Deutschlandkarte Erdbeerhöfe

ZEITmagazin Nr. 21/2017
© Laura Edelbacher für ZEITmagazin

Für Erdbeeren machen sich die Deutschen krumm, sie ernten die Früchte gern eigenhändig. Auf mehr als 500 Höfen kann man das tun, je nach Witterung von Mai bis in den August hinein – viele Bauern strecken die Erntezeit nämlich so lange mit dem passenden Sortenmix. Die selbst gesammelten Erdbeeren mit schönen Namen wie Florence oder Asia schmecken nicht nur deshalb besonders gut, weil man sie mühsam einzeln pflücken muss – sondern weil die Früchte für den Verkauf im Supermarkt für eine längere Haltbarkeit und Lagerung oft schon vor der optimalen Reifung geerntet werden. Von allen Bundesländern hat Nordrhein-Westfalen die meisten Höfe, die Selberpflücken anbieten. Mit 4.000 Hektar Anbaufläche für Freiland-Erdbeeren ist Niedersachsen jedoch das eigentliche Erdbeer-Paradies. Nicht nur klimatisch fühlt sich das Obst hier wohl, viele der niedersächsischen Höfe sind auch vergleichsweise groß. Noch reicht die Hingabe der Deutschen allerdings nicht, um sämtliche Erdbeeren selbst zu pflücken – viele Höfe müssen Erntehelfer anheuern.

Recherche: Anton Dorow

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