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2016 24 Stunden eines unglaublichen Jahres

Ein Terrorist tötet in Nizza 85 Menschen, Donald Trump ernennt seinen Vize, in der Türkei wird geputscht. All das geschah zwischen dem Abend des 14. Juli und dem Abend des 15. Juli. Berichte aus einer Welt im Ausnahmezustand. Von , , , , , , , , und
ZEITmagazin Nr. 51/2016

14. Juli, 21.30 Uhr: "Pokémon Go" erobert München-Haidhausen

Mit der App "Pokémon Go" verwandelte sich die Welt im vergangenen Sommer in einen Computerspielplatz. Hier spielt ein Syrer in Duma, östlich von Damaskus © Sameer al-Doumy/Getty Images

In Deutschland sind öffentliche Plätze nach Feierabend normalerweise wie ausgestorben. Vor allem wenn sie in einem eher gediegenen Viertel wie Haidhausen liegen, einem Stadtteil von München. Aber in dieser Nacht war etwas anders. Gegen halb zehn abends, so beobachteten es die Anwohner und Kneipenbesitzer, hingen auf dem Platz vor ihrer Haustür an die 300 Menschen herum. Es war keine Demonstration, die sich am Bordeauxplatz versammelt hatte, dazu waren die Menschen zu leise. Es war keine Party, denn jeder starrte auf sein Handy. Sie schienen auf etwas zu warten, was keiner außer ihnen sehen konnte.

Aber von Anfang an.

Für Daniela Kositza begann der Wahn am Vormittag dieses Tages, mit einem Mann, der einen Goldfisch sah. Er saß in ihrem Café am Bordeauxplatz in Haidhausen und rief: "In deinem Laden ist ein Goldfisch!" Kositza blickte auf von ihrem Platz hinter der Theke. Der Mann hielt ihr sein Handy hin. Sie sah ihr Café durch die Handykamera: "Da schwamm dann dieses Goldfisch-Pokémon." Daniela Kositza war schon klar, dass es sich um ein Handyspiel handelte – sie fand es dennoch "total strange": ein fremdes Handy, darauf ein Bild ihres Cafés und ein Goldfisch, den irgendwer dort hineinprogrammiert hatte. Die virtuelle Welt hatte sich über die echte gelegt.

Aber es sollte noch merkwürdiger kommen an diesem merkwürdigen Tag in der Mitte eines merkwürdigen Jahres.

Auf dem Bordeauxplatz versammelten sich im Laufe dieses Vormittages immer mehr Menschen. Kinder, Teenager, Alte, ganze Familien. Leute mit McDonald’s-Tüten und Bierflaschen, die, wie Kositza vermutete, nicht zum "gehobenen Ökobürgertum" Haidhausens gehörten. Offenbar waren sie aus der ganzen Stadt angereist, um ein Handyspiel zu spielen.

"Entweder ist was passiert, oder es gibt was kostenlos", dachte sich Asha Tülin Calik, die eine Straßenecke weiter in ihrem vegetarischen Restaurant Iunu gerade das Mittagessen vorbereitete. Anders konnte sie sich den Massenauflauf nicht erklären. Ein Handyspiel, erfuhr sie dann von Leuten, die in ihr Restaurant kamen, um ihre Handys aufzuladen. Am Bordeauxplatz gebe es "vier Lockmittel", auf die man klicken könne, um die Monster anzulocken, die es in dem Spiel zu bekämpfen gelte, hörte die 33-Jährige. "Dadurch, dass wir einen Brunnen haben, gibt es hier offenbar auch Wasser-Pokémons", sagt Calik. Sie wirkt noch immer etwas zögerlich, wenn sie von der digitalen Parallelwelt vor ihrer Haustür berichtet, schließlich hat sie diese nicht mit eigenen Augen gesehen. Jedenfalls wurde der Bordeauxplatz innerhalb kürzester Zeit zu einem der begehrtesten Jagdgründe einer Handy-App, die am 13. Juli in Deutschland freigeschaltet wurde und bereits am 14. Juli so viele Leute erreichte, dass am Abend die Tagesthemen berichteten und sich der Börsenwert von Nintendo in den nächsten Tagen verdoppelte. (Als bekannt wurde, dass Pokémon Go nur begrenzt Einfluss auf die Geschäftszahlen haben würde, zogen viele Anleger ihr Geld allerdings wieder ab.)

Am Bordeauxplatz hatten sich an diesem Nachmittag inzwischen etwa 200 Menschen versammelt. Benedetto Blani, 46, der gegenüber von Asha Tülin Calik eine Pizzeria betreibt, war gerade zur Arbeit gekommen, als sie plötzlich losrannten. Er blickt immer noch halb ungläubig, halb begeistert, wenn er von der Treibjagd vor seinem Fenster berichtet: Kinder, Rentner, Eltern mit Kinderwagen auf der Jagd nach einem Monster, das immer nur für kurze Zeit in einer Seitenstraße des Platzes erschien. Sie vergaßen Autos und Straßenbahnen, erinnert sich Benedetto, "wie eine Prozession" sei das gewesen, nur schneller.

Dann kehrten sie wieder auf den Bordeauxplatz zurück, um auf eine neue Monstererscheinung zu warten.

Sie blieben bis tief in die Nacht, immer auf ihre Handys starrend.

Die Welt war für sie zu einem Spielbrett geworden. Und der Rest des Landes stand am Spielfeldrand und schaute zu – erst fasziniert, dann zunehmend genervt.

Im Juli waren es 1,26 Millionen Menschen, die sich die deutsche Version der App heruntergeladen hatten, im August bereits 7,1 Millionen. In Düsseldorf wurde eine Brücke für das Spiel gesperrt. In der Lüneburger Heide verirrten sich Spieler auf einen Truppenübungsplatz. In Aachen bekam ein Spieler einen Baseballschläger über den Kopf, weil er für einen Einbrecher gehalten wurde. Im Kölner Dom störten so viele Spieler die Ruhe, dass die Verwaltung den Ort zur Pokémon-freien Zone erklären ließ.

Was treibt die Leute, fragten sich die Feuilletonisten. Spieltrieb? Weltflucht? Geniale Algorithmen, die jeden sofort süchtig machen?

Am Bordeauxplatz freute sich unterdessen Cafébesitzerin Kositza, dass München nun ein bisschen mehr war wie Berlin, ihre Heimatstadt. Benedetto Blani fühlte sich an die sommerlichen Piazze in Italien erinnert. Am zweiten Abend des Pokémon-Wahns fing er an, im Internet mehr über das Spiel in Erfahrung zu bringen. Ein paar Tage später hatte er sechs neue Pizza-Kreationen auf die Karte gesetzt, jede von ihnen nach einem Pokémon-Monster benannt. Dreißig bis vierzig Pizzen mehr am Tag habe er in diesem Sommer verkauft, schätzt er.

Daniela Kositza überlegte kurz, ob sie einen Pokémon-Kaffee anbieten sollte, entschied sich dann aber dagegen. "Ich bin Amazon-Gegner, ich bin Interneteinkauf-Gegner, ich liebe ein Gespräch von Auge zu Auge", sagt die langjährige Kreuzbergerin, deren Café mit seinen alten Polstermöbeln aussieht, als sehne sie sich in die siebziger Jahre zurück. Handyspiele, selbst wenn sie die Leute ins Freie treiben, sind nicht so ihr Ding: "Jeder starrt in sein Telefon. Das ist nur im weitesten Sinne eine gemeinsame Aktion."

In ihrem vegetarischen Restaurant überlegte Asha Tülin Calik kurz, ob sie die Spieler in ihr Restaurant locken sollte, entschied sich dann aber dagegen. Bald hatte sie sich daran gewöhnt, dass zweimal am Tag eine Horde Jäger an ihr vorbeirannte, wenn in der nahe gelegenen Breisacher Straße ein Pokémon erschien. Dass die Spieler in warmen Nächten bis drei Uhr nachts um den Brunnen herum kampierten. Dass Anwohner sich über das Dauergemurmel der Geisterjäger beschwerten.

Nur einmal wunderte sie sich noch. Es war an dem Tag nach dem Amoklauf eines Jungen im Olympia-Einkaufszentrum. "Die Stadt war halb leer, aber die Pokémoner saßen immer noch hier." Ihre Mitarbeiterin, deren Sohn auch Pokémon Go spielte, ergänzt: "Die Welt geht unter. Mich hat’s erstaunt, dass man da noch an so was denkt."

Als das Wetter im Herbst schlechter wurde, leerte sich der Platz allmählich. Viele Spieler saßen jetzt in parkenden Autos am Rand des Grüns und warteten auf das Erscheinen der Monster. Erst als es richtig kalt wurde, blieben auch sie weg. Am Brunnen wurde das Wasser abgestellt. Die Bäume um den Platz verloren ihre Blätter.

Inzwischen sind es nur noch einzelne Gestalten, die suchend durchs Laub waten, mit gesenktem Kopf, ein Handy in der Hand. Mit dem Winter, glaubt Calik, wird der Hype endgültig vorbei sein und nicht wiederkehren, wenn es Frühling wird. "Die, die es spielen wollten, haben es auch gespielt."

Inzwischen wurde Pokémon Go weltweit mehr als 100 Millionen Mal heruntergeladen.

14. Juli, 22.45 Uhr: Ein Reporter filmt den Anschlag in Nizza

Am Tag nach dem Terroranschlag von Nizza: Auf der Promenade des Anglais werden Beweismittel gesichert. © Anne-Christine Poujoulat/AFP/Getty Images

Als der Lkw spätabends am rechten Bildrand auftaucht, ahnt Richard Gutjahr schon, dass er zufällig etwas mit seinem Handy filmt, was viele Menschen nie wieder loslassen wird.

Der Moderator des BR und Netzjournalist ist gerade mit Frau und Kind zu Besuch in Nizza, um den französischen Nationalfeiertag mitzuerleben. Er hat den ganzen Tag über für sein Video-Tagebuch auf Snapchat gefilmt, einem sozialen Netzwerk, bei dem sich die Videos normalerweise nach 24 Stunden selbst zerstören. Der 43-Jährige sendet jeden Tag Geschichten aus seinem Alltag auf Snapchat. Die Szenen jenes Tages hat er zusätzlich auf seinem Handy gespeichert: Soldaten marschieren in schneeweißen Uniformen im Gleichschritt bei der Parade, Aufnahmen vom Meer und vom Feuerwerk am Abend. "Es ist ein bisschen wie bei einem Hitchcock-Film", sagt Richard Gutjahr heute, "man sieht diese prächtigen Bilder, aber man weiß, wie der Abend enden wird."

Gegen 22.45 Uhr steht er auf dem Balkon seines Hotelzimmers an der Strandpromenade von Nizza, um ein paar Abschlussmotive für sein Tagebuch zu filmen. Unten ist noch viel los, "Jahrmarktstimmung", wie er sich später erinnern wird, es ist die erste Woche der Sommerferien in Frankreich, viele Kinder sind noch wach, sie haben mit den Eltern das Feuerwerk angesehen. Auch seine Frau und sein Sohn sind eben noch mal kurz draußen gewesen. Gutjahr hält sein Handy senkrecht zum Filmen, dann taucht plötzlich der weiße Lkw auf der Straße auf, der zunächst sehr langsam fährt. Gutjahr wundert sich, was der Wagen dort zu suchen hat, weil die Straße doch gesperrt ist. Während er noch versucht, das Geschehene einzuordnen, schaltet er Snapchat ab, um im Querformat zu filmen – aus irgendeinem Grund, den er sich bis heute nicht so recht erklären kann. "Vielleicht war das der Reporterinstinkt, ich ahnte, dass da irgendwas nicht stimmt, und dachte mir, das ist nichts für Snapchat." Dann hört er auch schon die ersten Schüsse der Polizisten, die anfangs noch klingen wie geplatzte Luftballons. Als sie in immer schnellerer Folge kommen, weiß er, dass da gerade etwas Wichtiges vor seinen Augen passiert. Der Lkw gibt Gas und überrollt die ersten Menschen. 86 Tote werden es am Ende seiner zwei Kilometer langen Fahrt sein.

Das Video, das Gutjahr an jenem Abend dreht, geht kurz darauf um die Welt, die meisten deutschen Medien zeigen es, auch ausländische wie CNN. Der Blogger Gutjahr hat das Video nicht per Livestream über Facebook oder Twitter verbreitet, sondern es an den WDR, den BR und die Tagesschau-Redaktion geschickt, damit die Kollegen dort entscheiden, was gesendet werden soll. Nachdem er sich um seine Frau und seinen fünfjährigen Sohn gekümmert hat, wechselt er vom Augenzeugen zum Reporter. Von nun an gibt er 24 Stunden lang Interviews, bestreitet Liveschaltungen und produziert Berichte für die ARD. "Ich habe um die 800 Telefonate geführt an jenem Tag."

Dass am Abend des 15. Juli in der Türkei ein folgenreicher Putschversuch startet, während er sich noch auf die Schalte in der Spät-Rundschau des Bayerischen Fernsehens vorbereitet, bekommt Richard Gutjahr nur am Rande mit. "Das war eine Umdrehung zu viel für mich", sagt er.

Journalisten versuchen, so schnell wie möglich am Ort des Geschehens zu sein, das ist ihr Beruf. Und es gehört auch dazu, der Erste sein zu wollen. Dass der Reporter sogar schon dort ist und vor seinen Augen etwas passiert, könnte man Glück nennen – wäre das Ereignis an sich nicht so dramatisch und das Erlebte auch für Richard Gutjahr selbst bis heute nicht so schwer zu verarbeiten.

Wenn er nun, Ende Oktober in Berlin, über Nizza spricht, merkt man, welche Überwindung es ihn kostet, wieder an jenen Abend im Juli zurückzudenken. Er lässt sich lange Zeit, bevor er Fragen beantwortet. Die Worte fließen nicht aus dem Mund des Moderators, er muss sich zwingen zu sprechen.

Gleich nach der Veröffentlichung seines Videos und noch während er an Fernsehberichten zum Ereignis arbeitet, werfen ihm einige Kollegen in Deutschland vor, dass er zum Handy gegriffen habe, anstatt Opfern zu helfen.

Gutjahr hat diese Kritik getroffen. "Ich hätte erwartet, dass sie mich anrufen und fragen, warum die Kamera schon lief, als der Lkw angefahren kam. Das gehört zur Recherche." Dass er in der Folge dann das tut, wofür er von seinem Arbeitgeber bezahlt wird, live vom Ereignis zu berichten, kann man einem Journalisten schwerlich vorwerfen.

Richard Gutjahr ahnt da noch nicht, dass das Attentat von Nizza nicht die letzte Gewalttat sein wird, über die er in jenen Tagen im Juli berichtet.

Fünf Tage später, am 19. Juli, fliegt er von Nizza nach München, um dort seine Dienstwoche als Moderator der Spät-Rundschau im Bayerischen Fernsehen anzutreten.

Am Flughafen von Nizza nimmt er noch an einer Schweigeminute teil für die Opfer des Anschlags. Er steht gerade an der Sicherheitskontrolle, als alle die Arbeit niederlegen und es für eine Minute ganz still wird auf dem Flughafen.

In München angekommen, fährt er direkt ins Sendestudio des BR, um 22 Uhr kommt die Eilmeldung herein vom Axt-Attentat eines jungen afghanischen Flüchtlings in einem Regionalzug bei Würzburg. Um Mitternacht interviewt Gutjahr dann dazu den bayerischen Innenminister live im Fernsehen. "Für mich fühlte sich das völlig surreal an", erinnert sich Gutjahr.

Ein paar Tage später, an einem Freitagabend, ist er wieder auf dem Weg ins Sendestudio. Er fährt gerade mit dem Auto auf dem Mittleren Ring in München, als ihn seine erwachsene Tochter anruft. "Hier wird geschossen!", ruft sie ins Telefon. Die 22-Jährige ist eine Stunde zuvor im Olympia-Einkaufszentrum gewesen und will nun noch mal dorthin zurückkehren, als ihr auf der Straße Menschen in Panik entgegenrennen und sagen, im OEZ werde geschossen. Niemand weiß zu diesem Zeitpunkt, was los ist. Gutjahr fährt nach dem Anruf sofort in Richtung OEZ, das nah am Mittleren Ring liegt, er will zu seiner Tochter. Es ist das zweite Mal innerhalb weniger Tage, dass er riesige Angst um eines seiner Kinder hat.

Als seine Tochter ihn wenig später noch mal anruft und sagt, dass sie in Sicherheit sei im Haus der Großmutter, die wenige Minuten vom Einkaufszentrum entfernt wohnt, ist das der Moment, in dem er auf "Reportermodus" umschaltet, wie er sagt.

Er ruft im Sender an, dass er auf dem Weg zum OEZ sei, und fährt mit seinem schwarzen Audi einfach vors Einkaufszentrum, wo die Polizei gerade eine Sperrzone errichtet. Weil so viele Einsatzfahrzeuge schwarze Audis sind, fällt seiner nicht weiter auf. Dann beginnt er mit den Liveberichten, erzählt von den nervösen Polizisten und den Helikoptern über dem Einkaufszentrum. Zu diesem Zeitpunkt weiß noch keiner, was darin vorgeht, ob es sich um einen Terroranschlag handelt, wie viele Täter beteiligt sind. Zwischendrin ruft Richard Gutjahr kurz seine Frau an, sie reden nicht viel. "Was sollten wir auch sagen, es war einfach unglaublich, was wir da innerhalb einer Woche erlebten."

München sei für ihn aber ganz anders gewesen als Nizza. Der Unterschied ist: Er weiß, worauf er sich einlässt, er fährt gezielt zum OEZ, als Reporter. In Nizza war er nicht vorbereitet auf das, was kam: "Es war ein traumhafter Sommerabend gewesen, die Leute tanzten auf der Straße, jede Anspannung war abgefallen, das Attentat kam aus heiterem Himmel." Beim Versuch, mit dem Erlebten fertigzuwerden, hilft ihm auch keine Reporterschulung, wie er sie für Einsätze in Krisen- und Kriegsgebieten bekommen hat. In Nizza sah er, wie die leblosen Körper der Opfer abtransportiert wurden. Er sieht sie bis heute immer wieder in seinen Träumen.

Kurz nach dem Amoklauf in München bricht eine Welle des Hasses über Richard Gutjahr herein: Weil er bei beiden Tragödien in nächster Nähe war, machen absurde Verschwörungstheorien im Netz die Runde. Weil seine Ehefrau Israelin ist und einige Jahre Parlamentsabgeordnete war, müssen Gutjahr und seine Familie sich antisemitische Beleidigungen in den sozialen Medien gefallen lassen, von einer Verbindung zum Mossad ist die Rede. Nicht nur über seine Frau, auch über seine 22-jährige Tochter aus einer früheren Beziehung werden verunglimpfende Videos gepostet. Gutjahr wird in Mails bedroht, zum Teil tun die Personen das unter ihrem vollen Namen. "Wir haben ein Klima, in dem diese Leute glauben, das tun zu können, ohne dafür sozial oder juristisch belangt zu werden", sagt Richard Gutjahr. Einige von ihnen hat Gutjahr mittlerweile angezeigt, die Verfahren laufen noch.

Kommentare

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Die letzten Stunden von 2016 - jetzt geht es ums Überleben ;-)

Leben sah sie durch die Finger rinnen
Hört im Schlaf noch Schreie – wie von Sinnen
Aus vermorschten Kähnen, wanken Booten
Holte sie die Kranken und die Toten.
Überm Meer nun Winterwinde wehen.
Südwärts wird das Sterben weitergehen.

Wenn sich der Kalender wendet,
Auch der zwölfte Mondlauf endet
Schreit es in der Seele:
„Narbenjahr“

http://zeitraumschleife.e...