Wundertüte Ein Memo-Board

© Alex Walker
Von
ZEITmagazin Nr. 40/2016

Man benötigt: Stoff, Vlies, Bilderrahmen, festen Karton, doppelseitiges Klebeband, Malerkrepp, Polsternägel, Gummi- oder Seidenband (2 cm breit), Schere, Nadeln zum Pinnen

Niemand hat heutzutage mehr eine Pinnwand. Das ist schade, war sie doch der Platz für wichtige Telefonnummern, die schönsten Urlaubsfotos, To-do-Listen. Heute wird all das zumeist digital verwahrt. Praktisch, aber unsinnlich. Es wäre doch schön, wenn die Pinnwand zurückkäme. Das dachte sich offenbar auch Dagi Mara, 46, aus Frankfurt am Main. Sie erklärt auf ihrem Blog My House of Ideas, wie ein Memo-Board (die moderne Erscheinungsform der Pinnwand) selbst hergestellt werden kann: Den Karton auf einer Seite an den Ecken, Rändern und in der Mitte mit kleinen Stücken doppelseitigem Klebeband versehen und das Vlies darauf festkleben. Den Stoff (zum Beispiel Leinen) darüberlegen, straff ziehen und auf der Rückseite des Kartons mit Malerkrepp befestigen. Gummi- oder Seidenband in sechs Stücke teilen und diese Stücke über den Stoff legen, sodass ein gleichmäßiges Rautenmuster entsteht (siehe Abbildung). Die Bänder straff ziehen und auf der Rückseite festkleben. Dort, wo sich die Bänder kreuzen, Polsternägel einstecken (gibt es im Baumarkt). Den bespannten Karton im Bilderrahmen befestigen, aufhängen, Fotos oder Notizzettel unter den Bändern festklemmen. Pinnen ist auch möglich, zur Freude derer, die ihrer alten Wand aus Kork immer noch nachtrauern.

Kommentare

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Das ist eine wirklich schöne Idee und kann ganz toll individualisiert werden. Ich habe schon zwei solcher Memoboards bei mir zu Hause. Sie sind dekorativ wie ein Wandbild und zugleich sehr praktisch.
Ich habe alte Kleidungsstücke für die Boards benutzt. Die kamen vom Flohmarkt und haben irgendwie nie so richtig gepaßt. Der Stoff war aber sehr schön.
Wie ich es gemacht habe und Bilder vom fertigem Memoboard findet Ihr hier http://wendyswohnzimmer.d...