Männer! New Style

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© Timur Emek/Getty Images
DIE ZEIT Nr. 9/2016

Das Thema berührt eine Wunde. Welches Behältnis passt zum Mann? Zum Mann passt gar kein Behältnis, weder Tasche noch Täschchen. Ein Mann trägt nur sich selbst, lässt die Arme baumeln, nicht zu locker, damit jeder sieht, er könnte zugreifen, in das Haar seiner Liebsten, und sie sanft zu sich ziehen, oder auf sein iPhone, das er dann gerne in dieser abgewinkelten Art schräg von sich abhält, wie Männer es tun, um zu signalisieren, dass es unter ihrer Würde ist, überhaupt etwas in die Hand zu nehmen (siehe auch: einhändiges Schieben von Kinderwagen). Daraus ergibt sich eine Problemlage. Weil ja ein neuer Männertypus aufgetaucht ist, was heißt aufgetaucht, in Kolonnen grenzüberschreitend von Süden her das Land aufrollt, wie man es sonst nur aus alten Historienschinken kennt, Vormarsch der Römer, die trugen natürlich Schilder und Lanzen und dazu Röckchen. Diese Typen nun, obwohl auch ganz der südländische feingliedrige Männertyp, tragen – Rucksäcke.

Rucksäcke! Lassen zwar die Hände frei, hatten aber immer was zwischen schratig (Seppl im Aufstieg aufs Hörnli) und kindlich (was hat Anton-Louis da eigentlich drin, seine Kieselsammlung?). Rucksack zu tragen birgt ein Risiko. Der Rucksack kommt, anders als eine Trapèze-Bag von Céline, die im Sale maximal von 1.500 auf 1.455 Euro reduziert wird, also für gebrauchte Modelle, ein Rucksack kommt preislich kaum über einen Hunni hinaus und eignet sich deshalb nicht dazu, soziale Rankings herzustellen. Unvergessen die süße Anekdote, als der kleine Willi morgens im Abmarsch zur Schule nachdenklich einen dunkelblauen Rucksack in der Hand wog, der zwar seinem Rucksack verdächtig ähnlich sah, aber doch der von Papa war, der seinerseits im Seminar vor seinen Doktoranden errötend die Schulhefte eines Fünftklässlers wieder einpacken musste. Der Rucksack eines Alphatiers kann dem Rucksack eines Schülers zum Verwechseln gleichen, auch wenn es jetzt ein oder zwei Firmen gibt, die versuchen, dem gemeinen Rucksack etwas Stylishes abzugewinnen. Im Zweifelsfall hat dann Willi das angesagte Teil.

Nun neue Lage. Wie reagiert der Eingeborene auf die Rucksack-Provokation? Was setzt er ihr entgegen? In der Vergangenheit ist zum Thema Männer-Bag viel versucht worden. Ich erinnere ungern an die Objekte, die im Format eines Taschenbuches und mithilfe eines Riemens am Männerhandgelenk baumelten. Dann die Köfferchen! Imitate eines Accessoires von Bankern, von denen einige ihre Akten selber tragen mussten, nachdem Aktentaschenträger aus den Bilanzen getilgt worden waren. Köfferchen wurden subito ein Statement für Underdogs. Etwa: Typ auf’m Bau, der seinen Metallo mit wichtiger Miene aufschnappen lässt, der leer ist bis auf das Butterbrot, das Mutti geschmiert hat. Man findet zwar heute auf Online-Styleportalen auch minimalistische "Portatablet"-Taschen, handgearbeitet aus Milano, in Orange oder Lapislazuli, aber der Verkaufstext atmet jene Verspannung, die beim Thema Männertasche unvermeidbar scheint: "Hohe Ansprüche sind eine Notwendigkeit, denn die Tasche sollte unsere Bedürfnisse in Funktionalität und Ästhetik erfüllen und sich gleichzeitig gegen prüfende Blicke von außen behaupten können." Puhhhh.

Wohin das führt? An die Obergrenze des Erträglichen, wie Horst Seehofer nicht müde wird zu betonen, also im Härtefall, wie man auf Twitter lesen konnte, bis nach Flensburg. Unklar ist, ob sich Seehofer unter Flensburg etwas vorstellen kann oder wie man dort zu Typen steht, die, egal welches Billigmodell sie auf dem Rücken haben, eine grenzüberschreitende Fitness verströmen, die sich an hässlichen Geräten im dritten Stock eines Bürohauses leider nicht antrainieren lässt. Nicht mit dem besten Cardio-Beat!

Diesen Artikel finden Sie als Audiodatei im Premiumbereich unter www.zeit.de/audio

50 Kommentare

Ah ja! Das erinnert mich an einen Artikel, den ich vor einiger Zeit gelesen habe. Darin ging es darum, wie uncool Port­mo­nees sind und wo man sie zu tragen hat. Also ich persönlich trage Rucksack und Port­mo­nee wo und wann ich will. Seit meine Frau Rückenprobleme hat trägt sie ebenfalls häufig einen Rucksack. Wer damit ein Problem hat, der hat offenbar keine eigenen. Das Tragen von Rucksäcken drückt eigentlich nur eines aus: Vernunft.

Bei Hipstern und linken Autonomen sind Gürteltaschen momentan auch wieder beliebt. Wahlweise auch über Brust und Rücken wie eine Schärpe für besseren Halt.

Und wenn das Zentrum der eigenen Stilrichtung in Kentucky liegt, tun es auch Cargohosen im Tarnmuster.

Wissen Sie, wann ich am meisten gelacht habe? Als ich am Ende der Glosse lesen musste: "Diesen Artikel finden Sie als Audiodatei im Premiumbereich unter...".
Wer macht sich die Mühe, solche Texte einzulesen, und wer hört sowas? Dafür gibt es einen Markt?! Armes, reiches Deutschland!

Image, Ranking, Status, Alphatier - es gibt keinen Alltagsgegenstand, der sich nicht emotional aufladen ließe, um den bedürftigen, wohlhabenden Zivilisationsmenschen seine wohlverdiente, symbolische Belohnung für sein Funktionieren zu verheißen. Nun also das Problem, wie wir in der Öffentlichkeit einige gelegentlich unvermeidliche Gebrauchgegenstände mit uns führen, ohne uns lächerlich zu machen. Überhaupt, Öffentlichkeit! Wieso Öffentlichkeit?! Ist der SUV in der Werkstatt? Sonst verstaue ich meinen Kram immer in seinem geräumigen Kofferraum. DAS ist ein Statussymbol, ich habe es mir schließlich verdient. Das sind die Werte, auf die es ankommt. Vorher nur noch mal eben auf dem Iphone die Emails checken, die Welt retten...

Ein Mann mit was in den Händen ist nur bedingt ein Mann. Die führende Hand sollte ständig über dem imaginären Schwert schweben können oder für eine Sofortaktion zur Verfügung stehen. Um diesen Grundzustand zu erreichen ist ein Rucksack eine gute Option.

Rucksack und „Seppl im Aufstieg aufs Hörnli“ ist weltfremd und so schreibt ein Journalist, der von allem praktisch nichts weiß.

Als ich vor einiger Zeit mit einem Rucksack (Schweizer Rindleder) in die Universität kam, wurde ich gefragt, ob ich wandern gehen würde. Dann kam die Zeit in der die überwiegende Mehrheit mit Rucksack kam, im Ausland noch viel deutlicher als hier.

Nun scheinen die Deutschen Modekritiker eine Ranking Tasche dringend zu fordern, haben wir sonst keine gesellschaftlichen Probleme und Aufgaben?

dingensda hats auf den Punkt gebracht:

Ach was bin ich froh, dass ich keine Bekannten habe, die sich mit derart dämlichen Fragen beschäftigen. Wenn ich einen Rucksack praktisch finde, dann trage ich einen. Wenn ich finde, dass Rucksäcke hässlich sind, trage ich keinen. Fertig. Ende. Aus.

Sowas. Schon wieder falsch gemacht. Ich laufe schon immer mit Rucksack oder Umhängetasche rum. Wie sollte Mann denn sonst Notizbuch, Geldbeutel, Handy, Taschentücher, Stift, Schlüssel usw. usf. mit sich führen?
Da es total unpraktisch ist etwas in den Händen rumzutragen wenn die Strecke länger ist, scheidet die Aktentasche natürlich aus.

Kinderwagen besonders jene der "Hipster"-Fraktion muss man jedoch einhändig schieben, weil beidhändig es erfordern würde dauernd gebückt zu gehen.

Rucksack. Sieht bei Hipstern sicher gut aus und als Kind ist man ja eh nicht so weit vorn was die Mode angeht, bzw. dem kindlichen Träger ist es fast (ich denke an den Kampf meiner Generation - Scout vs. Amiga) egal.

Aber ich sehe so oft schlecht sitzende Anzüge und Sakkos. Dabei kann man mittlerweile bei allen Herren-Ausstattern passende (und auch günstige) Sachen finden. Darüber dann gern eine viel zu kurze OutdoorJacke (die ist ja sooo praktisch...) und drüber ein Laptop-Rucksack... ;-)

Noch besser: Im Sommer dann den Laptop-Rucksack über das Sakko ohne Outdoor-Jacke, Schulterpolster vs. Gurte....

Privat oder Hipster, ok. Aber wie manche deutsche Männer im Job aussehen... Immer noch wie Karstadt-Computerabteilung in den 80ern... ;-)

Bei Frauen ist das Pendant im Übrigen der kleine Rucksack mit irre langen Gurten. Abteilung Filz-Umhang oder Rentner... ;-)

Ich finde es immer wieder amüsant, wie die Redakteure bestimmte Marken / Produkte in ihren Artikeln unterbringen können. Hier also die Trapèze-Bag.

Zum eigentlichen Thema, es gibt Aktentaschen und Aktenkoffer, es gibt Messenger-Bags in den unterschiedlichsten Größen und Formaten, es gibt Männer-Handtaschen, kurzum, es gibt diverse Möglichkeiten, seinen Krimskrams zu transportieren.

Der Rucksack ist was für Hipster und solche, die ihre Unizeit nicht überwunden haben. Da ich an einer Uni arbeite, erfreue ich mich regelmäßig an den Studis mit ihren möglichst auf alt getrimmten Rucksäcken im Stile von Wanderutensilien, womit man wohl heutzutage seine Individualität ausdrückt und gegen "die Mode" protestiert - wobei übersehen wird, dass am Ende doch wieder alle gleich aussehen (so wie auch mit Hipster-Vollbärten, nerdigen Randbrillen, Dutt-Frisur, Wander"stiefel" etc. pp.).

Für den Rucksack spricht allerdings, wer mit dem Rad zum Arbeitsplatz fährt - ein Rucksack hat da einfach klare Vorteile, die seitlich platzierte Messenger-Bag stört nicht unerheblich und zur sicheren Befestigung von z.B. Aktentaschen fehlt an heutigen Rädern oft der Gepäckträger.

Wer dann aber am Arbeitsplatz mit umgeschnallten Rucksack durch die Gänge düst, am Besten noch im zwangsläufig zerknitterten Sakko, wirkt trotz allem etwas lächerlich. My 5 cent.

Ach was bin ich froh, dass ich keine Bekannten habe, die sich mit derart dämlichen Fragen beschäftigen. Wenn ich einen Rucksack praktisch finde, dann trage ich einen. Wenn ich finde, dass Rucksäcke hässlich sind, trage ich keinen. Fertig. Ende. Aus.

Liebe Frau Meyer,
es ist Ihnen in vielen Punkten zuzustimmen, jedoch hat das einhändige Kinderwagenschieben auf jeden Fall bei mir rein praktische Gründe: Oft sind die Griffe des Kinderwagens relativ niedrig und daher unbequemer mit zwei Händen zu schieben (außer bergauf), als mit einer Hand. Außerdem stoße ich mit meinen Füßen oft gegen die Achse der Hinterräder, wenn ich direkt hinter dem Kinderwagen gehe, was natürlich meinen frisch geputzten Schuhen nicht besonders zuträglich ist ... Natürlich bin ich ebenfalls ein Rucksackträger (vor allem im Hochsommer, wenn das tragen eines Sackos nicht besonders praktisch ist). Meine Lieblingsjahreszeiten sind deshalb Frühling und Herbst. Dann komme ich oft ohne Rucksack aus, weil ich alles in meinen Sackotaschen verstauen kann. Das einzige Problem ist die Wahl meines Buches: Es muss ein Taschenbuch sein, was außerdem nicht zu dick sein darf, wenn man nicht unbedingt möchte, dass die Aufmerksamkeit meiner Mitmenschen vor allem auf den Schinken in meiner Hand gerichtet ist. Ein Tolstoi oder Mann passt meineserachtens sowieso mehr zu langen Wintermonaten als zum Frühling.
Ach ja, es gibt allerdings ein Problem, wenn ich alle Utensilien in meinem Sacko verstaut habe: Meiner Frau kann ich dieses Sacko dann nicht anvertrauen, weil sie es grundsätzlich so über ihren Arm oder den Stuhl legt, dass meine Habseligkeiten herausfallen können.

Es gibt übrigens noch ein anderes Problem für uns Männer: Männer die ihre Würde bewahren wollen, können keine Einkaufstrolleys hinter sich her ziehen. Diese Diskussion habe ich öfter mit meiner Frau. Wir haben eine Vereinbarung: Ich schiebe den Kinderwagen und sie zieht den Trolley oder ich trage Einkaufstaschen und sie schiebt den Kinderwagen...
Sie sehen also, es ist alles nicht so einfach.

[...]

Gekürzt. Bitte verzichten Sie auf Pauschalisierungen. Die Redaktion/ee

Der entscheidende Unterschied ist, dass Männer sich mit som Thema gar nicht auseinandersetzen. Das berührt auch keine Wunde.
Da haben wir so lange Feminismus+gender studies und Frauen beschäftigen sich nach wie vor mit so oberflächlichem Nonsens. Scheinbar gibt es doch geschlechtsspezifische Unterschiede.

Köfferchen wurden subito ein Statement für Underdogs. Etwa: Typ auf’m Bau, der seinen Metallo mit wichtiger Miene aufschnappen lässt, der leer ist bis auf das Butterbrot, das Mutti geschmiert hat

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bei soviel expertise fragt man sich unwillkürlich, wie viel lebensarbeitzeit die gute susanne wohl selbst schon auf dem bau verbracht hat

Grundsätzlich gibt es zwei praktische Ausrüstungsgegenstände - für Frau und Mann!

Das ist die Bauchtasche und der Rucksack! Ich will doch zwei freie Hände haben und mich unbehindert bewegen können ! Ich mag es schon nicht, eine Einkaufstüte in der Hand zu tragen. Der Einkauf wandert in den Rucksack!

Ich bin klein und schieb meinen Kinderwagen trotzdem oft auch mit einer Hand und kann dieses Taschengetue nicht leiden. Sie soll ihren Zweck erfüllen und gut ist. Ohne Kinderwagen hatte ich auch fast nie eine Tasche dabei, denn wenn man eine Geldbörse hat, die nicht gefühlt 1 Meter breit ist (nur weil's schick sein soll), dann kriegt man die auch überall rein.

Was geht es uns an was Männer so tragen, oder wollen Sie dass man Ihnen vorschreibt was Sie zu tragen haben, oder was "normal" oder gar "alphatierisch" sein soll.

Es ist nur eine Tasche!

Kinderwagen habe ich häufig mit einer Hand geschoben, weil es für mich aufgrund der Bauart dieser Gefährte einfach bequemer war. Die sind eher für kleine Menschen als Schieber ausgelegt. Normal gewachsene Menschen schlagen gegen diese dämlichen Querstangen oder müssen lächerlich kleine Schritte machen. Die hebe ich mir lieber fürs Alter auf. :-)

Ein Rucksack ist ein zweckmäßiges Behältnis. Ob damit irgendwelche Signale und Staus verbunden sind: welchen Mann kümmert das?

Zum Einkauf reichen Baumwolltaschen (mit langen Henkeln, damit sie über die Schulter gelegt werden können und nicht in den Händen getragen werden müssen). Die Hände brauche ich frei: zum Grüßen, zum Hand in Hand gehen (falls die Gelegenheit dazu besteht), für die Zigarette und für den Schlüssel, wenn ich wieder am Haus angekommen bin.

jetzt wird man(n) also schon entfernt, wenn man auf die Inhaltsleere eines Artikels und dessen zum Himmel schreiende Klischees hinweist?

Ich versuche es noch mal sachlich: Der Artikel ist weltfremd, Männerfremd und hanebüchen was die Darstellung von Flüchtlingen als Einführer des Rucksacks in der nördlichen Hemisphäre betrifft.

Ich finde ihn äußerst schwach und das meine ich sachlich.

Ein Fluch, diese Mode. Passten früher 4 Männer in einer vollen U-Bahn nebeneinander, sind es heute nur noch 2 und ihre beiden Rucksäcke. Man sollte fast schon dafür plädieren jedem Rucksackträger einen nachweispflichtigen Kurs aufzubürden, einen quasi Rucksackträgerführerschein. Vermutlich hilft das Verletzungungen, durch von Rucksäcken umgeschupste Schulkinder, zu vermeiden und erspart dem ÖPNV über eine neue Dimension von Fahrgastzellenvolumina nachdenken zu müssen.

Genau so sieht es aus.

In den größeren Städten des Landes wird man an allen Ecken von Rucksackträgern gestoßen und bedrängt. Nichtsahnend steht man angelehnt in der Nische einer U-/Straßen- oder Stadtbahn, schon platziert sich irgendein Flegel mit Distanzstörung und presst einem ohne Not die überteuerte skandinavische Freizeittasche ins Gesicht.

Früher habe ich auch immer Rucksäcke rumgetragen -- heute nehme ich nur ungern mit, was nicht in die Jacken- oder Hosentasche passt. Schlimmstenfalls einen Stoffbeutel oder ganz altmodisch in der Hand tragen.

Liebe Frau Meyer,
es ist Ihnen in vielen Punkten zuzustimmen, jedoch hat das einhändige Kinderwagenschieben auf jeden Fall bei mir rein praktische Gründe: Oft sind die Griffe des Kinderwagens relativ niedrig und daher unbequemer mit zwei Händen zu schieben (außer bergauf), als mit einer Hand. Außerdem stoße ich mit meinen Füßen oft gegen die Achse der Hinterräder, wenn ich direkt hinter dem Kinderwagen gehe, was natürlich meinen frisch geputzten Schuhen nicht besonders zuträglich ist ... Natürlich bin ich ebenfalls ein Rucksackträger (vor allem im Hochsommer, wenn das tragen eines Sackos nicht besonders praktisch ist). Meine Lieblingsjahreszeiten sind deshalb Frühling und Herbst. Dann komme ich oft ohne Rucksack aus, weil ich alles in meinen Sackotaschen verstauen kann. Das einzige Problem ist die Wahl meines Buches: Es muss ein Taschenbuch sein, was außerdem nicht zu dick sein darf, wenn man nicht unbedingt möchte, dass die Aufmerksamkeit meiner Mitmenschen vor allem auf den Schinken in meiner Hand gerichtet ist. Ein Tolstoi oder Mann passt meineserachtens sowieso mehr zu langen Wintermonaten als zum Frühling.
Ach ja, es gibt allerdings ein Problem, wenn ich alle Utensilien in meinem Sacko verstaut habe: Meiner Frau kann ich dieses Sacko dann nicht anvertrauen, weil sie es grundsätzlich so über ihren Arm oder den Stuhl legt, dass meine Habseligkeiten herausfallen können.

Ich bin klein und schieb meinen Kinderwagen trotzdem oft auch mit einer Hand und kann dieses Taschengetue nicht leiden. Sie soll ihren Zweck erfüllen und gut ist. Ohne Kinderwagen hatte ich auch fast nie eine Tasche dabei, denn wenn man eine Geldbörse hat, die nicht gefühlt 1 Meter breit ist (nur weil's schick sein soll), dann kriegt man die auch überall rein.

Was geht es uns an was Männer so tragen, oder wollen Sie dass man Ihnen vorschreibt was Sie zu tragen haben, oder was "normal" oder gar "alphatierisch" sein soll.

Es ist nur eine Tasche!

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