© Alex Walker

Wundertüte Der Fünferzopf

Von
ZEITmagazin Nr. 46/2016

Mit geflochtenen Haaren assoziiert man Volksfeste, wie das Oktoberfest, wo sie in allen Varianten zu sehen sind. Kein Wunder, schließlich hat der geflochtene Zopf eine lange Tradition. Schon im Altertum war das Flechten hochbeliebt, es hieß, die Flechtkunst stamme von den Göttern. Heute erlebt der Zopf wieder einen Boom in der Modewelt, es gibt zahlreiche Variationen und viele Tutorials im Internet. So auch das Blog von Ariane Kordeuter, die sich vor zehn Jahren ihre Haare wachsen ließ. Damit wollte sie dann mehr machen, als sie nur lang ihren Rücken herunterfallen zu lassen, und so stieg sie ein in die Fachliteratur über das Flechten und eignete sich die Kunst auf eigene Faust an. Heute kann man sich auf ihrem Blog Kupferzopf zahlreiche Flechtfrisuren abgucken. Zum Beispiel den Fünferzopf: Dabei teilt man zunächst eine Haarpartie vom oberen Schopf in fünf gleich große Teile. Dann nimmt man, wie auf dem Bild zu sehen, zunächst den äußersten linken Strang und fädelt ihn durch die beiden nächsten Stränge – erst über den zweiten, dann unter den dritten. Dasselbe von rechts. Anschließend kann immer eine schmale Strähne neues Haar zu den jeweils äußersten Strähnen hinzugefügt werden, und der ganze Vorgang wird wiederholt, bis ein wunderschönes Flechtkunstwerk entstanden ist. Übrigens: Ein Hefezopf wird ganz genauso geflochten. An dem kann man üben und ihn dann auch gleich zum nächsten Trachtenfest mitbringen.

Mitarbeit Corinna Liebreich

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