Wundertüte Ein Schlüsselbrett aus Lego

© Alex Walker

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ZEITmagazin Nr. 9/2016

Jackentaschen werden häufig unterschätzt. Denn eigentlich sind sie Schatztruhen, in denen außer Taschentüchern und alten Eintrittskarten so einige Ideen schlummern. Jedenfalls ging es Felix Grauer so: Ein Lego-Technic-Baustein aus seiner Jackentasche, den er an seinem Schlüsselbund befestigte, brachte ihn auf die Idee, ein Schlüsselbrett aus Lego zu entwerfen. Wie das aussieht, zeigt er auf seinem Blog felixgrauer.de.

Eine Lego-Bauplatte (ein gutes Maß ist beispielsweise 10 x 14 oder 16 x 16 cm) wird mit Tesa-Powerstrips an der Wand befestigt. Die obere Hälfte der Platte kann nun mit flachen Legosteinen frei gestaltet werden. Anschließend werden einzelne Schlüssel mit einem Schlüsselring und einem damit verbundenen Legostein aus der Technic-Serie versehen (diese Steine haben seitlich Löcher). So kann man jeden Schlüssel gut an das Schlüsselbrett klicken – und auch mehrere Schlüssel miteinander zum Schlüsselbund verbinden. Falls sich die passenden Legosteine weder in alten Kellerkisten noch auf dem Kinderzimmerboden finden lassen, kann man sie über das Internet beziehen. Als Suchbegriff empfiehlt Grauer "Lego Technic Stein 1x4".

18 Kommentare

Echt witzig.
Ich möchte aber keinen Legostein in der Tasche haben.
Man kann ja auch vier Nägel in die Grundplatte treiben und daran die Schlüssel aufhängen.
Wobei ich so ein Lego-Brett nicht so toll finde.
Muss aber jeder für sich selbst entscheiden.
Ich habe ein Schaf an der Wand hängen, die Hufe sind Magnete, an denen die Schlüssel hängen.
Korpus Holz, mit Lammfell bezogen. Beine nur Fell, ohne Holz, frei pendelnd, Hufe mit ringförmigen Magneten (im Fachhandel) dargestellt.

Nein, nein, nein, so geht das nicht. Legos dürfen nicht zweckentfremdet werden. Die haben gefälligst weiter auf'm Boden zu liegen, so dass man mit dem nackten Fuß schön gepflegt drauftreten kann ... tzs

Ist aber wirklich eine sehr hübsche Idee, die Sache mit dem Schlüsselbrett. :)

Mal abgesehen davon, dass es das erste Mal ist, dass ich eine in dieser Kolumne präsentierte Idee originell finde, hätte ich einen sachlichen Einwand. Ich hänge doch nicht an jeden Schlüssel, den ich mit mir schleppe einen Legostein. Hält dann ein einzelner meinen Schlüsselbund (Haustür, Kellertür, auto, fahrrad, fahrradgarage, 3x arbeitsplatz, vorhängeschloss) ? Eher nicht.

Eher schon. Es scheint eine Weile her zu sein, dass Sie das letzte Mal mit Lego hantiert haben. Das hält. Es lassen sich auch Sitzmöbel aus den Steinen herstellen. Das einzige Problem könnte eine Hebelwirkung sein. Die kann man aber dadurch vermeiden, dass der Schlüssel unten am Stein hängt.

Ich habe zugegebenermassen noch nie Lego Technic in der Hand gehabt. Ansonsten darf ich, mit einigem Stolz auf eine solide, pro Woche mehrstündliche, Praxis (7jähriger Sohn/Lego Star Wars und Lego City in jeder vorstellbaren Ausformung) verweisen. Aus genau dieser Praxis speist sich mein Unbehagen. Das mit dem Sitzmöbel taugt mMn. nicht als Gegenbeweis, da man die Steine übereinanderschichtet und so mit dem draufsitzenden Gewicht komprimiert.

Ich würd denken, das dicke Bund, wo Haus- Büro- Auto- Fahrrad- Keller- Briefkasten- und sonstige Schlüssel dran sind, hängt bei mir eh seltenst am Brett, sondern ist eher ständig in der Tasche bzw. steckt in der Tür. Am Brett sind eher Ersatzschlüssel die dann vielleicht nicht jeder einzeln aber doch eher in 2-3er Gruppen als in dicken Bünden daher kommen. Das sollte ein Lego leicht halten. Ausserdem gibt es ja auch die Legosteine in verschiedenen Grössen.
Andererseits vielleicht auch eine Idee, die Dinger einzeln zu nehmen und je nach Bedarf die aktuell gebrauchten aneinander zu klicken (meist braucht man ja eher entweder Auto- oder Fahrradschlüssel). Oder aber zu aufwändig. Versuch macht kluch.

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