Unter Strom Mirko Borsche testet einen Hörspiel-Würfel und freut sich schon auf Enkelkinder

© Toniebox
ZEITmagazin Nr. 47/2016

Als meine Jungs klein waren, habe ich mir Gute-Nacht-Geschichten für sie ausgedacht. Die Helden waren der Zwerg Michael, seine beste Freundin Gudrun oder Stefan Stefanowitsch, ein Feuerwehrmann, der im Zoo Tiere aus jeder Notlage befreite. Es war schade, wenn ich zum Einschlafen nicht da war und die Geschichte ausfiel. Früher hätte man sie für diesen Fall einfach auf eine Kassette aufnehmen können. Aber als meine Jungs klein waren, gab es nur CDs, meiner Meinung nach eh ungeeignet für Kinder: Das Vor- und Zurückspulen ist schwierig, und wenn die Hörspiel-CDs erst einmal im Kinderzimmer rumfliegen, sind sie zerkratzt und nicht mehr zu gebrauchen.

Mirko Borsche

Creative Director des ZEITmagazins, schreibt jede Woche die Kolumne Unter Strom

Mittlerweile kann man auf dem Smartphone oder Tablet Hörspiele abspielen oder selbst welche aufnehmen. Aber dafür muss das Gerät dauernd im Kinderzimmer sein, was ja nicht wünschenswert ist. Besser finde ich da einen neuen Hörspiel-Würfel, der Toniebox heißt: ein gepolsterter Würfel, in dem ein digitales Audiosystem steckt. Man kauft die Figur einer Hörspielfolge, Tonie genannt, und wenn man sie auf die Box stellt, lädt diese die Folge aus dem Internet runter. Danach setzt sie immer da an, wo man zuletzt aufgehört hat, zum Vor- und Zurückspulen tippt man die Box rechts oder links an. Es gibt schon Tonies von Bibi Blocksberg, Connie, dem Sams und einige weitere. Und dann gibt es Kreativ-Tonies, auf die man per App eigene Geschichten für seine Kinder aufnehmen kann, egal wo man ist. Die Aufnahmen werden dann runtergeladen, sobald das Kind die Figur auf die Box stellt. Meine Jungs sind leider schon viel zu cool für Feuerwehrmänner. Ich muss wohl auf Enkel warten.

Technische Daten Ab 3 Jahren; unterstützt nur 2,4-GHz-WLAN; Ladestation und ein Hörspiel im Starterset enthalten; Preis: 79,95 Euro

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