Natur Draußen sein

© Benoit Paillé
Was braucht der Mensch zu seinem Glück? Beziehungen, Arbeit und – die Natur. Die ist so selbstverständlich, dass die Wissenschaft ihren Einfluss fast übersehen hätte. Aber nur fast. Eine Forschungsreise zu den Wurzeln des Wohlbefindens. Von
ZEITmagazin Nr. 20/2017

Wenn ich dort bin, bin ich glücklich – hört man sich um, in der Familie, unter Freunden, Kollegen, Zufallsbekanntschaften, fällt allen spontan ein Ort ein, auf den dieser Satz passt. Und fast immer liegt er draußen: im Wald, auf dem Gipfel eines Berges oder am Meer. Einige verorten ihr Glück ganz konkret – im Schatten eines Walnussbaumes, auf einer ganz bestimmten Düne in Dänemark, an einem verwunschenen Uferflecken des Schaalsees ("und schreib bloß nicht, wo genau!"). Andere finden es auf einem Pferd, unter den Sternen, beim Beobachten der Vögel, beim Wühlen im Boden mit bloßen Händen.