Gesellschaftskritik Über die neuen Freundinnen von Filmstars

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Ein Paar, gegen das man wenig einwenden kann. Leider. Elyas M'Barek und Freundin Julia © Ursula Düren/dpa
ZEITmagazin Nr. 7/2016

Wenn der umschwärmteste Schauspieler Deutschlands der Öffentlichkeit seine neue Freundin vorstellt, kann er eigentlich nur alles falsch machen: Ist sie zu jung, finden ihn die Frauen unsympathisch; ist sie eine reiche Erbin, italienische Prinzessin oder Hollywood-Schauspielerin, haben sie das Gefühl, nie eine faire Chance gehabt zu haben; modelt sie für Victoria’s Secret, lässt das peinliche Rückschlüsse auf seine Prioritäten zu. Die Rede ist von Elyas M’Barek. Elyas M’Barek ist jetzt offiziell vergeben. Schon beim Oktoberfest tauchten erste Bilder einer gewissen Julia auf, aber da durfte man noch hoffen, dass es sich um eine Oktoberfest-Sünde handeln könnte (und dass er die Richtige weiterhin irgendwo da draußen suchte, unter uns). Doch möglicherweise ist es was Ernstes, die Bunte hat jetzt recherchiert und ein paar Details nachgeliefert: Sie ist 26, kommt aus Österreich, ist Medizinstudentin und Model. In den Worten unserer Kollegen: "Eine Frau zum Heiraten." Auf seinem Instagram-Account postete Elyas sogar ein Foto, auf dem Berge zu sehen sind, die angeblich dem österreichischen Heimatdorf von Julia zuzuordnen sind, welches zudem auf den süßen Namen Mürzzuschlag hört. Bei ihren Eltern hat er sich also offenbar auch schon vorgestellt.

Bei allem Schmerz über diese Entwicklungen muss man doch zugeben, dass Elyas M’Barek aus einer unlösbaren Aufgabe das Beste gemacht hat: Ja, Julia sieht super aus, aber auf eine Weise, die auch Frauen erträglich finden. Will heißen, sie sieht auf eine intelligente Weise gut aus und hat weder absurd große Brüste noch eine absurd schmale Taille, noch lässt sie sich in raubtierhaften Posen ablichten. Sie trägt auch keinen Katzennamen wie "Nanoush" oder "Laroush", sondern heißt ganz lieb und einfach Julia. Man darf sogar annehmen, dass sie ein bisschen was auf dem Kasten hat, denn die Bezeichnung "Studentin" bezieht sich in diesem Fall nicht etwa auf Kommunikationsmanagement an einer privaten Hochschule oder Schmuckdesign in Idar-Oberstein (gibt es wirklich), sondern tatsächlich auf Medizin. Sogar ihr Hobby ist sympathisch: Sie war mal Jugendmeisterin im Snowboarden, ist sich also offenbar nicht zu schade, Kopf und Kragen für etwas zu riskieren, was ihr wichtig ist. Also, Elyas und Julia: Viel Glück Euch! Und macht Euch nicht zu viel Sorgen um uns. Wir schaffen das. Und an all die Teenager, deren Welt in den letzten Wochen grau wie Asche geworden ist: Googelt mal "Elyas M’Barek Bruder".

17 Kommentare

schade, wie undifferenziert sie sich über unsere studierenden, unsere absolventInnen und über unserer institution im allgemeinen auslassen…
unsere gestalterInnen haben kein "bisschen auf dem kasten" - wie und wo haben sie das eigentlich entdeckt???
sicherlich kennen sie ganz viele absolventInnen aus idar-oberstein?
und haben deren arbeiten gesehen? und sie sind dabei auch sicherlich so mit dem fachgebiet vertraut, dass sie sich überhaupt ein öffentlichkeits-taugliches urteil anmaßen können?
auch waren sie vielleicht öfters mal hier? haben sich den „saftladen" mal intensiver / von innen angeschaut?
vielleicht sogar mit den pfeifen von lehrenden gesprochen?
ja, sie haben mal so richtig fundiert über uns recherchiert und dann journalistisch tiefschurfend nuanciert darüber berichtet, oder?

zumindest hätten sie sich mal darüber informieren können, dass es hier (nur mal als beispiel) einen kleinen aber feinen und hervorragenden (übrigens weltweit einmaligen) master of fine arts gibt, wofür sich menschen aus der ganzen welt um einen studienplatz bewerben. momentan gibt es hier etwa 30 masterstudierenden aus etwa 20 unterschiedlichen länder.
überlegen sie mal: bei aller aktuellen problematik zb. über "zusammenleben der nationalitäten und kulturen" wäre das wohl eher stoff für einen ganz anderen artikel gewesen?

schade, wie undifferenziert sie sich über unsere studierenden, unsere absolventInnen und über unserer institution im allgemeinen auslassen…
unsere gestalterInnen haben kein "bisschen auf dem kasten" - wie und wo haben sie das eigentlich entdeckt???
sicherlich kennen sie ganz viele absolventInnen aus idar-oberstein?
und haben deren arbeiten gesehen? und sie sind dabei auch sicherlich so mit dem fachgebiet vertraut, dass sie sich überhaupt ein öffentlichkeits-taugliches urteil anmaßen können?
auch waren sie vielleicht öfters mal hier? haben sich den „saftladen" mal intensiver / von innen angeschaut?
vielleicht sogar mit den pfeifen von lehrenden gesprochen?
ja, sie haben mal so richtig fundiert über uns recherchiert und dann journalistisch tiefschurfend nuanciert darüber berichtet, oder?

zumindest hätten sie sich mal darüber informieren können, dass es hier (nur mal als beispiel) einen kleinen aber feinen und hervorragenden (übrigens weltweit einmaligen) master of fine arts gibt, wofür sich menschen aus der ganzen welt um einen studienplatz bewerben. momentan gibt es hier etwa 30 masterstudierenden aus etwa 20 unterschiedlichen länder.
überlegen sie mal: bei aller aktuellen problematik zb. über "zusammenleben der nationalitäten und kulturen" wäre das wohl eher stoff für einen ganz anderen artikel gewesen?

Schantall's Lied ...
Der Zeki mag scheiden, der Göhte bleibt stehn, mag Fack Ju vergehn.
Die Bräute, sie verwelken, dit Paar ist ein Versehn, ja, das mußt du verstehn.
Du kehrest mir den Rücken? Digga, kann echt nicht sein -
wer ist hier boarderline?
Dit kann ick versprechen, ick hau dir eine rein, will Geisterkranke sein.
Wat hilft denn dich, wenn Mürzzuschlag dir sieht, die Sonne vor dir flieht?
Auch Dehndscha meint, dit du vor Ische kniest, wehrnd sie Elfriede liest
(un jenau so lassomäßig sieht die Tussi auch aus!).
Ick will deiner heulen, so leis ick eben mag. Voll süß ick dir dann quak.
Und drehest du wieder, so schreib mir bitte, wo, ick steh dann vor dem Klo ...

(Text: total verkifft frei nach Chr. Morgenstern, Übs. von Henrik Ibsen, Peer Gynt; zu singen auf die Melodie von Edvard Grieg, Solvejgs Lied, in: Peer-Gynt-Suite)

Dieser Text gehört nicht in die Zeit. Dieser Text gehört wahrscheinlich nicht mal veröffentlicht. Falls jemand "Kommunikationsmanagement an einer privaten Hochschule" studiert impliziert das also automatisch, dass derjenige nichts "auf dem Kasten" hat? Traurige Vorurteile, liebe Zeit. Dafür sollten Sie sich zu schade sein.

Achten Sie bitte auf die Grundstimmung des ausgesprochen hintersinnigen Artikels: Liebe Sportfreunde, wir melden uns hier vom immer wieder neuen Kracher der Ersten Kontakt- und Verbundesliga - Boulevard-Pils-Champignon gegen ambitionierte SeiteneinsteigerIn ... wer kannte sie gestern schon! Der unangefochtene Spitzen- und Quotenreiter EB Barekyern Sendling gegen die rauhen "Alpen-Lilien" vom ÖSC Charmstadt - allein die Paarung ist schon eine mittelfeldliche Sensation. Sehen wir wieder das inzwischen arg langweilende Szenario von der ewigen Belagerung eines sich gekonnt sträubenden Mauerblümchens durch zielführende Passfolgen des Routiniers, im Stile des Guardiolen-Kavaliers? Aber nein - lange Zeit plätscherte die Begegnung vom Publikum unbemerkt so dahin, und plötzlich saß der gekonnte Konter aus der Tiefe des Raumes, eben der unerwartete Julianaccio. Der Top-Stürmer zappelt im Netz, es wird demnächst ein anderer Ball gereicht, und auf der Auswechselbank macht sich der aufstrebende Junior-Star warm und präsentiert der Tribüne schon mal ein weniger moppeliges Six-Pack ... Und daher gebe ich weiter an andere Orte unserer Boulevard-Klasse ... Was macht der kloonige George auf dem zerwühlten Spielfeld der "Waschmaschine", hat die unbeugsame Angeline ihm den Kopf gewaschen oder doch verdreht?!

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