Deutschlandkarte Biber

ZEITmagazin Nr. 14/2017
© Laura Edelbacher

Karte: Wo Biber verbreitet sind

Nach dem Zweiten Weltkrieg lebten in Deutschland gerade mal 200 Biber. Das Tier war in vielen Gegenden schon im Mittelalter ausgerottet worden, so beliebt waren sein Fell, sein Fleisch und sein Drüsensekret, das gegen Kopfschmerzen hilft. Die übrig gebliebenen lebten alle an der unteren Elbe, bei Dessau. So kam es, dass die ostdeutschen Natur- schützer besonders eifrige Biberfreunde wurden, bald siedelten sie überall in der DDR Biber an. Im Westen folgte Bayern in den siebziger Jahren. Die Folge davon heute: Heute leben die meisten der etwa 40.000  Biber im Osten und in Bayern. Dabei hat der Biber nicht nur Freunde – und das, obwohl er ein Supertyp ist: staut Bäche, renaturiert damit die Landschaft. Seine Dämme helfen nicht nur Fischen, sondern auch Vögeln, die dort brüten. Und als Vegetarier bringt er sie auch nicht um, um satt zu werden. Lieber frisst er Maiskolben, was die Unpopularität des Tiers bei Bauern erklärt. Wieder ausrotten werden die ihn aber nicht. Es gilt als sicher, dass der Biber in 30 bis 40 Jahren wieder ganz Deutschland besiedelt. Der Biber gehört zu Deutschland!

Quelle: Nationaler FFH-Bericht

Kommentare

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"Lieber frisst er Maiskolben, was die Unpopularität des Tiers bei Bauern erklärt."

So ein kleines bißchen dürfte da auch die Kleinigkeit mit reinspielen, dass er Felder in Niederungen hektarweise unbetretbar für deren Eigentümer macht durch den Wasseranstieg, nicht mehr nutzbar, und dazu quasi verboten. Ein Bauer, der einen findet und niemand sieht es, wird eher den Spaten benutzen, als gewissermaßen enteignet zu werden.

Es gibt wunderbare Biber- Rezepte.
z.B:

"Von einem Biber, welcher wie ein Lamm geviertelt wurde, nehme man das hintere Viertel, wasche es, lege es in eine Kasserolle mit Lorbeerblätter, Rosmarin, Zitronenschalen, Nelke und Pfeffer. Salze das Biberviertel, und lege es auch in die Kaserolle. Giesse ein wenig gute Erbsensuppe mit etwas Wein und Essig dazu, schneide kleine Zwiebelscheiben, nicht zu viel brenne frischen Butter darauf, und laß es alles wohl zugedeckt dünsten. Sodann nehme das Biberviertel heraus, brate es am Spieß schön bräunlich, begiesse es mit Butter und Obers, bestreue es mit Semmelbrösel, lasse im Butter ein wenig Mehl rösten, und giesse von der Suppe, wo der Biber gedünstet hat, daran, ist, die Sauce zu wenig sauer, drücke Zitronensaft hinein, gehe noch ein wenig Gewürz dazu, und laß es aufsieden. Nehme den Biber vom Spieß, gieße die Brühe in die Schüssel, und richte den Biber darauf, lege auf den Braten Zitronenschnitzel, und gebe ihn zur Tafel.

Die voerderen Teile kann man in Stücke hauen, dünsten, und die obige Brühe darüber machen."