Deutschlandkarte Lokale, die nach Prominenten benannt sind

ZEITmagazin Nr. 37/2017
© Laura Edelbacher

Yoko Ono hat gerade die Hamburger Bar Yoko Mono verklagt, weil sie fand, man könne sie mit ihr verwechseln. Die Bar benannte sich um in Mono – und machte ein paar Tage später dicht, allerdings nicht wegen des Rechtsstreits. Was Yoko Ono vielleicht nicht wusste: Es ist in Deutschland Gepflogenheit, Bars nach Prominenten zu benennen und dabei ihre Namen bisweilen zu veralbern. Wir haben die 50 größten Städte untersucht. Prinz Charles, Uschi Obermaier, Charlotte Gainsbourg und Charlie Sheen haben offenbar mehr Humor also Yoko Ono, Klagen von ihnen gegen die Bars sind nicht bekannt. Manchmal haben die Prominenten einen Bezug zur Stadt, Joseph Beuys etwa, Johann Wolfgang von Goethe oder Karl May. Von Che Guevara ist hingegen nicht bekannt, dass er jemals von Bonn aus Revolutionen geplant hätte. Ein Name ist auffällig präsent: Hemingway, dessen größtes Hobby wohl das Trinken war, ist der beliebteste Namensgeber. Er prostet den Trinkfreudigen zwischen Rostock und Freiburg bestimmt aus dem Jenseits zu.

Illustration: Laura Edelbacher
Quelle: Yelp und eigene Recherchen

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