Deutschlandkarte Akademische Debattierclubs

ZEITmagazin Nr. 2/2017
© Laura Edelbacher

Karte: Wo es Debattierclubs an Hochschulen gibt

Sollten Innenstädte autofrei sein? Lässt sich Terror nur mit Gewalt beantworten? Solche Fragen diskutieren Studenten in Debattierclubs. Während sie an britischen Universitäten eine jahrhundertealte Tradition haben, entstanden Rednervereine hierzulande erst Anfang der neunziger Jahre. Pioniere waren vier Tübinger Studenten mit ihrer "Tübinger Debatte" (heute Streitkultur e. V.). Mittlerweile sind die Clubs an jeder achten deutschen Hochschule zu Hause, 53 gibt es insgesamt. Umgerechnet auf die Zahl der Unis, haben Bayern und Sachsen-Anhalt die meisten Diskutierzirkel, was ihren konservativen Ruf bestätigt. Regelmäßig finden Debattierturniere vor Publikum und einer Jury statt, auch in Kooperation mit der ZEIT. Dabei vertreten zwei Teams jeweils die Pro- beziehungsweise Contra-Position zu einem Thema. In einer Zeit, in der die Ressentiments wuchern, wünscht man sich, dass sich der ein oder andere Internet-Rüpel in einem Debattierclub anmeldet, um zu lernen, dass man mit geschärften Argumenten mehr Leute erreicht als mit Pöbeleien.

Recherche: Anton Dorow

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