Mailand Aufsteiger

© Alessandro Furchino Capria
Mailand galt immer als erfolgreich und ein bisschen langweilig, denn die Stadt ist Italiens Wirtschaftsmetropole. Jetzt hat sie sich neu erfunden. Mitgeholfen haben die weltbesten Architekten, Künstler und Designer. Von
ZEITmagazin Nr. 15/2017

Es gibt in Mailand keinen öffentlichen Platz, an dem man auf einen Cappuccino verweilen wollte. Denn Mailand ist keine Stadt, in der man gern verweilt. Mailand hat immer etwas zu tun. In Mailand trappeln Millionen Füße über den Corso Vittorio Emanuele II und die Via della Spiga. In Mailand schieben sich die Autos hupend den Corso Venezia entlang. In Mailand will man immerzu irgendwohin, ist immer unterwegs, immer spät dran. Wer hier stillsteht, kommt sich schnell fehl am Platz vor. Man hat dann das Gefühl, man sollte ganz schnell etwas Wichtiges tun.