© Alex Walker

Wundertüte Ein mobiles Wandregal

Von

ZEITmagazin Nr. 50/2015

Bei Regalen kommt man meist nicht umhin, zur Bohrmaschine zu greifen und die Wand mit Dübellöchern zu versehen, die dann aufwendig zugespachtelt werden müssen, wenn man umräumen oder ausziehen will. Bei dem Wandregal von Maria Laitinen ist das anders: Auf ihrem Blog Skandihome stellt sie ein Regal vor, das praktischerweise an der Wand lehnt und problemlos von Raum zu Raum getragen werden kann.

Gebraucht werden ein 50 cm breites und 180 cm langes Holzbrett sowie fünf Holzleisten, die 50 cm lang und mindestens 10 cm breit sind. Die Höhe des Regals kann natürlich beliebig an die Deckenhöhe angepasst werden. Und damit dann auch die Zahl der Holzleisten. Auf das Brett werden nun im gleichen Abstand zueinander fünf Linien gezeichnet, durch die jeweils fünf Löcher gebohrt werden. Um die Holzleisten anzubringen, werden diese dünn mit Holzleim bestrichen, mit Schraubzwingen auf den Linien befestigt und von der Rückseite des Bretts durch die gebohrten Löcher mit Schrauben fixiert. Sollte der Boden uneben sein oder Hund und Katze im Haus, kann das Regal auch stabilisiert werden, indem im oberen Bereich Schraubhaken in die Wand und Schraubösen in das Regal gedreht werden.

Mitarbeit Corina Liebreich

13 Kommentare

Ein wirklich unfassbarer Artikel!
Unfassbar banal, fachlich unausgegoren, in der Realität nicht wirklich brauch & belastbar und wie auch bemerkt u.U. gefährlich.
Wie kann man so etwas nur veröffentlichen???

Abgesehen davon das die Idee schon steinalt ist (nur handwerklich seriös ausgeführt)

Was für ein absurder Artikel. Jedes IKEA-Billy-Regal hat auch ohne Bohrlöcher mehr Stabilität. Vor allem wird ein normales Regal um so stabiler, je mehr man hineinstellt.

Der Hammer ist dann, dass am Ende des Artikels empfohlen wird, Schraubhaken in die Wand zu drehen. Dafür muss man dann nicht bohren?

Ich vermute mal, dass Frau Schaub keine Heimwerkerin ist.

Wer bastelt sich denn so ein unmögliches Ding?

Die Regalbretter sind nicht waagerecht und ragen gen Himmel, dazu ist deren Befestigung äußerst instabil, da unter den Brettern keinerlei Stütze nach unten vorhanden ist (da freuen sich die Befestigungsschrauben!), und dann ragt das Ding auch noch ganz unten am weitesten in den Raum hinein, sodaß es nur eine Frage der Zeit ist, bis jemand versehentlich dagegentritt und die ganze Herrlichkeit ein Opfer der Gravitationskraft wird - Ton, Steine Scherben.

Mir lässt das keine Ruhe!
Googeln sie mal 'kind regal erschlagen'
Das Ergebnis ist bedrückend.

Ein paar Zufallstreffer:

"In den USA stirbt nach Angaben der US-Behörde (gemeint ist die Behörde für Produktsicherheit) alle zwei Wochen ein Kind, weil ein Möbelstück oder der Fernseher umkippt. Alle 24 Minuten wird demnach ein Kind bei solch einem Unfall verletzt."

http://www.n-tv.de/ratgeb...

"Spiegel erschlägt Kind ...
Der Spiegel war einem Bericht der Nachrichtenagentur PA zufolge nicht an der Wand befestigt, sondern stand frei."

http://www.handelsblatt.c...

sowas mag funktionieren, wenn es zwischen zwei anderen Regalen steht, mit wenig Spielraum.

Ansonsten reicht aber einmal blöd dran hängen bleiben und es gibt schäden.
Nicht das es gleich umfliegt, aber es reicht schon, wenn es nach nach vorne gezogen wird, irgendwie wackelt etc um das was draufsteht umzuwerfen oft, gerade wenn es wie aufder Darstellung Vasen, Töpfe etc sind.

Aber so ist es ja meist mit Kunst und Designmöbeln, die teils wunderschön aussehen, aber in einer normalen Wohnung (die eben keine 120qm Loft ist, wo man um alles 3 Meter Freiraum hat) einfach unpraktisch sind.

Ich möchte wirklich niemanden dafür kritisieren, dass er/sie das Spachteln von Dübellöchern als aufwändig betrachtet. Es gibt ja auch Leute, die sich lieber belegte Brote kaufen statt Brot und Aufschnitt. So jemand sollte aber nicht unbedingt ein Regal selber bauen.

Von der Art Regal ist eher abzuraten.
Wem schon einmal ein Regal umgefallen ist, der befestigt dieses besser an der Wand. Für jedes Regal empfehle ich eine Kippsicherung.
Ein oder zwei Metallwinkel verbinden möglichst weit oben Wand und Regal: Der Sicherheitsgewinn ist enorm!
Die Schäden durch ein umfallendes Regal können beträchtlich sein.
Körperliche Schäden sind nicht auszuschließen.
Stellen Sie sich einfach mal vor, ein kleines Kind hangelt sich am, mit schweren Büchern beladenen Regal hoch.
Das Regal könnte das Kind erschlagen.
Außerdem ist das Regal statisch wenig belastbar.

An die Redaktion:
Eigentlich sollte man den Artikel entfernen.

Design geklaut bei Florian Asche, der das Regal in den 1990ern entwickelte (und es fachgerecht mit Schwalbenschwänzen konstruierte, nicht mit Leim und Schräubchen).

Nein, es spielt keine Rolle, daß das Design seitdem auch schon von anderen geklaut wurde. Nein, ich finde gegen DIY überhaupt gar nichts einzuwenden, wohl aber gegen die Einsparung eines der Do-s, nämlich die Arbeit, die in der Gestaltung von was auch immer steckt.

Entgegen landläufiger Meinung liegt zwischen einer guten Idee und einem fertigen Produkt: Arbeit. In diesem Fall nicht die Arbeit von Maria Laitinen (Lucia Schaub, Corina Liebreich). Finde ich unredlich, auch journalistisch.

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