Deutschlandkarte Musical-Premieren

ZEITmagazin Nr. 23/2017

Karte: Wo in der Spielzeit 2016/17 Musical-Premieren stattfanden (in Klammern deren Anzahl; genannt sind Orte mit mindestens zwei Premieren)

Denkt man an Musicals, kommt einem zuerst der Broadway in den Sinn – oder das Londoner West End. Auch in Deutschland fällt einem gleich eine Großstadt ein: Hamburg. Hier, in der Stadt von Der König der Löwen, fanden zuletzt mehr Musical-Premieren statt als irgendwo sonst. Überraschend an unserer Karte ist, dass Musicals auch fernab der Metropolen sehr erfolgreich sind. Selbst dort, wo es keine großen kommerziellen Bühnen gibt, feiert man regelmäßig Musical-Premieren, etwa an kleinen Stadttheatern. Trotz des immerwährenden Vorwurfs, Musicals seien doch keine richtige Kunst, sind die Zuschauerzahlen in den letzten Jahren gestiegen. Auch in kleinen Städten werden bekannte und oft aufwendig inszenierte Stücke aufgeführt: die West Side Story in Schleswig oder Evita in Meiningen. Rechnet man die Premieren auf die Einwohner um, liegt das badische Zwingenberg ganz vorne – dank The Rocky Horror Show und Jekyll & Hyde. Mit den Großstädten verbindet die Provinz eben eine besondere Liebe zu den Klassikern.   

Quelle "musicals – Das Musicalmagazin" und musicalzentrale.de

Kommentare

3 Kommentare Kommentieren

Ich denke, Patti Lupone hat sicher das Recht das zu sagen, aber Heinz Strunk? Hat der was mit ALW zu tun? Oder spielt der nur der Erwartungshaltung seines Publikums in die Hände?

Ansonsten ist es natürlich schade, dass das Genre in Deutschland generell über einen Kamm geschert wird und ihm immer etwas "Niederes" anhaften bleibt. So bleibt eine ernsthafte Auseinandersetzung aus und somit die Vermittlung was denn nur ein gutes Stück ist und was doch nur billiger Schund.
Dazu fehlt der Nährboden um auch hiesige Produktionen gut zu Entwickeln – wenn die doofe Stage jede Neuproduktion direkt in ein 1000+ Sessel Theater stopfen will, bleibt das Experiment natürlich aus. Von der abgebrochenen Tradition guter Unterhaltung ganz zu schweigen, nachdem ein gewisser Opernliebhaber aus Österreich jegliches Talent vor 80 Jahren aus dem Land getilgt hat.