Deutschlandkarte Imkervereine

ZEITmagazin Nr. 28/2017

Karte: Imkervereine pro Kreis oder kreisfreie Stadt. Genannt sind Orte mit mehr als 15 Vereinen.

Für die Honigbienen war das Jahr 2017 bisher eher schwierig: Der Winter war zu lang, und die Varroa-Milbe, ein Parasit, hat ihnen zugesetzt. 20 Prozent der Tiere starben, die Honigernte im Frühling fiel mäßig aus. Erfolgreich hingegen war das Jahr für die Imker, denn das Interesse an ihrer Arbeit wächst. Viele der 2.500 Imkervereine können sich vor Leuten kaum retten, die bei ihnen das Imkern hobbymäßig lernen möchten. Unsere Karte zeigt: Vor allem der Süden Deutschlands ist Imkerland. Das hat historische Gründe. In Süddeutschland verbreitete sich im Mittelalter die Zeidlerei, das gewerbsmäßige Sammeln des Honigs wilder Bienenvölker, und so entstanden dort auch die ersten Vereinigungen. Ein Drittel aller Mitglieder kommt heute noch aus Bayern und Baden-Württemberg. Doch das könnte sich bald ändern. Seit ein paar Jahren wird immer mehr in Städten geimkert, etwa in Berlin und Saarbrücken. Weil die Bienen auf dem Land häufig nur noch auf Monokulturen stoßen, sind die Städte mit ihrem großen Nahrungsangebot in Parks, Gärten, auf Friedhöfen oder Balkonen heute Bienenparadiese.

Quelle: Imker-Landesverbände und gemeinsames Registerportal der Länder; geografische Verortung Lutum+Tappert
Recherche: Anton Dorow

Kommentare

5 Kommentare Kommentieren

More then Honey...

Vorab: Ich finde den Film an sich sehr gut.

Und jetzt das aber: Allerdings bin ich mit der (quasi) Essenz des Filmes wenig einverstanden, als er den Imker, der mit Afrikanisierten Bienen arbeitet, groß herausstellt... nach dem Motto: Das ist die Zukunft, *wilde* Bienen.
Evtl. hat das mit mit der speziellen Situation in der Schweiz zu tun, die die angestammte Rasse, eine Form der Nigra, um jeden Preis rasserein halten wollen und sich dadurch erwiesenermaßen Sauerbrutanfälligkeit eingehandelt haben.