Wundertüte Mikado

© Alex Walker
Von
ZEITmagazin Nr. 44/2016

Man braucht: 41 Schaschlik-Spieße aus Holz (20 cm lang), fünf Holzfarben, Schwamm, dünner Pinsel, leere Spaghetti-Verpackung

Mikado, der Spieleklassiker, erfordert Geschick und ist eine schöne Beschäftigung, wenn an einem Sonntag der Regen an die Scheibe prasselt. Wer noch kein Mikado-Spiel zu Hause hat, kann es leicht selbst basteln, fast ohne Kosten. Dazu handelsübliche Schaschlik-Spieße mit einem dünnen Pinsel und Holzfarben anmalen. 41 Schaschlik-Stäbe abzählen und aufteilen: 15 Stäbe werden Kulis genannt und geben im Spiel zwei Punkte. 15 weitere Stäbe, die Samurais, zählen drei Punkte. Die Bonzen zu je fünf Spielpunkten gibt es fünfmal, und noch mal weitere fünf Stäbe, die Mandarins, zählen je zehn Punkte. Der Kaiser im Spiel ist der Mikado-Stab, er zählt 20 Punkte. Die Stäbe aus den jeweiligen Kategorien gleich anmalen. Der Mikado ist traditionell blau geringelt, die Stäbe der anderen Kategorien tragen verschiedenfarbige Streifen in Blau, Gelb und Rot – Fantasie ist hier durchaus erwünscht. Die angemalten Stäbe trocknen am besten aufrecht, in einen Schwamm gesteckt. Als Hülle für das Spiel bietet sich ein leerer Spaghetti-Karton an. Den Karton anmalen oder mit Folie bekleben. Sobald die Stäbe trocken sind, geht’s los: Die Stäbe gesammelt in einer Hand auf den Tisch stellen und fallen lassen. Der Reihe nach die Stäbe aufheben, wegrollen oder katapultartig aufstellen und aus dem Spiel nehmen. Sobald ein nicht angefasster Stab wackelt, ist der nächste Spieler an der Reihe. Wer den Mikado-Stab erobert hat, darf diesen als Hilfsmittel benutzen, um andere Stäbe aufzusammeln. Der Spieler mit den meisten Punkten gewinnt das Spiel. Bastelvarianten: selbst Holz sammeln (Treibholz oder sehr dünne, möglichst gerade Äste) oder als Reisespiel: Zahnstocher bemalen.

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