Deutschlandkarte Kaffeeröstereien

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ZEITmagazin Nr. 6/2016
© Laura Edelbacher

Kaffeeröstereien gab es in den 1950er Jahren noch an nahezu jeder Ecke, danach verschwanden sie langsam aus dem Stadtbild. Man kaufte seinen Kaffee nun im Supermarkt, produziert von einigen wenigen Großunternehmen. Mittlerweile feiert vor Ort gerösteter Kaffee ein Comeback. Fast 800 Betriebe, die ihre Bohnen selber rösten, existieren heute in Deutschland. Vor zehn Jahren waren es nur um die 300. Die meisten Röstereien befinden sich in Berlin. Dort sind besonders viele Cafés ansässig, die Kaffeezubereitung als Kunstform begreifen, eine eigene Röstmaschine besitzen und vornehmlich Hipster als Kundschaft anziehen. Den zweiten Platz belegt Hamburg, über dessen Hafen seit Jahrhunderten Kaffee importiert wird. Neben Firmen, die Bohnen für den Großhandel rösten, sind hier viele Kleinröster zu Hause. Die Torrefaktum Kaffeerösterei in Ottensen zum Beispiel. Auf ihrer Website steht ein Spruch, dem wohl nicht nur Baristas zustimmen würden: Ein Tag ohne Kaffee macht uns depresso.

Recherche: Anton Dorow; geografische Verortung Lutum+Tappert

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