Unter Strom Mirko Borsche versucht sich mit einem elektrischen Reiniger am kunstvollen Fensterputzen

© Vorwerk GmbH & Co. KG
ZEITmagazin Nr. 48/2016

Es soll ja Menschen geben, die nie ihre Fenster putzen. Ich gehöre nicht dazu. Obwohl ich jede Abneigung gegen das Fensterputzen verstehen kann: Es ist einfach irre anstrengend und wird dazu oft nicht mal mit einem zufriedenstellenden Ergebnis belohnt. Ich habe schon vieles versucht: Glasreiniger, feuchtes und trockenes Tuch, Fensterleder, Wasserabzieher, Nachpolieren mit Zeitungspapier – es ist einfach eine Kunst, ein Fenster sauber und schlierenfrei zu bekommen. Aber saubere Fenster lassen viel mehr Licht in die Wohnung, und Licht macht froh. Gerade jetzt, wo wir eh so wenig davon haben.

Was das Fensterputzen angeht, stecke ich also in einem Dilemma. Da war ich schon ziemlich neugierig darauf, was der Fensterreiniger VG 100 Kobold von Vorwerk kann. Zunächst mal muss man den Tank mit Wasser und Reinigungsmittel befüllen. Das Gerät hat einen zweiten Tank, in den das schmutzige Putzwasser eingesaugt wird. Das ist der Trick des Kobolds: Er befeuchtet mit dem Wasser ein Mikrofasertuch, das das Fenster reinigt, und saugt das feuchte Fenster dann sozusagen gleich anschließend trocken. Das spart wirklich Zeit, ist aber auch nicht ganz so einfach: Man muss den Kobold mit der Hand in einer gleichmäßigen Geschwindigkeit über die Scheibe ziehen, und vor allem sollte man ihn nicht absetzen. Ich habe im Büro und zu Hause sehr große Fenster, wo das praktisch unmöglich ist, und so waren natürlich wieder Streifen da. Bei kleineren Fenstern war das Ergebnis dagegen super. Mein Dilemma ist also weiterhin nicht gelöst. Sollte sich in diese Kolumne in den kommenden Wochen ein deprimierter Ton schleichen, wissen Sie, woran es liegt: am Lichtmangel.

Technische Daten

Gewicht: 995 g; Maße: 290 x 140 x 110 cm; Lithium-Ionen-Akku (Laufzeit: ca. 30 Minuten); Material: Kunststoff; Motor: 30 W; Preis: 249 Euro

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