Unter Strom Mirko Borsche rüstet sein Handy mit der Kamera DxO One auf

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© DxO Labs
ZEITmagazin Nr. 6/2016

Neulich habe ich mir noch mal die ersten drei Star Wars-Filme angeschaut. Dabei ist mir wieder aufgefallen, wie schnell digitale Technik veraltet. Das ursprüngliche analoge Filmmaterial sieht immer noch charmant aus, aber die 1997 hinzugefügten digitalen Effekte sind heute unfreiwillig komisch und wirken völlig veraltet. Ich fotografiere, wenn es mir wichtig ist, immer noch analog. Aber klar, ich mache auch jede Menge Fotos mit dem Handy. Ich habe ein iPhone 5, und mich ärgert, dass das weitwinklige Objektiv alles immer so doll verzieht, Licht und Auflösung sind auch meist grausam. Das hat mir an der Kamera DxO One schon gefallen: Das Objektiv ist gut, man verfügt über eine gewisse Tiefenschärfe und kann Bilder in RAW-Qualität aufnehmen, also mit extrem hoher Auflösung. Man steckt sie einfach aufs iPhone, die App geht von selbst auf, und man kann loslegen. Ohne Handy kann man die Kamera über einen kleinen Touchscreen wie eine GoPro- oder eine Lomo-Kamera benutzen.

Allerdings ist so eine Kamera immer nur ein Kompromiss zwischen Handykamera und richtiger Kamera. Und dafür ist die DxO One durchaus teuer. Das nervt mich überhaupt an digitaler Fotografie: Dass sie immer nur eine Zwischenlösung ist, nächstes Jahr können wahrscheinlich alle Handykameras das, was die DxO One heute kann. Für die Archivierung gilt das Gleiche. Wer weiß schon, wie lange die Datenträger halten, auf denen wir Fotos speichern? Meine Negative, die ich in einem Ordner archiviere, halten ewig. Und die analogen Fotos kommen einfach in meine Fotobox, während ich bei den digitalen Bildern immer überlegen muss: Auf welchem Datenträger habe ich die jetzt?

Technische Daten Größe: 6,9 x 4,9 x 2,6 cm; Brennweite: 32 mm; Sensorgröße: 8,8 x 13,2 mm; Auflösung: 20 Megapixel; 100 bis 51 200 ISO; für iPhone 5 und 6, ab iPod 5. Generation und iPad 4. Generation; Preis: 598 Euro

Mirko Borsche, Creative Director des ZEITmagazins, schreibt jede Woche die Kolumne "Unter Strom"

8 Kommentare

Mit Verlaub, lieber Mirko Borsche, aber mir scheint, mit Ihrem fotografischer Sachverstand ist es nicht weit her. Zunächst mal: Kameras machen keine Fotos und Handys schon gar nicht, Fotos macht immer der Fotograf. Eine Kreissäge baut ja auch keinen Schrank.

Dann schreiben Sie "...Licht (...) sind auch meist grausam". Ist nicht das Licht das gleiche, egal ob man mit einer teueren DSR fotografiert oder mit einem Handy, ob digital oder analog? Die Fotos mit einer digitalen Spiegelreflex-Kamera sind in der Regel deshalb besser, weil sie ein besseres, bzw. richtiges Objektiv hat, weil sie einen (viel) besseren Aufnahmesensor besitzt und, im Idealfall, der Nutzer was davon versteht. Und dann weiter: "Das Objektiv verfügt über eine gewisse Tiefenschärfe". Kann es sein, dass Sie nicht so ganz genau wissen, was Tiefenschärfe in der Fotografie eigentlich genau bedeuted?

Sei's drum! Ich bin gelernter Fotograf und verdiene seit 40 Jahren mein Geld mit fotografieren. Sie dürfen mir gerne glauben, dass ich auf meinen Reisen nicht 15 kg Ausrüstung im Fotorucksack mit mir rumschleppen würde, wenn ein Handy (mit oder ohne Aufsatz) auch nur halbwegs brauchbere Fotos liefern würde. Nichts für ungut

Sehr geehrter tjelvar, warum schreiben Sie so etwas ? Um sich und Ihrer fotografischen Expertise zu lobhudeln ? Das ist schon, wenn es gut gemacht ist, schlechter Stil. Ihr Beitrag ist leider schlecht gemacht.
Eine Kamera macht keine Fotos ? Aber der Fotograf, ja ja. Gehen Sie noch einmal in sich und trennen Apparat und Mensch. Ja, der Apparat braucht dazu den Menschen – und der Mensch… so ganz ohne Apparat ? Im übrigen, ich habe extra den Artikel mehrfach gelesen, behauptet der Autor nix anderes.
Herr Borsche ist Creative Director, auch wenn ich nicht genau weiss, was das beinhaltet, denke ich, ist Fotografieren nicht seine Hauptätigkeit, Er schreibt aus der Perspektive des Privatanwenders und nicht als Ratgeber für Vollblutprofis. Vielleicht schaffen Sie Sich für die nächste Aufwallung ein Beissholz an.

Ich habe eine Sony DX10 Linse, und finde diese Kombination mit meinem Sony xperia z3compact smartphone ideal auf Reisen. Einzig die von sony bereitgestellte app ist ziemlicher Mist und erlaubt nur rudimentäre Camera Operationen.
Dennoch, diese Teilung ist optimal, da ich damit bei schlechtem Licht fotographieren kann und habe einen 10fach optical zooom.
Nur die synchronisation mit dem smartphone blitz fehlt, ich sagte ja, die app ist zum heulen.
Aber diese Teilung von Linse und chip in einem apparat und smartphone in dem anderen finde ich ideal, da ich die Linse durch das phone bedienen und auch dort die Daten abspeichern kann

Lieber Mirko Borsche,
dass das ernst gemeint sein soll, kann ich mir nun wirklich nicht vorstellen. Eine Aufsteckkamera für´s Handy ist nun wirklich so ziemlich das unpraktischste, was es auf dem Fotomarkt gibt. Und das Bekenntnis zum Analogen ist natürlich ob seines Retro-touches deutlich cooler. Aber was machen Sie denn, wenn Sie mit Ihren fabelhaften Negativen etwas drucken lassen wollen? Doch nicht etwa scannen? Oder fotographieren Sie sowieso nur Schwarz-Weiß und nutzen Ihre alte Dunkelkammer? Nein - moderne Digitalkameras bieten gerade für "alte" Fotofreaks das, was sie immer vermisst haben. Und das ist bestimmt nicht der Vergleich zwischen einer alten geliebten Leica oder Hasselblad mit einer Aufsteckkamera :-)
Also: immer gut Licht - aber versuchen Sie ruhig mal Ihr iPhone 5 bei Kerzenlicht. Das Korn sieht verblüffend nach alten 400 ASA - Filmen aus....

Ihre Negative halten höchstens 10 Jahre, dann beginnen sie auszubleichen und Farbstiche zu zeigen. Ihre digitalen Aufnahmen halten dagegen ewig.
Genauso ist die digitale Fotografie nicht immer nur eine Zwischenlösung, es gibt schon seit Jahren digitale Kameras die wesentlich besseren Output liefern als ihre Analogkamera. Aber wenn für sie die Vergleich zwischen Analog und Digitalfotografie der zwischen einer vollwertigen Kamera und einem Smartphonefoto ist kann man ihnen vermutlich auch nicht helfen. Wobe mein Iphone 6s inzwischen (ausreichend Licht vorausgesetzt) so gute Fotos produziert wie eine Mft-Kamera mit Kitobjektiv vor wenigen Jahren.

Zitat:...Ihre Negative halten höchstens 10 Jahre, dann beginnen sie auszubleichen und Farbstiche zu zeigen. Ihre digitalen Aufnahmen halten dagegen ewig.....
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Nanu, bin ich im falschen Leben? Hinter mir stehen > 30 Jahre Negative/Dias sw/farbe, (Farbe NICHT von Agfa;-) die zwar nicht wie am 1. Tag aber noch wenigstens >95% Informationinhalt haben:-))
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(BTW. Der analoge Farbabzug bekommt "Farben" wie die der Digitale beim Filtern im Fachlabor/Duka, da lässt sich ne Menge ausgleichen:-))
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Dabei, daneben > 10 Jahre Digital (2 Server Master/Slave, incl. der Backups auf externen Platten, früher Bänder! Selbst gebrannte DVDs/CDs sind erst gar nicht ins Haus gekommen)
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Die "Analogen" brauchen: Trocken, staubfrei, gleichmässige Temperatur Pergamintaschen, ein Schlagwortsystem um sie wieder zu finden. ... das wars.
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Die Digitalen des gleichen (s.o.) müssen darüber hinaus aber noch gepflegt werden. Aufwendig, da reicht nicht mal eben drüberkopieren..... Wie lange hält die Platte die Informationen im Stand, Betrieb, welches OS gib es seit 30 Jahren, wie lese ich 30 J. alte Disketten, Bänder .....?
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Mir sind weniger analoge Bilder in 30 Jahren "abhanden" gekommen, als "gekippte, gechrashte " digitale Orginale in 10 Jahren trotz professionellem Backup:-((
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Kopfschüttelnd
Sikasuu
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Ps. Bei "unwiederbringlichen" Momenten ausserhalb "Aktuallität" arbeite ich immer noch mehrgleisig digital/analog (sw/farbe).... der "eingebauten" Archivfestigkeit des analogen Materials wegen!

Nachsatz: Es gibt Kollegen, die haben ihr gesamtes Negativarchiv nach dem Umpacken in neue Spanplattenschränke verloren. (Die Chemie im Holz wars) Aber, es gibt viel mehr, die ihre Server/Backups durch ein undichtes Dach, Überspannung usw. geschrottet haben :-))

Die Notwendigkeit einer solchen Kamera mag jeder für sich beurteilen, für mich hat sie etwas von Motorrad mit Beiwagen. Sie verbindet die Nachteile der Handyfotografie mit den Nachteilen einer „richtigen“ Kamera.
Schwerer tue ich mich mit den Aussagen zum Digitalen vs. Analogen. Auch ich habe gerade noch einmal alle Star Wars Teile gesehen und es genau andersherum erlebt. Die digitalen Effekte der Teile 1-3 sind sicher veraltet, aber nicht so schlimm, wie sie momentan beurteilt werden und die Teile 4-6 leiden schon einer gewissen „Raumschiff Orion Haftigkeit“. Ich schaue aber alle 6 gleich gern.
Auch analog entwickelte Fotos sind definitiv nicht für die Ewigkeit und wenn es eine Lektion im Umgang mit digitalen Daten gibt, die jeder gelernt haben sollte, dann: Mach Sicherungskopien

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