Deutschlandkarte Escape-Rooms

ZEITmagazin Nr. 43/2016
© Laura Edelbacher

Karte: Wo sich kommerzielle Anbieter von "Live-Escape- Games" befinden. Genannt sind Orte mit mindestens zwei Anbietern

Wie kommen wir hier nur wieder raus? Nachdem die Tür von außen verriegelt wurde, geht es für die in einem sogenannten Escape-Room eingeschlossenen Personen nur noch um diese Frage. Jetzt heißt es: versteckte Hinweise aufspüren, Rätsel lösen, Passwörter knacken und schließlich den Schlüssel für den Ausgang finden – in der Regel hat man dafür maximal 60 Minuten Zeit. Die Rede ist von einem Spiel, dem "Live-Escape-Game". Man spielt es in einem Team von meist zwei bis sechs Leuten, in präparierten Räumen, den Escape-Rooms eben, die oft echten Orten nachempfunden sind: einem Gefängnis etwa, einer Folterkammer oder einem Museum. Die von Computerspielen inspirierten "Live-Escape-Games" stammen ursprünglich aus Japan. Hierzulande eröffnete der erste Escape-Room 2013 in München. Über 200 Anbieter gibt es mittlerweile – vor allem in großen Städten. Sind die Großstädter also besonders abenteuerlustig? Auf jeden Fall scheint hier die Sehnsucht, mal (aus dem Alltag) auszubrechen, größer zu sein.

Recherche: Anton Dorow, mit Informationen von escaperoomgames.de

Kommentare

6 Kommentare Kommentieren

Bei sonstigesln Luxusproblemen bin ich ganz be Ihnen, dass etwas Erdung und Dinge-ims-Verhältnis-setzen nötig ist.

Hier geht es aber einfach ums gemeinsame Rätsel lösen, in einer vorgegebenen Umgebung, und da hilft eine Zeitvorgabe und die Beschränkung auf einen Raum einfach, ein Endlosrätsel in einem Riesengelände wäre wenig praktikabel, und in einem Gebäude Weltraum, 17. Jhd usw unterbringen zu können, ist praktischer und bietet mehr Spaß. Bin aber auch bekennender Fan.
Es ist ein intelligenter, wenn natürlich auch nicht zu sehr, Zeitvertreib. Bei den Kriegsspielen würde ich Ihnen dann eher zustimmen.