Unter Strom Mirko Borsche bewertet einen A2-Drucker im Grafiker-Härtetest

© Canon
ZEITmagazin Nr. 41/2016

Ich habe ja im Rahmen dieser Kolumne schon so einiges in meinem Büro getestet, was dort eigentlich nichts zu suchen hat. Diverses Spielzeug war darunter, eine Überwachungsanlage, eine Kaffeemaschine. Wobei die Kaffeemaschine in einigen Büros ja das wichtigste Gerät überhaupt ist. Wichtiger jedenfalls als ein Dörrautomat, den man als Grafiker jetzt nicht unbedingt braucht, der aber trotzdem hier bei uns äußerst beliebt war.

Mirko Borsche

Creative Director des ZEITmagazins, schreibt jede Woche die Kolumne Unter Strom

Nun habe ich zum ersten Mal etwas getestet, was in einem Grafiker-Büro nicht als Fremdkörper auffällt: einen A2-Drucker, den pro1000 von Canon. Wir hatten für einen Kunden eine Fotoproduktion gemacht, ein Modeshooting, das der Kunde für Plakate nutzen wollte. Während des Shootings lief alles super, und als wir ihm die fertigen Bilder ausgedruckt in DIN A4 aus unserem normalen Drucker zeigten, wirkte er angetan.

Aber noch am selben Abend schickte er seine Assistentin vorbei, um alles abzusagen. Wir hatten ihm versichert, dass auf den Ausdrucken die Qualität nicht so gut sei wie hinterher bei den fertigen Postern, dass die Farben der Kleidung strahlender rauskommen würden, die Haut der Models besser aussehen werde. Aber er hatte wohl kein Vorstellungsvermögen, jedenfalls war er nicht überzeugt. Also haben wir alle Bilder noch mal ausgedruckt, diesmal auf dem Testgerät von Canon, in A2. Die Farben sahen plötzlich echt aus, man erkannte die Textualität der Stoffe, die Qualität war einfach bestechend anders. Wir haben den Kunden erneut eingeladen, und er war begeistert. Und ich war froh, dass wir in der Woche nicht gerade den Dörrautomaten getestet haben.

Technische Daten

Größe: 723 x 433 x 285 cm; maximale Druckauflösung: 2.400 x 1.200 dpi; WLAN; 12 Tinten; Preis: 1.299 Euro

Kommentare

26 Kommentare Seite 1 von 4 Kommentieren