Deutschlandkarte Twitternde Polizei

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ZEITmagazin Nr. 37/2016
© Laura Edelbacher

Mit dem Amoklauf von München am 22. Juli wurde einem größeren Publikum bekannt, dass die Polizei auch twittern kann. Tweets, die davor warnten, öffentliche Plätze zu besuchen, haben an diesem Tag Tausende geteilt. Seither wurden in Deutschland einige neue Polizei-Accounts bei Twitter angemeldet. Die Allerersten waren die Sachsen 2010. Noch immer keine twitternden Polizisten gibt es in Schleswig-Holstein, Bremen und im Saarland. Überaus beliebt ist eine Aktion der Berliner Polizei, #24hPolizei genannt, einen ganzen Tag lang twittern die Beamten rund um die Uhr zu sämtlichen Einsätzen in der Hauptstadt. 1.381 Tweets über Einbrüche, Unfälle, Randalierer und einen toten Waschbären kamen so zuletzt in 24 Stunden zustande. Das kommt der Idee vom Polizei-Funk-Abhören, wovon ganze Generationen Pubertierender träumten, ziemlich nahe. Offenbar sorgt es die Polizei auch ein wenig, ein neuer Twitter-Star zu sein: In kaum einem Polizei-Account fehlt der Hinweis, man möge bitte im Notfall nicht twittern, sondern die 110 wählen.

Recherche: Ramona Drosner

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