Harald Martenstein Über Gerichtsurteile und ihre Botschaft

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ZEITmagazin Nr. 19/2017

Eines Abends öffnete ich meine Mails und fand einen Brief mit der harmlosen Überschrift "Mein Sohn". Die Absenderin kannte ich nicht, eine Leserin. Sie schrieb, dass ihr Sohn auf dem Rücksitz eines Autos lebendig verbrannt sei, zusammen mit seiner Freundin. Zeugen hörten aus dem Auto noch seine Stimme. Das sei nun ein Jahr her.