqrt& kajaal :..Schon erstaunlich, womit jemand hierzulande zu diesem Ruf kommen kann.
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Muss Euch Recht geben! Gegen solche "üble Nachrede" kann man/Frau sich nur sehr schwer wehren. Das hängt einem einmal in dei Welt gesetzt, als Negativurteil wohl lebenslang an:-))
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Gruss
Sikasuu

Tja, Frau Zeh, da haben Sie ja ganz schön lang gebraucht, um zu kapieren, dass Grundlage jeder Freiheit die Rücksichtnahme auf andere ist. Dazu gehört ü.a., mit dem Rad nicht auf Fusswegen zu fahren und sein Auto ..... aber das wissen Sie ja jetzt alles. Ausgestattet mit dieser Sozialverträglichkeit hätten Sie sicher auch in Leipzig fröhlich vor sich hin leben können. Obwohl die Stadt ja ziemlich hässlich ist.

"du sollst auf dem Bürgersteig nicht Fahrrad fahren, dein Hund muss an die Leine" .... das ist genau die Einstellung, die von Politikern einer bestimmten Coleur transportiert wird, die Freiheit des Einzelnen ist höher angesiedelt, als die Rechte der Allgemeinheit. Das Fahren auf Gehwegen ist per Gesetz nur Kindern bis zu einem bestimmten Alter gestattet!!! Und zum Leinenzwang: "...der will ja nur spielen...." und hinschei... darf er sowieso wo er will!! Ein Zusammenleben ohne Regeln - manchmal auch ungeschrieben Regel - ist nicht möglich!

@Juergen Mueller:.... "du sollst auf dem Bürgersteig nicht Fahrrad fahren,...
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Dein " du sollst... " brachte mich darauf. Die 10 Gebote fangen alle so an, 9 besser gesagt. Das 1. an dessen 1. Wort sich ja viele halten, beginnt ja mit "ICH.....
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Kennst jemand die Kurzfassung dieser 10. Gebote?
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"Nein, nein, nein, nein, nein ,...... nein!
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Ich hoffe mal, wenigstens diese Grundregeln sind der verehrten Intellektuellen (die sind ja die Grundlage europäischer Kultur) noch bewusst und und das Einhalten dieser Minimalregeln wird sie hoffentlich nicht in eine Schaffenskrise bringen:-))
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Wünscht Ihr
Sikasuu

Nach dem ich die Kommentare gelesen habe, habe ich ich nichts mehr zu schreiben - alles schon gesagt. Jedenfalls bin ich schon über die Überschrift "gestolpert". Passt in die heutige Zeit - alle über einen Kamm scheren.
Ich bin gerne Sachse. Quatsch - ich bin gerne Mensch.

-nur_so_gesagt

Wenn ich mit meiner Dreijährigen in der Stadt unterwegs bin, erschließt sich mir der Sinn eines Fahrradverbots auf Bürgersteigen unmittelbar. Ich empfinde es als Einschränkung MEINER Freiheit, wenn ich nicht mal da ungefährdet spazieren gehen kann (in Berlin ein ernstzunehmendes Problem!). Also, liebe Frau Zeh, denken Sie auch mal an die anderen, und stellen Sie sich nicht dämlicher, als Sie sind!

M.W. darf man in keiner Stadt auf dem Bürgersteig Rad fahren, weil immer wieder Anwohner beim Verlassen ihres Hauses umgefahren werden.

Dasselbe gilt auch für den Leinenzwang für Hunde.

Was also hat das Ganze mit Leipzig zu tun?

Und deshalb "Polizeistaat"?

Und welcher Mensch denn beachtet, Zitat"Wie man heizt, ob das Licht funktioniert, das Wasser fließt. Und wie weit der nächste Bahnhof entfernt ist. "

... bei einem Hauskauf NICHT ?! Oder seien diese Fragen etwa "spießig" ?

Das GANZE wirkt schlicht aufgesetzt, bemüht und reichlich selbstbezogen.

Bei Menschen, die es als Beschränkung ihrer Freiheit ansehen, wenn Fahrrad fahren auf dem Bürgersteig - auch Gehweg genannt - verboten ist, freut sich doch jeder Mitbürger, wenn sie aus der Stadt abhauen. Das ist übrigens auch hier in Berlin nicht anders, wo die Gehwege von radfahrenden Touristen gefährlich gemacht werden. Danke Ihnen für die Konsequenz.

Ich kann Frau Zeh ganz gut verstehen.Entweder haben die meisten hier das Interview nicht richtig gelesen oder den Inhalt nicht verstanden bzw. nicht in den Neunzigern in Leipzig gelebt.
Damals haben viel interessantere Zustände geherrscht bis es dann Anfang zweitausend, als der massive Kommerz Einzug hielt, genauso langweilig wurde wie in den meisten Städten der westlichen Welt.

Und es ist ja auch nicht so das es auf dem Lande ein Regelfreier Raum ist, es gibt nur viel weniger und das zusammenleben funktioniert doch auch.
Manchmal eben auch mit einem viel grösseren Gefühl von Freiheit. Einfach mal hinziehen und ausprobieren...

@hiphiphurra: Ich kenne den "wilden Osten" wie auch das "Landleben" mit weniger als 10 Menschen p. km² recht gut.
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Regelungsfreier Raum bis 2.000 in den 5 neuen BL. ist eine nette Umschreibung. Den auf dem Land zu suchen, kann nur ein Städter, der die unterschwelligen Strukturen dort nicht begriffen hat. In der Gegend aus der ich kommen, Kleinstadt mit 12.000 Einwohnern 8.000 in der City und 4.000 im Umland (Fläche 4.000km²) gibt es mehr und verfestigtere Regeln, die man, wenn man dort langfristig leben will, einhalten MUSS, als in jeder Grossstadt!
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Wenn ich mit den Leuten dort leben MUSS, nicht nur mit externem Einkommen so etwas wie ein "Langzeitgast" bin, wird das ganz schön anstrengend.
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Zeh "lebt" mMn. dort nicht, sie ist da so "heimische" wie ein Anthropologe in einem Eingeborenedorf, kann jederzeit Ort und Gegend wechseln. Ob sie ihre Umwelt, die sozialen Bedingungen, Verküpfungen dort wirklich verstanden hat....?????
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Das Gefühl von "Freiheit" ..... ist oft die grosse Illusion. Spätestens dann wenn das Auto in der Scheewehe steckt, der Strom ausfällt, der Pflegedienst nicht mehr rauskommt, man den nächsten Zahnarzt sucht.... wird solch ein Gefühl oft sehr fadenscheinig. Das Denken in diesem Gespräch ist mMn. so was von 80ger, "Raus auf Land, natürlich Leben, in der Land-Kommune, ab in die Toskana, nach Greece, usw.... aber mit Reisepass, Rückflugticket und Auslandskrankenversicherung;-))....
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Gruss
Sikasuu

Wieso muss ich auf dem Gehweg Fahrrad fahren oder parken?
Und warum muss ich andere Leute mit Lärm belästigen, lauter Musik zum Beispiel? Dort wo ich wohne (ein Dorf), ist es zum Beispiel nicht möglich an einem Sommerabend in Ruhe auf der Terrasse ein Bier zu trinken, weil immer irgendeiner in der Nachbarschaft glaubt, sich mit dem Hören lauter Musik selbst verwirklichen zu müssen.

"Man tut, was man will, und achtet darauf, dem anderen so wenig wie möglich auf die Nerven zu gehen.
Die Wirklichkeit sieht so aus, viele (zu viele) den ersten Halbsatz für sich beanspruchen und den zweiten ignorieren.

Was für ein Interview!
Diese Person (ich sage bewusst nicht Frau) gibt von der ersten bis zur letzten Antwort nur Hirnfürze von sich.
Sowas Oberflächliches und Klischeebeladenes hätte man allenfalls der geistigen Tieffliegerin Thea Dorn zugetraut.
Aber Zeh ?
Wohl irgendwann nach dem 40. Lebensjahr schleicht sich mit Nachdruck Spießigkeit und Selbstbeweihrauchung ins Gemüt ein. Man genügt sich selbst und treibt mit jedem weiteren Wort die Phrasenmaschine zu Höchstleistungen und pflegt seine Plattitüdenvitrine.
Liebe Frau Zeh, bleiben sie in ihrem brandenburgischen Provinznest solange wie irgendwie möglich, schlafen sie ihren Rausch aus und lernen sie was Vernünftiges. Zum Beispiel Kindergärtnerin oder Sojabauerin.
Gott zum Gruß.

Nein, nein! Es ist nicht das "Rad fahren auf dem Gehweg" oder das "Nicht parken dürfen" das Sie hier weg getrieben hat, es ist das städtische Leben an sich. Dort wo viele Menschen zusammen leben und wohnen, muss man eben Rücksicht nehmen und zwar auf viele Dinge. Bei einem 300-Seelen-Dorf ist das viel leichter. Das wir deshalb gleich in einem Polizeistaat leben, bezweifle ich.

Aber ich gebe Ihnen auch recht, die Regelungswut ist gestiegen, gerade in Leipzig. Das merke ich regelmäßig wenn ich Projekte oder Veranstaltungen machen will. Ist aber in anderen Städten nicht anders. Wäre in einem kleinen Dorf sicherlich leichter!

Was ich ja fast schon witzig finde, ist, dass man nicht aus Sachsen sein sollte, wenn man im brandenburgischen Dorf wohnt. Ich kenne das auch von Rheinland-Pfalz, da soll man kein Saarländer sein und aus Baden-Württemberg (dort geboren), da sollte es in Baden keine Schwaben sein und vs. Und bei meinem letzten Besuch in Berlin sagten mir die Berliner, so lange ich nicht aus Brandenburg komme ist alles gut.

Wissen Sie was Frau Zeh: Das mit dem Mond würde ich mir an Ihrer Stelle ernsthaft überlegen! ;-)

Leipzig die Stad der eingeschränkten Freiheiten! Ist schon schlimm!
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Nicht auf dem Bürgersteig Rad fahren, Hunde an die Leine, Parkverbot für Autos.... da muss Frau ja flüchten bei so viel überschiessender Regelungswut.
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Spontan ein Haus in der Pampas kaufen, ohne zu gucken ob Strom, Wasser, Infrastruktur funktioniert.... Für "Netzspezialisten" war wohl nur die 100Mb Leitung wichtig. Den Rest kann Frau ja bei Amazon oder so bestellen:-((....
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"Frau Zeh, Sie sind als Intellektuelle...." Ist man/Frau das, verdient man/Frau diese Bezeichnung erst, wenn man/Frau mit dem Alltag massiv nicht mehr zurecht kommt? :-)) Hab ich nicht irgendwo gelesen die Frau hätte Jura studiert. Da gabs doch den Spruch: "Er war Jurist und auch sonst von mäßigem Verstand....." Ob der passt?
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Kopfschüttelnd
Sikasuu
(Ein in einer Stadt lebender NICHT- Intellektueller, der Regeln& "sich dran halten" notwendig fürs Zusammenleben findet, bei Wohnungswechsel auf die Infrastruktur/Ausstattung achtet, auch mal 36-48 Std durchmacht und dann bis in die Puppen schläft.....)

Sie sind ein artiger Deutscher., jemand den ich sofort meiden würde. Sie würden mir einfach zu viele Tips geben wie es besser laufen könnte, wo wie bei ihnen, alles sauber und oberkorrekt. Wo haben sie die Wahrheit gefunden ? Erzählen sie es mir, bitte ?

@eræra:.... Sie sind ein artiger Deutscher
Leider weder artig noch deutsch... siehe Nick!
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"jemand den ich sofort meiden würde"
Danke, tu das, dann bleibt mir ja was erspart:-)
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Ich gebe keine Tips, sondern schaffe manchmal die "freie Arbeitsumgebung" für solch sensibele Künstler wie im Artikel angesprochen :-)) wobei ich erfahren habe. "Wirklich gute Leute in diesen Bereichen sind oft überraschend geerdet und bodenständig!"
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Liebe Güsse
Sikasuu

da verkennen sie den kollegen aber gewaltig. für mich klingt das eher nach der guten und (auch für mich persönlich sehr befreienden) erkenntnis, dass man schlecht davor weg laufen kann, sich selbst auf den füßen zu stehen. und diese erkenntnis ist nun wahrlich keine errungenschaft des deutschen kulturraums.

andererseits verstehe ich als leipziger anfang dreißig auch juli zehs flucht aufs land, allerdings nicht wegen der beschriebenen "missstände" (die ja auch nur z.T. stimmen, leipzig wurde 2014 als hundefreundlichste stadt deutschlands gewählt, weil freiheit und möglichkeiten für die tiere groß und die steuern gering sind....aber das nur nebenbei), sondern allein wegen der enge einer überfüllten stadt.

@japanbash: Danker für die Blumen, fühle mich so richtig verstanden:-))
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Habe zu oft mit solchen "Künstlerseelchen" zu tun, denen man bei der Arbeit den Kaffe bezahlen muss, weil sie ihr Geld (1) im Hotel vergessen haben:-) und die es oft nicht begreifen können, dass SIE nur deswegen IHRE tollen Dinge machen können, weil ein Team um sie herum die Bedingungen dazu schafft.
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Gruss nach Leipzig
Sikasuu
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(1) Gage/Honorar und Diäten hat aber noch niemand liegen lassen;-))

Radfahrer auf dem Bürgersteig sind Fahrradfaschisten. Das eigene Wohl wird über dass der Fussgänger gesetzt, Regeln gelten nur für die laufenden Untermenschen. Bleiben Sie mal besser auf ihrem Bauernhof.

Anmerkung. Bitte verzichten Sie auf unsachliche Polemisierungen und Kampfbegriffe. Die Redaktion/ch

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