© Alex Walker

Wundertüte Ein mobiles Wandregal

Von

ZEITmagazin Nr. 50/2015

Bei Regalen kommt man meist nicht umhin, zur Bohrmaschine zu greifen und die Wand mit Dübellöchern zu versehen, die dann aufwendig zugespachtelt werden müssen, wenn man umräumen oder ausziehen will. Bei dem Wandregal von Maria Laitinen ist das anders: Auf ihrem Blog Skandihome stellt sie ein Regal vor, das praktischerweise an der Wand lehnt und problemlos von Raum zu Raum getragen werden kann.

Gebraucht werden ein 50 cm breites und 180 cm langes Holzbrett sowie fünf Holzleisten, die 50 cm lang und mindestens 10 cm breit sind. Die Höhe des Regals kann natürlich beliebig an die Deckenhöhe angepasst werden. Und damit dann auch die Zahl der Holzleisten. Auf das Brett werden nun im gleichen Abstand zueinander fünf Linien gezeichnet, durch die jeweils fünf Löcher gebohrt werden. Um die Holzleisten anzubringen, werden diese dünn mit Holzleim bestrichen, mit Schraubzwingen auf den Linien befestigt und von der Rückseite des Bretts durch die gebohrten Löcher mit Schrauben fixiert. Sollte der Boden uneben sein oder Hund und Katze im Haus, kann das Regal auch stabilisiert werden, indem im oberen Bereich Schraubhaken in die Wand und Schraubösen in das Regal gedreht werden.

Mitarbeit Corina Liebreich

Kommentare

13 Kommentare Seite 1 von 4 Kommentieren

Design geklaut bei Florian Asche, der das Regal in den 1990ern entwickelte (und es fachgerecht mit Schwalbenschwänzen konstruierte, nicht mit Leim und Schräubchen).

Nein, es spielt keine Rolle, daß das Design seitdem auch schon von anderen geklaut wurde. Nein, ich finde gegen DIY überhaupt gar nichts einzuwenden, wohl aber gegen die Einsparung eines der Do-s, nämlich die Arbeit, die in der Gestaltung von was auch immer steckt.

Entgegen landläufiger Meinung liegt zwischen einer guten Idee und einem fertigen Produkt: Arbeit. In diesem Fall nicht die Arbeit von Maria Laitinen (Lucia Schaub, Corina Liebreich). Finde ich unredlich, auch journalistisch.