Deutschlandkarte Die dunkelsten Orte

ZEITmagazin Nr. 52/2016
© Laura Edelbacher

Karte: Abweichung von der natürlichen Himmelshelligkeit, in Prozent

Wer die Sterne liebt, hat fast überall in Deutschland ein Problem: Er bekommt sie gar nicht richtig zu sehen. Denn der Himmel wird durch das reflektierte Licht der Gebäude, Straßenlaternen und Leuchtreklamen aufgehellt. Um den Großen Wagen in seiner vollen Pracht zu bestaunen, muss man daher dorthin fahren, wo es wenig künstliches Licht gibt, also fernab der Städte. Die Mecklenburgische Seenplatte oder das Westhavelland eignen sich zum Beispiel ganz gut. Letzteres wurde sogar 2014 zum ersten Sternenpark Deutschlands ernannt. Hier treffen sich Hobbyastronomen, und man kann sich den Sternenhimmel bei Führungen erklären lassen. Auch in der Rhön und in der Eifel gibt es Sternenparks. Die unterschiedlichen Farbwerte auf unserer Karte zeigen, um wie viel Prozent heller als der natürliche Himmel unser Himmel nachts ist. Die hellgrauen Flächen etwa sind um 512 Prozent heller, also um das Fünffache. Den Wert Null gibt es auf dem deutschen Festland nicht – zappenduster wird es nur über dem Meer.

Quelle: Lichtverschmutzungsatlas 2016 und Dr. Andreas Hänel, Universität Osnabrück

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