© Alex Walker

Wundertüte Ein Küchenbrett reinigen

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ZEITmagazin Nr. 1/2016

Das Holzbrett ist die Jeansjacke der Küche. So beschreibt es jedenfalls Rachael Wadsworth auf ihrem Blog All Kinds of Yumm. Denn: Beide werden regelmäßig benutzt, aber nie richtig gereinigt. Aus diesem Grund zeigt Wadsworth, wie man wenigstens das Schneidebrett aus Holz wieder sauber bekommt – ganz ohne Chemie.

Zunächst halbiert man eine Zitrone, reibt eine Seite des Schneidebretts gründlich mit der Schnittseite der Zitrone ein und bedeckt die Holzfläche dann mit einer dünnen Schicht grobem Salz. Nach 10 bis 15 Minuten reibt man das Salz mithilfe derselben halben Zitrone in das Brett ein. (Wenn das Salz trocken geworden ist, quetscht man einfach noch etwas Zitronensaft dazu.) Anschließend mit Wasser abspülen. Die zweite Brettseite auf dieselbe Weise reinigen und abwaschen. Ein schöner Nebeneffekt: Das Schneidebrett wird nicht nur gesäubert, sondern gleichzeitig auch desinfiziert.

Mitarbeit: Corinna Liebreich

Kommentare

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Ich kann es nicht selber untersuchen, aber ich habe schon sehr oft gelesen, dass gerade Holz viel hygienischer sein soll als Kunststoff. Holz hat eine große Selbstreinigungswirkung. Bei Untersuchungen fanden sich auf Holzbrettern deutlich weniger Keime als auf Kunststoffbrettern. Die wollte die Industrie natürlich vermarkten, weil ja künstlich angeblich immer besser ist als Natur.
Also: nicht ängstlich machen lassen - was ja ständig von allen Seiten, auch den Meiden - versucht wird. Mit heißem Wasser und Spülmittel werden die Bretter sauber genug. Ich benutze solche seit Jahrzehnten und bin noch nie krank geworden davon. In diesem Artikel gibt es ja noch weitere Tipps, die man anwenden kann.

Das sehe ich ähnlich, mit sehr heißem Wasser und Spüli das Brett reinigen reicht m.W. aus - und dann gut durchtrocknen lassen.
Es ist übrigens tatsächlich widersinnig, sich beim Schneidebrett Gedanken um die Hygiene zu machen, sich aber nach dem Toilettengang nicht die Hände zu waschen, was m.W. immer noch nicht jeder macht. Und um Abwehrstoffe zu entwickeln, braucht man Kontakt zu Keimen, den bekommt man im täglichen Leben sowieso mit; dagegen hilft auch keine Hygieneneurose. Man muß nur einmal Bus oder Bahn fahren und dabei Haltegriffe berühren, die vorher schon unzählige andere Menschen berührt haben. Das kann man auch kaum vermeiden. Übrigens tragen auch Banknoten und Münzgeld jede Menge Keime. Ich habe aber noch von Niemandem gehört, der sein Geld zunächst mal in die Waschmaschine steckt oder Wechselgeld nur mit Handschuhen anfaßt.