Deutschlandkarte Das Federmäppchen

ZEITmagazin Nr. 35/2017
© Laura Edelbacher

Karte: Namen für die Mappen oder den Kasten, in dem Stifte aufbewahrt werden.

Es ist die Allzweckwaffe im Schulchaos – der Sitznachbar bekommt es ab und zu über den Kopf gezogen, Spickzettel werden darin versteckt, und wenn einem langweilig ist, schreibt man seinen Namen im Graffiti-Stil quer darüber: Das Federmäppchen gehört zum Schulalltag wie das Zuspätkommen nach der großen Pause. Aber in überregionalen Klassenzimmern würden die Meinungen auseinandergehen, wie man es eigentlich nennt. Über den Ursprung des Begriffs Federmappe herrscht Klarheit: Seit dem 4. Jahrhundert benutzte man Gänsefedern als Schreibhilfe, ab dem 17. Jahrhundert wurden erste Federhalter aus Metall entwickelt. Es dauerte weitere 200 Jahre, bis der Amerikaner Lewis Edson Waterman 1884 den Füllfederhalter erfand. Obwohl auch der mittlerweile selten in der Federmappe zu finden ist, hat er in ihrem Namen überlebt – genau wie das Schieferkästchen daran erinnert, dass Schüler früher auf kleinen Tafeln schreiben lernten. Auf eines können sich aber alle sicher einigen: Mindestens zweimal in der Woche fragt man sich: "Wo habe ich das Ding schon wieder liegen gelassen?"

Quelle: Atlas zur deutschen Alltagssprache (Elspaß/Möller)

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