Deutschlandkarte Der Erlenzeisig

ZEITmagazin Nr. 10/2016

"Shootingstar", "Überraschung des Jahres": So wird nicht etwa ein erfolgreicher Wintersportler gefeiert, sondern ein Vogel, der Erlenzeisig. Er gehört zu den Finken, und er verbreitet sich gerade. Woher man das weiß? Der Naturschutzbund Deutschland ruft seit ein paar Jahren zu einer bundesweiten Vogelzählaktion auf, zur "Stunde der Wintervögel". Im Januar haben Privatleute genau 80.802 Erlenzeisige gesichtet, viermal so viele wie ein Jahr zuvor. Vor allem im Osten Deutschlands und in Bayern lässt sich der Erlenzeisig gern nieder, denn er mag Fichtenwälder in höheren Mittelgebirgslagen. Dass die Zahl der Zeisige insgesamt so sehr zugenommen hat, liegt daran, dass sie sich in Skandinavien im vorigen Sommer stark vermehrt haben, weil es wegen des besonders günstigen Klimas viel Nahrung gab. Und da das Futter dort im Winter nicht für alle ausreicht, haben sie sich auf den Weg in den Süden gemacht. Schauen Sie mal aus dem Fenster: Dass dort ein schwarz-gelb-grüner, "tetteret" rufender Vogel sitzt, ist gut möglich.

Quelle: NABU/LBV, Stunde der Wintervögel 2016

Kommentare

4 Kommentare Kommentieren

Erlenzeisige sind hier seit Jahren (ich wohne am jetzigen Wohnort seit 2010 und die waren immer hier) vertreten.
Hier ist aber auch Natur mit ein paar Häusern drin und nicht viele Häuser mit "Biotop" im ansonsten sterilen und mit exotischen, weil toll aussehenden Pflanzen.
Hier kommt ja auch der Feuersalamander jeden Winter zum pennen unter dem Blumenkübel vorbei, im Schopf wohnt ne Kreuzkröte und meine Katze verträgt sich mit den Mitbewohnern. ;-)

OK, meine Katze wird nächste Woche 20 Jahre alt. :-)