Metal Süddeutsche Schwärze

Wie viele Metal-Fans es gibt, merkte man erst kürzlich wieder an der großen Anteilnahme am Tod von Motörhead-Frontmann Lemmy Kilmister. Nur im Norden mag man es licht. Von

ZEITmagazin Nr. 3/2016
© Laura Edelbacher

Wie sehr die Musikrichtung Metal und ihre Protagonisten viele Leute faszinieren, merkte man, als vor Kurzem der Motörhead-Frontmann Lemmy Kilmister starb. Die Nachricht von seinem Tod beherrschte die Sozialen Medien und die Titelseiten vieler Zeitungen. Motörhead waren Metal-Pioniere. Und die britische Band hat viele Nacheiferer. Fast 2400 deutsche Metal-Bands hat Wolfgang Rufeger für unsere Karte gezählt – Rufeger betreibt die Website bandliste.de. Ob dort wirklich alle aktiven Gruppen registriert sind, ist allerdings nicht ganz sicher, weil sie sich bei ihrer Gründung selbsttätig anmelden und nach ihrer Auflösung wieder abmelden müssen. Rechnet man die Zahl der Bands auf die Einwohner um, gibt es besonders viele von ihnen in Orten mit Universitäten. Am populärsten ist Metal in Jena, gefolgt von Ulm, dem Landkreis Weimarer Land und Passau. Generell sind es offenbar eher süddeutsche als norddeutsche Studenten, die lange E-Gitarren-Soli und schwarzes Leder lieben.

Quelle bandliste.de; geografische Verortung Lutum+Tappert

18 Kommentare

Kann ich jetzt aber so nicht bestätigen. Es hat einen Grund, warum Wacken eben in Wacken stattfindet. Nur ist es durchaus möglich, dass die Leute im Norden nicht so musikalisch sind, weil es dort auch weniger Geld gibt, dass dann für die Instrumente fehlt. Nur eine Theorie. Aber ich hatte immer den Eindruck, im Norden wird sehr viel gemosht und gerockt.

Naja. Hab spaßeshalber mal ein bisschen auf diese Bandliste geschaut.
Auch wenn die Anzahl junger Metalbands in unserer süddeutschen Stadt wieder langsam wächst...
In der Liste sind hauptsächlich Bands erwähnt, die seit Jahren nicht mehr existieren. Und nicht eine der jüngeren Nachwuchsbands!
Metal ist zwar weiterhin stark bei uns, aber es darf schon sehr stark gezweifelt werden, ob Bandliste als Quelle geeignet ist.

Trotzdem schön, dass der Autor sich bemüht hat, aufzuzeigen, dass hier viel Angebot vorhanden ist. Und meiner Meinung nach auch Interesse von Zuhörern und Konzertfängern in Zeiten belangloser Popverwurstungen verdient hat;-)

Aussagekräftig ist die Karte leider nicht. Das Herz des Heavy Metal schlägt nämlich zuvorderst im Ruhrgebiet. Und bevor sich alle aufregen. Ja, auch in anderen Städten und Regionen kreisen die Matten ordentlich. Nur eben nicht ganz so schön wie... ja, genau...im Revier.

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