Unter Strom Mirko Borsche wärmt gerne seinen Hintern

ZEITmagazin Nr. 21/2017

Autobesitzer schätzen an ihrem Wagen ja alles Mögliche. Die vielen PS, das schnittige Design, die irrsinnig tollen Lautsprecher, den großen Kofferraum. Ich schätze an meinem Auto vor allem eines: die Sitzheizung. Das mag unmännlich und verweichlicht klingen, aber das ist mir egal: Wenn der Hintern warm ist, friert man einfach nicht mehr.

Dabei fahre ich gar nicht gern Auto, komme also eher selten in den Genuss der Sitzheizung. Bis ich neulich das Sitz-Heizkissen von Stoov ausprobiert habe. Es sieht aus wie ein normales Stuhlpolster, aus schönem Stoff und mit einer hübschen roten Ziernaht. Was es von einem normalen Polster unterscheidet: Man kann das Kissen per USB-Kabel aufladen, dann irgendwohin mitnehmen, einschalten und hat für die nächsten Stunden einen warmen Po. Wie bei der Sitzheizung im Auto gibt es verschiedene Wärmestufen, das Kissen hat drei. Auf der niedrigsten Stufe hält der Akku in der Eco-Version des Kissens bis zu fünf Stunden, in der etwas teureren Pro-Version bis zu acht Stunden. Der Bezug ist wasserabweisend und kann, sollte er schmutzig sein, in der Maschine gewaschen werden. Und wenn man mal 20 Minuten nicht auf dem Kissen sitzt, schaltet es sich automatisch aus.

Ich habe im kühlen Frühling wirklich oft auf dem Kissen gesessen: Ich habe es abends mit an die Isar genommen, und als sich meine Freunde fröstelnd verabschiedeten, ging es mir auf meinem Heizkissen immer noch bestens. Ich habe es damit gemütlich auf meiner Terrasse ausgehalten bei Temperaturen, die mich sonst reingetrieben hätten. Und, ja, ich gebe es zu, ich habe es auch vor dem Fernseher mal untergelegt. Wärme macht einfach glücklich. Und wenn sie in unseren Breitengraden schon nicht von oben kommt, dann wenigstens von unten.

Technische Daten

Größe: 40 x 40 x 5 cm
Leistung: bis zu 12 Watt
Ladegerät: inklusive
Preis: ab 109 Euro

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