Unter Strom Mirko Borsche macht Bilder in einem winzigen Fotostudio

© Orangemonkie
ZEITmagazin Nr. 36/2017

Mittlerweile halten wir uns ja alle für Fotografen. Wir haben die Kamera im Handy immer dabei (manchmal kommt es mir sogar so vor, als wäre es mittlerweile umgekehrt: das Handy in der Kamera), halten alles fest und können hinterher immer noch einen Filter übers Bild legen, sodass es irgendwie künstlerisch wirkt und in unserer Privatgalerie bei Instagram präsentiert werden kann.

Schwierig wird es aber, wenn man mal ein Objekt einzeln richtig gut in Szene setzen muss. Wer einen Beweis braucht, sollte mal ein beliebiges Stichwort bei eBay-Kleinanzeigen eingeben, zum Beispiel "Uhren" oder "Blumenvasen". Schön sieht da fast nichts aus, denn es ist nicht so leicht, einen neutralen Hintergrund und die richtige Beleuchtung zu finden. Das geht mir genauso: Für unser Büro habe ich ab und an Zeitschriften fotografiert, deren Cover wir gestaltet hatten. Manchmal habe ich sie auf mein Sofa gelegt und fotografiert, manchmal auf unseren Terrassenboden, aber richtig gut sah es nie aus. Das klappte mit der Foldio Lightbox wesentlich besser. Sie ist ein kleines Fotostudio: eine Box aus dünnen weißen Plastikwänden, die mit einem LED-Streifen unterschiedlich beleuchtet werden kann. Was immer man fotografieren will, steht dann in einem weißen Raum, nichts lenkt ab, nichts wirft störende Schatten. Auch andere Hintergründe sind möglich, grau, schwarz und grün, wenn man im Nachhinein einen Hintergrund ins Foto montieren möchte. Die Box wird durch Magnete zusammengehalten und kann ganz flach gefaltet werden, wenn man sie nicht braucht. Ich gebe zu: Die Box ist ein wenig nerdig. Aber ich glaube, für Betreiber von Online-Shops oder Restaurants, die ihr Essen schön fotografieren wollen, könnte sie sich wirklich lohnen.

Technische Daten

Größe: 38 x 38 x 38 cm

Licht: dimmbare LEDs

Preis: ca. 100 Euro

Kommentare

15 Kommentare Seite 1 von 2 Kommentieren

Und da merkt man halt wer ein Profi ist und wer nicht. Einem Profi muss man nicht sagen, dass es so etwas gibt und das man damit sehr gute Sachen mit machen kann. :)
Aber gerade für Handyfotografen kann natürlich ein kleiner, mobiler, mit integrierter Beleuchtung integrierter Lichtwürfel natürlich eine gute Ergänzung sein. Also zu den 20 Apps die sie für ihre Fotos benutzen.