Unter Strom Mirko Borsche testet die Klappzahlenuhr Brick

ZEITmagazin Nr. 5/2016

Jetzt, da wir uns alle bereitwillig unseren Smartphones unterworfen haben, versuchen wir natürlich, uns aus dieser Umklammerung wieder zu befreien. Ich versuche das auch. Deshalb steht auf meinem Nachttisch ein Wecker. Das Smartphone hat strengstes Schlafzimmerverbot – es soll nicht das Letzte sein, was ich vor dem Schlafengehen anschaue, und nicht das Erste, was ich sehe, wenn ich aufwache. Ich trage auch eine Armbanduhr. Sonst sehe ich, wenn ich eigentlich nur die Uhrzeit wissen will, dass ich wieder soundso viele neue Nachrichten habe. Und dann all die verpassten Anrufe! Das sind einfach zu viele Infos, die mich vom Schlafen ablenken.

Deshalb plädiere ich für mehr Uhren. Zu Hause, am Handgelenk, sogar im Büro. Dort steht bei mir jetzt die Klappzahlenuhr "Brick" von Magazin. Diese Uhr kann nur eine einzige Sache: die Uhrzeit anzeigen. Das macht sie dafür auf besonders schöne Art und Weise. Ich finde Klappzahlenuhren nämlich toll. Mein Lieblingsfilm ist Und täglich grüßt das Murmeltier, in dem Bill Murray jeden Morgen aufwacht und denselben Tag wieder und wieder erleben muss. Im Film wird er tagein, tagaus von einer Klappzahlenuhr geweckt, die Uhr wird sozusagen überdramatisiert. Am Ende fallen die Zahlenplättchen in Zeitlupe. Ich gucke mir den Film mindestens einmal im Jahr an, ein absoluter Klassiker, und deshalb macht mir die "Brick" immer gute Laune, wenn ich sie sehe. 

Technische Daten

Uhr "Brick" von Magazin; Edelstahl; Maße: 36 x 13 x 16 cm; Gewicht: 3 kg; Batterien enthalten; Wandaufhängung möglich; Preis: 299 Euro

Mirko Borsche, Creative Director des ZEITmagazins, schreibt jede Woche die Kolumne "Unter Strom

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