Deutschlandkarte Wo Mineralwasser herkommt

ZEITmagazin Nr. 38/2015

Zu Trinkwasser haben die Deutschen ein seltsames Verhältnis: Wir wissen, dass man es hierzulande bedenkenlos aus dem Hahn zapfen kann, stillen unseren Durst aber immer lieber mit Abgefülltem aus dem Supermarkt. So steigt der Verbrauch von Mineralwasser stetig an. 143,6 Liter hat der Durchschnittsbürger voriges Jahr getrunken – 1970 waren es gerade mal 12,5 Liter. Rund 800 verschiedene Mineralwässer gibt es auf dem hiesigen Markt, die meisten kommen aus Quellen in Deutschland. Und jedes Wasser muss direkt an der Quelle abgefüllt werden, so will es das Gesetz. Obwohl man in jedem Bundesland am Getränkeregal zu einem heimischen Mineralwasser greifen könnte, wie unsere Karte zeigt, bevorzugen viele internationale Marken – gern aus Italien oder Frankreich. Seltsam eigentlich, wo das Regionale doch neuerdings so geschätzt wird. Wie lange dauert es noch, bis jemand mit der Miene des Connaisseurs seinen Gästen eine Flasche Rosbacher oder Extaler auf den Tisch stellt?

Quelle: Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit; geografische Verortung Lutum+Tappert

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Die Studie besagt doch, dass die Qualität sehr hoch ist und sie in bestimmten Fällen von den Installationsgegebenheiten im Haus (alte Rohre, Armaturen et.) negativ beeinflusst werden kann. Dagegen kann man als Verbraucher vielleicht nicht immer aber doch sehr oft etwas tun. Und wenn es heißt. dass die strengen Grenzwerte bei jeder 6. Probe überschritten werden, heißt es auch, dass etwa 83% aller Proben unbedenklich und damit qualitativ hochwertig sind.

Das ist doch letztlich Jammern auf ganz hohem Niveau.

Selbstverständlich haben wir sehr gutes Wasser.
Aber was nutzt das in der Kaffemaschine/Espressomaschine, wenn das Wasser gleichzeitig einen Härtegrad von über 20° dH hat?
Wer will schon nach jeder 2. Zubereitung entkalken?
Und dafür eine Entkalkungsanlage für den Preis eines halben Kleinwagens einbauen? Mit all den Folgekosten?
Und außerdem gibt es leider bisher noch keinen Sprudler, der auch nur annähernd die Kohlensäure ins Wasser bringt, wie sie selbst im billigsten Mineralwasser drin ist....
Wer noch für andere Zwecke abgefülltes Wasser kauft, hat einfach zu viel Geld....

Immer wieder ist zu lesen, man könne bedenkenlos (immer/ausschließlich) Leitungswasser trinken. Das ist sicher richtig was die lebensmittelchemische Qualität bez. dem Fehlen von Schadstoffen betrifft. Aber die lebensnotwendigen Elektrolyte wie Kalium, Calcium o. Magnesium werden so nicht in ausreichender Menge zugeführt. Im Leitungswasser ist i.d.R. davon nicht genug gelöst. Das kann z.B. zu Herzrhythmusstörungen führen. Auch die Mineralwässer untereinander unterscheiden sich beim Elektrolytgehalt z.T. erheblich, was sich z.B. auch im Preis niederschlägt.

Ein Wasserversorger in der Nähe gab erst vor kurzem an, er könnte sein Wasser von den Inhaltsstoffen her problemlos auch als Mineralwasser verkaufen.
Aber es fehle ihm das Geld für die entsprechenden Abfüllanlagen.
Und er gab an welchen LKW-Verkehr ein Vertrieb von Wasser verursacht....
Da kommt einiges zusammen.
An Schadstoffen durch den LKW-Verkehr für den Transport von diesen ganzen Werbe-Blabla Mineralwässern / Quellwässern....
Das die angeschlossenen Haushalte jetzt einfach so -unschlagbar günstig- aus dem Wasserhahn zapfen.